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Es belastet mich so sehr! Kopfzittern bei Aufregung/Ängste.....

Hallo ihr,

ich weiß so langsam echt nicht mehr was ich machen soll außer auf meinen Termin beim Psychiater zu warten der erst im Dezember ist.

Ich schreib einfach mal drauf los was mir gerade durch den Kopf geht..
Ich will auch einiges von der Seele schreiben. Ich entschuldige mich jetzt schon mal für den langen Beitrag und kann verstehen wenn einem die Lust vergeht...



Meine Probleme: (es sind mehrere/aber sie haben alle mit meiner Psyche zu tun!)
Seit Jahren leide ich an Ängsten. Ich fühle mich bei Menschen nicht so wohl. Ich kann mich schwer öffnen und ihnen Vertrauen. Besonders jetzt ist es richtig schlimm. Ich halte eher Abstand und das schlimme an dieser Sache ist das ich den anderen übermittle, das ich mit denen nichts zu tun haben will. Ich seh auch keine Ansätze bei irgendwem, das er sich Gedanken drüber mache was ich haben könnte. Kein anderer hat wohl dieses Problem.
Sie haben doch alles das Schubladen Denken und stufen mich nun als die arrogante Kuh ein, die mit niemanden was zu tun haben will, weil ich mich wohl für was besseres halte....
Das ist irgendwie auch blöd, weil ich das Gefühl habe das ich immer auf alle zugehen muss. Aber ich habe es oft genug getan und kann das Gefühl der Ablehung nicht mehr ertragen. Keiner versteht mich wirklich, oder kann mir helfen. Auch wenn ich mich einer Gruppe anschließe und etwas zum Thema sagen will, überhört man mich. Das passiert mir zu oft. Manchmal denke ich ob man mich wikrlich nicht versteht. Also spreche ich eine andere Sprache oder bin ich auf Stumm geschaltet? Man regisrtiert nichts von mir. Keine Reaktion..von keinem.. Als wäre ich auch nicht mal anwesend. Ich mag echt nicht mehr, wieso muss ich jedes mal auf die anderen zugehen?
Wenn dann schaffe ich sowas nur mit Alkohol, aber ich werde garantiert nicht das trinken anfangen damit es jedes mal klappt.

Das ist auch eins meiner Probleme: Ich denke zu viel drüber nach was andere über mich denken.
Was passieren könnte. Und noch viel mehr. Mittlerweile habe ich es unter Kontrolle und denke nicht mehr so viel nach. Ich bin auch glaube ich nicht mehr in der Lage zu denken, weil ich keine Kraft mehr habe.

Ich hatte auch oft genug Nervenzusammenbrüche. Habe die Welt teilweise nicht mehr verstanden. Besonders da waren die Gedanken - die in ruhigen Momenten nur wirklich Gedanken in meinem Kopf waren- stark in den Wunsch gewechselt in die Tat umgesetzt zu werden. Und zwar geht es hier um Selbstverletzung. Nur einmal beim Autofahren fragte ich mich was passiert wenn ich einfach von der Straße in ein Baum fahre. Es war nur ein kurzer Gedanke der da war und dem habe ich eigentlich keine Beachtung geschenkt. Es ist nicht einfach zurzeit in meinem Leben.

Ich habe Freunde verloren. Zumindest kann ich sie nicht mehr als Freunde bezeichnen. Sie dachten alle ich hätte Despressionen weil ich öfters mal gereizt waren. Aber wann sah man sich bitte mal? Höchstens 1x im Monat. Natürlich kann man dann schon sagen was für Probleme der andere hat. Es hat mich verletzt und wütend gemacht. Ich fand es einfach immer nur mies, weil die anderen immer so taten als gäbe es kein Problem, wenn ich mit Traurigkeit in meinen Nachrichten zu ihnen kam. Man verstand mich nie. Und deswegen dachten sie ich wäre depressiv, weil ich öfters mal gereizt war...doch das nur weil mich keiner verstand. Und immer gleich zu denken man wäre krank nur weil man andere Stimmungen hat als die anderen... Das ist doch nicht normal. Vor allem wenn man die Person nicht mal kennt. Hauptsache erst hinterm Rücken drüber reden und mich einfach stumpf drauf ansprechen. "Hey, wir alle denken du hast Despressionen" anstatt zu sagen" Hey, wir machen uns Sorgen uns ist was aufgefallen und haben das Gefühl das du depressiv sein könntest, willst du mal reden?"
Einfach mal mit mir drüber reden, wie ich fühle und denke. Das hat gefehlt. Sowas sind für mich keine Freunde.

