Sind blinde Abiturienten mit psychischen Beeinträchtigungen auch in einer Blindenwerkstatt zugelassen?

Hallo zusammen,

ich habe nach meinem abgebrochenen Studium versucht, mich um eine Ausbildung zu kümmern (im Bürobereich). Die Voraussetzung ist allerdings, dass meine Wohnsituation geklärt ist. Ich suche derzeit auch einen Platz im betreuten Wohnen, weil ich noch nicht selbstständig leben kann. Bei mir besteht nämlich seit einiger Zeit ein Verdacht auf eine Depression und eine Persönlichkeitsstörung. Zudem wirke ich derzeit ein bisschen verwirrt und durcheinander, ein bisschen “außer sich”, wie meine Angehörigen es beschreiben. Meine Ärztin bezeichnet das als eine geistige Behinderung oder eine leichte Intelligenzminderung, die ich wegen meines Syndroms haben könnte. Ich habe in letzter Zeit oft aggressive Phasen, weil ich mich in einer Krise befinde und deshalb wäre es vielleicht besser, wenn ich erstmal nicht die normale Ausbildung mache, sondern erst in eine Werkstatt gehe.

Meine Frage: Sind blinde Abiturienten, die zusätzlich noch eine psychische Beeinträchtigung nachweisen, in einer Blindenwerkstatt zugelassen? Meine Beraterin beim Arbeitsamt sagt nämlich, dass Abiturienten niemals in eine Werkstatt gehören.

Nächste Frage: In den Werkstätten gibt es meistens nur handwerkliche Auftragsarbeiten. Gibt es aber auch Werkstätten, die Auftragsarbeiten am Computer anbieten (Briefe schreiben, Texte in leichter Sprache übersetzen)?

Gibt es auch in der Werkstatt die Möglichkeit, mit den Pädagogen zu sprechen, wenn man sich irgendwie doch unterfordert fühlt? Kann die Werkstatt auch individuelle Förderangebote für mich bereitstellen (irgendeine spezielle Qualifikation)?

Über hilfreiche Antworten würde ich mich freuen.

Schöne Grüße

Maxima

Hallo @Maxima_Mania,

dass deiner Beraterin sagt, sie gehören nicht in eine Werkstatt bedeutet nicht, dass es nicht möglich ist. Viele Menschen erwerben im Laufe ihres Lebens eine Behinderung und es kann sein, dass sie auch mit Abitur dann in einer Werkstatt tätig sind. Dennoch sollte bewusst sein, dass der Weg zurück auf den 1. Arbeitsmarkt oft erschwert ist.

Nun besteht natürlich einerseits die Möglichkeit Kontakt mit einer Werkstatt aufzunehmen (falls es schon eine Wunsch Werkstatt gibt) und sich dort beraten zu lassen.

Zusätzlich werde ich eine Fachperson anfragen, ob sie hierzu noch weitere Informationen hat.

Viele Grüße

1 Like

für mich stellt sich die Frage ob Du in die Werkstatt möchtest oder erst mal alle Möglichkeiten der individuellen Teilhabe probierst. Da geht eine Menge. Wichtig ist du weißt was du willst dann klärt man die behinderungsbedingten notwendigen Rahmenbedingungen und probiert es aus Liebe Grüße Stefan

2 Likes