Zu alt für den beruflichen Wiedereinstieg nach Autounfall

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2002 erlitt ich einen unverschuldeten Autounfall und nochmals einen unverschuldeten Autounfall im Jahre 2003.
Die Versicherung zahlte nur ein Jahr Leistungen, obwohl ich sechs Jahre voll arbeitsunfähig war. Der Unfall war von ihnen massiv manipuliert worden, ich wurde zu einem von der Versicherung bestellten Gutachter gesandt, der behauptete, ich hätte "nichts", obwohl alle neutralen Arztberichte etwas anderes sagten. Das hat in der Schweiz Methode und ist ein allbekannter Skandal, aber die Unfallopfer werden diskriminiert und ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Denn daraufhin geriet ich in eine finanzielle Abwärtsspirale und war sogar gezwungen in einem Dorf im Kanton Schaffhausen eine Weile lang Fürsorgegelder in Anspruch zu nehmen. Dabei wurde ich dort von den Behörden und der Gemeinde psychisch so gequält, weil sie mich als Fürsorgefall weghaben wollten, dass ich fast vor die Hunde ging. Heute zahlt mein Ex-Mann meinen Lebensunterhalt, aber seit einer umfassenden medizinischen Behandlung im Mai 2008 geht es mir wieder gut und ich suchte intensiv Arbeit. (Restbeschwerden von diesem schlimmen Schleudertrauma werde ich wohl immer haben, kann aber damit leben). Nun heisst es, ich sei ein "Risikofaktor" und mit 55 Jahren "zu alt" für den Arbeitsmarkt, obwohl ich wesentlich jünger aussehe und noch sehr vital bin. Mein Ex-Mann kann nicht ewig zahlen und ich arbeitete vorher ein Leben lang zu 100 % mit einer beruflichen Karriere und bin sehr gut qualifiziert. Ich habe auf einmal Angst vor der Zukunft und habe keinerlei Beziehungen. Ich war vorher ein Leben lang finanziell unabhängig und es beelendet mich, finanziell von meinem Ex-Mann abhängig zu sein und aufgrund von Sparmassnahmen, so isoliert und vereinsamt zu leben. Die Erfahrungen mit Versicherungen und Behörden haben mich in den letzten Jahren verzweifeln lassen und ich glaube nicht mehr an einen Rechtsstaat. Dass ich, trotz meines Arbeitswillens und meines Lebensmuts, in meinem Heimatland keinerlei Arbeit mehr finde, desillusioniert mich. Gerne würde ich auch etwas Selbständiges machen, aber ich habe keinerlei Startkapital mehr. Ich wäre auch bereit, im Ausland zu arbeiten, spreche ausgezeichnet Englisch und gut Französisch und gelte allerorts als psychisch sehr stabil und stark. Ich kann mir auch vorstellen, in Deutschland und Oesterreich zu arbeiten. Wer hat mir einen guten Tipp?

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