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Rechtsweg in der Schweiz im Kanton Bern völlig ausgeschlossen

Gestern war es in den Medien, SRF, dass das Psychiatriezentrum Münsingen seine Aufgabe nicht erfüllt. Zwangseingewiesene sind völlig RECHTSLOS.

Es versagt die Schulmedizin, weil weder korrekte Diagnosen vorliegen, noch das gesetzlich vorgeschriebene Prozedere eingehalten wird. Ich dachte, ich sei ein Einzelfall, der vor Obergericht Bern im Januar 2022 endlich frei gesprochen wurde. Überhaupt nicht, ich bin mit meinen Zwangseinweisungserfahrungen, die nicht gesetzeskonform waren, noch schulmedizinisch meinen korrekten Diagnosen entsprechen der Normalfall:

MittäterInnen also Kapo

Klar KESB

Klar die die KESB beauftragenden SozialarbeiterInnen und deren Vorgesetzte

Die Rechtssprechung, also in der Stadt Bern das Obergericht, in meinem Fall die Staatsanwaltschaft Bern-Mittellland

Die OberärztInnen PZM haben Null Ahnung, was sie tun bei Zwangsmassnahmen

Alain Schnegg, der kantonale Verantwortliche zieht niemanden zur Rechenschaft

Bundesebene Alain Berset schaut nur weg.


Opferanhörung. Opferentschädigung, vergessen wir es. Ich habe 18 Jahre meines Lebens vergeudet durch Falschdiagnose Psychiatrie, alles schulmedizinisch untersucht, korrekte Diagnosen, vorgeburtliche CP lagen IMMER VOR.


Zus. fassend: Die Schweiz ist ein Unrechtsstaat und hält sich weder an die eigenen schulmedizinischen Diagnosen noch ihre eigenen Gesetze im gesamten Kanton Bern. Ob es andernorts besser ist, wage ich zu bezweifeln. Als Hochschulabsolventin und Pfarrerin von Beruf, kannte ich zuerst von Berufs wegen alle Institutionen und nun kenne ich sie als Psychiatrieopfer auch von innen.


Besserung übrigens nicht in Sicht. Wir Opfer sind Kollateralschäden.

Gott gebe mir die Gelassenheit,

Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

Und die Weisheit,

Das Eine von dem Andern zu unterscheiden.

