Wo beantragt man Kostenübernahme für Hausumbau?

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Hallo zusammen,

mein Vater hatte einen Schlaganfall im Rückenmark und ist sein 4 Monaten querschnittsgelähmt. Momentan ist er in einer Klinik, kommt aber bald nach Hause. Das Haus ist noch nicht abbezahlt und muss behindertengerecht umgebaut werden. Und da fangen schon die Probleme an. Krankenkasse sagt, meine Eltern habe eine Immobilie, also sollen die selbst zuschauen wie sie das Haus umbauen, finanzielle Hilfe gibt es in diesem Fall nicht. Stimmt das??? Irgendjemand muss doch in solchem Fall helfen. Ein weiteres Darlehen ist meinen Eltern nicht zuzumuten. Wer kennt sich da aus? Wo kann man sich Unterstützung holen?

Antworten

  • Hallo Irischa,

    herzlichen willkommen in unserem Forum.

    In unserem Artikel Finanzielle Hilfe beim barrierefreien (Um)bau findest du schon einmal wichtige Antworten zu deiner Frage:
    http://www.myhandicap.de/barrierefrei-bauen-foerderung.html

    Wenn du uns noch mitteilst, aus welcher Stadt bzw. Umgebung du kommst, können wir schauen, welche Ansprechpartner es Vorort gibt.
  • Guten Abend Irischa,..

    sei uns herzlich willkommen im Forum.

    Leider hast du nicht das Alter geschrieben und wodurch es zu der Schädigung kam etc. Denn vorab muss geprüft werden wer die Zuständigkeit hat in der Versorgung für deinen Vater.

    Ganz so einfach ist es nicht wie es die KK in der Aussage trifft. Stelle einen Antrag auf Pflegestufe bei der zuständigen KK = Krankenkasse. Dies wird dann geprüft durch den MdK der KK = der Krankenkassen.

    Und ich bin mir sicher das dein Vater eine Pflegestufe bekommt, denn so wie du schreibst ist das Haus nicht behindertengerecht in der jetzigen Situation zum Vater. Mit der Pflegestufe kann dann ein Antrag auf Umbau gestellt werden, im Bad oder zum Eingang etc.

    Pflegestufe !

    http://www.pflege-abc.info/pflege-abc/artikel/mdk.html

    Wünsche gute Besserung,Mfg Lyn


  • Die ist wie stark Er eingeschränkt ? Unser Haus wäre so gesehen Behinderten gerecht aber nicht Barrierefrei.Das ist ein riesen Unterschied.Da fängt es an,hat Er eine Pflegestufe dann kann man ca2500 Euro von der Pflegekasse für Wohnraum anpassung bekommenReicht eventuel für eine ebene Dusche,komme mit normalem Waschbecken zurecht,rasiere mich mit einem montierten Schminckspiegel.Toilette ist bei mir auch normal ohne Griffe .Das ist ein Faktor den ihr vorher wissen müsst Grffe bekommt man von der KK wenn verordnet vom Artz,optimal wenn man weis wie die heissen wo mann möchte und am besten noch mit Hilfsmittelnummer.Sollte man für aussen eine Rampe brauchen geht das auch über die KK länge und am besten auch Hilfsmittel NR,6% pro Meter sind Din,bei mir ist es steiler bin ja auch schon umgezogen und habe die alte Rampe montiert.Elektrisches Bettgestell Höhenverstellbar plus Dekubitus Matratze,das Gestell geht in eine Hälfte von einem normalen Ehebett,ein spezielles Pflegebett ist nicht nötig.Ach ja die Dekumatratze sollte einen Inkontinenzbezug haben,Gestell und Matratze könne vieleicht auch in der Reha verordnet werden.Im Behindertenausweis sollte wenn möglich AG,H,RF und b drin stehen sollte man auch von der Reha aus machen können haben zumindest die bei mir im der Reha gemacht.Wenn Dein Vater letztes Jahr noch gearbeitet hat kann und die Querschnittlähmung im letzten Jahr festgestellt haben kann Er alle Steuer wieder bekommen.Wenn der Medizienische Dienst wegen der pflegestufe vorbeischauen,dann sollte Er nichts selber können und Psychisch total im Eimer.Keien tür selber aufmachen nichts kein allein kathetern nichts.Beantragt sollte eh Pflegestufe 3 nicht einfach nur Pflegestufe runter geht das von allein.Erstmal genug mir raucht der Kopf.LG Erich
  • Hallo Steffen, Lyn und Magic,

    vielen Dank für eure Zuschriften! Ehrlich gesagt, hatte ich schon Angst, dass sich keiner meldet. Momentan stehe ich vor ganz vielen verschlossenen Türen, was Behörden angeht und es ist total entmutigend.

