Herrlich Klaus123, ich finde deinen Beitrag spitze. Genau so sehe ich es auch!!!
Die Menschen kennen es nicht… soo lange ist es ja noch nicht üblich, dass Behinderte in der „freien Laufbahn“ unterwegs sind… Die Menschen müssen lernen… das dauert…
Klar ist jedoch, egal wie es der eine oder andere jetzt handhabt … in der Teenagerzeit / Pubertät ist das alles ein bisschen anders.
Ich fände es toll, wenn hier die Antworten ein bisschen auf die Fragestellerin abgestimmt werden.
Bei einigen Beiträgen kann man echt Angst vor der Zukunft bekomen… als Teenager…
Frohen Ostersamstag
Mona
Hallo zusammen,
Ich werde zurzeit auch nur angestarrt weil man mich so nicht kennt,die meisten kennen mich als Fussgänger.
lg Stefan
Hey Stefan
da muss ich Stefan recht geben,weil ich Ihn kenne 😉
Frohe Ostern euer Dominic
Ich nehme das gar nicht war,ich weis nicht ob die glotzen.LG Erich
Hallo Laura!
Meine Tochter ist 9 und hat eine seltene fortschreitende Erkrankung. Sie hat als kleinkind ganz normal laufen gelernt, heute ist sie ein Rollikind, weil die Beine nicht mehr so wollen, wie sie sollen.
Irgendwann kam sie mit einem T-Shirt an, wo ich als Mutter erst mal genau hinschaute und den Text las, andere hätten es evtl. als „glotzen“ empfunden.
Da stand in gelber Schrift auf pinkem Untergrund:
„Ich bin nicht behindert - ich kann nur nicht so gut laufen“.
Sie hatte es von der Familie ihres Vaters geschenkt bekommen und irgendwie ist es einerseits so, dass es die Blicke anzieht, andererseits aber auch für Aufklärung sorgt. Es wird auch genau auf ihren Rolli geschaut, aber nicht, weil es ein Rolli ist, sondern auf den Speichenschutz. Viele sind begeistert und auch unwissend, dass es kindgerechte individuelle Motive dafür gibt. Sie hat Prinzessin Lillifee auf rosa Hintergrund am Rolli, das fällt noch mehr auf als ein anderer Speichenschutz. So kommt man mit anderen ins Gespräch, negatives war noch nicht dabei.
Deine von Geburt an fehlende Hand nennt man doch Dysmelie, oder? Kläre dein Umfeld über Dysmelie auf, halte ein Referat darüber in der Klasse oder da, wo man unfreundlich zu dir ist. Oder laß dir auch einen Spruch einfallen für ein Kleidungsstück. Dann guckt man eher deswegen, weil jeder lesen will, was da steht, als dich wegen der Dysmelie an.
Gruß, Katrin
Wirklich in denn 33 Jahren die ich jetzt behindert bin, das Thema Gaffer war noch nie eines für mich - kein einziges Mal. Es ist wohl, wie ich eingangs schrieb sehr viel eine Frage der eigene Einstellung bzw. wie stehe ich zu meiner Behinderung.
Es ist eine nackte Tatsache, dass mit fehlendem Teil eines Arms das Gaffen eine intensive Alltagserfahrung ist. In saemtlichen von mir ueberblickten Supportgroups ist es so.
Es ist auch so, dass diese Art des Gaffens / Anstarrens nur vergleichbar ist etwa mit einer umfassenden Entstellung des Gesichts. In einer Studie vom Vietnamveteranen war ohne Ueberraschung (fuer mich, fuer Euch ev. schon) die Selbstmordrate bei Armamputierten mehr als doppelt so hoch wie nach Beinamputationen. Da Haende wie Gesicht mit Augen und Mund integraler Teil der menschlichen Kommunikation, des Anschauens, Bezugnehmens und Seins sind, ist es etwas grundsaetzlich anderes wenn in diesem Bereich ein ganzes STUECK MENSCH fehlt als wenn die Behinderung darin besteht, dass jemandem Teile ausserhalb dieses Bereichs fehlen, wenn die Person sitzt da sie nicht gehen kann, usw. Es ist eine andere Art der Einschraenkung, wo ich zwar in praktischen Alltagsbelangen extrem selbstaendig bin und viel wenn nicht alles selbst erledigen kann, das Geglotze aber ein mehr als geschaetzt 8-faches Ausmass gegenueber einer beinamputierten Behindertensportkollegin im Rollstuhl ausmacht. Mit Armamputation trauen sich sehr viele Leute nicht aus dem Haus. Die Vernetzung ist extrem schlecht wenn nicht vollkommen fehlend. Hier ist Gaffen und Stieren etwas ganz besonderes. Wer das in Ausmass und Bedeutung, Problem und Tiefe nicht weiss und kennt, der hat zum eigenen Themenbeitrag "Armamputation und Gaffen" nun mal schlicht nicht die noetigen Kenntnisse, und wird es dann eben in diesem Rahmen gesagt bekommen - so einfach ist das.
Mit dieser Art Behinderung ist es dann eben NICHT bloss einfach eine Frage der eigenen Einstellung zur Behinderung, ob man angegafft wird. Dennoch muss man sich hier von irgendwelchen Leuten vollabern lassen, es sei eine Frage des Willens und der Einstellung. Sicher ist die eigene Einstellung wichtig im Umgang mit der Situation - aber am Umstand des "Entstellte Leute Anglotzens" aenderst Du erstmal gar nichts, da kannst Du Dich einstellen wie Du willst. Das wird durch den Hinschauenden ihren fehlenden Anstand ausgeloest, fuer den ich weder verantwortlich bin, noch das Ausbaden uebernehme.
So schwer das zu akzeptieren sein mag - Behinderung ist NICHT gleich Behinderung, und sachgerechte Hinweise behandeln eben die Fragen die gestellt werden. Es gibt andere Leute, die Einschraenkungen haben, denen kaum wer nachschaut. Dass Rollstuhlfahrer zahlreich sind und Lobby haben, Armamputierte nicht, steigert den Wahrheitsgehalt der Behauptung, es gelte etwa fuer uns auch die Frage der eigenen Einstellung nicht auch nur um einen Mikropieps. Hat nie, wird nie. Die Sache ist vertrackter als behauptet wird.