Antworten

  • OKOK ✭✭✭

    Ich dachte auch lange, ich sei ein Einzelfall. Erschreckenderweise ist das nicht so. Zwischen meinem 13. und 17. Lebensjahr wurde ich mehrmals in die Klinik Waldhaus in Chur eingewiesen, weil ich akut suizidal war. Es war keine offizielle Zwangseinweisung, sondern eher ein Halbzwang, denn wenn mich der Arzt vor die Wahl stellte, ob ich unterschreibe, dass ich freiwillig auf die geschlossene Station gehe, oder ob ich einen FU haben möchte, habe ich mich jeweils für ersteres entschieden. Ich war noch minderjährig, aber ich wurde jeweils auf der geschlossenen Akutstation für Erwachsene untergebracht, weil es damals in Chur keine geschlossene Station für Jugendliche gab. Diese geschlossene Akutstation war auch die einzige für Erwachsene dort, es war also nicht möglich, z. B. Fremdgefährdende Patienten dauerhaft von selbstgefährdenden Patienten zu trennen. So war ich eine Gefahr für mich selbst, und manchmal waren andere Patienten auch eine Gefahr für mich. Vor allem als Minderjährige mit einer grossen Fantasie und teils mangelndem Verständnis für die Ereignisse in einer Klinik, war das sehr schlimm für mich. Bei meiner ersten Einweisung im Alter von 13 Jahren war ich überzeugt davon, dass ich mit einem Zombie im Zimmer untergebracht worden war. Rückblickend weiss ich, dass der "Zombie" nur eine Mitpatientin war, die unter sehr starkem Medikamenteneinfluss stand. Sie verfolgt mich dennoch bis heute in meinen Träumen. Später, mit 16 und 17 Jahren, war ich zwei Mal über mehrere Monate lang auf der geschlossenen Akutstation für Erwachsene untergebracht. Beides Mal war die Unterbringung bei Eintritt zwar durchaus nötig, aber nach einigen Tagen wäre die Unterbringung in einem geschlossenen Setting nicht mehr nötig gewesen. Trotzdem musste ich dort bleiben, weil keine alternative Unterbringung vorhanden war. Zu meinen Eltern konnte ich zu dem Zeitpunkt auch nicht gehen, denn die waren zu dem Zeitpunkt nicht in der Lage, mir die Stabilität und Betreuung zu bieten, die ich gebraucht hätte. Stabilität, die ich in der Zeit dringendst gebraucht hätte, habe ich jedoch auch in der Klinik nicht erfahren. Wenn es mir gut genug ging, dass ich klar denken konnte, hatte ich Angst wegen den anderen Patienten. Ich hatte oft Probleme mit dem Schlafen, aber ich habe nie nach Beruhigungsmitteln gefragt, weil ich Angst hatte, ich würde von Mitpatienten verletzt werden, wenn ich einschlafen würde. Einmal war ich sogar im Isolationszimmer. Dies geschah, nachdem ich einige Wochen auf der offen geführten Jugendstation war. Dort gab es eine Sitzung, an der mir mehrere Personen immer wieder sagten, ich müsse meine Lehre weitermachen. Ich sagte, ich wolle nicht, und so ging die Diskussion im Kreis. Schliesslich startete ich einen Suizidversuch, wurde sediert und wieder auf die "Geschlossene" gebracht. Nach vier Tagen im Isolationszimmer ging es mir soweit besser, dass man mich aus dem Isolationszimmer hätte rauslassen können, aber es hatte überdurchschnittlich viele fremdgefährdende Patienten auf der Station, sodass meine Sicherheit nicht garantiert werden konnte. Deshalb willigte ich ein, weitere 3 Tage im Isolationszimmer zu bleiben.


    Ich dachte, die Erlebnisse in Chur seien halt so, weil es Chur ist. Weil die einfach nicht die nötigen Ressourcen haben, die sie dringend bräuchten. Damals wäre es nicht einmal möglich gewesen, eine geschlossene Jugendstation einzurichten, wenn man das gewollt hätte. Es hatte schlicht keinen Platz für so etwas. Inzwischen gibt es eine geschlossene Station für Jugendliche auf dem Areal der Klinik Waldhaus, dies ist jedoch ein (mittelfristiges) Provisorium mit 5 Plätzen bis 2025.


    Ich habe mich im Frühling diesen Jahres entschieden, nochmals eine stationäre Behandlung anzustreben, dem "System Psychiatrie" nochmals eine Chance zu geben. Ich dachte, wenn ich gezielt eine Klinik aussuche und in den entsprechenden Kanton umziehe, damit es keinen Stress wegen der Finanzierung gibt, dann könnte es klappen. Ich habe mich für die Integrierte Psychiatrie Winterthur entschieden und bin in den Kanton Zürich gezogen. Diesmal war ich auf einer offen geführten Psychotherapiestation für Junge Erwachsene. Am Anfang hat es sogar einigermassen funktioniert. Dann kamen die Konflikte, die ich in einem anderen Post beschrieben habe. Ich denke nicht, dass die Integrierte Psychiatrie Winterthur per se eine schlechte Institution ist. Ich konnte auch einiges lernen. Doch leider nützt die beste Klinik nichts, wenn nicht die Ressourcen vorhanden sind, die es braucht, um erfolgreiche Behandlungen durchzuführen. In diesem Fall führe ich das Scheitern auf Personalmangel im Pflegebereich gepaart mit Profitgier zurück. Wenn eine Station zu wenig Personal hat, um für die Anzahl angebotener Behandlungsplätze eine optimale Betreuung zu bieten, warum reduziert man dann nicht die Anzahl der angebotenen Plätze? Das kann doch nicht im Sinne der Klinik sein - es sei denn, das "System Psychiatrie" füttert sich selbst, in dem aktiv dafür gesorgt wird, dass die Patient*Innen die Behandlung nie in einem in allen Bereichen verbesserten Zustand verlassen.


