20-jährige schwerstbehinderte tochter schreit neuerdings laut rum, wenn ihr was nicht passt. sie läs

MyHandicap UserMyHandicap User ✭✭✭
bearbeitet 8. Apr 2021 in Kognitive Behinderungen
Wie geht man damit um? gutes zureden, schimpfen usw. hilft nicht. sie macht es auch außer haus, was die situation sehr erschwert. man weiß nie, wie sie tickt. man traut sich bald nicht mehr, irgendwo hin zu gehen. Sie hat einen 2-jährigen halbbruder. kann sie sich dort das brüllen abgeschaut haben. sie kann nicht richtig sprechen. Ansonsten ist sie gut drauf, wenn alles nach ihrer nase geht. Sie fängt an, wenn wir was unternehmen wollen, wie frühstücken, duschen, spazieren gehen etc. eigentlich gefällt ihr das ja auch. Sie geht seit september in die lebenshilfe, es scheint ihr dort zu gefallen.

Antworten

  • Guten Abend,

    Du schreibst, Deine Tochter sei "schwerstbehindert" - ich nehme an, sie hat auch ein geistige Behinderung, so dass das Problem nicht nur ist, dass sie von der Artikulation her nicht richtig spricht, sondern dass du sie auch einfach nicht fragen kannst, was los ist, weil sie dir das nicht sagen bzw. sonstwie kommunizieren könnte?

    Ich kenne solche Situationen von Menschen mit schwereren geistigen Behinderungen auch und fand es auch manchmal frustrierend, weil ich einfach nichst wusste, was ich noch machen sollte.

    Ich fürchte nur, da lässt sich aus der Ferne sehr wenig zu raten oder an Ursachen benennen. Ich habe mir einfach immer vorgestellt, dass jede/r von uns mal einen schlechten oder guten Tag hat, und wann man dann seiner schlechten Laune oder seinen Bedürfnissen nicht anders Ausdruck geben kann, schreit man halt.

    Ansonsten würde ich an Deiner Stelle versuchen, mehr oder minder systematisch zu beobachten, in welchen Situationen das passiert und ob sich irgendwie ein Muster erkennen lässt (zu laut, zu viele Leute, hungrig, durstig, langweilig, will Aufmerksamkeit, mögliche körperliche Ursachen wie Schmerzen...) und das am besten auch unter Einbeziehung anderer Bezugspersonen z. B. bei der Lebenshilfe. Vielleicht ist ja die neue Lebenssituation mit der Lebenshilfe auch einfach noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig für sie und zusätzliche Unternehmungen sind dann anstrengend?

    Wünsche gute Nerven, ananim



  • Ich glaube nicht daß es ihre Tochter ist.

    Die Posterin benutzt zwar das Wort Tochter ohne Bezug auf jemand anderes und somit geht man meist davon aus es sei dann ein Kind der Person, allerdings fehlt auch ein Bezug zur Posterin, also possesiv pron. "meine" z.B. Tochter.

    Dann vermute ich, bei "1992" im Nickname, das es sich auf das eigene Geburtsjahr bezieht. Dann wäre es mit 1992 schwierig ein so altes Kind zu haben... ;=).

    -

    Und zum Thema: Psychopharmaka -> die stellen die Menschen kostengünstig rühig.
    Nur die müsste ein Arzt verschreiben und es müsste einen Grund dafür geben was aber bei zunehmendem Schreien nicht schwierig sein dürfte.

  • Gutenmorgen Carina,..

    Herzlich willkommen im Forum,.. 😉

    Nein ich vermute nicht dass es die Pubertät ist (wobei ich mich auch irren kann), sondern schlicht ein Eifersüchtiges Verhalten zum 2 jährigem Halbbruder. Es liegen 18 J. dazwischen zu den Kindern und ein 2 J. Kleinkind benötigt nun mal mehr Aufmerksamkeit als eine 20 J. Person mit Behinderung. Die Form der Behinderung ist da nicht so ausschlaggebend. Sondern ganz andere Dinge.

    Ich vermute auch dass sich mit der Geburt vom Halbbruder, der Tagesablauf für die 20 J. sehr verändert hat. Und du schreibst dass sie in eine Lebenshilfe geht seit September. All dies sind sehr einschneidende Veränderungen. Ihr Lebensrhythmus ist heute ein ganz anderer als vor der Geburt.

    Das mit dem schreien kann übernommen worden sein vom Halbbruder umso das zubekommen oder den Wünschen Nachdruck zu verleihen. Wer meint oder sagt das Personen mit geistiger Behinderung nicht die Gefühle entwickeln können wie jeder andere der – die befindet sich in einem sehr großen Irrtum. Sie reagieren sehr sensible und nehmen Stimmungslagen/ Veränderungen schneller wahr.