Naja zu all den genannten Problemen: Unsicherheit beim Menschen, keine Freunde, Angst vor Menschen kommen noch Todesängste und Kopfzittern bei Aufregung hinzu....

Todesängste habe ich schon mehr als 10 Jahre circa. Als es anfing war es schlimmer. Ich lag nachts im Dunkeln im Bett und sprang schnell auf in die Sitzposition, weil ich den Gedanken im Kopf hatte, wie es wohl wäre im Sarg zu liegen. Da ist es doch auch so dunkel, dachte ich mir. Ich bekam kurz Panik und Schrie leise und kurz auf und hab angefangen zu weinen.
Das passiert nur selten, das wenn ich bestimmte Sachen über Tod höre, sehe oder lese. Dann entsteht ein sehr schneller Denkprozess. Der Gedanke es wäre bald vorbei. Und wie ist es dann, was passiert dann? Wie geht es weiter? Ich habe immer ein komisches Gefühl im Körper der sich anfühlt als würde ich innerlich erstarren und dann kommt die leichte Panik hoch.
Ich brauche dann nur kurz alles zu schütteln, und an andere Dinge zu denken dann geht es. Ich habe nur Angst das es schlimmer wird, weil es jetzt immer häufiger passiert......

Das Kopfzittern ist seit 3 Monaten schlimmer geworden. Es ist immer besonders dann wenn ich Angst vor irgendwas habe. In der Schule fällt es mir leichter das zu beobachten, weil ich ab und zu mal Streit mit einer aus meiner Klasse hatte. Nunja, ich weiß dann einfach nicht wie ich mich ihnen gegenüber verhalten soll. Ich stehe manchmal bei einer Gruppe (da habe ich ja oben schon drüber geschrieben) und seit kurzem leider kann ich niemanden wirklich ins Gesicht schauen, vor allem dann, wenn diese Person mich auch anschaut. Dann zittert mein Kopf extrem. Die ganze Schulzeit, oder überhaupt wenn ich mich beobachtet oder unwohl fühle habe ich eine Anspannung im ganzen Körper- ganz besonders im Kopf- ich muss mich ständig bewegen, fühle mich so unwohl, das ich jedesmal weinen könnte- ich fühle mich oft hässlich und unwohl in meinen Klamotten,obwohl ich sie doch gerne anhabe, Auch in meinem Lieblingsoutfit....

Jedenfalls belastet mich die Sache mit dem Zittern so sehr, das ich anfange mich zurückzuziehen. Wenn ich beim Arzt bin, muss ich mich jedes mal am Kopf oder am Ohr fassen/streichen/einfach irgendwie berühren damit ich nicht so starr rumstehe. Oder aber ich muss mit meinen Klamotten spielen, mit den Fingern was machen. Ich kann dann einfach nicht still sitzen oder stehen. Ich kann mich in bestimmten Situationen nicht entspannen(Atemübungen funktionieren leider nicht/oder beruhigende Sätze)Ich kann in der Öffentlichkeit auch nichts essen. Ich kann es einfach nicht ab wenn man mich anschaut dabei!!! Dann fange ich auch an zu zittern. Ich verdurste dann lieber mal anstatt in der Bahn einen Schluck zu trinken. Meistens wende ich mich ab, das ich nicht sehen kann, das mir wer zuschaut.

Ich weiß viele werden sagen, du hast Soziale Phobie, mangelndes Selbstwertgefühl und sowas ähnliches.
Ich weiß es ja, weil ich auch öfters mal bei Psychiatern/Psychologen war..aber leider immer nur max. 3 Termine durchgehalten habe. Nun möchte ich was ändern.
Ich lese viele Bücher und Zeitschriften über Leben lieben, Eigenschaften/Gedanken/Leben ändern
Positiver denken hilft da leider nicht.
Meine Schwester und mein Freund, das sind die einzigen mit denen ich nur kurz drüber rede.. aber das reicht auch nicht,
Einen Tag ging es mir richtig beschissen (war letzte Woche) und nun will ich endlich was machen.

