vom aktiven Rollstuhlfahren ist nun das Handgelenk durch Überlastung hin. Eine OP sei die einzige Lösung. Wie lange ich keinen Rolstuhl danach fahren kann, weiss man nicht. Ich weiß echt nicht, wie das gehen soll, ich verliere jegliche Selbstständigkeit und das macht mir große Angst. Hat jemand Erfahrungen als Rollstuhlfahrer, wenn dann auch noch eine Hand vorübergehend ausfällt? Brauche ich dann einen Pflegedienst für die Zeit?
vielen Dank für Deine Antwort. An die Möglichkeit einer Reha habe ich gar nicht gedacht- das ist eine sehr gute Idee von Dir! Vielleicht bekommt man die Hand dann zumindest so hin, dass ich nach einer Reha einigermassen alleine zu Hause zurecht komme und dann auch wieder zur Arbeit komme.
LG
die Kathy hat dir bereits eine sehr gute Möglichkeit aufgezeigt. Nach der Operation solltest du eine Anschlussheilbehandlung erhalten, in der erfahrene Therapeuten dich gezielt auf dem weiteren Weg begleiten und unterstützen.
Selbst wenn es nach dem Eingriff zu funktionellen Einschränkungen im Handgelenk kommen sollte, gibt es zahlreiche Hilfsmittel und Lösungen, um deine Selbstständigkeit zu bewahren. Ein Beispiel wäre ein zuschaltbarer Restkraft-Unterstützungsantrieb für deinen Handrollstuhl, der dir den Antrieb erleichtert.
im besten Falle ist es ein inneres Überbein im Handgelenk, im schlechtesten Fall Arthrose durch chronische jahrelange Überbelastung. Gestern hat der Arzt die Hand untersucht und meinte, dass ich um eine OP nicht herum komme, aber es muss noch ein MRT gemacht werden. Mit ewigen Schmerzen Rolli fahren ist natürlich auch blöd.. Soll minimalinvasiv operiert werden, habe davon keine Ahnung. Ich muß dem Arzt vertrauen, hilft ja nix, trotzdem habe ich Angst, wenn was schief geht. Ist schon echt blöde, wenn als Rollifahrer was mit den Pfoten ist- im Kopf geistert bei mir Hilflosigkeit und Abhängigkeit- wahrscheinlich steigere ich mich da zu sehr rein.
auf den ersten Blick hört sich das unproblematisch an, weil keine Gelenke betroffen sind. aber woher kommen die Schmerzen? Da wird es schwierig. Welche Hand ist es denn?
eine Zweitmeinung wäre sinnvoll.
Man sollte immer mit negativ vorausdenken. Was wäre dann?
Warum bist Du denn im Rolli, wäre ein E-Rolli nicht besser? und auto?
ich bin sehr zufrieden mit meinem Adaptivrollstuhl und nutze öffentliche Verkehrsmittel, mache Sport und arbeite damit. Ich habe auch einen E-Motion-Antrieb, mag den aber nicht bei der Arbeit. Wenn ich die Untersuchungen durch habe, werde ich mir eine zweite Meinung einholen.
Ich habe einen guten Physiotherapeuten, der hat sich der Sache angenommen und die Schneezen sind um 50% reduziert, zusätzlich versuche ich, weniger Rolli zu fahren und zu schonen. Letzte Woche hatte ich das MRT und habe den Befund bekommen, ein Arztgespräch habe ich übernächste Woche. Der Befund sieht nicht gut aus, ‚Hochgradiger Verdacht auf Instabilität im Radio-Ulnar-Gelenk. Ansonsten ist da noch viel mit Handwurzelknochen und so beschrieben, was vielleicht verschlissen ist. Mal sehen, was der Doc sagt.
