Plötzlich eine Behinderungen, keine Unterstützung vom Arbeitgeber

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sodenn
sodenn
bearbeitet 21. Jun 2024 in Körperliche Behinderungen

Seid gegrüßt alle hier im Forum,

evt kann mir einer mit meinem Problem helfen.

Ich bin seit 2021 plötzlich mit einer schweren Krankheit (TVT) behindert. Bis heute hat sich der Zustand nicht gebessert, ich nehme meine Medikamente und nutze Orthopädische Hilfsmittel. Als ich meinen Arbeitgeber darüber informiert habe, wurde mein Alltag von Tag zu Tag schlimmer. Nun wurde man mit Diskriminierung bzw Mobbing konfrontiert. Vom Unternehmen habe ich keinerlei Unterstützung erhalten. Leidensgerechte Arbeitsplätze wurden keine Angeboten, Gemeinsame Gespräche wurden abgewiesen. Ich selber, habe mich dann im Unternehmen an einer anderen Stelle beworben. Das Resultat war dann, trotz das man alle Arbeiten immer zu 100% Zufriedenheit erledigt hat, dass man nun mit Gehaltseinbußen am arbeiten ist. Rücksicht auf die Behinderungen nimmt keiner, man soll Leistungen erbringen, wie ein Gesunder Mitarbeiter. Ich finde dies in der heutigen Zeit sehr schade. Falls jemand weiß, wo man sich mit Behinderungen bewerben kann, bin ich für jede Information sehr Dankbar. Ich bin im öffentlichen Dienst tätig. Sehr schade, das man so etwas erleben muss. Wegen der Aktuellen Situation, hab ich mich immer wieder bei anderen Unternehmen beworben. Sobald man im Gespräch erwähnte, das man eine Behinderungen hat, hat sich dies erledigt. Ich habe die Behinderungen immer mittgeteilt, weil meine Erkrankung lebensbedrohlich ist. Rechtsmäßig muss man dies wohl nicht machen. Da bin ich dann wohl zu ehrlich.

Beste Grüße

Kommentare

  • sodenn
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    Hi Wessi,

    einen Ausweis habe ich nicht, bin aber einem Schwerbehinderten gleich gestellt.

    Das der AG helfen muss hab ich gehört, war bei mir leider nicht der Fall.

    Bei mir hieß es, es gibt keine Planstellen.

    Da ich mir rechtliche Hilfe holte, wurde man praktisch bestraft, in dem man eben das Gehalt gekürzt hat statt zu Unterstützen.

    Eine TVT ist eine schwere Thrombose der Hauptvene und kann zu jeder Zeit zu eine Lungenembolie führen.

    Lg

  • [Gelöschter Benutzer]
    bearbeitet 20. Jun 2024
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    Hallo und willkommen @sodenn,

    für jetzt nur kurz folgende Fragen (hab grad wenig Zeit), u.a. auch da Du im öff. Dienst bist:

    Hast Du den Personalrat und die Behindertenvertretung zur Hilfe und Unterstützung mit "ins Boot" genommen? Hast Du einen Schwerbehindertenausweis, falls ja mit welchem GdB, welche evtl. Merkmale? Bitte erläutere noch welche Krankheit Du hast (ich verstehe die Abkürzung leider nicht).

    Viele Grüße

    Corinna

  • sodenn
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    Hi,

    Dem BR habe ich darüber informiert, jedoch keine Hilfe erhalten. Mein Thema wurde bei BR Gesprächen abgeblockt.

    Ein Gespräch mit SBV hat stattgefunden, wurde aber von Führungskräften ignoriert.

    Eine TVT ist eine tiefen Venenthrombose. Könnte man dies operieren, hätte ich dies sofort entfernen lassen. Geht aber leider nicht .

    Lg

  • Hallo @sodenn,

    erst einmal herzlich willkommen im Forum. Es ist mehr als schade, dass dein Arbeitgeber scheinbar kein Interesse an Inklusion hat. Nun aber zu deiner Frage bezüglich Bewerbungen. Ich nenne dir einige Stellen, deren Portale extra für Menschen mit behinderung oder chronischer Erkrankung sind. Diese Arbeitgeber setzen sich für Inklusion in ihrem Unternehmen ein und setzen bewusst Stellenangebote auf diese Seiten:

    Hast du dich an eine Antidsikriminierungsstelle gewandt oder an ein Inklusionsamt?

    Viele Grüße

  • sodenn
    sodenn
    bearbeitet 21. Jun 2024
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    @Nadine_EnableMe Danke für die Informationen. Nun werde ich die Seiten immer wieder mal aufsuchen, und hoffe dass da etwas dabei ist.

  • Hallo @sodenn, ich muss nun noch mal nachfragen:

    In Deinem Eingangsbeitrag schreibst Du u.a. "Ich bin im öffentlichen Dienst tätig", das hat mich irritiert und deshalb habe ich gestern entsprechend geantwortet wg. Personalrat usw. Dies ist also nicht der Fall. Danke für Deinen Nachtrag hinsichtlich der Frage nach Deiner Krankheit.

    Hast Du schon in Erwägung gezogen, Deinen GdB (der vermutlich jetzt 40 ist) aufgrund der Schwere Deiner Beeinträchtigung neu bewerten zu lassen? Du hättest dann evtl. einen positiveren Nachteilsausgleich.

    Viele Grüße und alles Gute

    Corinna

  • @sodenn, sehr gerne und viel Erfolg!

  • sodenn
    sodenn
    bearbeitet 21. Jun 2024
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    @corinna ja, ich arbeite bei einer Stadt und deshalb finde ich es ja so schade, dass man so mit behinderten Mitarbeitern umgeht. Ebenso finde ich es sehr schade das Führungskräfte so agieren dürfen. Sowas sollte unterbunden werden, noch besser wäre es, wenn es Kontrollen gäbe, welche von Extern stattfinden würden.

    Ein besserer Nachteilsausgleich wäre mir nicht so wichtig. Lieber wäre mir, eine zufriedenstellende Arbeitsatmosphär mit Anerkennung wichtiger.

    Aber vielleicht ergibt sich dies irgendwann. Bekannte von mir meinten, man sollte mit sowas an die Öffentlichkeit (Zeitung) gehen, aber zu 100% ist man den Job dann los. Es gibt Kollegen mit einem GDB 70 und selbst diese versuchte man zu kündigen.

    Beste Grüße

  • @sodenn danke für den Nachtrag.

  • [Gelöschter Benutzer]
    bearbeitet 22. Jun 2024
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    Hallo @sodenn,

    ich muss mich noch mal äußern da Du ja doch im öff. Dienst beschäftigt zu sein scheinst. Du schreibst leider viel mit Abkürzungen, z.B. BR (was ja Betriebsrat heißen soll). Im öff. Dienst gibt es aber keinen Betriebsrat, sondern Personalräte. Alles in allem steige ich durch allem nicht mehr so recht durch und werde in diesem Thread nicht mehr posten. Sinnvolles und hilfreiches hätte ich nicht beizutragen da für mich einiges widersprüchlich ist.

  • sodenn
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    @corina ich verstehe nicht, warum es für dich widersprüchlich ist. Aber trotzdem Danke für deine Beiträge.

    Ob BR oder PR, die Aufgabe bleiben die selben.

    Lg