Leichtgewichtrollstuhl

Hi,

habe eine ganz NETTE Mail von meinem Sanitätshaus bekommen. Hier ein paar Auszüge:

Sehr geehrte Frau Bianca S.

ich habe kein Ahnung, wie die AOK Niedersachsen darauf kommt, daß wir ein Mobillitätstraining durchführen. Ich kenne dieses auch nur aus Reha-Einrichtung, die z. B. bei Erstversorgung ein Rollstuhltraining mit den Versicherten durchführen. Wir beschäftigen keine Physio- und / Ergotherapeuten.

Die Auswahl über den von uns gelieferten Rollstuhl ist doch bereits lange im Vorfeld in Zusammenarbeit mit einem anderen Leistungserbringer getroffen worden - der Versorgungsauftrag wurde anschließend nur auf Grund des niedrigeren Preises in einer Otop-Ausschreibung an uns weitergegeben.

Es wird allerdings auch in Ihrer Nähe organisierte Gruppen von Rollstuhlfahrern geben, mit denen Sie z. B. gemeinsam sportlichen Aktivitäten nachgehen könnten. Selbsthilfegruppen, die allesamt im Internet vertreten sind, sowie der entsprechende Beauftragte der Stadt Bramsche werden Ihnen ebenfalls weiterhelfen können.


Ich bin in einer Selbsthilfegruppe die zwar auch eine Internetseite hat aber sowas nicht anbietet. Sportverein ist seit über 2 Jahren nicht erreichbar.

Lg
Bianca


liebe bianca, :face_with_tongue:

ich finde dass das sanitätshaus damit das ‚problem mobilitätstraining‘ weiterreicht, und das kann auch irgendwo nicht sein.

ein sanitätshaus sollte beratend zur seite stehen.

in unserem ms-kompetenznetz hat man mir ganz klar gesagt, das die aok (nordwest) auf rezept verordnet, und das geht ohne probleme.

dein problem musst du an der wurzel packen!

karin hat schon recht damit, denn wo nur rollstuhl draufsteht, da kann kein aktivrollstuhl rauskommen. die wenigsten ärzte wissen darüber nicht bescheid.

meinem ha habe ich das diktiert. :wink:

du musst dir ganz klar sagen, ‚du bist der kunde, und der kunde ist immer könig‘.
das gilt für den ärzten und genauso für sanitätshäuser.

sprech erst einmal mit deinem ha, und wenn er dein problem erkennt, dann wird er dir dir ein rezept ausstellen.

du wirst dich danach besser fühlen.

grüsse von marianne

liebe bianca, :flushed_face:

deine geschwister/verwandschaft ist mindestens genauso ‚nett‘ wie meine es war.:pleading_face:

dieses egoistische verhalten finde ich persönlich sehr schlimm.

kein wunder das du dich nicht zur wehr setzt.

sind die denn immer so?

den neffen kann doch schließlich auch sein vater schieben!

sprech doch einfach mal mit deiner schwester. habt ihr ein gutes verhältnis zueinander?

sag ihr das du das kräftemässig nicht hinkriegst.

viel glück wünscht dir marianne

Liebe Bianca,

Kunden können nur Ansprüche für ein Mobilitätstraining stellen, wenn sie auch wissen das es so etwas gibt. Ich finde es wird Zeit das Dein Sanitätshaus erfährt, daß nicht alle Rollifahrer das Rolli fahren in einer Reha lernen. Wer durch eine chronische Krankheit zu seinem Rolli kommt, hat oft gar keine andere Option als daheim im Rolli fahren geschult zu werden.

Obwohl ein gutes Sanitätshaus umfangreich beraten können muß, ist für das Mobilitätstraining Ansprechpartner Nummer eins Deine Krankenkasse. Wenn Deine Krankenkasse vor Ort Dir keine Termine oder keinen Ansprechpartner nennen kann, weil vieleicht noch nie jemand nach einem Mobilitätstraining gefragt hat, kann das vieleicht die Hauptniederlassung Deiner Krankenasse oder eine Filiale im nächst größeren Ort.

