Spätdiagnostizierte Erwachsene ADHS

Guten Morgen,

ich bin weiblich 61 Jahre alt und hatte über 30 Jahre immer wieder Depressionen zu tun. Ich war aus diesem Grund in psychotherapeutischer Behandlung. Im Jahr 2023 hatte ich eine sehr schlimme Panikattacken und dann kam die Angsstörung. Zum Schluss war ich nur noch ein Wrack und völlig erschöpft.

Ich dachte das wäre eine PTBS weil ich 1992 einen schweren Autounfall hatte ( selber Schuld und ich vermute Unaufmerksam wegen ADHS?

Ich bin dann im November in die Akutpsychosomatik und habe nach 4 Wochen festgestellte das ich immer noch total daneben bin. Meine Therapeutin und ich haben dann beide beschlossen die Testung zu machen. Das Ergebnis war eindeutig. Dazu kommt das meine Werte ziemlich hoch sind und ich sehr impulsiv bin. Bin in der Reha oft aufgefallen.

Jetzt nehme ich Medikamente und meine totale Erschöpfung ist fast weg. Die Angststörung ist ebenfalls weg.

Es ist sehr traurig, das es soweit kommen muss, bis Ärzte diese Sache ernst nehmen.

Ich habe viel mit mir gehadert wegen der Vergangenheit und man ist völlig allein mit den ganzen Fragen zu dieser Erkrankung/Störung?

Gibt es hier noch andere Betroffen die durch ihre in den Medien so toll dargestellte “Superkraft" krank geworden sind?

Über einen Austausch würde ich mich freuen.

Hallo @Booser,
ich bin 30 Jahre alt und habe mit 28 Die Diagnose ADHS und kurze Zeit auch später Autismus erhalten.
Als Komorbiditäten würde ich bei mir Depressionen und generalisierte Angststörung nennen. Aufgrund der beiden Diagnosen bin ich bereits seit Jahren in Behandlung. Doch auch, wenn es immer wieder Anzeichen gab, hat es lange gedauert, bis endlich jemand den Grund dafür erkannte.

Ich habe mein Leben lang gekämpft bis zum Zusammenbruch. Total erschöpft bin ich dann in die Akutpsychosomatik und auch dort hat es nochmals 4 Wochen gedauert, bis die Testung begann.

Ich nehme jetzt Tabletten, aber ich muss an mir selber arbeiten.