Hat jemand Tipps für Chronische Schmerzen? Selbsthilfe

Hallo,

@Johanna02 ich habe auch seit einigen Jahren chronische Schmerzen. Ich fühle mich teilweise auch unverstanden und alleine.

Ich bin 24 Jahre alt, wenn du möchtest kannst du mir gern eine private Nachricht hinterlassen, wenn du dich austauschen möchtest.

LG

@LV98 @Johanna02 @_Alicia @Annette

Ich habe euch markiert, weil es mir so erscheint, dass wir alle einen gemeinsamen Austausch suchen. Auch denke ich, dass alle einen ähnlichen Hintergrund haben und uns so gut verstehen würden. Was sind eure Gedanken zu einem solchen Austausch? Gerne einfach auf diesen Kommentar antworten :) ich freue mich auf eure Reaktionen.

*wer sich anschliessen will, ist natürlich auch herzlich eingeladen, sich zu melden!

hallo Johanna,


alles tut weh, ist keine gute Diagnose.

Du musst Dein Problem aber ernst nehmen.

Ist Dir was passiert, was die Ursache sein könnte? Ärzte können nicht alles!

viele Grüße

Karin

@Community,

@Johanna02

Chronische Schmerzen stellen quasi die Sackgasse des Schmerzsyndroms, also die Summe vieler möglicher Ursachen durch die langzeitliche Anwendung vieler ungeeigneter Lösungsansätze dar. An diesem Punkt kann nur noch Symptombehandlung erfolgen. Wenn der die Patientin aber versteht, dass ein ganzheitlicher, s.g. integrativer Verfahrensansatz den Weg ebnen kann zu einer umfassenden Selbstheilung, findet mglw. eine Umkehr der Chronizität statt. Wichtig dabei ist ein möglichst frühzeitiger Start. Man muss dabei den Anfang der in Frage kommenden Grunderkrankung finden, weil die die Ursache aller nachfolgenden Erkrankungen und Symptome darstellt. Quereinstiege sind aber auch möglich, wobei das schwerste Symptom immer den Anfang markiert.

Die eingebundene Grafik macht das Gesagte sehr gut deutlich.

Die langzeitlichen Effekte sind Schmerz- und Medikamentenfreiheit, wobei das Wort Freiheit das ultimative Ziel markiert.

Hallo Johanna,

Ja ein Austausch wäre schön.

Die Frage ist für mich, in welcher Form. ZB WhatsApp?


LG

Annette

@Annette ich denke, dass du mich meinst :) ich stelle mir in der Tat eine Art Austausch per Zoom oder anderem Videokonferenz-Tool vor, wo wir uns gemeinsam austauschen können. Der Vorteil wäre natürlich, dass wir uns von zuhause aus treffen könnten und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen trotzdem dabei sein könnten. Möchtest du dich mehr in einem privaten Chat unterhalten? Schreib mir ansonsten einfach gerne eine Nachricht :)

Ich bin mittlerweile 61 Jahre und leider schon über 20 Jahre an chronischen Schmerzen, über starke Arthrose, Rheuma und einigen anderen Krankheiten. Ich bin daraufhin seit meinem 43. Lebensjahr Frührentnerin und habe schon sämtliche Schmerzmittel ausprobiert. Jetzt bin ich seit 14 Jahren bei Oxicodon und ich bin der Meinung, dass je länger man mit chronischen Schmerzen zu tun hat, umso weniger wirken die Schmerzmittel. Ich wünsche dir alles Gute

Hallo Johanna,

Jetzt habe ich dein anfängliches Posting gefunden sorry. Bei mir fing es auch mit Arthrose in beiden Kniegelenken an. Jetzt nach vielen Jahren habe ich insgesamt 11 Operationen hinter mir, unzählige Bestrahlungen, Physiotherapien, Spritzen in den Gelenksspalten mit künstlicher Knorpelmasse und Eigenknorpelverpflanzungen und wohin hat es mich gebracht?

Heute habe ich zwei künstliche Kniegelenke und lebe vom Morphium vor Schmerzen.

Du bist aber dafür noch viel zu jung, da gibt es bestimmt noch einige Alternativen, bevor du Schmerzpflaster brauchst, denke bitte daran das sind alles Schmerzmittel die unters BTM Gesetz steht und abhängig machen. Fibryomalgie habe ich auch schon seit 20 Jahren. Da kommt man sich vor wie ein Simolant.

@cielbleu @Annette

Die Idee mit dem Austausch fände ich sehr gut. Sollen wir über WhatsApp alles weitere besprechen mit den anderen? Da könnte jeder sagen wie er es am besten finden würde :)

@Karlinchen

Ich nehme meine Beschwerden ernst.

Meine bisherigen Diagnosen sind chronisches Schmerzstörung, Fibromyalgie, Migräne, Arthrose etc.

Die letzten drei Erkrankungen habe ich vererbt bekommen und an den chronischen Schmerzen leide ich seit meiner Corona Erkrankung im Oktober 2022. Mittlerweile steht aber auch der Verdacht ME / CFS im Raum und wird im August überprüft.

Lg

@LV98

Über einen Austausch würde ich mich freuen. Schreib mir gerne eine private Nachricht :)

@Petrachen36

Das tut mir leid, dass du schon so lange Zeit daran leidest.

