auswandern?

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hallo,

ich bin schwerbehindert und möchte gerne meine letzte zeit in Vietnam verbringen und auswandern, aber zuerst sollte es nur eine probe sein, da ich auf jeden fall Deutschland vermissen werde, finanziell sollte ich auch gesichert werden und eine pflegestation, wie meine Diakonie, wäre dort auch angebracht.

kennt sich da jemand aus und kann mir da weiterhelfen?

Liebe Grüße Luan

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  • MyHandicap User
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    Guten Aben Luan,..

    ich habe mich auch mit diesem Gedanken getragen und viel gelesen dazu. Allerdings habe ich es am Ende nicht umgesetzt und bin in D geblieben.

    Das wichtigste ist DRV informieren, die KK = Krankenkasse , Pflegekasse und Träger von denen du sonst noch Leistungen beziehst. Du hast nichts dazu geschrieben, leider. Abklären solltest du ob die Leistungen dort auch bewilligt werden in dein Wahl Land und zu welchen Konditionen, und das du dort weiterhin versichert bist. Bei einigen Länder muss man sich zusätzlich Auslands - versichern.

    Dann solltest du schauen ob du zu Leistungen die du heute bekommst z.B. bei Hilfsmitteln, ob du in Vorleistung gehen musst. Es könnte ja mal etwas kaputt gehen und dann benötigst du einen Ersatz. Die einzelnen Träger können dich auch dazu beraten, wie die DRV = Rentenkasse. In einigen Ländern muss man auch eine Kürzung der Rente hinnehmen, ob dies zutrifft weiß ich nicht. Solltest du unbedingt erfragen, nicht das dir dein jetziges Einkommen nicht reicht. Ich wünsche dir das du das zu deinen Bedürfnissen findest, - Mfg Lyn 😉

  • Hallo Luan

    Wie gut kennst Du dort Land und Leute? Wie viele Male warst Du schon in Vietnam gewesen? Und wenn ja, kennst Du die Region gut in die Du hinziehen willst?
  • MyHandicap User
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    Hallo zusammen 😆

    also ich beziehe 1. Von der Deutschen Rentenversicherung. dann 2 von der Krankenkasse, die Pflegestufe 1 und die Diakonie hilft mir im sozialen Bereich
    3. dann mir noch das Bezirksamt, muss ich denn alle erstmal anfragen?

    was bedeutet denn Vorleistung? und wie kann ich mich auslandversichern?

    Das Land kenne ich sehr: In Ordnung, meine Eltern sind Vietnamese und als sie her kamen, kam dann ich auf die welt, auch wenn ich die sprache nicht sehr gut kann,
    will ich es probieren.

    LG Luan
  • MyHandicap User
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    Hi Luan

    Ich bin ja gerade erst wieder aus dem Urlaub zurück, allerdings nur 15 Tage Bali. Aber wie in jedem Urlaub denke ich daran mal in Asien 3-4 Monate zu überwintern, d.h habe ich mir so einige Gedanken wg. Auswanderung gemacht.

    „also“

    Die Alters- oder volle EM-Rente wird weltweit ohne Abzüge überwiesen, vorausgesetzt du hast die dt. Staatsangehörigkeit. Die sogn. „Arbeitsmarktrente“. Also volle Rente auch auf Grund des verschlossenen Arbeitsmarktes wird nicht bzw. nur zur Hälfte überwiesen.
    Falls du zu deiner EM-Rente ergänzend Grundsicherung vom Sozial/Bezirk/Grundsicherungsamt oder wie immer das heißt, sieht es schlecht aus. Grundsicherung fällt bei längerem Auslandsaufenthalt komplett weg. Längerer Aufenthalt heißt: 4 Wochen Urlaub ist ok, 3-4 Monate geht nicht. Da gleiche gilt für Wohngeld/Mietzuschuss.
    Beim Pflegegeld muss man unterscheiden ob innerhalb oder außerhalb der EU. Innerhalb der EU gibt es Sonderregelungen, außerhalb der EU gibt es kein Pflegegeld mehr. Dies gilt auch dann, wenn du deine Beiträge in D weiterhin bezahlst.
    Krankenversicherung Außerhalb der RU bist du ja nicht mehr krankenversicherungspflichtig. Bei 3-4 Monate überwintern würde ich sie in D einfach weiterlaufen lassen. Arzt oder gar Krankenhausrechnungen werden au Vietnam aber nicht bezahlt. Bei einem Daueraufenthalt macht das natürlich keinen Sinn. Hierfür gibt es spezielle Auslandskrankenversicherungen (nicht verwechseln mit der Auslandsreisekrankenversicherung) z. Bsp beim ADAC

    https://www.adac.de/_mmm/pdf/Langzeit_Prodinfo_804.pdf

    Problem dabei sind Vorerkrankungen, ebenso Hilfsmittel (Rollator/Rollstuhl/Orthesen usw.). Zudem werden die Prämien im fortgeschrittenen Alter recht happig. Vor allem als private Versicherung müssen die nicht jeden nehmen und tun es auch nicht. Ich habe mal bei der thail. Bupa-Versicherung angefragt. Obwohl ich weder pflegeabhängig noch erwerbsgemindert bin sonder „nur“ querschnittgelähmnt hätten de mich nicht genommen. D.h ich sehe keine Chance eine Versicherung zu finden, die einen pflegeabhängigen, schwerbehinderten EM-Rentner nimmt. Je nach Alter/Gesundheitszustand würde ich mir aber 3-4 Jahre ohne Krankenversicherung zutrauen, allerdings sollte dann ein fünfstelliger Betrag auf der hohen Kante liegen.

    Visum bzw. Aufenthaltsgenehmigung ist auch noch ein Thema. In Vietnam kenne ich mich nicht aus. In Thailand ist eine Jahres-Daueraufenthalsgenehmigung relativ einfach. Voraussetzung: 1. Alter über 50. 2. Fester Wohnsitz in Thailand 3. Monatliche Rente von 1600€ oder 20 000€ auf einem thail. Konto. Wobei mischen geht, d.h 800€ Rente und 10 000€ auf dem Konto klappt auch.

    Auf jeden Fall: Rentenversicherung, Krankenversicherung (wg. dem Wegfall des Pflegegelds), wie auch dem Bezirkamt/Grundsicheungsamt (wg. Wegfall der Grundsicherung) unbedingt vorher Bescheid sagen. Das Prinzip „ich bin dann mal weg“ wird zu größten Problemen inkl. Anzeige führen.
  • MyHandicap User
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    Hallo luansoul,

    Du hast aus der Community schon einige gute Hinweise erhalten (vielen Dank dafür, Leute 😀 ).

    Bei weiteren Fragen wende Dich gern jederzeit wieder an mich oder meine Kollegen oder die Community. Wir alle hier freuen uns, wenn wir helfen dürfen 😀
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