Bloss weil ich mit nacktem Finger auf Leute zeige, deren Benimm im dunkelroten Bereich eiert, gehe auch ich mit meiner Behinderung nicht schlecht um. Au contraire. Irgendwann ist es fertig, den Kopf hinzuhalten fuer anderen ihre fehlenden Manieren und dann wird zurueckgegafft - und glaubt mir, bereits das Gaffer zurueck angaffen geht denen extrem schraeg runter (was bereits seltsam ist wenn man annimmt dass sie nach ura;ten christlichen Grundsaetzen anderen nur antun was sie auch selbst akzeptieren wuerden). - Sicher muss man sich - das ist auch anderswo so - von Rollstuhlfahrern in herablassender Weise erzaehlen lassen, dass die innere Einstellung von selbst Gaffer verschwinden laesst (eine Erfahrung die ich auch im richtigen Leben bereits gemacht habe) - und wenn ich diesen dann in ebenso herablassender Weise irgendwelche Halbweisheiten lektoriere, steht der Weltsegen dann doch wieder schief. Die Kombination von Rechthaberei, Sachunkenntnis und der Unfaehigkeit, sich den eigenen Schmaeh retour geben zu lassen macht dann diese Sorte Dialog auch aus rein humoristischer Sicht relativ uninteressant, soviel an Rennkommentar muss erlaubt sein.
Denn dass dies letztlich ein fuer Amputation und besonders Armamputation gerade mal maessig geeignetes (wenn ueberhaupt) Forum ist, liest sich auch anhand dieses Threads hell erleuchtet und klar fuer jeden erkennbar. Mir haben schon eine *Anzahl* Betroffener im echten Leben gesagt, hier kaemen sie deswegen nicht her - Tatsache.
Ich fände es toll, wenn hier die Antworten ein bisschen auf die Fragestellerin abgestimmt werden.
Bingo.
Wieso, traegst Du eine Armprothese oder bist Du ohne unterwegs? Wie ist es bei Dir mit dem Angestarrtwerden?
@All!
Das einzige was ich hin und wieder bemerke ist das offensichtliche Anstarren, aber nicht das im vorbei gehen angeschaut werden. Ehrlich gesagt interessiert es mich auch gar nicht. Wie sehr sich diese Wahrnehmung von Mensch zu Mensch unterscheidet, konnte ich einmal fest stellen, als ich mit jemanden der auch eine sichtbare Behinderung hat, eine Handbike-Fahrrad-Tour machte. Er fühlte sich von diesem Schauen viel mehr gestört als ich und bezog es auf sich, dabei war ich es der sehr auffällig durch die Fußgängerzone fuhr. So ein knall gelbes Rennhandbike fällt nun mal auf. Das da die Leute hin schauen, ist völlig normal. Vor allem dann, wenn man hinter sich im Handbike noch einen kleinen lustigen Hund sitzen hat. Die Leute schauten mich an, nicht meinen Begleiter. Doch mein Begleiter bezog diese interessierten Blicke alle auf sich. Er meinte die Leute starren ihn wegen seines Aussehens an. Das verunsicherte ihn so sehr, daß wir sogar einmal anhalten mußten, als wir auf dem Weg zum Radwanderweg durch eine Fußgängerzone fahren mußten.
Gruß Karin
Wir koennen natuerlich nicht immer Dich als Blickableiter / Blitzableiter mitnehmen, KarinM. Wenn Du dabei bist, denke ich auch, ist damit zu rechnen, dass es Du bist, und nur Du, die angeschaut wird - damit gehe ich mit Dir voellig ueberein.
Wie bereits aber nun mehrfach versucht hinzudeuten, geht es hier weniger um Handbikefahrer oder Rollifahrer. Es geht eher um eine andere Sorte Behinderung und der sich daraus ergebenden Anstarrbarkeit. Um welche, ja um was koennte es hier gehen, hmm. Gibt es da wohl kleine Unterschiede, steht da wohl was oder wissen wir es nicht, hmm.
Diese kleinen Unterschiede aber machen die Anwendbarkeit Deiner Erfahrung auf das konkrete Erleben mit Armamputation - ups jetzt hab ichs verraten! ; ) - fraglich brauchbar oder sogar eher absurd, - und ob das jetzt so ist, das koennen wir sehr gut anhand einiger konkreter Fragen miteinander hier etwas besser eingrenzen, um raus zu kriegen, wo jetzt die Befuerchtungen wohl liegen koennten.
Die Frage die Du aufwirfst ist aber sehr gut. Es ist die Frage "KOENNTE DIE ANDERE PERSON DIE DA GAFFT GAR NICHT MICH MEINEN"?
Gerade zur Veranschaulichung fuer Leute, die von Direktheit, Ausmass, Umfang und Art von solchen Alltagsproblemen bei kaputtem Arm bislang nichts oder sogar gar nichts wussten, eignet sich die nachfolgende Fragenserie sicher ganz gut als ein erster Beginn mit Erforschung in einen ganz ganz neuen Themenbereich.
Lasst uns hier also ein paar Beispiele aus meinem Alltag durchnehmen.
1) Ein Maedchen (siehe vorheriger Post von mir) verbringt etwa zwei Stunden, aus verschiedenem Abstand auf meinen Arm zu starren. Wir wechseln mehrfach an der Party die Sitze / Stuehle - stets schaut es auf meinen Arm. Als ich den Arm zu bewegen beginne (siehe den vorherigen Post mit genauerer Beschreibung) folgt es in Richtung und Bewegung dem Rhythmus der Armbewegung, andere Koerperteile bewege ich nicht. Das Maedchen koennte aber auch woanders hingeschaut haben:
a) abwegig, nein, es starrte auf den Arm.
b) sehr wahrscheinlich hat es die ganze Zeit woanders hingeschaut.
