TV gstern Abend Danni Lowinski

Habt ihr gestern zufällig diese Sendung gesehen?


5. Schön für einen Tag



Sat.1
Dannis neuer Fall birgt viele unberechenbare Variablen: Die 20-jährige Viktoria ist Spastikerin und hat nicht mehr lange zu leben. Ihr sehnlichster Wunsch ist, schön zu sein. Sie will im Zuge dessen Schönheitsoperationen über sich ergehen lassen, doch die Krankenkasse will nicht zahlen. Als auch ein Gerichtsgutachter pure Eitelkeit statt medizinischer Dringlichkeit diagnostiziert, begeht Viktoria eine Verzweiflungstat: Sie stürzt sich aus dem zweiten Stock in der Einkaufspassage.

Text: Sat.1

Deutsche Erstausstrahlung: 10.05.2010 Sat.1


Mich würde, wenn ihr es gesehen habt, eure Meinung dazu interessieren. :grinning_face:

Zum Einen, wie ihr zu dem Thema Schönheit steht und ihr die Umsetzung, Darstellung fandet.

Mich hat es die ganze Nacht beschäftigt. :grinning_cat:

Viele Grüsse
Handschuh



Hallo Christiane!

Ich habe gestern diese Serie das erste mal gesehen und war erstmal begeistert von der guten Umsetzung und der Leistung der Schauspielerin,die meineserachtens gut gespielt hat und damit meine Hochachtung hat.

Das ganze mit einem klaren Ja oder Nein zu beantworten,möchte ich hier nicht.

Diese Geschichte,die eine junge Frau zeigt,die vielleicht noch zwei Jahre zu leben hat und sich nicht mehr wünscht,als eine gewisse Optische Gleichstellung,kann ich sehr gut nachvollziehen.
Wir leben in einer Zeit in der die innere Schönheit,kaum mehr einer sieht,da die meisten durch Medien eine andere Sichtweise durchleben.
Darüber Nachdenken,das hat diese Serie gestern gebracht.
Spontan ist mir dazu eingefallen,da die 20 Jährige betont hat,keine Freunde zu haben,sie in den Kreis-Anwältin,Schuhmacher usw. aufzunehmen und nach einer gewissen Zeit gemeinsam zu überlegen,wie man ihr Leben evtl. noch aufwerten könnte.
Den ich glaube,das die Vereinsamung und die Aussicht bald nicht mehr zu leben,sie zu diesem Schritt runter zu springen bewogen hat.
Wir sind alle gefordert unsere Sichtweise zu überdenken,deshalb kein klares Nein zu gunsten der Krankenkasse.
Lieben Gruß
SENDRINE :grinning_cat:

ich hab es auch gesehen. eine frage zwischen autonomie, wunsch und sinnhaftigkeit. ich glaube das problem liegt woanders, auch mit op würde sie nie so aussehen, wie wenn sie nichtbehindert wäre, das ist unmöglich.
außerdem fand ich, dass sie schön war. sie hätte halt mal ne gute erfahrung gebraucht. vielleicht hätte der masseur mal mit ihr ausgehen sollen. das hätte mehr geholfen als jede op, ehrlich. :grinning_face:

hey,

also ich fand das sehr gut umgesetzt. hatte richtiges mitgefühl und war teilweise den tränen nah…

was mich gestört hat war das thema sex. so nach dem motto, sich will die op um endlich sex zu haben.
auch dannies taktik, um die klage durchzusetzen, war genial.

ich hätte nur gesagt, dass man eher das selbstwertgefühl von viktoria verbessern muss, als eine op zu erreichen.

gruß viki1211



Hallo Viki und Fritzi!

Gebe Euch recht.Das mit dem Sex hab ich selbst als normal empfunden,da das Alter nunmal ein verlangen produziert und sich der Wunsch einen zu erleben,für mich ein normales Gefühl darstellt.