Rollisportvereine zu Fragen ist eigentlich auch eine gute Idee. Funktioniert leider nicht immer. Ich versuche seit sechs Jahren Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Auch meine eMails bleiben unbeantwortet. Trotzdem gebe ich nicht auf einen Sportverein.

Laß Dich nicht abwimmeln, kämpfe! :wink:

Lieben Gruß
Karin

Hi,

habe heute einen Teilerfolg gehabt.

Ich habe die DMSG informiert (wegen Mobilitätstraining). Sie hat eine Ergotherapie Praxis in meinem Ort angerufen mit denen ich mich in Verbindung setzten sollte.

Dies habe ich gemacht. Ich weiß jetzt was auf dem Rezept stehen muss und habe Montag einen Termin beim Hausarzt.

Mal sehen was kommt.

Lg
Bianca


bianca78 hat geschrieben:
Hi,

habe heute einen Teilerfolg gehabt.

Ich habe die DMSG informiert (wegen Mobilitätstraining). Sie hat eine Ergotherapie Praxis in meinem Ort angerufen mit denen ich mich in Verbindung setzten sollte.

Dies habe ich gemacht. Ich weiß jetzt was auf dem Rezept stehen muss und habe Montag einen Termin beim Hausarzt.

Mal sehen was kommt.


Bianca




Hallo Bianca,

das hört sich prima an! Ich wünsche Dir viel Erfolg! 😀

Gruß Karin

Hi,

er hat es ohne anstand aufgeschrieben. Hatte ich nie mit gerechnet.

die DMSG, die Ergotherapie und mein Hausarzt meinten aber, das es sein könnte das ich am Rollstuhl einen Motorantrieb bekommen könnte.

Meinte auch das ich das aG beantragen solle und gab mir 2 Bescheinigungen mit.

Mal sehen was kommt.

Lg
Bianca

hallo bianca, :face_with_tongue:

gratuliere, das hast du sehr gut gemacht.

du musst jetzt nur ein geeignetes sanitätshaus aussuchen, der in der lage ist, dich gut zu beraten.
vor allem musst du dich auch gut aufgehoben fühlen.

am besten wäre es wenn du einige beratungen ‚ausprobierst‘, dann siehst du wie der service ist.
natürlich nur, wenn du die möglichkeit hast.

schön dass das so geklappt hat. :wink:

grüsse von marianne

Liebe Bianca,

manchmal muß man sich nur trauen zu fragen um zu merken das man ein „ja gerne“ bekommt. :wink: Ich freue mich sehr das Du Dich hast durchsetzten können. Einen E-Antrieb für einen Aktivrolli sollte man sich gut überlegen. Manchmal reicht auch ein bischen Training damit das Rolli fahren leichter wird. Ist die Muskulatur durch regelmäßige Ausflüge stärker geworden, kommt es schon mal vor das man sich wünscht, die elektrischen Räder bzw. das elektrische Zuggerät nie bekommen zu haben. Sie wiegen sehr viel und das Verladen ins Auto ist oft nur mit Hilfe möglich. Der nutzen ist oft nur auf die nähere Umgebung begrenzt. Deshalb empfehle ich gerne erst einmal ein paar Monate das Rolli fahren zu üben und zu warten bis die Arme kräftiger geworden sind, bevor man sich für die bequemere Variante entscheidet.

