Hallo, ich würde gerne viel öfter mit Freunden etwas unternehmen, aber habe Angst, dass ich mal auf Toilette muss, aber es kein rollstuhlgerechtes WC gibt.
Servus und danke für die offene Frage! Zunächst einmal gibt es in allen größen Einrichtungen (Kaufhäuser, Freizeitparks, Kinos, Theater, Museen etc.) WCs für Rollstuhlfahrer. Es gibt allerdings Möglichkeiten, sich von solchen Sanitäreinrichtungen unabhängig zu machen. So sind im Sanitätshandel z.B. Urinflaschen oder -beutel erhältlich. Vielleicht ist für unterwegs auch ein Katheder eine Lösung. Durch all diese Hilfsmittel gewinnt man sehr viel Freiheit. Denn man braucht nur noch eine ruhige Ecke, um die Blase zu entleeren. So wie im Notfall jeder andere Mensch auch, der ins Gebüsch macht.
Ja, das geht mir genauso. Nun kann ich zum Glück noch selbst Auto fahren und habe für diese Fälle eine Toilettensitzerhöhung im Auto dabei. Dabei gibt es welche aus Hartplastik oder auch (allerdings nur 10 cm) aus Soft-Material. Auch eine Aufstehhilfe - zusammenklappbar - habe ich im Auto. Natürlich kann ich das alles nicht alleine bewegen, sondern habe Hilfe dabei oder muss darum bitten. Leider lebe ich in einem Land, in dem Nichtbehinderte über Behinderte zu entscheiden sich anmaßen, weshalb die Versorgung von Behinderten nicht mal ansatzweise ausreicht. Das betrifft Toiletten, zu hohe Wandschränke im Supermarkt, leider sogar immer noch vielfach Bordsteine, Übernachtungsmöglichkeiten (in SH für 1-3 Nächte so gut wie unmöglich) jegliche Sitzmöglichkeiten, wie Bänke, Stühle (auch in Arztpraxen, KKHs u. a.) usw. usf. Traurig und sehr peinlich. Früher waren Behinderte mal wichtig. Heute sind Andere wichtig.