ich möchte ein Thema ansprechen, das viele betrifft, aber im Alltag und auch politisch oft untergeht: Assistenz im Krankenhaus.
Sobald ein Krankenhausaufenthalt ansteht, entsteht für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf ein zentrales Problem: Die gewohnte Assistenz ist häufig nicht gesichert.
Wichtig ist dabei: Es geht hier nicht um eine Begleitperson im klassischen Sinne, sondern um eingearbeitete Assistenz oder einen vertrauten Pflegedienst – also um die Versorgung, von der mein Alltag und meine Sicherheit direkt abhängen.
In der Theorie heißt es oft, dass das Krankenhaus die Versorgung übernimmt. In der Praxis sieht das aber anders aus:
eingearbeitete Assistenz fehlt plötzlich
individuelle Abläufe funktionieren nicht mehr
Kommunikation wird schwieriger
und im schlimmsten Fall wird die Versorgung unsicher
Ich stehe aktuell selbst vor genau dieser Situation und habe gemerkt, wie groß diese Lücke wirklich ist.
Dort arbeite ich das Thema in einem Dossier in drei Teilen auf:
persönliche Erfahrungen aus Betroffenensicht
die aktuelle Rechtslage (inkl. § 44b SGB V und § 113 SGB IX)
und konkrete Ansätze, was sich ändern müsste
Mir ist wichtig zu zeigen: Das ist kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Problem im System.
Mich würde sehr interessieren:
Welche Erfahrungen habt ihr im Krankenhaus gemacht?
Konntet ihr eure Assistenz mitnehmen oder gab es Probleme?
Wie wurde das bei euch gelöst?
Ich denke, je mehr Erfahrungen wir sammeln, desto sichtbarer wird das Thema.
Hallo @AlexInspire,
das ist ein wirklich wichtiges Thema, das, wie du schon sagst, in der Praxis einige Lücken aufweist. Ich bin nicht auf eine Assistenzperson angewiesen, dennoch auf Unterstützung in visueller Hinsicht. Daher finde ich dieses Schild vom KSL super praktisch. Es ist einfach noch einmal ein Reminder, dass sich hier in dem Zimmer eine blinde oder sehbehinderte Person befindet.
Es ist einfach für die Kommunikation, Untersuchungen und vielleicht für Notfälle praktisch.
Denn oft ist meine Angst: Was ist, wenn wirklich mal was passiert? Vielleicht wäre das noch einmal ein visueller Hinweis, dass sich hier in dem Raum eine Person befindet, die Unterstützung bei einem Notfall benötigt. Ich weiß, das sind unwahrscheinliche Szenarien, dennoch beruhigt es mich, das Gefühl zu haben, im Notfall möglicherweise nicht zurückzubleiben.
finde das Thema und dein Projekt echt interessant.
Da auch ich hin und wieder im Krankenhaus weilen muss, ist mir das Thema auch bekannt.
Ich selbst hab dann immer sämtliche Wunddokus und Verbandsmaterialien mit ins Krankenhaus genommen. Dennoch war die Versorgung in den meisten Fällen alles andere als optimal. Da ich zudem aufgrund mangelnder Bewegung in den Beinen als Querschnittshelähmter leicht brüchige Knochen in den Beinen habe, ist die Versorgung im Krsnkenhausalltag umso schwieriger.
Ich für meinen Teil habe jetzt den Weg gefunden, dass ich nach Möglichkeit nur noch in Krankenhäuser gehe, die mich und meine Krankengeschichte kennen. Mittlerweile kennt man sich so und dir Versorgung kann einigermaßen gewährleistet werden.
Für Menschen mit größeren Einschränkungen ist das sicherlich noch ein viel größeres Problem.