Jedoch der Rat,das der Masseur mit ihr hätte ausgehen sollen,mir nur wieder zeigt,wie sehr wir gefordert sind,in uns zu gehen und uns von Äußerlichkeiten nicht immer abschrecken laßen sollten.

Wünsche mir mehr solche Filme.War auch angetann von …will Meer!!Sorry fällt der Name gerade nicht ein.Die Geschichte kann ich nur empfehlen.Weiter so ihr Filmemacher.
Gruß
SENDRINE :wink:

ich hatte gänsehaut, als die mutter der jungen frau die bilder der letzten op (beine) zeigte und die schmerzen, die damit einhergehen müssen schilderte. :slightly_frowning_face:

einen kieferbruch hatte ich durch meinen unfall auch und kann etwas nachvollziehen, was da auf eine operierte zu kommt.
es ist alles mit vel schmerz und belastung für den körper verbunden. absolut nicht schön.

wenn diese frau, die nur noch begrenzt lebt, sich dem aussetzt, das ist heftig und zeugt von grosser verzweiflung. aber, sie ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich. nicht die mutter oder wer anders. das wurde super rübergebracht.

mich greift das sehr an. ich verstehe, das sie einem ideal nachjagt. nur, diese risiken (op’s) und im gegensatz die option, anders die erfüllung zu finden das zwackt mich in der seele an.

ich fand es sehr gut in szene gesetzt und auch die darstellung war sehr gut. das beste daran finde ich, das sowas zur diskussion anregt und nachdenklich macht.

was ich auch gut gespielt fand, war der umgang der nichtbehinderten mit der jungen frau. nicht so mitleidig duselig, sehr offen frisch mit schwarzem humor.
sowas mag ich. :grinning_face:

demnächst kommt noch eine folge, wo es um eine amputation gehen soll.
lg
handschuh

Zuersteinmal muss ich sagen das ich es super finde das endlich mal ein Sender sich der Problematik annimmt.

Für viele ist dies kaum vorstellbar aber auch Menschen mit Spastik wollen schön sein.
Aber Schönheit ist ein weit dehnbahrer Begriff für sie war es ein Traum schöne Beine zu haben und einen schönen Mund.

Ich weiß nicht ob ich den Mut dazu gehabt hätte zu kämpfen, denn damit sind ja auch schmerzen verbunden.

Der Film hat aber noch mehr Probleme geschildert welche wünsche und Träume sie an die Operation hat, das sie endlich jemanden Kennenlernt der sie so nimmt wie sie ist, der sie nicht als Behinderte sieht, sondern als ganz normalen Menschen, ich fand aber auch gut das die Danni keinen Blatt vor den Mund genommen hat und ihr auch die Meinung gesagt hat.

Ich bin bei dem Thema Spastik ein bißchen zurückhaltend weil ich mich nicht so damit auskenne, und nicht weiß wie ich mich ausdrücken soll, ohne jemanden zu verletzen, drum verzeiht.

Ich hatte mal eine Mitschülerin die ebenfalls Spastiker war, aber für sie war Schönheit, und Schönheitsoperationen nie ein THema, sie sagte nehmt mich so wie ich bin. Dazu mus ich sagen Sie hatte ein Lächeln eine Austrahlung an die ich mich heute noch gern erinnere. Manchmahl kam sie mit dem Rolli und manchmahl auch mit Krücken, aber Sex stand nie im vordergrund, ich weiß nicht warum man das so Thematisiert hat in diesemn Film.

Ist es nicht eine natürliche Sache, oder ist das immer noch ein Tabuthema?