2) In eine Herrengarderobe eines Hallenbads steht ein Mann in der Garderobe, in der wir nur zu zweit sind, angewurzelt da und starrt exakt in Richtung meines kaputten Arms. Es gibt kein Objekt dahinter und wenn ich mich bewege folgt sein Geglotze dem Arm. Er koennte aber auch woanders hingeschaut haben:
a) absurd, nein, der Arm hat ihn zum Glotzen bewogen.
b) fast sicher hat er sich ganz was anderes betrachtet.
3) Eine Frau an der Supermarktkasse schaut entsetzt an meiner rechten Seite unterhalb Ellbogen oberhalb Guertel dorthin wo bei anderen Leuten der rechte Unterarm ist. Exakt dort sieht sie hin, die Augen weit aufgerissen. Sie ist wie angewurzelt und dan sieht sie mich an und ruft laut heraus "UND? WIE IST ES? WIE FUEHLT ES SICH AN? TUT ES WEH? UND? JETZT? SAGEN SIE SCHON??" -- Die Frau koennte aber was anderes als meinen kaputten Arm gemeint haben, eh klar KarinM, ein gelbes Bike oder so voellig klar koennte da gemeint gewesen sein:
a) nein, absurd, hier wurde einmal mehr der Arm ins Visier genommen, es ist korrekt zu sagen dass hier der amputierte Arm den Aussetzer verursachte
b) richtig, die Frau hat fast sicher etwas anderes als den behinderten Arm gemeint, weiss der Geier was aber wie kann man nur drauf kommen dass da sowas gemeint ist.
4) Ein aelterer Knabe steht direkt vor mir und bruellt waehrend mehrerer Minuten in der Dusche eines Hallenbads, zeigt dabei mit der Hand auf die Koerperregion bei mir wo bei anderen Leuten rechts Unterarm und Hand sind, "PAPI LUEG U DER MANN DIE HAND FEHLT AAAH UUH LUEG SCHAU DA AAAEHEHHHH AWWWGGHT DIE HAND DER ARM PAPA SCHAU DER MANN DA DIE HAND AAAHHH OHHH UHHH DER MANN SCHAU PAPA OHHH AHH DER MANN DA DIE HAND DER ARM OOOHH AAHH". - - Wie aus Rollifahrersicht richtig angemerkt wurde *koennte* der Junge was anderes gemeint haben als meinen behinderten Arm, absolut korrekter Einwand:
a) nein, das ist absolut laecherlich und absurd, hier ist aus der Gesamtsituation klar dass der kaputte Arm angestarrt und lauthals beschrien wurde
b) korrekt, der Junge hat etwas anderes als einen amputierten Arm kommentiert, dies ausserdem in respektvoller Weise
5) An einer Party sitzen ich (gewaschen, sauber, gepflegt) und ein Kollege am Tisch und essen einen Burger. Eine Frau und ihr Partner setzen sich zu uns. Sie erstarrt als sie bei mir in die Richtung meiner Person schaut, genauer, wo bei anderen Leuten rechts unterhalb Ellbogen und oberhalb Hand ist, also der Bereich des rechten Unterarms. Langsam schaut sie zwischen mir und dieser Region hin und her. Sie sieht zwischen mir und ihrem Partner und der Region meines kaputten Arms hin und her und sagt laut und deutlich "JETZT WIRD MIR SCHLECHT SCHAU MAL SOWAS GIBTS DOCH GAR NICHT". Etwas spaeter verlassen die beiden die Party. Die Frau hat vermutlich was vollkommen anderes als den kaputten Arm gesehen und kommentiert:
a) nein, absurd - aufgrund der Gesamtsituation war es der kaputte Arm, der ihr den Gong gab
b) richtig fast sicher meinte sie die Lueftung, ein gelbes Handbike oder vielleicht dass das Bier zu warm war
7) Ich gehe zum Auto auf einem Supermarktparkplatz. Es kommt ein Typ entgegen und daneben was aussieht wie seine Begleiterin, Partnerin oder so. Er macht mich bloed an und sagt was mit "BLOSS WEGEN DEM ARM DA MUSST DU GAR NICHT MEINEN" und weiter mit lauter Bloedsinn. Ich ersticke ihn darauf hin in einer Verbalantwort die ihn umhaut. Er KOENNTE aber auch was ganz anderes gemeint haben als der kaputte Arm:
a) nein, der hat den behinderten Arm zum Anlass fuer eine Verbalattacke genommen
b) korrekt, wie KarinM erklaert hat er etwas anderes gesehen und die Annahme, er haette da den kaputten Arm gemeint ist absolut falsch
8 ) Ich sitze im Hallenbad. Neben mir sitzt eine Dame, auch Badegast. Sie starrt mit aufgerissenen Augen dorthin wo bei mir der Arm kaputt ist. Sie ruft "SIE OH WAS IST DA DARF ICH "- in dem Moment schliesst sie ihre Finger um den Stumpf und drueckt so fest dass es weh tut - "DAS MAL ANFASSEN SIE ICH MUSS SAGEN ALSO ES IST ANDERS ALS ICH DACHTE". Dieses von mir als hoechst verstoerend eingestufte Verhalten koennte aber auch ein Gelber Handbikefetisch sein und ich bin froh um den Hinweis, dass ich bisher solcherartige Uebergriffe wohl falsch auf mich bezog. Die Dame hat also fast sicher eine elegante Rollifahrerin oder sonstwas gemeint als sie das tat was ich beschrieb:
a) nein, sie hat sich ganz sicher zu 100% auf den Armstumpf bezogen und etwas getan was sich nicht niemals gehoert
b) korrekt, sie hat etwas ganz anderes gemeint, ihr zu unterstellen dass sie da sonderbar sei, etwas wie Gaffen oder ein Uebergriff gemacht haette ist ganz falsch