    Das ist jetzt eine sehr erschreckende Vermutung von mir, und ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass folgendes nur eine Vermutung ist, und ich hierfür keine konkreten Beweise habe: Wenn bei stationären Behandlungen stets dafür gesorgt wird, dass ein Teil des Patienten geschädigt wird, erhöht sich die Chance, dass der Patient sich erneut behandeln lassen muss. Im besten Fall wird eine Verbesserung in einem Bereich erzielt, während in einem anderen Bereich ein Schaden verursacht wird. Im schlechtesten Fall verzichtet die Klinik auf sämtliche Bemühungen und fügt dem Patienten nur Schaden zu. Letzteres ist auf Akutstationen, wo Patienten unter Zwang behandelt werden, eher möglich. Manchmal wird dort dem Patienten die Möglichkeit der Beschwerde verwehrt, und wenn eine Beschwerde möglich ist, glauben die Beschwerdeempfänger eher dem Klinikpersonal als dem Patienten, der möglicherweise als komplett verrückt dargestellt wird. Eine Dauersedierung, die ich in Chur bei einigen Patienten beobachtet habe, führt auch dazu, dass sich der dauersedierte Patient nicht beschweren kann, da er geistig dazu nicht mehr in der Lage ist.


    Ich finde es sehr schade, dass in der Schweiz so mit psychisch kranken Menschen umgegangen wird. Natürlich kommt dies auch in anderen Ländern vor und es ist ein Problem, dass eher zu- als abnimmt. Der Mangel an Pflege- und Betreuungspersonal verschärft das Problem zusätzlich. Trotzdem finde ich diese Zustände nicht akzeptabel, auch nicht provisorisch. Um ehrlich zu sein, habe ich aber auch keine Kraft, um etwas daran zu ändern. Ich habe keine Lust, im Alleingang irgendwelche Gerichtsverfahren oder ähnliches anzuzetteln. Eigentlich möchte ich mein Leben leben, so wie es für mich gut ist. Es ist nicht gut, wenn ich mich ständig um andere kümmere. Das tönt vielleicht hart, aber wenn ich mich um jede Krise kümmere, wer kümmert sich dann um mich? Das musste ich in den letzten zwei Jahren auf sehr schwierige Art lernen. Manchmal muss ich egoistisch sein, um funktionieren zu können. Wenn jemand anderes aber die Zeit, das Geld und die Kraft hat, wünsche ich viel Erfolg. Für konkrete Anfragen stehe ich zur Verfügung, ich behalte mir aber das Recht vor, Anfragen abzulehnen oder die Beantwortung zeitlich zu verschieben, falls ich diese nicht mit meiner psychischen Gesundheit vereinbaren kann.

  • Dein Eindruck täuscht dich überhaupt nicht: In den letzten 20 Jahren haben sich die Medizinkosten in der Schweiz verdoppelt. Psychiatrie wird im Kanton Bern mit neuen Gebäuden erweitert, z. B. im PZM, das mit Negativschlagzeilen in SRF ist. DAS sind dann objektive Wahrheiten.

    Nein, ändern kannst du nichts.

    Ich finde es klug, wenn du dein Leben selbst in die Hand nimmst. Dein Leben ist deins.


    Ich war nie psychisch krank, habe aber Zwangseinweisungen erlebt a la Meiringen und PZM. Echt, die sind nicht ganz dicht, nennen sich Psychiater und behaupten z. B. ich sei psychisch krank.


    Vor Jahren hat es einen Versuch gegeben in der USA. Psychisch GESUNDE, 26 Personen, lernten diffuse psychiatrische Diagnosen zu benennen, um stationär eingewiesen zu werden. Die Psychiatrie schickte nur zwei nach Hause. Das zeigt, dass die Psychiatrie alle oder fast alle Menschen als psychisch krank anschaut.


    Die Psychiatrie müsste psychisch gesund unterscheiden können von psychisch krank. Kann sie aber leider nicht.

    Gott gebe mir die Gelassenheit,

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  • OKOK ✭✭✭

    @lioness was wird dir denn angedreht, wenn ich fragen darf?