Ich wollte es auch nur loswerden und kann nur hoffen das mich wer versteht und/oder mir hilft. Was ich halt noch machen könnte. Ich kann doch auch nichts anderes machen gerade außer auf den Termin zu warten...

Ganz liebe Grüße


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Antworten

  • Gibt es in Deutschland keine Notfallpsychiatrie ?
    In der Schweiz ist jeder Arzt berechtigt eine Einweisung in eine Klinik zu veranlassen .
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  • Hallo colores
    Ja das geht

    Aber wo ist das bei mir bitte ein Notfall?
    Wenn es bei mir so heftig wäre, wäre es das erste was ich tun würde.

    Irgendwie schade das dann auch welche diese Antwort als hilfreich empfanden...


  • Hallo KooKee13,
    wie alt bist Du denn?
    Ich mag Deine Schreibe, ich mag auch lange Beiträge, denn da muss ich nicht so lange überlegen, wie was gemeint gewesen sein könnte.
    Dein Posting list sich so wie ein Notfall, weil Du Begriffe wie z.B. Todesangst verwendet hast. Viele Grüße
    Daniya

  • Ich bin 24.
    Es liest sich nicht wie ein Notfall, da man ja schon rauslesen kann das mich das alles noch nicht sehr im Leben beeinschränkt.
    Ich hatte hier irgendwo auch ein bisschen auf Tipps und Zuspruch gehofft... Stattdessen kommt man nur mit Notfall Psychiatrie. Wenn es so wäre dann müsste ich hier nicht schreiben.
  • Hallo KooKee13,
    danke für Deine Antwort, so wissen jetzt alle die das lesen, dass es kein Notfall ist.

    Tipps habe ich gerade keine und Zuspruch kann ich nicht, weil ich nicht weiß, wie für Dich Zuspruch sein sollte.

    Was ich tun könnte (geht nicht sofort, habe noch was vor) wäre Dir zu schreiben, wie ich Deine Nachricht lese und evtl. wenn Du es wünschen würdest, meine Meinung oder ein paar persönliche Zeilen dazu.

    Viele Grüße
    Daniya

  • Ich Frage mich noch immer wie meine Situation ein Notfall für andere sein kann ...nur weil ich ab und zu (recht selten, aber doch immer unterschiedlich)Todes Ängste habe..
    Das kannst du gerne schreiben.
    Wozu ist man denn sonst in einem Forum wo über sowas geschrieben wird. Ich habe schon geschaut wo man mir helfen könnte und hab so langsam das Gefühl das es hier nicht der Fall sein wird. es macht mir keine Freude und es ist jedes mal schwer sich immer wieder neu zu öffnen und zu vertrauen. Mein Vertrauen ist ja nicht auch schon genug im Ar***
    Solche Sätze wie einweisen lassen hilft nicht wirklich. Dachte eher das man was zu schreibt, ob wer anders auch schon sowas durchgemacht hat.
    Mein Leben lang fühle ich mich nicht wohl hier und möchte endlich was ändern. Den Schritt zum Psychiater hab ich schonmal gemacht. Termin ist nut leider in 2 Monaten. Und ich würde gerne wissen was ich sonst noch tun könnte...


  • Hallo KooKee13,
    glaubst du an Gott?
    Gottvertrauen und Gebet helfen oft in solchen Situationen....
  • Hallo Kooke
    Ich wollte dich nicht bevormunden oder dich fertig machen ,mir scheint dein Chaos einfach gross genug zu sein das du selbst nicht herausfindest . Ein Klinikaufenthalt wäre eine Art ein TIMEOUT um dich neu auszurichten .
    Ich bin auch nicht Neuling , habe schon in einer WG mit psychisch angeschlagenen gelebt . Eine wichtige Erfahrung war das auch Medikamente (ZB Haldol) hilfreich sein können .
  • An Gott glaube ich nicht!

    Ich habe nie gesagt das ich mich fühle irgendwie fertig gemacht zu werden oder bevormundet werde.