9) Ich sitze mit einer Kollegin beim Abendessen. Am Tisch etwa 3 Meter entfernt - dazwischen ist Platz - sitzt ein Paar mit Dame und Herr. Das Paar unterhaelt sich fast gar nicht, isst nur. Der Herr glotzt praktisch die gesamte Zeit dorthin bei mir, und zwar bewegungs-/haltungsgenau, wo bei anderen Leuten rechts Unterarm und Hand sind. Wir - dieser Herr und ich - sitzen uns schraeg gegenueber. Meine Kollegin bestaetigt diese Wahrnehmung. Wir tauschen Plaetze nach etwa 20 Minuten oder einer halben Stunde oder so. Danach ist es etwas schwieriger fuer ihn auf die Region bei mir zu starren wo bei anderen Leuten Unterarm rechts sowie die Hand sind - aber mit vorlehnen und Kopf drehen gehts, und er verbringt von der nachfolgenden Stunde die allermeiste Zeit in dieser Haltung. Dass er da mehr als ungebuehrlich ganz weit im vollkommen Laecherlichen neben jeder Normalitaet durchsegelt hat neben meiner Kollegin inzwischen auch dessen Dame begriffen, sieht sich aber offenbar ausserstande ihn in eine Ablenkung, Gespraech usw zu verwickeln. Ich frage meine Kollegin ob ich ihn mit verbalem Nitroexpress abservieren darf aber sie lehnt ab, meint ihr waere an friedlichem stillem Aussitzen eher gelegen, aber ich duerfe Grimassen machen und sonst alles aber nicht ruebergehen oder was sagen oder so. Also starre ich erstmal zurueck und schaffe es dass er daraufhin die Augen zukneift wie um den visuellen Eindruck zu mindern. Beim Rauslaufen halte ich den beiden den hoch erhobenen Stinkefinger hin, worauf er die Augen zukneift und wegschaut. - - Wie KarinM aber unterstellt hat er eventuell voellig was anderes gemeint beim Gaffen / Glotzen / Stieren:
a) nein, richtig ist wie der Autor des Beispiels schildert dass der Herr auf den kaputten Arm stierte und nirgends sonstwo
b) klar, fast sicher meinte er wohl die Blumenvase oder das Schweinsgeschnetzelte anzusehen
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Wer hier durchwegs a) antwortet, sieht die Sache wie ich. Mit fehlendem Teil Arm erlebt man Abstrusitaeten bei anderen Leuten welche diese wie mich gleichermassen fordern oder auch ueberfordern. Falls die Beantwortung der Fragen mit b) erfolgt, stellen sich aber sehr unbequeme Anschlussfragen - aber das warten wir jetzt erstmal ab ; )
Ich habe weitere Beispiele, die dieselbe Art Reaktion wieder, wieder, wieder und wieder beschreiben. Ich habe hier nur deswegen aufgehoert weiterzuschreiben weil es kaum anzunehmen ist dass die Diskussion dann wesentlich intelligenter oder anders vonstatten geht als sie es eh schon tut.
Hallo, ich werde mich nun ein letztes Mal in dieser Runde äußern.
Die Frage, die ich hier aufwerfe ist folgende: Würde ich einem Kind/Jugendlichen empfehlen dem anderen in Gesicht zu rülpsen?
Mir ist klar geworden, dass das Anstarren von Menschen mit fehlendem Gliedmaßen ein anderes sein wird, als das bei Rollstuhlfahrern.
Keiner möchte angestarrt werden und jeder will mit Respekt behandelt werden, dass widerum passiert nicht, wenn ich mich auf das Niveau des Anstarrers hinabbegebe.
Auch wenn die Zukunft nicht einfach wird, würde ich einem Jugendlichen NIE diese Tipps geben, die von einem hier geäußert würden.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Fragestellerin mittlerweile ihren eigenen Thread nicht mehr liest, da die Antworten z.T. deprimieren… nicht altersentsprechend verfasst wurden… wenig praktikabel waren.
Darauf ergibt sich bei mir der Entschluss, mich lieber mit LauraMarie12 per PN weiter zu unterhalten und diesem Geschehen hier nicht weiter zu verfolgen.
Machts gut
Mona
Die Frage, die ich hier aufwerfe ist folgende: Würde ich einem Kind/Jugendlichen empfehlen dem anderen in Gesicht zu rülpsen?
Ein weiteres aber hoffentlich letztes Beispiel davon, dass hier viele weder lesen noch verstehen.
1) Es ist absolut richtig, festzustellen, dass RUELPSEN eine nicht mehrheitsfaehige Reaktionsweise ist.
2) If you want to keep a man down, you have to stay down with him. Auf Deutsch: wer einen Menschen runterdruecken will, muss mit ihm unten bleiben. In anderen Worten: Erwachsenen-Erziehung auf der Gasse, direkt 1:1 vermittelt, die hat ihren Preis. Es ist harte Arbeit, die nur mit Geistesgegenwart und Courage zu leisten ist. Es ist Erziehungs-Performance-Art.
3) Dass ich als Mensch mit Behinderung mich derart (siehe Beispiele zuvor) angaffen lassen muss, IST NICHT ZULETZT DAS VERDIENST SAEMTLICHER FEINEN PINKEL, DIE ES ALS PERSONEN MIT BEHINDERUNG VOR MIR VERPASSTEN, DIE OEFFENTLICHKEIT ZU ERZIEHEN. In anderen Worten steht es gar niemandem fein an, sich angesichts des Glotze- und Diskriminierungs-Schlamassals als feiner Pinkel hinzustellen. Wer sich nicht wehrt IST IN MEINEN AUGEN MIT-TAETER. Traurig, aber wahr. Und ich bade das verpasste Emanzipieren der Behinderten vor mir aus. Sehr einfach.