    Bei mir wurde bei dem Aufenthalt, den ich vor wenigen Tagen abgebrochen habe, einfach einmal eine Borderline-Diagnostik gestartet. Ohne mich vorher aufzuklären, zu informieren oder auch nur zu fragen, ob ich damit einverstanden bin.


    Ich habe jetzt schon eine Autismus-Spektrums-Störung (Asperger-Syndrom), Depressionen und Posttraumatische Belastungsstörungen. Wenn ich alle paar Jahre eine zusätzliche Diagnose aus dem ICD 10 erhalte, dann habe ich irgendwann das ganze Buch.


    Dass ich zum Autismus-Spektrum gehöre, das passt zu mir. Bei den Depressionen bin ich nicht sicher, ob das eine eigenständige Erkrankung ist oder nur ein "Symptom" vom Autismus. Ein grosser Teil meiner traumatischen Erlebnisse ist ironischerweise in der Psychiatrie entstanden.


    Ich denke, man kann Menschen auch überdiagnostizieren. Wenn die Diagnose den betroffenen hilft, zum Beispiel, weil man eine Diagnose braucht, um eine Therapie machen zu dürfen, ist das eine gute Sache. Wenn es aber nur dazu dient, den Menschen noch kränker erscheinen zu lassen, finde ich dies, diplomatisch ausgedrückt, äusserst heikel.

  • Die Psychiatrie versucht allen x Diagnosen anzuhängen. Das zu durchschauen hat mich über ein Jahrzehnt meines Lebens gekostet.


    Korrekte Diagnosen meinerseits:


    Vorgeburtliche Cerebrale Parese mit linksseitiger Lähmung, sowohl Bein wie auch Arm und Hand.

    Mit sechs Jahren: Hochbegabung

    Schule, ich kann nicht buchstabieren, aber sämtliche Lesetexte auswendig. Abklärung: Keine Legasthenie. Dasss meine Augen sehen, aber die Verarbeitung der optischen Signale nicht korrekt ist, ging unter, wurde sog. nicht bemerkt.


    Also immer, wenn meine optische Signaleverarbeitung versagte, war ich OPFER und wurde BESTRAFT.


    Mit 28 Jahren Narkosefehler, weitere cerebrale Schädigung, Jahr 1986.


    Ab 2004, Schulmedizin. Falschdiagnose zuerst Depression, dann sogar bipolar, ohne je eine manische Entgleisung gehabt zu haben. x Psychopharmaka, die Schlimmsten Benzos, Orfiril und Lithium. Jahrelang alle drei zusammen.


    Mein Gehirn verschlechtert sich sehr, ich kann Termine nicht mehr einhalten, nicht denken, dafür KRIMIS am TV gucken, ich die ursprünglich Ängstliche.


    Die Enthemmung durch Psychopharmaka ist für mich sehr gefährlich.


    Ab 2016 oder früher werde ich psychiatriekritisch, die inneren Organe, Niere und Verdauung beginnen zu versagen.


    Im 2019, streikt die Niere und die Verdauung, ich gehe auf wie ein Kugelfisch, versuche verzweifelt, mit Flüssigkeit die Verdauung in Gang zu bringen, medizin. Notfallstation, ich werde AUSGELACHT.


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    Heute bestehe ich darauf Rollstühle zu kriegen, die ich selbst bezahle, ich habe zwei Autos, eins mit Seitenlift.


    Ich bin klassische CP, die im Alter nicht mehr gehen kann. Strenge ich mich körperlich zu sehr an, stellt die Verdauung ab und die Niere, wie bei einer zu wenig trainierten Sportlerin, die schlecht vorbereitet einen Marathon läuft.


    Ich habe gute und schlechte Tage. Gestern war ich im Vergleich zu andern Tagen schlecht im Klettern, manchmal ist das viel besser.


    Ich liege viel, in der Wohnung habe ich keine Rollstühle, renne quasi von Sitzfläche zu Sitzfläche. Daneben hat alles Räder: Rollis, Autos, Wohnwagen.

    Gott gebe mir die Gelassenheit,

    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

    Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

    Und die Weisheit,

    Das Eine von dem Andern zu unterscheiden.

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