Hast du Fragen zu Mitralklappenprolaps, Panikattacken und Depressionen? Teilt eure Erfahrungen und findet hilfreiche Antworten!
*Satz von der Redaktion zur besseren Auffindbarkeit eingefügt*
Hallo liebe User,
ich bin neu hier und wollte mal ein bisschen Frust ablassen. Zu meiner Person, ich bin 24 Jahre jung und seit zwei Jahren mittelschwer depressiv und habe daraus resultierend eine Panikstörung mit starken körperlichen Missempfindungen bekommen.
Angefangen hat alles nach der Trennung von meinen damaligen Freund, war danach ganz alleine in einer großen Stadt und meine Familie war zu der Zeit 580 km weit weg. Das war auch die Zeit in der verstärkt die Depressionen zum tragen gekommen sind. Ich war schon immer ein sehr emotionaler Mensch und habe mir schon immer viele Gedanken gemacht, aber das mich das einmal so umhauen würde hab ich echt nicht kommen sehen.
Geäußert haben sich die Depressionen ganz klassisch würde ich sagen mit Unlust, Antriebslosigkeit, Suizitgedanke (paradox) und die Sauberheit meiner Wohnung ließ auch zu wünschen übrig.
Hab in der Zeit ca. 12 Kilo abgenommen, weil ich nichts mehr gegessen hab, sondern nur noch am rauchen und Kaffee trinken war.
Irgendwann lag ich dann in meinem Bett und fing an in mich hinein zu horchen und stellte einen hohen Puls fest, dieses Ritual verfestigte sich dann immer mehr und verunsicherte mich stetig das was mit meinem Körper nicht in Ordnung sei.
Ich wurde von einer Arbeitskollegin nachts um 24 Uhr in die Notaufnahme gefahren mit Atemnot und Herzrasen.
Die junge Ärztin konnte nichts feststellen und entließ mich mit den Worten, dass alles okay mit mir wäre und der Verdacht der Lungenembolie sich nicht bestätigt hätte.
Nach diesem Ereignis schlief ich lieber im Wohnzimmer auf der Couch, weil ich mich dort irgendwie sicherer fühlte.
Zwei Nächte später ging das ganze von vorne los, ich fing an am ganzen Körper zu zittern, mir wurde abwechselnd heiß und kalt, mein Herz raste wie verrückt und ich bekam abartige Schwindelanfälle. Ich hatte so eine, pardon, Scheißangst das ich streben würde, dass ich mir den Notarzt nach Hause kommen ließ.
Dieser stellte fest, dass ich einen Puls von 160 Schlägen pro Minute hatte und baute mich damals mit den Worten auf, dass er auch schon 16-jährige gehabt hätte, die an einem Herzinfarkt gestorben seien.
Ich versuchte so schnell wie möglich wieder nach Hause zu kommen, was ich dann nach einem halben Jahr endlich schaffte.
Kaum zu Hause angekommen wurden die Panikattacken immer stärker und die Missempfindungen immer größer.
Ich hatte Brustenge, mir sickerte mein Blut in die Beine, Kribbeln der Extrimitäten, Schwindel, Schweiß, Vermeidung vor die Tür zu gehen. Ich war seitdem vielleicht abends drei oder vier mal aus. Meistens habe ich mich nicht getraut und mache jetzt seit ca. einem Jahr eine Psychotherapie.
Die Panikattacken sind immer noch da, ich kann sie jetzt nur besser kontrollieren, mit der Depression ist es ein ewiges auf und ab und die Missempfindungen sind so viel, dass ich garnicht alle Symptome mehr aufzählen kann.
Dazu kommt eine panische Angst tot umzukippen. Ich kann abends nicht mehr einfach einschlafen, weil ich Angst habe den nächsten Tag nicht zu erleben. Ich kann die Endlichkeit in so jungen Jahren einfach nicht akzeptieren und das schlimmste ist das ich in einer tollen Partnerschaft lebe und ich trotzdem total unentspannt in vielen Dingen bin.
Neu dazu kommt, dass ich laut meiner Internistin einen Herklappenprolaps habe, minimal heißt es, ich glaube echt kein Wort mehr von dem was mir Ärzte erzählen, warum wurde das nicht die drei Herzechos vorher festgestellt?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und sich eventuell darüber austauschen?
Hoffe euch war meine Geschichte nicht zu lang und zu verworren.
Liebe Grüße
Penni