Lesley

entschuldigt bitte meine Unwissentheit ich hab diese Sendung auch nicht gesehn, aber warum sollte man nur zwei Jahre zum Leben haben, wenn man Spastiker ist??? Wusste nicht, dass Spasms tödlich endet, oder gibts da tatsächlich etwas, was ich nicht wusste ???

ich kenn mich da auch nicht gut aus. sie sagten, sie hätte soetwas wie eine fortschreitende lähmung.
das sie in absehbarer zeit den rollstuhl nutzen muss und es irgendwann zu einer atemlähmung käme.

ob das was mit der grunderkrankung zu tun hat, weiss ich nicht :grinning_cat:

könnte auch eine dramaturgische variante gewesen sein, um die polarisieriung bezügl. der wunsch-op zu verdeutlichen.
ich weiss es, wie gesagt, leider auch nicht.

viele grüsse

Hallo,
die Folge hab ich ausnamsweise nicht gesehen.
Aber die vorher schon und ich finde das sie als Anwältin schon ungewöhnlich an die Sachen herran geht was man erstmal von keinem Anwalt erwarten würde.
Schon in einem Einkauszentrum sein Sprechzimmer zu eröffnen ist nicht gerade Normal.
Auch die vorgehendsweise wie sie versucht den Menschen zu helfen ist
nicht alltäglich.
Ich hab noch keinen Anwalt gesehen der in der Mülltonne nach Beweisen sucht.
Ich finde die Sendung gut und es zeigt Menschen und Gerichtsbarkeit aus einer
andern sichtweise als wir es gewohnt sind.
Und wenn da auch solche Themen auf gegriffen werden finde ich das schön
spiegelt es doch den Alltag dar den ein Anwalt hat.
Und billiger ist sie auch.
Mal sehen wann das Mode wird.
Ich werd die Augen offen halten nach einem Anwalt im Einkaufszentrum😀

Gruß
Herbi

Hallo zusammen,

ich grübel nun schon bereits eine ganze Weile...

Ich habe auch eine zunehmende Spastik in den Beinen bis hin zu vollständigen Lähmungen; dass diese Spasmen tödlich enden, ist mir jedoch neu und ich halte das für Unsinn. Ich habe zwar zum Glück (noch) keine Atemlähmung, doch selbst, wenn ich die Gewissheit hätte, bald sterben zu müssen, hätte ich mit Sicherheit ganz andere Sorgen, als meine äußere "Schönheit". Ich kann daher die Entscheidung der KK und des Gerichtes auf Ablehnung der Kostenübernahme sehr gut nachvollziehen. Was ich jedoch nicht verstehen kann, weshalb ein totkranker Mensch sich noch diesen großen Belastungen mehrerer Operationen aussetzen will; man sollte doch annehmen, der Körper dieser jungen Frau sei auch so schon genug geschwächt und welcher verantwortungsbewusste Arzt würde bei einer "Totgeweihten" noch zusätzlich belastende Schönheits-OP’s durchführen? Außerdem: Die Dame sitzt schließlich noch nicht im Rollstuhl und hat auch noch keine Atemlähmungen!? Das sind somit doch alles nur Spekulationen. Ist sie tatsächlich sterbenskrank? Besteht eine medizinische Notwendigkeit für‘s "Schönmachen" auf Kosten der Allgemeinheit? Wohl kaum.
Mal ganz ehrlich? Wenn solche Dinge "Schule machen", geht demnächst jeder Depp, lässt sich vorab "kaputtschreiben", um dann Nase, Ohren, Penis oder Sonstwas richten zu lassen - das kann’s ja wohl nicht sein. Und wer bitte kann der jungen Frau mit Sicherheit sagen, dass sie nicht mehr lange leben wird? Heißt es nicht: Todgeweihte leben länger? Ohne die Sendung zu kennen und die Folge gesehen zu haben, das stinkt gewaltig nach Sensationsgier und den Wunsch, die Fernsehprogramme mit gestellten Fällen zuzumüllen oder bei den Menschen durch aufpuschen und dramatisieren des Falles auf die Tränendrüse zu drücken. Und überhaupt: Wie soll die Spastik in den Beinen durch eine Schönheits-Operation behoben werden? Das geht sowieso nicht – selbst wenn, sehen die Beine dann hinterher anders/besser aus – oder was soll da verschönert werden?