4) Bei Angeglotzt-werden zu Ruelpsen gehoert sich zwar nicht, aber Glotzen gehoert sich noch viel weniger. Fuer Dich, Monalisa72, ist wichtig dass es sich in meiner Situation, ob der Du Dich aufs Vornehmste echauffiertest, um ein oeffentliches Stadtbad handelte, wo sich dies vollzog - wo Obdachlose hingehen, wo Kreti und Pleti hingeht, wo wir alle gleichwertig sind. Nun trug sich die Szene nicht etwa irgendwo dort zu, sondern an einem besonderen Ort, und zwar IN DER HERRENGARDEROBE. In Herrengarderoben gelten strikte Regeln, und ich bin mir nicht ganz sicher ob jede/r hier in der Lage ist kompetent ueber Herrengarderoben Auskunft zu geben. Dort riecht es nach 3 Wochen nicht gewaschener Unterwaesche, dort erzaehlt man sich Alles und Nichts. Mit einer frueh begonnenen langen aktiven Sportaktivitaet blicke ich auf geschaetzt ueber hundertausend Besuche / Kurzaufenthalt in solchen extrem verpoebelten oeffentlichen Raeumen zurueck und es gibt Dinge, die man NICHT tut - anderen auf Teile starren ist so was von OUT, dass es grundsaetzlich das Herbeirufen eines Hoellenhundes rechtfertigen wird. Versteh mich nicht falsch - diese Bereiche sind mein zu Hause und ich bewege mich dort aber: (jetzt kommts) - ich setze mich dort auch durch. Was tue ich, wenn jemand wie angewurzelt (VERBOTEN) auf einen kaputten Arm (VERBOTEN) viel zu lange (EXTREM VERBOTEN) starrt? Nett und harmlos aber sofort ruelpsen. Das, Monalisa72, ist eine geistesgegenwaertige UEBERRASCHUNG, ein ERTAPPEN, eine gemessen an der Gesamtsituation sogar ausgesucht feine aber nicht zu erwidernde PLOETZLICHKEIT! Die Muelltonne ueber seinen Kopf stuelpen waere grenzwertig, zugegeben. Aber ein Goerps?? Niemals ist das angesichts der voellug inakzeptablen Glotzleistung eine Unanstaendigkeit - nicht in der HERRENGARDEROBE eines OEFFENTLICHEN STADTBADES einer grossen Stadt, wo gerade jede/rmann ein und ausgeht der gerade noch gehen kann. Dort gelten Strassenregeln der besonderen Sorte, was das Comme Il Faut angeht und bevor Du es erneut auf Dich nimmst uns hier ueber das Benimm gerade dort zu lektorieren, wuerde es gerade Dir gut anstehen, Dich vorher darum zu kuemmern, was es nun ist, das Du zu kommentieren gedenkst. Auch dazu haette Dir die PN Funktion dienen koennen - die zur vorsichtigen Rueckfrage zu benutzen aber Dir nicht gegeben war. Je nu, kriegst Du die Antwort halt so.
5) Die Leute, die lange auf meinen kaputten Arm starren, sind fast ohne Ausnahme wahrnehmungs-gestoert. Sie reagieren schlecht oder kaum, sie brauchen lange bis sie begreifen, sehen und denken schwierig oder gar nicht. UM ZU IHNEN DURCHZUDRINGEN braucht es eine Art Rammbock der Kommunikation. Anders ist dem nicht beizukommen. Also erzieh nur so hoeflich wen Du willst wie Du sie willst - geht es Richtung Tauglichkeit fuer den oeffentlichen Raum dort wo es ganz rauh windet, darfst Du dich gerne wieder melden. Wir reden hier nicht von zartbesaiteten Wesen die sofort merken wenns der anderen Person wehtut. Wir reden hier von Glotzegaffern die es z.B. fertigbringen ZWEI STUNDEN NONSTOP HINZUSTIEREN. Lass das einfach mal einsinken. Lies es ein paar mal bis es wirkt. Die von mir beschriebenen Verhaltensweisen sind *GANZ* *ARG* *WEIT* *JEDER* *NUR* *ERDENKLICHEN* *BESCHRIEBENEN* *LANDKARTE* *DES* *MENSCHLICHEN* *BENIMMS*. Und diese Art Verhalten erwacht erst, wenn was wie so ein abgeschnittener Arm daherkommt.
6) Auch diese Art Dialog (hierdahier) gehoert zu meinem Kommunikations-Aufwand, auf den ich bestens verzichten koennte. Aber es ist Tatsache, dass man auf MyHandicap Erstaunen oder Schrecken, Abscheu oder Entsetzen verursacht, wenn man AUS DEM ALLTAG EINER SPEZIFISCHEN BEHINDERUNG berichtet und wenn das wie hier ganz klar erkennbar nicht sanft runtergeht sondern wie hier mit Gegenrede erwidert wird, dann weiss ich: das sind krass weisse Flecken auf der Landkarte. Was ich hier leiste ist ENTWICKLUNGSHILFE. Der Wind der einem entgegenblaest ist eben so.
7) Mir geht es dann am besten wenn das alles gar nicht sein muss. Ich finde auch Wege die bedeutend harmloser oder lustiger sind, um mich mitzuteilen. Aber von den Auswuechsen der menschlichen Abartigkeit, die auf der Windscheibe meiner Wahrnehmung wie tote Froesche im Wochentakt aufschlagen, scheinen hier doch die wenigsten wirklich Ahnung zu haben. Solange das so ist, und solange ich davon ausgehen darf, dass MyHandicap und was dort so versammelt ist dies umgeht, den sog. feinen Pinkel mimt, solange werde ich mich weiterhin selbst um Ordnung, Respekt, Distanz, Zurueckhaltung im Gaffen und fuer das Unterbinden der weit jede Grenze jedes akzeptablen Verhaltens verletzende Uebergriffe selber einsetzen muessen. Das gemessen an der Abartigkeit der Anderen die Gegenreaktionen von mir entsprechend traef ausfallen, ist eher ein Hinweis auf den Zustand unserer Gesellschaft.
