Rollstuhl aus Spaß!?

Billyilly hat geschrieben:
gully hat geschrieben:...Ich finde nicht das ich Respekt verdient habe nur weil ich "behindert" bin.


diesen satz finde ich wirklich gut, mal ganz abgesehen vom thema! 😉


dem kann ich mich nur anschliessen! 😎




Ich kenne einen Fall, wo ein nichtbehinderter Jugendlicher beim Spiel mit einem
Rollstuhl in einen Aufzugsschacht gestürtzt und dabei fast gestorben ist, also
unabhängig davon ab das nun respektloses Verhalten ist oder nicht sollten die beiden Jungs meiner Meinung nach dringend dazu angehalten werden es nicht zu bunt zu treiben.

Ansonsten sollen sie eben ihren Spaß haben, vielleicht hilft das ja ein Stück weit Vourteile abzubauen.

Als Rollstuhlfahrer mag man ersteinmal nicht nachvollziehen können, weswegen sie das tun aber wir sind ja schließlich auch nur Menschen und wissen nicht wie wir wären wenn wir nicht behindert wären.

Elen

Naja ich sehe das ein bischen anders: Die Jungen können das eh mit Sicherheit NICHT richtig einschätzen, was Sie damit ausdrücken! Unabhängig davon kommt gewisses Verhalten in den meisten Fällen aus den sozialen Umfeld (Erziehung). Ferner denke ich mal haben die Eltern den Rollstuhl gekauft und NICHT die Jungen, fragen sich NUR zu welchen Zweck?

Elen hat geschrieben:


Ich kenne einen Fall, wo ein nichtbehinderter Jugendlicher beim Spiel mit einem
Rollstuhl in einen Aufzugsschacht gestürtzt und dabei fast gestorben ist, also
unabhängig davon ab das nun respektloses Verhalten ist oder nicht sollten die beiden Jungs meiner Meinung nach dringend dazu angehalten werden es nicht zu bunt zu treiben.

Ansonsten sollen sie eben ihren Spaß haben, vielleicht hilft das ja ein Stück weit Vourteile abzubauen.

Als Rollstuhlfahrer mag man ersteinmal nicht nachvollziehen können, weswegen sie das tun aber wir sind ja schließlich auch nur Menschen und wissen nicht wie wir wären wenn wir nicht behindert wären.

Elen


Liebe Elen,

das dieser Junge verunglückt ist ist schlimm, sollte aber kein Zeichen dafür sein sich nicht mit dem Leben eines Behinderten auseinandersetzen zu dürfen. Ich habe die Erfahrung gemacht das junge Menschen, die sich aus Spaß in den Rolli setzen, sehr schnell die Erfahrung machen wieviel ein Rollifahrer noch kann. Im Gegensatz zu dem gezielten sich in den Rollstuhl setzten, wo es darum geht die Barrieren eines Rollifahrer zu erfahren, erfährt man bei solchen Experimenten auch, daß wir sehr wohl noch unsere Selbständigkeit und Unabhängigkeit haben. Ehrlich gesagt ziehe ich solche Selbsterfahrungsexperimte vor. Wer erlebt das ein Rolli eine Mobilitätshilfe und keine Mobilitätsbremse ist, begegnet später auch Betroffen deutlich öfter auf Augenhöhe als die, die für uns nur gelernt haben Mitleid empfinden. 😉

Gruß Karin


KarinM hat geschrieben:
...junge Menschen, die sich aus Spaß in den Rolli setzen, sehr schnell die Erfahrung machen wieviel ein Rollifahrer noch kann.

...erfährt man bei solchen Experimenten auch, daß wir sehr wohl noch unsere Selbständigkeit und Unabhängigkeit haben. Ehrlich gesagt ziehe ich solche Selbsterfahrungsexperimte vor. Wer erlebt das ein Rolli eine Mobilitätshilfe und keine Mobilitätsbremse ist, begegnet später auch Betroffen deutlich öfter auf Augenhöhe als die, die für uns nur gelernt haben Mitleid empfinden.

Gruß Karin


Genauso ist es!!!

Wenn der Rollstuhl nur 25€ gekostet hat, dann ist das bestimmt nur ein „AOK-Shopper“ und nichts besonderes. Laß sie ein paar Wochen damit spielen, danach ist die Rolli-Faszination wieder vorbei. Schön wäre aber, wenn sie den Rolli anschließend nicht auf den Sperrmüll werfen, sondern einem Altenheim oder einer Klinik schenken würden.

Ich finde es auch nicht schlimm wenn junge Menschen das Rollifahren probieren. Meine Pflegekinder sitzen auch immer schneller in meinem Rolli als ich aufstehen kann und ahmen dann alles nach was sie bei mir sehen. Je weniger Angst sie später vor einer Behinderung haben, desto besser arangieren sie sich damit, sollte es sie einmal treffen. :wink:

Gruß Karin