    Ich denke ich sollte hier nicht mehr auf Tipps hoffen. Fühle mich eher noch ernst genommen, da schon wieder gleich Medikamente vorgeschlagen werden!
    Habe gelesen wofür es ist, und das ist bei mir definitiv nicht der Fall. Es ist traurig. Hier will wohl keiner helfen..dann Versuch ich es lieber woanders.trotzdem danke!
  • Hier versteht mich wohl auch keiner. Ständig kommt man an mit Medikamenten oder Klinikaufenthalten!
    Ich bin noch klar im Kopf und mache noch meine Ausbildung. Bin aufgrund einer Fuß Verletzung schon lange genug ausgefallen. Und ich will nicht noch wegen sowas fehlen. Ich würde nur im dringendsten Notfall in solch eine Klinik. Aber so warte ich lieber auf meinen Termin im Dezember. Und verbringen die Zeit bis dahin ohne Unterstützung....
  • Hallo KooKee,
    in Ordnung, Du hast Dich entschieden zu gehen. So schreibe ich jetzt lediglich noch ein Wenig, zu meinem Wohlbefinden, also um das Thema in meinem Kopf besser abschließen zu können, denn ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht und die werde ich hiermit beenden (ich werde keine Antwort mehr schreiben).

    Wenn Du magst, lies mal hier. Falls Dich das interessiert, könnte es eine gute Verständnishilfe für das Zwischenmenschliche sein und möglicherweise auch als Vorbereitung auf den Facharzttermin im Dezember dienlich. Mir persönlich hilft das sehr beim Erklärungen finden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Seiten-Modell

    Viele Grüße
    Daniya

    PS: die Erwähnung von einem Psychopharmakon (mit Namen), mit dem wohl colores eine für ihn "wichtige Erfahrung" gemacht hat, finde ich auch daneben...
  • Vorweg ei ganz dickes Lob für deinen link Daniya !!

    Das wesentliche will ich hier posten:

    Missverständigung

    Ein Mann und eine Frau sitzen beim Abendessen. Der Mann sieht Kapern in der Soße und fragt: „Was ist das Grüne in der Soße?“ Er meint damit auf den verschiedenen Ebenen:

    Sachebene: Da ist was Grünes.
    Selbstoffenbarung: Ich weiß nicht, was es ist.
    Beziehung: Du wirst es wissen.
    Appell: Sag mir, was es ist!

    Die Frau versteht den Mann auf den verschiedenen Ebenen folgendermaßen:

    Sachebene: Da ist was Grünes.
    Selbstoffenbarung: Mir schmeckt das nicht.
    Beziehung: Du bist eine miese Köchin!
    Appell: Lass nächstes Mal das Grüne weg!

    Die Frau antwortet gereizt: „Mein Gott, wenn es dir hier nicht schmeckt, kannst du ja woanders essen gehen!“[


    Ich habe mir über das Posting von KooKee13 auch viele Gedanken gemacht, insbesondere was will sie uns sagen bzw. welche konkrete Hilfe erwartet sie. Den ultimativen Tipp so dass die vielfältigen Probleme in wenigen Wochen behoben sind, hat keiner von uns.
    Aber gerade was Vorbereitung auf ein Therapeuten Gespräch angeht, habe/hätte auch ich einige Ideen. (gehabt)

    Klaus
  • Da will mir wohl keiner helfen.
    Man könnte ruhig mal klarer schreiben was ihr mit den Missverständnis/ Kommunikation meint. Ich erwarte gar nichts mehr und reagiere auf keine Antwort mehr.für mich ist die Sache hier erledigt..
    In anderen beitragen habe ich viel mehr hilfe, Verständnis und liebe empfunden.
    Hier empfinde ich nichts davon
  • Hallo KooKee,

    ich war einige Tage wenig online und hätte Dir jetzt gerne auch meine Gedanken zu der Sache geschrieben - aber das macht ja wohl keinen Sinn mehr. Ich denke allerdings, Du gibst ein wenig schnell auf. Nicht alle Leute sind immer online oder haben Zeit und Energie zu schreiben.

    Ich fand den Hinweis mit der Notfallpsychatrie überigens auch eher fernliegend und fand nicht, dass sich das aus Deinem Beitrag wie ein akuter Notfall anhörte. ABer solche Misstverständnisse sind nun auch nichts ungewöhnliches, wenn man sich nicht kennt und nur schreibst....

    Aber es ist ja gut zu lesen, dass Du an Orten den Zuspruch gefunden hast, den Du Dir wünschst.

    Beste Grüße,
    ananim
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