Dass eine derartige Oeffentlichkeit, mitsamt der kaltschnaeuzigen Widerrede hier, vor allem depressive Stimmungen foerdert, liegt auf der Hand und klar in der Absicht von Individuen wie Monalisa72. Empathie oder Mitgefuehl zu suchen in derartig kranken Grenzbereichen von gesellschaftlichen Abschmierern, das ist mir auch bewusst, ist sehr viel verlangt. Wie bereits erwaehnt sind dann Suizidraten bei Armamputierten auch weit hoeher als man annehmen wuerde - erstens wird man wirklich behandelt wie der letzte Dreck und zweitens darf man sich offenbar auch nicht wehren dagegen. Aber genau daran, da gibts auch eine Mitschuld. Es ist die Mitschuld der feinen Pinkel, die was besseres sind und sein duerfen, die selber Hinglotzen, aber den Schnabel aufreissen und Widerrede verbieten.
Hallo Swiffwuff1!
Du sagst, keiner würde hier lesen und verstehen, was du schreibst - kein Wunder bei deinen ständig so langen Antworten…
Muß es immer ein ganzes Buch, im übertragenen Sinne, als Antwort sein? Weswegen rechtfertigst du dich eigentlich immer, u.a. mit a,b,c-Fragen und Antworten in deinen eigenen Kommentaren.
Man würde dich wahrscheinlich besser lesen und verstehen, wenn die Antwort möglichst kurz gehalten ist - oder ist das schon deine Art von Kurzform? Was mußt du für schlechte Erfahrungen gemacht haben, wenn es wohl nicht kürzer geht.
Wie lang wird die Antwort hierrauf?
Ich hoffe, es kommt jetzt niemand mit dem Argument Netiquette, aber ich glaube, viele denken, was ich schreibe.
Gruß, Katrin
[quote:„KarinM“]
Das da die Leute hin schauen, ist völlig normal. Vor allem dann, wenn man hinter sich im Handbike noch einen kleinen lustigen Hund sitzen hat. Die Leute schauten mich an, nicht meinen Begleiter.
Karin, die Leute haben nicht dich angeschaut - der Hund war Schuld, glaube mir
![]()
Wer sich nicht wehrt IST IN MEINEN AUGEN MIT-TAETER.
Also für den Satz gehörst du eigentlich mit zwei Stunden Angaffen bestraft. Aber nichts für ungut - ich stehe über den Gaffern und auch solchen Sätzen.
Klaus-Uwe
Hallo Swiffwuff1!
Du sagst, keiner würde hier lesen und verstehen, was du schreibst - kein Wunder bei deinen ständig so langen Antworten....
Muß es immer ein ganzes Buch, im übertragenen Sinne, als Antwort sein? Weswegen rechtfertigst du dich eigentlich immer, u.a. mit a,b,c-Fragen und Antworten in deinen eigenen Kommentaren.
Man würde dich wahrscheinlich besser lesen und verstehen, wenn die Antwort möglichst kurz gehalten ist - oder ist das schon deine Art von Kurzform? Was mußt du für schlechte Erfahrungen gemacht haben, wenn es wohl nicht kürzer geht.
Wie lang wird die Antwort hierrauf?
Ich hoffe, es kommt jetzt niemand mit dem Argument Netiquette, aber ich glaube, viele denken, was ich schreibe.
Gruß, Katrin
Keine Ahnung was Netikette ist ; )
Alles ist relativ und ich weiss, die Neuzeit und ihre Medien - Fernseher, Internet - haben sicher mit verursacht dass heutzutage kaum mehr Leute lesen oder schreiben in Umfang und Wortfuelle wie es mir hier problemlos rausfliesst. Ich komme aus einer an Worten und Geschichten, Argumentationen und verbalen Auseinandersetzungen extrem reichen Familie, wurde weitgehend ohne jegliche Fernseher oder andere solche Ablenkungen gross und kann entsprechend frei verfuegen - und ich arbeite in einem Gebiet, in dem sehr viel sehr genau formuliert und geschrieben wird, was mir gelegen kommt.
Swiswuff, darf ich mal raten, arbeitest Du im wissenschaftlichen Bereich? ![]()
@ swisswuff,
Du leidest unter Deiner Behinderung mehr als jeder andere den ich kenne. Dafür das Du auf das angeschaut werden und andere Dinge die Dich stören mit so viel Agressionen reagierst, kannst Du einem nur leid tun.
Karin
@ swisswuff,
Du leidest unter Deiner Behinderung mehr als jeder andere den ich kenne. Dafür das Du auf das angeschaut werden und andere Dinge die Dich stören mit so viel Agressionen reagierst, kannst Du einem nur leid tun.
Karin
Ja, das stimmt natuerlich. Ich fand in meinem Leben noch nie was derart absolut und vollkommen fuerchterlich, wie diese Sorte Erfahrungen - das ist jedenfalls so. Unter "meiner Behinderung" leide ich eher nur so so, das geht eigentlich - aber "absolut unangemessene Uebertreibungen von Reaktionen anderer" schlagen dem Fass regelmaessig den Boden aus.
Das ist wie wenn Dir jedesmal beim Einkaufen einer in die Tuete pinkelt und man Dir dann sagt, KarinM wird doch nicht so aggressiv.
Du hast meine Beispiele gesehen. Die sind nicht einmal beim besten Willen normal. Das sind ganz kranke Geister, die sich da manifestieren. Da gibts gar nichts zu verhandeln : ) Ich wuerde daher natuerlich sagen es sind die anderen, nicht ich.
Aus Supportgruppen mit anderen Armamputierten weiss ich, da sehen das andere exakt gleich wie ich.
Daher ist es eher spannend, dass sich hier Studienobjekte der menschlichen Spezies zur Verfuegung stellen, um hier so zu tun als ob es meine Behinderung ist, die das Problem ist, oder meine Aggression, die abnormal sei.