Ein Besuch auf der RehaCare empfehle ich Dir auch. Sopur und Co. werden zwar nicht dort sein, aber die Firma Swiss Trac und Alber waren bisher jedes Jahr auf der RehaCare. Wenn Du dort ausprobieren kannst welches Zuggerät Dir besser liegt, fällt die Entscheidung leichter. Übrigens, auch ein Handbike ist ein Rollstuhlzuggerät. Es gibt sie auch mit E-Unterstützung. Wenn Du Deine Gesundheit fördern willst und Dich gerne bewegst, lohnt es sich so etwas bei der Krankenkasse durch zu setzten. Vieleicht hast Du ja Glück und es klappt. :grinning_face:

Schönen Gruß
Karin

Sitzbreite...oh oh

Also wenn du in einen 44/45 cm breiten Rolli reinpaßt, frage ich mich wieso das neue Sanihaus auf über 50 cm kommt. Das macht doch keinen Sinn, du willst doch nicht Panzer fahren, letztendlich muß du mit dem Rolli ja auch durch eine Türe kommen.
Ich habe ein 38er Sitzbreite - ok ich bin ein schmales Handtuch. Wenn ich sitze berührt das Becken die Seitenteile ohne zu drücken und Luft muß da keine sein, für was denn. Ich bin bei meinem "Kinderstuhl" froh um jeden cm Breite der gespart werden kann.

die_gelbe_gefahr.jpg

Hallo Bianca

ich verfolge das Thema Rollstuhl auch schon länger, auch in einem anderen Forum. Bin „noch“ Fußgänger. Was ich an Infos gesammelt habe, sollte man sich unbedingt um einen Aktivrollstuhl kümmern. Nur diese sind von der Bauweise sehr leicht. Wenn der Gesundheitszustand erlaubt, sollte man auf Zusatzausstattung so weit wie möglich verzchten. So kann man das Eigengewicht des Rollstuhls unter 10kg drücken. Ist für Dich als Nutzerin und eventuelle Begleiter am vorteilhaftesten.

LG Nobby

bianca78 hat geschrieben:
Zornroeschen hat geschrieben:
Durch den Rolli seh ich jetzt viel mehr von der Welt, der war schon überall mit: Türkei, Rügen und Nordsee, vorher habe ich viel zu lange auf solche Dinge verzichtet und längere Wege gemieden – stattdessen im Sessel gehockt.
😃


Hi

kann dich gut verstehen und genau darum geht es mir. Habe seid mind. 3 Jahren keinen Stadtbummel mehr gemacht und weiß gar nicht mehr wie die Innenstadt aussieht. 😆


Als ich meinen jetzigen Sopur Argon bekam, unternahm ich in den ersten zwei Jahren mehr, als in den letzten zehn Jahren davor. Mit einem Standard-Rolli oder zu Fuß wäre das nicht möglich gewesen. Ich hatte großen Spaß daran zu entdecken, wie durch meinen Rollstuhl mein Bewegungsradius immer größer wurde. Und das alles ganz ohne Auto. Auch wenn es anders ist als früher, es macht großen Spaß wieder überall dabei sein zu dürfen. 😉

Karin
bianca78 hat geschrieben:
Hi,

gut. Danke. Werde Montag mal bei der Dame anrufen.

Schönes Wochenende.

lg
bianca78


Liebe Bianca,

besser wäre es zum Hausarzt zu gehen und das Rezept um zu tauschen. Du mußt ihm sagen das Du den Rollstuhl für die weiten Wege brauchst und nicht zuhause. Ein Leichtgewichtrollstuhl taugt weder zum alleine fahren noch für die Straße, er nützt Dir nur in der Wohnung was. Wenn Du mit einem Leichtgewichtrollstuhl 500 Meter fährst, bist Du total erschöpft. Wenn Du das überhaupt schaffst. Mit einem Aktivrollstuhl fährst Du 1km ganz alleine und hast danach Lust noch weiter 10km zu fahren. Es wäre also falsch, Dich mit einem Leichtgewichtrollstuhl zu versorgen. Zudem ist ein sogenannter Leichtzgewichtrollstuhl doppelt so schwer wie ein Aktivrollstuhl. Du könntest ihn nur mit Hilfe eines Helfers in Auto laden, aber niemals alleine. Ich bin sicher, Deinem Arzt ist dies nicht bewußt. Er ist Arzt und kein Rehatechniker. Deshalb mußt Du ihn aufklären und überzeugen. Dann gibt er Dir gerne das richtige Rezept auf dem Aktivrollstuhl steht.

Gruß Karin