    Mein Vater ist 57 (ich bin 34). Er wohnt in Lippstadt, NRW. Mein Vater hat des Öfteren über Rückenschmerzen geklagt, der Arzt hat aber immer gesagt, es sind Verschleißerscheinungen, da er körperlich gearbeitet hat. Im Oktober letzten Jahres hatte er wieder starke Rückenschmerzen gehabt und auf einmal meinte er, er spürt seine Beine nicht mehr. Daraufhin folgten 2 lange Wochen mit diversen Untersuchungen. Er war in der Zeit in 5 verschiedenen Krankenhäusern. Dann hieß es, es war ein Schlaganfall im Rückenmark, da ist nichts zu machen. Wenn er Glück hat, kann er irgendwann mit Gehhilfe sich fortbewegen. Seit dem befindet sich mein Vater in einer Klinik in Bad Wildungen. Als er für ein Wochenende nach Hause dürfte, haben wir erst gesehen, was für Probleme er zuhause hat. Es fängt mit dem Eingang an, da braucht er eine Rampe, da vor der Tür 4 Stufen sind. Ebenfalls muss eine neue Dusche / WC eingebaut werden und ein Lift damit er in die erste Etage ins Schlafzimmer kommt.

    Momentan hat mein Vater nur einen Behindertenausweiß, Pflegestufe wurde beantragt. Ich weiß aber noch nicht welche er bekommt.

    Vielen Dank euch allen!

    Viele Grüße
    Irischa


  • In der WWK müssten die auf alles eine Antwort haben.Hat Er einen Aktivrollstuhl.Fakt ist ihr braucht Geld frag das mit der Steuer nach,denn die brauchen ja auch immer lange.4Stufen müssten um die 60cm sein,wäre Theoretisch ginge auch weniger wenn man fit ist.Muss es eine Rampe sein oder wäre es besser den Weg schräg anzuheben?Vieles ist schwierig aus der Ferne zu beantworten.Bei den Aufzügen gibt es einige Lösungen,mein Favorit ist ein Aufzug der an der Decke von Treppe und so befestig wird,am Rolli wird eine Grosse Schlaufe um die Griffe gelegt und vorn 2Schlaufen an den Seiten.LG Erich
  • Was ist WWK?

    Mein Vater meint, er kommt auch mit einer Raupe die Stufen hoch. Aber ich weiß nicht ob so eine Raupe tatsächlich gut ist.

    Von so einem Aufzug der an der Treppe von der Decke befestigt ist, habe ich auch schon gehört. Momentan versuchen wir eine günstige Variante zu finden. Habe auch schon einen Tipp für eine Firma bekommen, die solche Aufzüge baut. Leider gehts nach wir vor ums Geld 🙁
  • StefanNRW
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    Ich denke dass Beste wäre leider, wenn dein Vater das Haus verkauft
    und in eine Wohnung zieht.

    Es ist zwar nicht prickelnd.

    Aber ein Haus zu unterhalten was nicht abgezahlt und noch umgebaut werden
    muss ist schwierig.

    Ich kann verstehen dass sowas eine Aufgabe einer Lebensleistung bedeuten
    würde nur wenn er versucht daß Haus zu halten würdest du höchstwarscheinlich
    nur sehr viele Schulden und keine nette Immobilie erben.

    Außer du selbst hast Mittel bzw. gutes Einkommen um das Objekt zu halten.
  • Über Verkauf des Hauses haben wir auch schon gesprochen. Momentan weigern sich meine Eltern, verständlicherweise, ihren Traum vom Eigenheim aufzugeben. Zwingen kann ich und will ich sie nicht...
  • Hallo Irischa,

    wenn eine Pflegestufe bewilligt ist, könnt Ihr für Umbaumaßnahmen (z. B. behindertengerechter Badumbau) einen Zuschuss von 2.550 Euro von der KK erhalten.

    Zinsgünstige Kredite für Umbaumaßnahmen gewährt auch der Staat. Wendet Euch an die für Euch zuständige Stadtverwaltung/Kreisverwaltung.

    Dinge wie Rampe, Treppenlift, Rollstuhl und andere Gehhilfen fallen ohnehin unter "Hilfsmittel" und sind im Bedarfsfall von der KK zur Verfügung zu stellen. Solche Sachen laufen über normale Rezepte.

    Es wäre doch schade, wenn Deine Eltern das Haus verkaufen müssten. Die Aussage der KK, wenn man eine eigene Immobilie hat, soll man zusehen, wie man sie umbaut und es gäbe keine finanzielle Hilfe, ist eine bodenlose Frechheit; da war scheinbar wieder eine Pappnase nicht richtig informiert.

    Viel Glück bei allem.
    Lieben Gruß
    😉
  • WWK Werner Wicker Klinik.
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