Das stimmt rein theoretisch dann - und nur dann - wenn man z.B. Glotz-/Stier-/Druel-/Starr-Festwachs-Exzesse von 2 Stunden (ich habe ja mehrfach drauf hingewiesen dass es hier um die WEIT neben jeder normalen Ueberraschung liegende Reaktionen geht) als normal betrachtet. Dass das zu tun ein ganz besonderes Mindset voraussetzt war aber klar bevor man sich hier als User auch nur schon anmeldete ; )
Du willst mir - mitsamt anderen - nun weismachen, es sei vollkommen normal, dass
a) man sich nicht 10 Minuten, nein, nicht 30 Minuten, nein, vielfaches davon anglotzen laesst ?
b) anschreien laesst ?
Vielleicht willst Du ja nochmal einen Anlauf nehmen ; )
@ swisswuff,
Du leidest unter Deiner Behinderung mehr als jeder andere den ich kenne. Dafür das Du auf das angeschaut werden und andere Dinge die Dich stören mit so viel Agressionen reagierst, kannst Du einem nur leid tun.
Karin
Ja, das stimmt natuerlich. Ich fand in meinem Leben noch nie was derart absolut und vollkommen fuerchterlich, wie diese Sorte Erfahrungen - das ist jedenfalls so.
@swisswuff
Bis zum frühen Morgen hattest Du nur diesen einen Satz geschrieben. Diese Antwort schockierte mich so sehr, daß ich ert einmal eine Nacht darüber schlafen mußte.
Nur wer sich ärgern läßt wird auch geärgert. 😉
In solchen Situationen kommt es sehr viel darauf an, ob man sich überhaupt provozieren lassen will. Wenn Du auf das Geglotze der Leute ein gehst, zeigst Du dem Glotzer das Du Dich provozieren lassen willst. Dann steigert man sich hinein und aus einen kurzen Blick wird ein Hänseln und die Gefühle ändern sich in Wut. Wenn Du aber auf das angeschaut werden souverän reagierst und nicht zeigst das es Dich ärgert, wirst Du merken das es gar nicht so aufdringlich gemeint war, wie Du es empfindest. Die unangenehme Situation geht sehr schnell wieder vorbei.
Es liegt nicht an Deiner Behinderung, sondern an Deinem Verhalten und an Deiner innderen Einstellung, daß das angeschaut werden für Dich so eine negative Erfahrung ist.
Karin
Mein letzter Kommentar zu der ganzen Angelegenheit:
Wer anderen Leuten ins Gesicht rülpst und dieses asoziale Verhalten auch noch völlig in Ordnung findet, braucht sich über gar nichts zu wundern.
Gleiches gesellt sich halt gerne…
Mein letzter Kommentar zu der ganzen Angelegenheit:
Wer anderen Leuten ins Gesicht rülpst und dieses asoziale Verhalten auch noch völlig in Ordnung findet, braucht sich über gar nichts zu wundern.
Gleiches gesellt sich halt gerne...
Das Umfeld fuer den Ruelpser war eine asoziale Garderobe mit asozialem Verhalten das weit ausserhalb jeder Norm liegt. Aber, das stand ja auch da : )
Gemaess der fuer mich sehr interessanten Art Eurer Antworten stellt hier nun nicht das derartig abartige Gaffen die Sorge und gemeinsame Problem dar. Suche ich nach verbal geschriebener ausgedrueckter Solidaritaet mit dem Problem das ueber jedes rechtfertigbare Mass andauernde Gaffen oder lautstarke Schreien (es geht hier nur um Ausreisser weit ausserhalb der Verhaltensnorm), dann fehlt das hier - was nicht selbstverstaendlich ist. Vielmehr verwendet Ihr den hier verfuegbaren Platz dafuer, zu schreiben, dass es fuer Euch viel schockierender ist, dass eine Person mit deutlich sichtbarem Handicap wie ich *niemals* der gesellschaftlichen Vermutung entsprechend naiv passiv feucht laechelnd steif wuerdig und nobel still brav artig weiter begaffen laesst sondern daraus eine Art kunstvollen Geisterbahnslapstick macht und das asoziale Gegenueber in die Pfanne haut.
Und *das* ist nun eine Erfahrung, die andere Armamputierte in aehnlicher oder noch extremerer Form mit mir in umfangreichem Ausmasse teilen. Eine Bekannte mit derselben Behinderung wie ich, die die Erfahrungen des intensiven sich nicht einrenkenden stieren Begaffens recht umfassend teilt, hat meinen Ansatz - aus Gafferei sofort kunstvollen Geisterbahnslapstick zu machen - aufgegriffen und berichtet erste Erfahrungen damit. Es ist ungeheuer befreiend. Diese Art Glotzen - zum wiederholten Mal: wir. reden. nicht. von. kurzen. kleinen. Blicken. - ist wie ein Gefaengnis und das wegzusprengen hat etwas von sofort frei atmen. Ich sage es nur deswegen explizit schriftlich hier da es mit dem Nachfuehlen und Selber Spueren hier etwas zu hapern scheint ; )
Natuerlich stellt man ja rasch fest, dass wenn man sowas nicht produktiv verarbeitet sondern diese Abartigkeiten hinnimmt, dass man sich selbst schlecht zu fuehlen beginnt. Angegafft - und wir reden hier ueber Situationen, die weit abseits jeglicher Regelfreundlichkeit liegen - wird man ja nicht, weil einen die anderen respektvoll als gleichwertigen Menschen ansehen, sondern weil da eine klare Herabstufung vornehmen, man wird zur passiven Knetmasse die willfaehrig zu sein hat! - und das an sich steht natuerlich aufregend schraeg im Raum.
Man hat sich - offenbar auch von Leuten wie Euch, folgt man Euren Einwaenden, fuer die ich Euch sehr danke - nicht nur kurz ansehen zu lassen, sondern ueber laengere Zeitraeume anbruellen, und/oder, bis zu zwei Stunden ohne wegzusehen, angaffen zu lassen, und zwar OHNE diese Art an sich hoechst asozialen Verhaltens als das zu behandeln was es naemlich ist. Wenn das Eure Anforderung ist, ist meine Antwort: NIEMALS.