    Ihr Nachteil ist zu der Behinderung das sie sich nicht gut artikulieren kann umso sich mitzuteilen. Ihre Missempfindungen werden so Ausdruck zu den Dingen, sie teilt sich mit. Leider wurde nichts dazu geschrieben weiter zur Situation wann dies Auftritt etc. Und so sind es alles nur Vermutungen die nicht wirklich Hilfreich sein werden.

    Die Ratschläge der anderen User sind gut, nur von einem ruhigstellen generell durch Medikamente halte ich nichts. Vielleicht solltet ihr euch Unterstützung durch die KK = Krankenkasse einholen zur Betreuung, so das der Ausgleich in der Betreuung geschaffen wird zur 20 J. In dem Sinne ist man mit 20 J. auch kein Kind mehr sondern eine junge Frau.

    Im Kontakt sein mit der Lebenshilfe und Nachfragen ob dieses Verhalten dort auch gelebt wird?! Wenn nicht, liegt der Grund im Häuslichen Umfeld. Nur es ist auch schwer an dem was geschrieben wurde im Beitrag sich als Fremde zu äußern. Ich wünsche euch viel Kraft, Mfg Lyn😉

  • Hallo carina1992,

    zunächst einmal herzlich willkommen in der Community! Schön, dass Du MyHandicap gefunden hast 😀
    Eine Übersicht, wie das bei uns funktioniert, bietet dieses kurze Video (selbstverständlich auch mit Untertiteln): http://www.myhandicap.de/guided-tour.html

    Du hast aus der Community schon einige gute Hinweise erhalten (vielen Dank dafür, anamin und Lyn 😀 ).

    Gern kannst Du an dieser Stelle berichten, wie es weitergeht. Wenn man den Verlauf bzw. die Umstände besser kennt, kann man vielleicht auch aus der Ferne besser helfen.

    Zunächst ein mal viel Erfolg bei der Beobachtungen der genaueren Umstände!
  • Hallo Stefan,

    StefanNRW hat geschrieben:
    Dann vermute ich, bei "1992" im Nickname, das es sich auf das eigene Geburtsjahr bezieht. Dann wäre es mit 1992 schwierig ein so altes Kind zu haben... ;=).


    Es gibt einige User, die ihren Nutzernamen in Anlehnung an die Personen wählen, die ihr Anliegen betrifft. Insofern könnte es sich bei Carina und 1992 auch um Namen und Geburtsjahr der Tochter handeln 😉

    Was Deine Theorie zur eigenen oder fremden Tochter betrifft, so kann es viele Gründe für diese sprachliche Distanzierung geben, die uns hier erst einmal auch egal sein können. Ist es doch für die Lösung der Situation irrelevant 😉
  • carina1992 hat geschrieben:
    Wie geht man damit um? gutes zureden, schimpfen usw. hilft nicht. sie macht es auch außer haus, was die situation sehr erschwert. man weiß nie, wie sie tickt. man traut sich bald nicht mehr, irgendwo hin zu gehen. Sie hat einen 2-jährigen halbbruder. kann sie sich dort das brüllen abgeschaut haben. sie kann nicht richtig sprechen. Ansonsten ist sie gut drauf, wenn alles nach ihrer nase geht. Sie fängt an, wenn wir was unternehmen wollen, wie frühstücken, duschen, spazieren gehen etc. eigentlich gefällt ihr das ja auch. Sie geht seit september in die lebenshilfe, es scheint ihr dort zu gefallen.


    Sie hat schon immer gejammert, wenn sie was nicht wollte, aber nun ist es sehr penetrant geworden. Bei ihrem Halbbruder ist sie ca. 3 mal die Woche für ein paar Stunden. Sie hat auch noch 2 Stiefgeschwister. Ihre Stiefmutter hat mal erwähnt, dass meine Tochter schon die Streitigkeiten der Kinder mitbekäme und das Weinen des kleinen Bruders. Wenn sie bei ihrem Vater ist, ist sie allerdings recht ruhig, geschweige, dass sie lauter würde. Es fing eigentlich schleichend letztes Jahr an. Das letzte Jahr in der Schule war mit vielen Veränderungen verbunden. Da hat sie schon häufiger sich geweigert. Allerdings noch relativ harmlos. Der Eintritt in die Lebenshilfe war im gegensatz dazu recht problemlos. Sie kommt immer fröhlich nach Hause und fährt morgens auch gerne los. Dieses sich laut weigern macht sie auch nur bei uns. Bei ihren Omas traut sie sich nicht.
  • Vielen Dank für die Antworten,
    da ich hier noch neu bin, kenne ich mich noch nicht so richtig aus, wie das mit den Antworten funktioniert. Habe deshalb noch was hinzugefügt. Vielleicht gibt es noch ein wenig Einblick in das Leben meiner Tochter.
  • Hallo carina1992,

    erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum!

