Replik auf einen Inklusionsantrag der Fraktionen der SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in NRW

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    Lieber Dr. Rensinghoff, Hallo Leute,

    Ich finde auch eine Integration um jeden Preis sollte es nicht sein.
    Die meisten Behinderten merken, wenn sie nicht mithalten können oder als "Exot" in der Klasse sind.
    Es scheint es geht wieder nur ums Sparen, rudimentäre Bildung in der Regelschule spart weitere Förderung und dann bei wem es geht in die WfB.
    Sie haben Recht das ist noch inhumaner, als das andere System, weil der/die Behinderte danach auf die Behinderteneinrichtung umgestellt werden muß, was dann noch schwieriger ist.
    Wenn man es mit der Inklusion und Integration ernst nehmen würde, wäre das in jeder Schulart bzw. auch Berufsausbildung möglich.
    In der Stiftung Pfennigparade in München Realscule und FOS wird der umgekehrte Weg seit Jahrzehnten gegangen, Körperbehinderte und Blinde sowie Nichtbehinderte werden gemeinsam unterrichtet in Klassen von max 13 Leuten mit Schwerpunkt auf die Behinderten.
    Wünschenswert wäre ein durchlässiges System zwischen Schulen in Behinderteneinrichtungen und Förderung an Regelschulen mit sonderpäd. Förderbedarf und Zeitverlängerungen bei Leistungen.

    Um das in den Regelschulen umsetzen zu können, bräuchte man dann kleinere Klassen, was auch vielen schwächeren Nichtbehinderten zu Gute kommen würde, weil mehr nachgefragt werden könnte und besser auf Defizite reagiert werden könnte.
    Weiter denkbar wäre wie in einigen Ländern Skandinaviens auch eine 2. Kraft, zudem haben in einigen dieser Länder alle Lehrkräfte automatisch auch eine verpflichtende sonderpäd. Zusatzqualifikation.

    Das Wahlrecht der Betroffenen und Angehörigen ist wichtig, weil so der/die Behinderte am ehesten seine/ihre persönliche Mitte findet.
    Durch die Durchlässigkeit wäre es außerdem gegeben darauf zu reagieren, wenn es im Regelsystem nicht klappt.

    Ich selbst bin körperbehinderte Soz.Päd.(FH), die das zusätzlich qualifizierende Sonderpäd. MA in München aufgrund finanzieller Probleme und Studiengebühren nicht mehr ganz beenden konnte.

    LG

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