Behinderte Menschen - medienwirksam?

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Immer wieder lese ich von Verena Bentele. Die vermarktet sich richtig gut. Oder wird vermarktet. Die klettert Hauswände runter, ist in Talkshows, bei Diskussionen....
Gut oder schlecht?
Ich finde sehr gut!
Wenn mehrere Sportler oder auch Schauspieler, etc... mit Behinderung so in den Medien präsent wären, dann würden Menschen auch Hemmungen verlieren, bzw die Leistungen zB der Paralympicssportler noch mehr zu schätzen wissen.

Antworten

  • Hallo LeniU,

    ich denke es ist so wie bei jeder anderen Persönlichkeit in den Medien, wenn das Maß der Auftritte stimmt ist es positiv, bei einer übermässigen Repräsentanz wird man es schnell überdrüssig und schaltet schnell um oder aus.

    Kennst Du Florian Sitzmann?

    Ein beidseitig Beinamputierter Mann hat sein Weg aufgeschrieben:

    Der halbe Mann - Dem Leben Beine machen

    interessant.

    lg Cross
  • Cross hat recht, finde ich......Eine verstärkte Präsenz wäre nicht schleecht, aber zu viel darf es nicht sein....
  • Hallo Zusammen,

    ich bin ja auch für mehr Medienpräsenz. Aber anders als es bisher üblich ist. Es werden immer nur Höchstleistungen dargestellt oder viel Mitleid dargestellt. Mir würde es gefallen wenn die Medien mehr über unsere Altagskompetenz berichten würden. Wenn die Zuschauer sehen könnten wie "normal" unser Alltag dank Hilfsmittel und/oder Assistenz sein kann, wäre dies ein wertvoller Beitrag zum besseren Umgang miteinander.

    Gruß Karin
  • ich seh das auch so, karin;

    denke mal, dass sich beiträge die auf die tränendrüse drücken (indem sie leid oder aber höchstleistungen darstellen), tendenziell besser vermarkten, leider :/
    mehr medienbeiträge über 08/15-menschen wie "du und ich" würden mich auch freuen.
  • das stimmt karin mit beiträgen, wo es um die armen behinderten oder beiträgen von so erfolgreichen die trotz behinderung das und das schaffen werden wir schon fast überhäuft. aber beiträge wo es darum geht, wie behinderte ihr oeben meistern trotz einschränkung und vor allem was die gesellschaft dafür leisten kann, sind rar............
  • Hallo,

    also ich finde es wichtig, und es wäre ein Wunsch von mir, das man im Fernsehen mehr behinderte Leute sehen würde. Somit haben die nichtbehinderten, mehr Bezug auf uns, uns lernen zu verstehen das wir auch Menschen sind, die keine ansteckende Krankheiten haben, sondern Menschen, die einen anderen auch was lernen können.

    Mir fällt immer auf wenn die Pharaolympik ist, das man sehr sehr wenig im Fernsehen darüber mitbekommt. Aber wenn AUtorennen ist oder Fussball oder Skispringen, dann sieht und hört man ständig was.

    UNd ich finde, dass ist sehr schade, und macht mich sogar ein wenig trauwig.

    Grüsse
    Makkal

  • Makkal hat geschrieben:
    Hallo,

    also ich finde es wichtig, und es wäre ein Wunsch von mir, das man im Fernsehen mehr behinderte Leute sehen würde. Somit haben die nichtbehinderten, mehr Bezug auf uns, uns lernen zu verstehen das wir auch Menschen sind, die keine ansteckende Krankheiten haben, sondern Menschen, die einen anderen auch was lernen können.

    Mir fällt immer auf wenn die Pharaolympik ist, das man sehr sehr wenig im Fernsehen darüber mitbekommt. Aber wenn AUtorennen ist oder Fussball oder Skispringen, dann sieht und hört man ständig was.

    UNd ich finde, dass ist sehr schade, und macht mich sogar ein wenig trauwig.

    Grüsse
    Makkal


    Makkal, mich macht das genauso traurig wie Dich. Was wäre es schön wenn mehr darüber geredet werden würde das wir ganz normale Menschen sind. Genauso normal, wie Mensche mit Gibsbein. Ich würde es auch begrüßen wenn Filmrollen, in denen es um Menschen mit Behinderung geht, von Betroffenen gespielt werden. So wie bei dem alten Vorstadtkrokodile Fim ein echter Rollifahrer die Hauptrolle spielte. Ich war ziemlich entäuscht als ich sah, daß für die Neuauflage des Films ein gesunder Junge in den Rolli gesetzt wurde. Das ist nicht richtig. Es gibt genügend talentierte Rollikinder die diese Rolle hätten spielen können.
  • @ Karin

    ich danke Dir, ganz deiner Meinung

  • surfer
    Optionen
    Hallo Leute,

    Ich sehe das auch so wie Karin, entweder werden sportliche Höchstleitungen mit Happy Event Charakter dargestellt oder auf die Tränendrüse gedrückt. Es fehlt das gesunde Mittelmaß aus dem tatsächlichen Alltag als Gesamtspektrum.
    Versucht wird das nur beim Kleinstsender Arbeitsgemeinschaft Behinderte in den Medien (ABM) München, aber bei der Reichweite und dem Bekanntheitsgrad...
    Aber alltägliches bringt halt keine Quote, das bringen nur die Extreme.

    Gruß

    Surfer

  • Die Normalitaetssucht mit Behinderungsnegierung einer Elite Behinderter (bis hin zum Streben nach Vollzeitarbeit trotz massiver Ueberforderung) hat fatale Folgen fuer die Masse der gegen ihre Ueberforderung (in germanofonen Gebieten vergeblich) kaempfenden Behinderten.

    Einer grossen Unfallversicherung mit eigenen Kliniken (ein Unding; eine Versicherung hat zu versichern und nicht tendenzioese "Behandlungen", die der Maximierung des Rentenklaus statt der Optimierung des Wohlbefindens dienen, zu applizieren) fiel mal ein Exfremdenlegionaer in die Haende, der wegen der Konditionierung zur Selbstaufopferung fuer die Grande Nation trotz massivster Behinderungen zur Vollzeitarbeit nachkonditioniert werden konnte. Der diente nun als Massstab fuer alle anderen Behinderten: Zuerst Vollzeitarbeit und dann Druck zu ueberfordernder Dauerhochleistung trotz massiv eingeschraenkter Leistungsfaehigeit: Mit Rentenklau, Teamgruppendruck, Coaching, Medikamentendopingkeule, usw. pp. Das Coaching gabs frueher nur fuer Hochleistungssprotler, die ohne Ruecksicht auf ihre Gesundheit Hoechstleistungen fuer wenige Jahre erbringen wollten, um dann den Rest des Lebens auf den verdienten Millionen ausruhen zu koennen. Es war freiwillig und konnte jederzeit abgebrochen oder ein humanerer Coach ausgewaehlt werden. Heute werden viele Behinderte mit Zwangscoaching und Medikamentendopingkeule waehrend vielen Jahrzehnten, oft bis zum viel zu fruehen Tod, masslos ueberfordert, anstatt angemessen (teil)berentet.

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