Das Leben mit seinen Schicksalen hinterlässt schließlich bei vielen Menschen tiefe Wunden und Spuren – nur wenige glänzen auf der Titelseite der Hochglanzmagazine.

Ehrlich gesagt, mir geht Frauentausch, Rollentausch, Partnertausch, BigBrother & Co., Bauer sucht Frau, Graf sucht Gräfin und der ganze Kram schon lange gewaltig auf den Keks.

freundliche Grüße
Manu

Hallo Manu,
ich stimme Dir in den Punkten ausnahmslos zu. Bei aller Verständnis für die Einzelschicksale eines Menschen, aber auch ich finde, dass die Solidargemeinschaft nicht dazu da ist, einem Menschen das Gefühl zu geben, schön zu sein. Zumal eine Schönheitsop auch keine Wunder vollbringen können. Ich denke in dem Fall sollte das Geld der KK besser investiert werden. Z.B. in einen neuen Rollstuhl für mich :grinning_face: Wobei für dieses Geld kann man wohl 1000 Rollstühle besorgen…Ich verstehe die KK und das Gericht

Hallo zusammen,

ich grübel nun schon bereits eine ganze Weile...

Ich habe auch eine zunehmende Spastik in den Beinen bis hin zu vollständigen Lähmungen; dass diese Spasmen tödlich enden, ist mir jedoch neu und ich halte das für Unsinn. Ich habe zwar zum Glück (noch) keine Atemlähmung, doch selbst, wenn ich die Gewissheit hätte, bald sterben zu müssen, hätte ich mit Sicherheit ganz andere Sorgen, als meine äußere "Schönheit". Ich kann daher die Entscheidung der KK und des Gerichtes auf Ablehnung der Kostenübernahme sehr gut nachvollziehen. Was ich jedoch nicht verstehen kann, weshalb ein totkranker Mensch sich noch diesen großen Belastungen mehrerer Operationen aussetzen will; man sollte doch annehmen, der Körper dieser jungen Frau sei auch so schon genug geschwächt und welcher verantwortungsbewusste Arzt würde bei einer "Totgeweihten" noch zusätzlich belastende Schönheits-OP’s durchführen? Außerdem: Die Dame sitzt schließlich noch nicht im Rollstuhl und hat auch noch keine Atemlähmungen!? Das sind somit doch alles nur Spekulationen. Ist sie tatsächlich sterbenskrank? Besteht eine medizinische Notwendigkeit für‘s "Schönmachen" auf Kosten der Allgemeinheit? Wohl kaum.
Mal ganz ehrlich? Wenn solche Dinge "Schule machen", geht demnächst jeder Depp, lässt sich vorab "kaputtschreiben", um dann Nase, Ohren, Penis oder Sonstwas richten zu lassen - das kann’s ja wohl nicht sein. Und wer bitte kann der jungen Frau mit Sicherheit sagen, dass sie nicht mehr lange leben wird? Heißt es nicht: Todgeweihte leben länger? Ohne die Sendung zu kennen und die Folge gesehen zu haben, das stinkt gewaltig nach Sensationsgier und den Wunsch, die Fernsehprogramme mit gestellten Fällen zuzumüllen oder bei den Menschen durch aufpuschen und dramatisieren des Falles auf die Tränendrüse zu drücken. Und überhaupt: Wie soll die Spastik in den Beinen durch eine Schönheits-Operation behoben werden? Das geht sowieso nicht – selbst wenn, sehen die Beine dann hinterher anders/besser aus – oder was soll da verschönert werden?

Das Leben mit seinen Schicksalen hinterlässt schließlich bei vielen Menschen tiefe Wunden und Spuren – nur wenige glänzen auf der Titelseite der Hochglanzmagazine.

Ehrlich gesagt, mir geht Frauentausch, Rollentausch, Partnertausch, BigBrother & Co., Bauer sucht Frau, Graf sucht Gräfin und der ganze Kram schon lange gewaltig auf den Keks.

freundliche Grüße
Manu

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