Ja, ich habe eine radio-ulnare Instabilität, sehr viele kleine Ganglien, alles Zeichen einer chronischen Überlasting. Blöderweise geht es jetzt auch an der anderen Hand los. Mein Arzt wollte das gleich operieren und das Handgelenk versteifen. Da man danach für immer eingeschränkt ist und meine Hände unentbehrlich für meine Mobilität sind, habe ich mir eine zweite Meinung eingeholt. Der spezialisierte Handchirurg sagte, dass man das operieren kann ( ich habe keine Arrhrose im Handgelenk, nur im Daumengrundgelenk, was ich wusste), ich danach sicher deutlich weniger Schmerzen haben werde, aber die Belastung nach der OP mit Rollstuhl und Krücken sofort wieder eine Überlastung machen und man viele OP‘s haben wird. Fand ich sehr nachvollziehbar und fair. Ich habe nun Physio, die mir hilft. Zudem habe ich mich für Ergotherapie angemeldet, damit ich im Alltag besser zurecht komme. Ich hatte vorgestern eine ergotherapeutische Erstberatung für Hilfsmittel und war wirklich beeindruckt, was es für tolle Sachen gibt, die den Alltag erleichtern werden. Am meisten freue ich mich auf eine Halterung für unter den Hängeschrank, die hat eine Schiene, wo ich alle Flaschen- und Glasdeckel reinschiebe und problemlos damit Deckel öffnen kann. Ich hatte mit Schraubenziehern und Scheren bisher nur noch Deckel aufbekommen, auch blöd, wenn man dabei mal abrutscht…
Ach so, der 2. Arzt hat mir einen sog. Power ball zum Trainieren empfohlen, habe ich mir gekauft und über damit zusätzlich.
Mein Ziel ist es, eine OP solange, wie möglich heraus zu zögern und trotzdem wieder mehr Lebensqualität im Alltag zu gewinnen.
Viele Grüße
Uff, das hört sich ja nach einer ganz schönen Odyssee an.. Ich hoffe, dass es bald bergauf geht! Ich kann dein Ziel gut verstehen, hab von solchen Powerbällen schon viel gutes gehört. Oft sind es solche ‚Kleinigkeiten‘, die dann doch mehr ausmachen, als man denkt. Hast du solche in verschiedenen Stärken? Die sind super, gibt es oft im Sammelpack zu humanen Preisen. Kann ich dir ansonsten gerne mal raussuchen!
So, ein kleines Update, wie versprochen. Ich hab diese hier: Theraband Handtrainer für Handkraft Kann man auch in Kühlschrank, oder in die Mikrowelle stecken. Für dich ist das vielleicht eher irrelevant, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das was mit der Sensorik macht! Und auch mit dem Erlebnis an sich Hab meine seit Ewigkeiten, also die halten sich!
oh wow, das ist ein toller Tipp! Ich habe mal im Netz gestöbert, da gibt es ja einiges! Ich werde mir da mal was aussuchen. Fange ich da mit der leichtesten Stärke an? Ich hatte mir ja einen Power Ball gekauft, bin aber etwas enttäuscht davon, er ist mühsam zu aktivieren, jedenfalls für Menschen, die auch Probleme mit dem Daumensattelgelenk haben. Dann ist die Gefahr bei mir groß, dass das ein Deko-Objekt wird, was regelmässig entstaubt wird… Ich habe einen Dosen-und Flaschenöffner für alle Größen bekommen, den mal an die Unterseite des Küchenhängeschrankes schraubt- das erleichtert enorm im Alltag. Ich bin jetzt in der Optimierungsphase und halte die Augen offen, was meine Einschränkungen erleichtern kann und bin für Ideen immer zu haben.
Hallo, ich bin neu hier und stehe gerade tatsächlich vor einem ganz ähnlichen Problem. Vor 3 Wochen im MRT zeigte sich Arthrose im gesamten Handwurzel Bereich, im Daumensattelgelenk, zahlreiche Ganglien und wohl auch eine Bandruptur. Nun hat der eine Handchirurg mich an eine Handchirurgie Klinik überwiesen. Er meinte es müsste auf jeden Fall operiert werden, aber das ist für ihn etwas zu kompliziert und das müsse besser in einer spezialisierten Klinik erfolgen.
Nun habe ich dort aber erst im September einen Termin zum ersten Gespräch. Ich frage mich allerdings wie ich als Rollstuhlfahrerin auf meine Hand nach der OP verzichten kann. Es war ohnehin schon schwierig, da die Spastik auch in der Hand sitzt. Für draußen habe ich daher ein Zuggerät. Aber unsere Altbau Wohnung ist zu verwinkelt für einen e-Antrieb (der macht ja die Räder breiter) und ich komme schon so nur gerade um manche Ecken und durch die schmalen Türen.
Aber 24/7 jemanden Zuhause zu haben, der mich schiebt nach der OP geht ja auch nicht.
Bin gerade sehr verunsichert wie das funktionieren soll