Was bedeutet für euch echte Inklusion?

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Hallo liebe Community,

in unserem Alltag wird häufig von Inklusion gesprochen – sei es in der Schule, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Leben. Doch wenn man genauer hinschaut, merkt man schnell: Zwischen dem, was auf dem Papier steht, und dem, was tatsächlich gelebt wird, liegen oft Welten.

Mich würde deshalb interessieren:

  • Was bedeutet für euch persönlich „echte Inklusion“?
  • Wann habt ihr euch wirklich einbezogen, ernstgenommen und gleichwertig behandelt gefühlt – und wann nicht?
  • Reicht es, barrierefrei zu sein, oder gehört noch viel mehr dazu?

Ich finde, Inklusion ist weit mehr als Rampen, Aufzüge oder automatische Türen. So wichtig bauliche Barrierefreiheit auch ist – sie allein schafft noch keine wirkliche Teilhabe. Echte Inklusion beginnt in den Köpfen und Herzen der Menschen. Sie zeigt sich in der Haltung, mit der wir einander begegnen – in einem respektvollen Miteinander auf Augenhöhe, frei von Mitleid, Herablassung oder unbegründeten Erwartungen.

Für mich bedeutet echte Inklusion auch, dass Menschen mit Behinderung selbstverständlich dazugehören – ohne Sonderbehandlung, ohne dass Respekt erst eingefordert werden muss. Es geht darum, dass sie als gleichberechtigte und aktive Mitglieder der Gesellschaft wahrgenommen werden, deren Präsenz ganz natürlich ist und nicht durch besondere Aktionen hervorgehoben werden muss.

Vielleicht habt ihr ein Beispiel aus eurem Alltag, das ihr teilen möchtet – sei es positiv oder negativ. Lasst uns gemeinsam darüber sprechen, wie echte Inklusion für uns aussehen sollte – und was noch fehlt, damit sie zur Realität wird.

Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Gedanken.

Bleibt schön gesund...

Viele Grüße aus dem wunderschönen Harz

vom Frank alias domino! 😎

Kommentare

  • Hey @domino,

    du schriebst das Inklusion für dich mehr ist als Rampen, Aufzüge oder automatische Türen. Da muss ich total zustimmen. Das sehe ich auch so. Denn bei Barrierefreiheit wird oft an diese Dinge gedacht aber Sinnesbehinderungen vergessen.

    Inklusion bedeutet für mich, dass ich so wie ich bin teilnehmen kann. das mittel Barrierefreiheit, Nachteilsausgleiche oder anderen Anpassungen mit die Teilhabe ermöglicht wird.

  • domino
    domino ✭✭✭✭

    Hallo @GalaxyMonster,

    schön, dass du dich an dieser Diskussion beteiligst. 👍️

    Deine Formulierung „so wie ich bin teilnehmen können“ bringt es sehr treffend auf den Punkt.

    Ich möchte noch einen weiteren Gedanken ergänzen: Für mich gehört zur echten Inklusion ganz klar auch Mitsprache – nicht nur symbolisch, sondern wirklich auf Augenhöhe. Gerade wenn es um barrierefreie Orte und Zugänge geht, sollte ich als betroffene Person frühzeitig einbezogen werden.

    Ich habe es selbst erlebt, wie frustrierend es ist, wenn Barrierefreiheit nur „mitgedacht“, aber nicht gemeinsam mitgestaltet wird. Viel zu oft wird erst nach der Fertigstellung gefragt, ob „alles passt“ – doch da ist es meistens schon zu spät. Was am Schreibtisch als Lösung erscheint, funktioniert im Alltag oft nicht. Deshalb braucht es unsere Perspektiven von Anfang an.

    Bleibt schön gesund...

    Viele Grüße aus dem wunderschönen Harz

    vom Frank alias domino! 😎

  • "Nichts über uns ohne uns" - wie es so schön heißt. Da gehe ich mit.

  • domino
    domino ✭✭✭✭

    Hallo @GalaxyMonster und schön, dass du dich an der Diskussion beteiligst.

    Deine Aussage trifft den Kern der Sache und ich würde sie gern um folgenden Gedanken ergänzen:

    „Dabei sein ist nicht genug – mitgestalten ist das Ziel.“

    Denn Teilhabe bedeutet nicht bloß, dabei sein zu dürfen – sondern die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten, ernstgenommen zu werden und gesellschaftliche Rahmenbedingungen mitzugestalten.

    Bleibt schön gesund...

    Viele Grüße aus dem wunderschönen Harz

    vom Frank alias domino! 😎