Autismus Diagnostik: Masking bei Jugendlichen

Mumofmccheese
bearbeitet 28. Feb 2024 in Willkommen & Begrüssung

Hallo, ich bin Mutter von 3 Kindern und gut in den 50igern angekommen. Nachdem ich ein Leben lang wusste, dass ich nicht wirklich in den Mainstream gehöre, ist es tröstlich zu wissen, dass es den Begriff der Neurodiversität gibt. Wir haben in der Familie Erfahrungen mit ADHS und Psychosen sammeln dürfen und nun beschäftigen wir uns mit dem Thema Autismus. Das führt mich zu meiner zentralen Frage:

Ich suche nach einem Austausch bezüglich Erfahrung mit Masking bei jugendlichen Autisten und der damit verbundenen Schwierigkeit der Diagnosestellung.

Ich würde mich über Erfahrungsberichte freuen

Mumofmccheese

Kommentare

  • Hallo @Mumofmccheese,

    schön, dass du hier in der EnableMe Community bist. Ich hoffe, dass hier viele Erfahrungen mit dir teilen können. Ich selbst bin Autistin. Ich habe meine Diahnose letztes Jahr bekommen. Die Diagnose in bezug auf Masking bedeutet für mich, dass ich mich mehr meinen Bedürfnissen anpasse und nicht versuche mich neurotypisch zu verhalten. Das sorgte bei mir auch für Ängste. Denn ich hatte Angst vor den Kommentaren: "Früher warst du aber nicht so". Ich habe viel im Alltag übernommen. Gerade im sozialen Bereich und in der Kommunikation. Gelacht, wenn es erwartet wurde, auch wenn ich es nicht verstanden habe.

    In der Diagnostik bekommt man einen sehr ausführlichen Fragebogen. Die Fragen sind sehr detailliert. Es hat sehr viel Reflektion benötigt, um das Eigene Verhalten zu verstehen. War es nun Masking oder verhalte ich mich wirklich so? Gerade über mehrere Jahre antrainiertes Verhalten war für mich schwer zu trennen. Ich habe mich daher sehr viel und sehr lange mit Autismus beschäftigt und versucht mich gerade in Komfortzonen zu reflektieren. In Zonen in denen Masking undbewusst fallen gelassen wurde. Ich habe auch viel in meiner Kindheit geschaut.

    Viele Grüße

  • Hallo Nadine,

    vielen Dank für deine Antwort. Im Umgang mit den Fragebögen haben wir bemerkt, dass wir diese durch zwei Brillen sehen können: durch die „gesicherte Situation zu Hause und unter Freunden“ Brille und die „kritische Situation/ Krise“ Brille. In der ersten Klappt das mit dem Making ganz gut, in der Zeiten werden schon mal die Masken fallen gelassen. Ist es dir auch so gegangen?

    Viele Grüße

  • @Mumofmccheese

    ich habe früher unbewusst immer maskiert. Natürlich brch imemr mal wieder mein neurodivergentes Verhalten durch die Maske. Jedoch hatte ich nicht das Gefühl, dass es in einer der beiden SItuationen wegfiel. Erst in den letzten jahren brach es langsam in meiner gesicherten Umgebung weg. So dass ich hier ich selbst sein konnte. Auch, weil ich diese Energie nicht mehr aufbringen konnte und wollte. Und gerade zu Hause musste ich vor niemanden mein Verhalten verstecken. Schließlich habe ich damals noch allein gewohnt.

  • Hallo @Mumofmccheese

    Einen Erfahrungsbericht kann ich Dir in dem Sinne nicht geben, wir haben aber in unserem Team im August eine Zusammenfassung verschiedener Artikel zu dem Thema verfasst. Dazu findest Du eine lange Literaturliste mit Literaturangaben, welche sich mit dem Masking befassen. Vielleicht findest Du dort etwas, das Dir weiter hilft...

    Du findest den Artikel auf der Homepage, ich habe ihn aber auch angehängt.

    Aktuelles | aaa autismus approach® (autismus-approach.ch)

    Liebe Grüsse

    Corinna

  • Hallo Corinna,

    vielen lieben Dank dafür,

    beste Grüße

  • Aspergertraum
    bearbeitet 11. Mär 2024

    Hallo @Mumofmccheese

    Brauchst du weitere Erfahrungen mit Masking. Ich habe 40 Jahre and das masking perfektioniert und kann gerne über meine Erfahrungen mit der reden, Melde dich bei Interesse

    ))-: OOO XXX OOO ;-((

    ) : OO XXX OO : (

    : O XXX O :

    +1+2+3+4+5+6+...

    😎 😋 🤩 😘 ☺️ 😀 😅

  • Hallo, ich bin neu auf dieser Plattform. Wenn ein Autist in der Lage ist, "Masking" umzusetzen, dann ist er nicht so schwer beeinträchtigt, wie meine frühkindlich autistische Tochter. Trotzdem wäre es besser, sich diese Anstrengung nicht anzutun - sie kostet unendlich viel Energie und kann die Diagnose von Autismus verzögern.

  • Hallo, danke für eure Beiträge. Ja, maskinongé scheint ein schwer zu durchschauendes, verzögerndes Talent zu sein.

    Kennt ihr Spezialisten die sich damit auskennen und bereit sind, sich auch intensiver damit zu befassen?

    Danke für Infos

    Mumofmccheese