Helmut60 hat geschrieben:
maren_o hat geschrieben:
Hallo zusammen,
nach Monaten des stillen Mitlesens (an dieser Stelle vielen lieben Dank für die vielen hilfreichen Tipps hier im Forum) habe ich mich nun auch getraut, mich hier zu registrieren 
Mein Name ist Maren, bin 25 Jahre alt und komme aus dem Ruhrgebiet. Vor ein paar Jahren hatte ich einen schweren Autounfall, seit dem sitze ich im Rolli (komplette Querschnittslähmung). Da ich mit meinem Studium so gut wie durch bin und so langsam anfangen möchte, Bewerbungen zu schreiben, stellt sich mir die Frage, wie ich mein Handicap am besten in der Bewerbung unterbringe. Könnt Ihr mir hier eventuell ein oder zwei Tipps geben? Ist die Behinderung in der Bewerbung ausführungsbedürftig oder reicht ein „trockener“ Nebensatz dazu?
Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen 
Liebe Grüße
Maren
Hallo Maren, da ein Rollistuhl mitunter Probleme mit sich bringt, die der Rollstuhlfahrer selbst kaum mit einem trockenen Nebensatz abtun kann, sollten so Betroffene entspr. offen mit den Problemen umgehen die so eine Behinderung mit sich bringt. Die Probleme fangen ja nicht erst mit einer Stufe in Eingangsbereich, oder einer passenden Toilette an, und hören mit der dafür oft zu engen Teeküche nicht auf. Folglich ist Offenheit im Umgang damit obersetes gebot. Es bringt keines beteiligten etwas, wenn man mit deinen Ausbildungen und Fähigkeiten glänzt, und dann zu Schluß zu erfahren das die Bewerberin „so schwer behindert ist“, das das Gebäude für sie nicht geeignet ist. Es gibt Rollifahrer, die können einpaar Schritte laufen, und brauchen daher keine besondere Toilette,und kommen in einer kleinen Teeküche klar… daher sollte man schon deutlich machen wie das ist.
Drukst man schon in der Bewerbung damit herum, kommt die Frage auf, bei welchen Gelegenheiten man wohl sonst offensichtliche Einschränkungen, für die Firma nicht unbedingt förderlich herunterspielt. Umgekehrt gefragt… was würdest du von einem Bewerber halten, der öffensichtliche Probleme erst hinten in der Bewerbung in einem trockenen Nebensatz darstellt.
Helmut
Hallo Helmut,
danke für Deine ausführliche Antwort. Ich denke, Du hast auch mit vielem Recht. Mein Gefühl sagt mir auch, bei dem Thema eher mit offenen Karten zu spielen.
Lieben Dank noch mal und liebe Grüße
Maren