Wer kennt das Kosakowsyndrom ???

Optionen
Ich habe vor vielen Jahren durch eine Tablettenvergiftung, ein Korsakowsyndrom diagnostiziert bekommen. Leide immer noch drunter. Leider wurde eine Rentenantrag abgelehnt. Man sieht mir ja meine Behinderung nicht an. Es gibt aber ausführliche Artzberichte. Wer kann mir everntuell sagen wie ich mich verhalten soll. Habe auch einen Bertreuer.
Vielen Dank im voraus für eine Antwort. Gruß Heidi.

Antworten

  • stubsi
    Optionen
    nervöscheni hat geschrieben:
    Ich habe vor vielen Jahren durch eine Tablettenvergiftung, ein Korsakowsyndrom diagnostiziert bekommen. Leide immer noch drunter. Leider wurde eine Rentenantrag abgelehnt. Man sieht mir ja meine Behinderung nicht an. Es gibt aber ausführliche Artzberichte. Wer kann mir everntuell sagen wie ich mich verhalten soll. Habe auch einen Bertreuer.
    Vielen Dank im voraus für eine Antwort. Gruß Heidi.


    Hallo Nervöscheni,

    tut mir leid, habe ich vorher noch niemals gehört. Kenne mich daher auch gar nicht aus.

    Wünsche dir aber viel Erfolg und vielleicht haben andere hier schon mal davon gehört und eine Ahnung davon.

    Alles Liebe und Gute wünscht dir

    STUBSI 😉
  • Hallo Heidi

    Du schreibst, dass du bereits einen Betreuer hast. Konnte er dir denn nicht weiterhelfen?

    Ich werde deine Frage an unseren Fachexperten weiterleiten.

    Liebe Grüsse und schönen Abend!
  • Hallo Heidi, 😀

    herzlich willkommen in diesem Forum. Schön das du hierher gefunden hast. 😃

    Mach dir keinen Kopf darüber das eine Ablehnung erfolgt ist, denn du kannst ja innerhalb 4 Wochen Widerspruch einlegen......zwinker.

    Ausserdem hast du Befunde, die ja eine eindeutige Sprache sprechen.

    Da ich auch einmal eine Unverträglichkeit eines Medikamentes bekommen habe, kenne ich das.

    Es hinterlässt Spuren in der Kernspintomographie (MRT).

    Hat man bei dir dieses in einer Klinik gemacht? So kannst du die Aufnahmen anfordern. Jeder interpretiert die Aufnahmen nach seiner Einschätzung.

    Diese Aufnahmen werden nicht gern rausgegeben, doch das müssen die, sonst setze deinen Hausarzt darauf an diese anzufordern. (dann hast du etwas in den Händen falls sie dich vom Rentenbund zum Dokter schicken)

    Beim Betreuer kommt es immer darauf an für welchen Bereich er zuständig betreuend wirkt.
    Sei erst einmal froh, das du dieses überlebt hast.

    Ein Korsakowsyndrom ist eine Vitamin B1 Störung, die oft bei alkoholkranken Menschen entsteht, da sie ihren Hunger mit Alkohol stillen und nicht mit vitaminreicher Nahrung.

    Es kann allerdings auch bei anderen Krankheiten entstehen, wie z.B. einer Polyneuropathie, wo Vernarbungen im Hirn entstehen, die den gesammten Körper nachteilig beeinflussen können.

    Dabei können Gangstörungen entstehen.
    Es wär schön wenn du noch mehrere Angaben geben könnte.

    Grüsse von Marianne
  • nervöscheni hat geschrieben:
    Ich habe vor vielen Jahren durch eine Tablettenvergiftung, ein Korsakowsyndrom diagnostiziert bekommen. Leide immer noch drunter. Leider wurde eine Rentenantrag abgelehnt. Man sieht mir ja meine Behinderung nicht an. Es gibt aber ausführliche Artzberichte. Wer kann mir everntuell sagen wie ich mich verhalten soll. Habe auch einen Bertreuer.
    Vielen Dank im voraus für eine Antwort. Gruß Heidi.


