in der Hoffnung hier auf Mitmenschen fündig zu werden möchte ich gerne kurz über mein psychotisches Erleben sprechen. Es hat vor genau einem Jahr jetzt angefangen und ist passiert nachdem mir ein Typ meiner Meinung nach des Öfteren nachgestellt hat, nichts belastbares, ich weiß. Über das Jahr hinweg ging es immer wieder besser und schlechter, bis ich vor kurzem mein Praktikum in der Rehaklinik abbrechen musste, da es für mich persönlich einfach nicht mehr ging/aushaltbar war. Natürlich mache ich mir deshalb Vorwürfe und hätte es lieber durchgehalten, da es meine Ausbildungszeit maßgeblich beeinflusst. Seit dem geht es mir selbstverständlich schlechter als vorher. Ich fühle mich dauernd/oft verfolgt, bedroht vor allem bei Männern und habe teilweise böse Gedanken/Verhaltensweisen, die mir immer fremd waren. Ich bin in Behandlung, aber es ist sehr schwierig für mich zu vertrauen, dass alles gut wird und wieder weg geht.
Vielleicht hat jemand Erfahrungen und/oder selber diese Sorgen, Ängste (gehabt) und kann darüber berichten, würde mir echt weiterhelfen.
Schön, dass du da bist und dich der Community öffnest. Ich hoffe du kriegst, schnell eine Antwort von anderen - die ähnliches erlebt haben. Für die Zwischenzeit sende ich dir gerne einen unserer Artikel mit vielleicht hilfreichen Informationen.
Hoi Alien
Ich habe von der Grobstruktur her das Gleiche erlebt, wie du beschreibst. In meinem Fall waren es eine Drohung eines Vorgesetzen, die ich nicht nachweisen kann, und dann entsprechend aktivierte persönliche Netzwerke dieser Person, die gegen mich arbeiteten, sowie Ausgrenzung und Mobbing etc.
Auch bei mir hat dies eine Art psychotisches Erleben unterstützt. Ich kämpfe darum, dass andere mir in dieser Sache glauben, doch gerade die Folgeschäden sind schwer (z.B. Erwerbsausfall), und gerade Stellen und Ämter, die das für dich regeln sollten, arbeiten dann eher gegen einen als für einen. Weil du ja nichts Handfestes hast… Letztendlich bist du dann diejenige, die das Problem hat, was so aber nicht stimmt.
Ich will dir sagen, dass ich dir nicht nur glaube, dass dir dieser Typ nachstellte, sondern auch glaube nachvollziehen zu können, wie es dich im Anschluss weiter belastet.
Bitte bleib dran und hinterfrage dich vor allem nicht selbst. Es ist nicht deine Schuld.
Ich hoffe, dein Therapeut / deine Therapeutin oder auch Freunde und Familie verstehen dich wenigstens?
tatsächlich war es bei mir ähnlich, fast gleich wie bei N-divers, nur das es bei mir in der Ausbildung passiert ist. Das alles hat, dann wiederum das psychotische Erleben ausgelöst, verstärkt.
Es ist halt so, dass vieles "hinter verschlossenen Türen" passiert ist und ich daher auch keine "Beweise" habe, allerdings bin ich in letzter Zeit sowieso zu den Gedanken gekommen, dass es ja vielleicht gar nichts bringen würde, weil die Ängste ja trotzdem bleiben könnten..?
Ich weiß nicht, ich würde das am liebsten alles vergessen. Am Ende schadet das ganze mir und ist irgendwie auch meine Schuld, weil ich besser damit umgehen hätte können, ich musste einen Teil meiner Ausbildung abbrechen und habe aber jetzt zum Glück die Option ein Jahr länger machen zu können.
Mein Umkreis glaubt das das ganze einen wahren Kern hat, aber das soll wohl bei jeder Psychose irgendwie der Fall sein. Ich würde halt gerne wieder glücklich sein können.
Hallo Kay, natürlich können wir uns austauschen :)
PS: Ich erlebe nur Dinge, die auch da sein können bzw. das was N-divers beschreibt, also ich sehe keine unnormalen Sachen und höre auch keine Stimmen.