Das ist es, was Ihr hier klar kommuniziert. Derartig abartiges Fehlverhalten, solche Unhoeflichkeiten, wie ich sie regelhaft auch erfahre, solche verteidigt man aber nun nicht ohne Not. Denn sie sind nicht zu verteidigen, das geht nicht : ) so sehr Ihr versucht von "kurz hinschauen" zu reden - um die gehts hier nicht, lest die Beispiele durch die hier stehen, dazu habe ich sie hingeschrieben und wer lesen kann ist einmal mehr im Vorteil. Diese Not, warum Leute meinen, absonderlichst hinzustieren sei ihr verbrieftes Menschenrecht, die ist aeusserst interessant als Studienobjekt. Findet Ihr nicht .
Grundsaetzlich seid Ihr keineswegs die ersten Personen, mit denen ich dieses Thema zu Faden schlage.
1) Mir haben mehr als eine Person, die ich sehr gut kenne und das sehr lange, explizit direkt verbal bestaetigt, dass sie sich an dieser Sorte Andersartigkeit sattsehen wollen, und dass es sie ZUTIEFST bestuerzt hat dass sie herausfinden mussten dass ich seit der Behinderung keinen Millimeter weniger direkt und hart im Umgang mit derartigen Themen geworden bin. Das war ich auch frueher schon. Ich bin ja nicht dauernd boese - aber ich mach dann schon gleich mal einen extrem frechen Spruch, und es vergeht der Spass am Hinschauen ganz rasch. Diese Leute haben es mir direkt gesagt, sei erwarteten von mir zusammen mit der Behinderung eine passive feuchtschlappe Naivitaet ohne dies genauer begruenden zu koennen einfach da dies massiv besser dazu passe - und das offenbare Fehlen derselben bei mir faenden sie im Zusammengang mit der Behinderung verstoerend. Es gibt also offenbar ein Stereotyp, das Leute bei mir mit der Behinderung in Zusammenhang bringen - und wenn ich diesem nicht gerecht werde haengt der Haussegen schief : ) was er in 1:1 derselben Manier bei anderen mit denselben Aeusserlichkeiten auch immer wieder zu tun scheint.
2) Eine relevante Anzahl von Personen hat mir mitgeteilt wie asozial und abgrundtief ihre eigenen Gedanken seien wenn sie meinen kaputten Arm ansehen. Diese Gedanken koennen aber hier nicht vertieft werden, dazu eignet sich das Publikum aus einer Reihe von Gruenden nicht. Diese Anzahl an Personen ist umfangreich : ) man darf von statistisch relevantem Bevoelkerungsquerschnitt sprechen. Sie haben ohne Ausnahme, wo immer wir in relevante Tiefen des Dialogs vorstiessen, zugegeben, dass sie verstehen dass ich angesichts derartiger asozialer abgrundtiefer Ansinnen von ihnen den Kontakt abbreche. Ich habe den Kontakt bei allen abgebrochen. Allerdings rechne ich Leuten, welche die Groesse haben, ihre eigenen angesichts dieser Sorte Behinderung losgetretener Herabwuerdigungsgedanken nicht nur klar zu aeussern sondern auch im Rahmen einer gleichzeitig fairen Realitaetseinschaetzung selbst die Konsequenz hoeflich vorzuschlagen, sehr hoch an.
Also, Klaerungs- und Kommunikationsaufwand zum Thema Glotzen betreibe ich in einer Breite und in einem Differenzierungsgrad der sehr weit geht - denn wie bereits mitgeteilt ist es ein ANDERES Glotzen, je nach dem was man da mitbringt an Aeusserlichkeit, das einem da zuteil wird. Dass ich Leute schroff abserviere kommt dann vor, wenn sie sich GANZ WEIT herauslehnen mit ihren Ideen. Das sind Personen, die Einsicht haben und Moeglichkeiten des Vermeidens ihrer eigenen Asozialitaet nicht nutzen. Das heisst nicht, dass ich nicht noch andere Dinge tun kann. Aber wer entgegen der eigenen Einsicht und Wissen sich anschickt, meinen Freiraum durch klar asoziales Tun kleinzuschnipseln, dem wird geholfen werden, soviel steht klar fest.
Etwas sehr spannendes, das ich nun erfahren habe, ist, dass Forumsteilnehmer bei MyHandicap mehrheitlich der Ansicht sind, ich als Armamputierter solle mich in weit asozialem Umfang angaffen lassen, und zwar ganz ohne ueber die Taeter ein Straftor zu verhaengen. Und das war bisher doch den Studienaufwand wert : ) Wie koennt Ihr so leben!? Ist es nicht furchtbar, andere anglotzen zu muessen? Ist es nicht unertraeglich, absonderliches, weit fehl liegendes mutwilliges asoziales Verhalten verteidigen zu muessen und manche andere Behinderte nicht als Menschen mit gleichen Rechten wie Ihr auch wahrnehmen zu koennen? Habt Ihr keinen Stolz? Nicht emanzipiert genug, auch auf Augenhoehe gewaltfrei aber nicht ignorierbar zurueckzukommunizieren? Fehlt Euch die Erfahrung im wirklich ganz oeffentlichen Raum, weil Ihr dort wo z.B. auch ich hingehe, und der Wind da schon mal anders pfeift, schon lang selbst gar nicht mehr hingeht - ev. eben deswegen weil man dort nur seinen Platz behauptet wenn man asozialen Raumforderungen harte Grenzen setzt? Wie Ihr es dann trotzdem schafft, und Euch anderntags selbst wieder ins Gesicht sehen koennt, ist mir in der Tat vollkommen schleierhaft. So leben koennte ich nie und nimmer. Das ist nicht aufrecht, das ist nicht selbstbehauptet und schon gar nicht sozial. Wie man da von "gesellen" reden kann ist begrifflich gar nicht nachvollziehbar - nicht aus jedem Nebeneinandersitzen erwaechst da schon gleich Gemeinsamkeit und Zusammengehoerigkeit.
Dieses Thema konnte so wie es dasteht das Center For Disability Studies aufgreifen und was draus machen. Ausser die wollen auch lieber hinstarren.