    Hallo Heidi,

    das Korsakow-Syndrom ist eine bei Alkoholikern vorkommende Amnesie (Gedächtnisstörung). Du wirst es daran merken das der Betroffene Gedächtnisstörungen (Vergeßlichkeit/Erinnerungslücken) hat.

    Gruß Karin

  • Liebe nervöscheni,

    ich habe unsere Fachexperten zu Deiner Frage informiert. Habe bitte noch ein wenig Geduld, sie werden demnächst hier antworten.

    Lieben Gruß,

    Tom
    MyHandicap
  • MyHandicap User
    Optionen
    Hallo nervöscheni

    Zuerst ein paar Fragen: Für eine Korsakow-Patientin scheinst Du sehr klar zu sein. Das Syndrom kann nur sehr schwach ausgebildet sein. Oder fragst wegen oder für jemanden anders?

    Du hast bereits gelesen, dass der Korsakow von Vitamin B1 Mangel verursacht wird. Dadurch werden Zentren an der Hirnbasis unwiderruflich zerstört. Diese Zentren sind vornehmlich mit dem Gedächtnis "beschäftigt", aber auch mit unserer Stimmungslage in einem umfassenden Sinn. Es kommt zu Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, eventuell auch des Mittel- und Langzeitgedächtnisses. Auch autopsychisch (in Beziehung zu sich selbst) treten Störungen auf. Die Patienten sind häufig ohne Antrieb und leicht zu verwirren.

    Natürlich entsteht der Korsakow in erster Linie bei Alkoholikern, die ausser Alkohol kaum etwas zu sich nehmen. Daraus entsteht dann der Mangel an Vit. B1. Solches kann aber auch bei älteren Menschen oder verarmten entstehen, die nur noch in Milchkaffee getauchte Hörnchen oder ähnliches essen oder sich schlicht eine ausgeglichene Nahrung nicht leisten können. Seltener betroffen sind Magersüchtige (Anorektiker/innen) oder Leute, die eine vererbte Krankheit haben, welche Nahrungsmittel nicht durch den Darm aufnehmen können wie Gluten (Weizen) oder darauf mit Darmentzündung und Durchfall reagieren. Auch schwere Vergiftungen (Medikamente!) können dazu führen (bei Dir?) und am seltensten Schädel-Hirn-Traumen. Dies aber nur, falls die Basisregion des Hirnes verletzt wird. Gelegentlich trifft man diesen Vit. B1 Mangel auch bei Dialysepatienten und nach langfristiger intravenöser Ernährung ohne Vitamin Zusatz - aber das dürfte heute eher sehr selten sein.

    Zu Beginn treten motorische Störungen, v.a. der Beine auf (breitbeinigerer unsicherer Gang, kein Rückwärtsgehen möglich). Auch der untere Teil des Rumpfes ist betroffen. Später treten nebst anderer psychischer oder neurologischer auch die Gedächtnisstören auf.

    Natürlich muss man Vit. B1 sofort geben, aber die betroffenen Nervenzellen sind zerstört. Dann bleibt nur eine medikamentöse Behandlung wie bei der Alzheimer Krankheit. Wenn Du möchtest, erkläre ich Dir diese genauer. Daneben gilt es die Selbständigkeit so lange als möglich zu erhalten und die Selbsterhaltung der Person zu fördern, indem man z.B. alte Texte liest, ältere Fotos oder Bilder betrachtet oder vertraute Musik hört. Da die Person dies oft erkennt und man mit ihm darüber sprechen kann, vermittelt man viel, was vom Patient positiv empfunden wird.

    Dazu gehört natürlich immer ein Berater für Dein tägliches Leben.

    Bitte sag mir, ob das zu kompliziert ist oder ob ich Dir mehr vermitteln kann.

    Alles Gute und herzliche Grüsse

    Heinz Süsstrunk
Diese Diskussion wurde geschlossen.