    Du hast wirklich große Probleme. Dieses Alter ist, ob nun Pubertät oder nicht, ist eh nicht leicht. Ich kenne dies von meinen Kindern, da wird schon mal hier und da versucht zu handeln.

    Du hast bereits von den Usern sehr gute Informationen erhalten! Du hast viel von deiner Tochter erzählt. Das deine Tochter z. B. zufrieden (glücklich) in der Lebenshilfe ist.
    Du schreibst: letztes Jahr fingen die Veränderungen (bei deiner Tochter)an. Sie schreit usw. Der Übergang zur Lebenshilfe war problemlos. Bei der Oma traut sie sich nicht zu schreien. Sie kommt fröhlich nach Hause.

    Erst einmal vielen Dank für die Offenheit! Aus deinen Zeilen lese ich, dass sie nur die Probleme bei dir (in eurem Haushalt) hat. Das ist nicht böse gemeint, ich stelle mir die Frage: warum?
    Was hat sich denn im letzten Jahr bei euch verändert bzw. geändert? Es muss nicht gravierendes sein.
    Geistig behinderte Menschen haben ein äußerst empfindliches Feingefühl. Eine veränderte Stimmlage, ein neuer Ton oder oder, kann zu diesen Problemen führen.
    Setze dich einmal, mehrmals hin und überlege, was hat sich in dieser Zeit verändert.
    Schimpfen oder dergleichen bringt nur weitere Spannungen! Versuche, auch wenn es in diesem Moment schwer fällt, mit Liebe und Nachdruck dein Wunsch zu äußern.

    Wenn du keine Lösung findest, dann hole dir Rat bei der Lebenshilfe. Die Lebenshilfe kann dir andere Lösungswege zeigen.

    Wichtig ist: Ruhe im Alltag zu bewahren. Das hört sich einfach an, ist jedoch wahnsinnig schwer.

    Wenn du deine Last los werden möchtest, wende dich an uns. Wir sind für dich da!
    Wenn du Fragen hast, wende dich an uns. Wir versuchen dir zu helfen.
    Auch wenn wir dir nur Ansätze geben können, du bist nicht allein!

    Nur das Beste wünscht dir, Emmerisch
  • Dann macht wenigstens die Fenster nicht den ganzen Tag auf, das Geschrei nervt langsam man hat kaum noch Ruhe in seiner eignen Wohnung... Das heißt nicht das ich Behinderte Menschen nicht respektiere, nur möchte ich deswegen nicht mein ganzes Leben lang mit meinen Nachbarn mitleiden, dafür gibt es Einrichtungen, oder entsprechende Ausstattungen für Wohnungen.
  • steven919 hat geschrieben:
    Dann macht wenigstens die Fenster nicht den ganzen Tag auf, das Geschrei nervt langsam man hat kaum noch Ruhe in seiner eignen Wohnung... Das heißt nicht das ich Behinderte Menschen nicht respektiere, nur möchte ich deswegen nicht mein ganzes Leben lang mit meinen Nachbarn mitleiden, dafür gibt es Einrichtungen, oder entsprechende Ausstattungen für Wohnungen.


    Schon mal mit Reden statt mit Beleidigungen versucht? Ich könnte jetzt auch sagen, was mich alles nervt.... Baustellenlärm, Hundegekläff, Postboten, was weiß ich...

    Geht gar nicht.

    Jumanji
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  • Jumanji hat geschrieben:
    steven919 hat geschrieben:
    Dann macht wenigstens die Fenster nicht den ganzen Tag auf, das Geschrei nervt langsam man hat kaum noch Ruhe in seiner eignen Wohnung... Das heißt nicht das ich Behinderte Menschen nicht respektiere, nur möchte ich deswegen nicht mein ganzes Leben lang mit meinen Nachbarn mitleiden, dafür gibt es Einrichtungen, oder entsprechende Ausstattungen für Wohnungen.


    Schon mal mit Reden statt mit Beleidigungen versucht? Ich könnte jetzt auch sagen, was mich alles nervt.... Baustellenlärm, Hundegekläff, Postboten, was weiß ich...

    Geht gar nicht.

