Von den Nachbarn verpottet

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Hallo

Habe zwei geistig Behinderte Söhne . 19 Jahre, er ist 60% und der andere 17 Jahre 80%.Sind beide sehr lebhaft.Muß sie aber leider hier in der Wohnung sehr ruhig halten.Wenn sie Krach machen meckern die Nachbarn.Dann kommen solche Sprüche wie "eh Asi haste deine Blagen nicht im Griff,sind doch wohl alt genug".Sie selber haben ein 4 Jähriges Kind,das darf Krach machen ! Oder wenn der Bulli Morgens kommt um sie abzuholen."Ach jetzt kommt der beknackten Bulli"Wir Drei können nicht mehr.Gehe auch nur zum arbeiten noch aus dem Haus.

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  • MyHandicap User
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    Hallo Eva,


    Deine Geschichte hört sich sehr traurig an. Dir einen Rat zu geben ist schwer, ohne mehr über die Vorkommnisse und die Umgangsformen in Deinem Haus zu wissen. Die MyHandicap Redaktion hat einen Psychologen, Tim Glogner, den Du jeder Zeit kontaktieren kannst. Ich kann mir gut vorstellen das Dir ein gespräch mit ihm helfen könnte.

    http://www.myhandicap.de/mitgliederprofil.html?&no_cache=1&tx_datamintscommunity_pi1[userquery]=Tim&tx_datamintscommunity_pi1[user_id]=835

    Ich kann Dir nur sagen, daß so wenig Toleranz geistig behinderten Jugendlichen gegenüber leider öfter vor kommt. Traurig ist auch, daß einige Eltern ihren Familienurlaub außerhalb der Schulferien nehmen müssen, weil sie mit ihren behinderten Kindern in der Hauptsaison in Hotels etc. nicht willkommen sind. Es ist sehr traurig wie die Gesellschaft bei und mit Menschen umgeht, die anders sind als der Durchschnitt. Um so größer ist mein Respekt für Dich, weil Du versuchst Dich nicht unter kriegen zu lassen. 😉

    Liebe Grüße
    Karin

    P.S.: Tim ist gerade im Urlaub und er ist nur 2x pro Woche in der Redaktion, aber wennn Du ihm schreibst, wird er sich zuverlässig bei Dir melden.
  • MyHandicap User
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    Hallo Eva, 😛

    ich möchte dich auch erst ganz herzlich willkommen heißen.

    Es ist sicher sehr schwer für dich, die Nachbarn gegen dich zu haben.
    Als allererstes würde ich dir empfehlen Bemerkungen zu ignorieren, denn nur wenn du reagierst freuen sie sich.

    Mach ein nettes Gesicht, und lächle dabei. Falls sie sich über die Lautstärke beschwert, dann sag ihr, das ihr Kind auch nicht nicht leise ist.

    Ganz liebe Grüße von Marianne
  • MyHandicap User
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    Hallo Eva,

    hast du schon den Kontakt zu deinen Nachbarn gesucht?
    Rede mit ihnen, erklär ihnen eure Situation.
    Komm dabei nicht mit Argumenten, wie "Ihr Kind schreit auch" auch "der und der macht auch Krach", sondern konzentrier dich ganz auf eure Situation. Sag, dass ihr euch bemüht, möglichst leise zu sein, dass es aber manchmal vielleicht nicht so gut klappt.
    Versuch dich auch in die Situation der Nachbarn hineinzuversetzen. Versuch auch für sie Verständnis zu haben.

    Wenn du mit deinen Kindern unter Tags rausgehst, dass sie sich austoben können, dann sind sie vielleicht zuhause auch ein bisschen müder und nicht mehr ganz so lebhaft. Machen deine Söhne Sport? Mal ganz abgesehen davon, dass sie sich dabei auspowern können und ihnen Sport sicher gut tut, sind sie in der Wohnung dann ausgeglichener und ruhiger.
    Nur noch zum Arbeiten aus dem Haus zu gehen, ist genau falsch. Verlasst die Wohnung so oft wie möglich. Wenn die Kinder den ganzen Tag im Haus sind, werden sie noch unruhiger.

    Also... geht bitte mit Optimismus ins neue Jahr!
    Versucht euren Nachbarn näher zu kommen.

    Und wie Karin schon geschrieben hat, ab Montag 10.1.2011 ist unser Psychologe Tim Glogner wieder im Haus. Melde dich bei ihm, wenn du mit ihm sprechen möchtest:
    tim.glogner(at)myhandicap.de

    Liebe Grüße von
    Michaela
  • MyHandicap User
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    Vielleicht ist das keine grosse Hilfe . Ich möchte nur erwähnen das es in der Schweiz ein Gerichtsurteil gibt nachdem ;Kinderlärm ; nicht als Ruhestörung geltend gemacht werden kann .
  • MyHandicap User
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    Hallo colores,

    das läuft in Deutschland leider viel zu oft anders. Ich erinnere mich noch gut an eine WG in Köln mit geistig und körperlich behinderten Jugendlichen. Weil sich die Nachbarn gestört fühlten, verordnete das Gericht feste Zeiten, an denen sie ihren Garten benutzen durften.

    Oder ein Kindergarten der in der zweiten Jahreshälfte 2010 schließen mußte, weil den Nachbarn die Kinder zu laut waren. Die nahe gelegene Hauptstraße, die weit lauter war als die KITA, wurde als akzeptabel eingestuft.


    Mehrmals schon wurden eine KITA's vom Gericht dazu gezwungen, einen sehr langen und sehr hohen Lärmschutzzaun an zu bringen, der die Sicht auf die Umgebung total versperrt.

    🙁

    Karin
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