    Jumanji


    Ich weiß nicht was bei dir los ist oder ob du generell Texte nicht richtig durchliest, aber wo bitte war dort die Beleidigung? Ich sagte doch ausdrücklich ich habe nichts gegen Menschen mit Behinderungen. Bei dem Thema sind alle so sensible und meinen man müsste sofort alles ertragen nur weil jemand ein Handicap hat und hat ruhig zu sein, nur habe ich auch ein Leben und ich bin nicht der einzige den es massiv stört. Meine Nerven sind auch nicht die besten und das zählt vielleicht nicht als Behinderung aber ich kann mich weder auf mein Studium konzentrieren noch auf irgendetwas anderes wenn ich das Geschrei höre.
    Reden? Genau das tue ich doch hier weil ich die Familie nur vom sehen kenne und nicht mal weiß wie Sie mit Nachnamen heißen.
    Warum ich den Post nach 3 Jahren ausgrabe? Weil es gerade aktuell ist und ich mir 100% sicher bin das es ihre Tochter ist die den ganzen Tag schreit. Ich verstehe die schwere Situation und auch die Tragik dahinter, nur scheinen manche Menschen zu meinen alle müssten mit Ihnen mitleiden, es gibt entsprechende Ausrüstungen für die Wohnungen oder Einrichtungen dafür!

    Was für mich gar nicht geht sind falsche Behauptungen Jumanji , denn ich habe niemanden beleidigt!
  • Offensichtlich hast du es mit Reden NICHT versucht. Wenn dich das Geschrei (verständlicherweise) seit 3 Jahren nervt, da du hinter dem alten Threadersteller deine Nachbarn vermutest, dann hättest du doch schon lange rausfinden können, wo es her kommt, dich in der Nachbarschaft umhören können, um welche Nachbarn es sich handelt und klingeln...

    Offensichtlich ist das von dir aber überhaupt nicht gewollt und dein Beitrag hat einfach nur etwas von Stänkern.

    Zudem....

    Ich habe auch mal Lärm produziert, weil ich viele Pausen benötigte um mein kleines Stück Rasen zu mähen. Im letzten Anlauf stand dann auch ein genervter Nachbar in der Türe, der dummerweise auch noch Nachtdienst hatte. Ich konnte ihn durchaus verstehen, aber anbrüllen lassen habe ich mir in dem Moment verbeten und ihm angeboten, wenn er der Meinung ist, dass es ihm nicht schnell genug geht, dann möge er es übernehmen. Dann wäre ich schneller fertig und er könnte schlafen gehen.

    Ich selber habe auch Jahre im Schichtdienst gearbeitet und wenn Nachbarn mir auf den Sack gingen, dann musste ich entweder mit denen sprechen, ob Rücksichtnahme möglich ist, wenn nicht, Ohropax und Fenster zu. Denn für meinen Dienstplan kann keiner was.

    Nur weil ein Kind, Partner, alter Mensch schreit, ist das KEIN GRUND ihn in eine Einrichtung zu geben.

    Jumanji
  • Google mal nach dem Begriff "Schreibaby"
    Es gibt für Schreibabys eigene Therapeuten und Einrichtungen, wo man um Hilfe fragen kann.

    Natürlich ist deine Tochter mit 20 kein Baby, auch wenn sie behindert ist.
    Aber vielleicht helfen die Therapien, die man bei Schreibabys anwenden kann auch bei deiner Tochter?
    Einen Versuch wäre es wert.
    Ich würd mit solchen Spezialisten mal reden.
    Kann natürlich sein, dass die dich wegschicken.


  • Hallo,

    wer lesen kann ist klar im Vorteil....

    Die Frau, die Probleme mit ihrer Tochter und dem schlimmen Schrei hat(te) und den Thread vor drei Jahren eröffnet hat, heißt Carina1992 und nicht Jumanji!!!

    Wenn du mir jetzt noch meine 20jährige Tochter vorstellen könntest, wäre das grandios.Ich habe hier nämlich noch kein Kind gesehen, geschweige denn erwachsenes Kind. Die Gründung einer Familie ist mir verwehrt geblieben.

    Wenn du den Eingangspost gelesen hättest, dann hättest du allein schon in der Überschrift gelesen, dass dieses erwachsene Kind seine Mutter zur Weißglut bringt und sie wird nichts unversucht lassen, die Situation für ihre Tochter, für sich und auch für die Nachbarn zu ändern!

    Von daher brauche ich deinen Vorschlag nicht umsetzen und mich mit Schreiambulanzen, psychiatrischen Kliniken und anderen Dingen auseinandersetzen.

    Dein Verhalten hier ist definitiv unterste Schublade und es ist echt faszinierend, was du alles aus meine wenigen Worten rausholst. Ich werde hier die Diskussion auch beenden und mich wieder meinem Motto hingeben, was ich leider verlassen hatte,..

    Don´t feed the Troll.

    Jumanji

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