Das Gefühl mir den Schmerzmitteln habe ich auch. Ibuprofen, Novalmin wirken bei mir auch nicht mehr. Habe eine Zeit Tilidin genommen, aber mein Körper hat sich zu schnell an den Wirkstoff gewöhnt sodass es auch nicht mehr hilft. Nehme jetzt Tramadol und bekomme weiterhin Lidocain Infusionen.

Wünsche dir alles gute

Hallo Zusammen!!

Hallo Petrachen36,

ich grüße dich hier.

Auch ich habe eine CS, und weitere Erkrankungen.

Wenn ich fragen darf??. Was für ein Rheuma hast du denn??.

LG Wessi

Diesen Sommer werde ich (alter Para) mein 10-jähriges chron.-Schmerzen-Jubiläum haben. Habe diverse Schmerzmittel verschrieben bekommen, keines hat geholfen (bei Oxycodon waren zwar die Schmerzen weg, aber ich bekam einen Decubitus, da ich seit 30 Jahren wieder durchschlief ohne Positionswechsel → nach 3, 4 Tagen abgestetzt ⇒ 2 Wochen ohne „Nachtruhe“…der Entzug liess grüssen).

Jetzt nehm ich nur noch Cannabis-Tinktur, nimmt immerhin die Schmerz“spitzen“, dafür keine Chemie, keine Toleranzentwicklung/Suchtpotenzial à la Oxycodon.

Therapieerfahrung hab ich auch (natürlich hab ich nach 6 Jahren eine Depression entwickelt…), doch das beste was ich betreffend Schmerzen unternommen habe → ich fing an Ukulele zu spielen. Für mich die beste Therapie, bestes Schmerzmittel. Hilft sicher nicht Allen, aber was ich gelernt habe ist, dass ich mich ablenken MUSS. Wenn meine Gedanken um mich, meine Situation kreisen, zieht mich das in ein Loch, deswegen läuft bei mir konstant etwas (Radio o.s.ä.) oder eben die Beschäfigung mit etwas das einem Gut tut (bei mir Ukulele).
Aktuell versuche ich meine innere Balance mit dem chanten von Mantren zu stärken. Falls ich die Disziplin aufbringe und dies in meinen Alltag integrieren kann, gebe ich gerne in einem Jahr Feedback 😊

Grüsse, Markus

Die Beiträge sind schon eine Weile her…aber trotzdem:

Mir hat vor mehr als 40 Jahren mal ein Mitpatient gesagt:

Deine Schmerzen sind nicht dein Feind. Nimm die Schmerzen wie deinen Bruder an. Krieche durch sie hindurch und siehe das es das einzige Leben ist was du hast und was deines ist.

Da ich sozusagen unfreiwillig schon mal tod war (ja so was gibt es) habe ich mich für das Leben mit Schmerzen entschieden, denn das ist immer noch besser als nichts; der Tod. Ich erlebe weil ich lebe wenn es auch mit Schmerzen ist.

Klingt sicherlich erst mal wie Hohn wenn die Mauer des Schmerzes einen zu vernichten droht.

Hab selbst lange gebraucht um zu verstehen und zu akseptieren ! Aber es ist wohl zumindest für mich die einzige Chance die ich gehabt habe. So kann ich einigermaßen (und manchmal auch besser *gg) leben…. Sucht Euch Gelegenheiten die von den Schmerzen wenigstens ein bischen ablenken. (Ich habe hier zB. ne supersüße Mietzekatze :-) )

Ich wünsche diese Chance jedem der vor Schmerzen nicht mehr weiter weis.

Meine Empfehlung: Bemühe dich um die Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises. Hierzu musst du den Antrag auf Feststellung des Grades deiner Behinderung (GdB) bei dem für deinen Wohnort zuständigen Versorgungsamt online und kostenlos stellen. Sollte dieser GdB 50 oder mehr sein, so erhältst du den Schwerbehindertenausweis und kannst Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen, z.B in deinem Beruf, deiner Ausbildung oder deinem Studium.

Dies als Ergänzung:

Hallo zusammen ich habe ähnliche Probleme wie du, und wenn du magst können wir uns gerne austauschen. Ich habe viele Tipps und Ideen woher deine Probleme kommen und wie Linderung möglich ist.

Ich habe selbst seit 10 Jahren Fibromyalgie jedoch bin ich alleinerziehende Mama und deshalb ist es für mich oft schwierig mit der Selbstführsorge.

Du kannst Mal zurück an deine Kindheit denken.

Wie war die so? Man kann wissen das die Eltern einen geliebt haben, jedoch waren die meisten Eltern selbst Traumatisiert und haben zwar das beste versucht, aber naja die Gesellschaft ist insgesamt eher traumatisiert.

Ich kann dir privat erzählen was ich alles getan habe wegen den Schmerzen ich habe alles versucht denn keiner kann es verstehen wenn er es nicht erlebt hat!

Auf Facebook gibt es Gruppen dazu z.B

Wenn es nach Corona kam, könnte es ja auch ein Post-Covid oder vac sein falls du geimpft bist.

Ich halte Fentanyl für zu heftig und das sagt dein Arzt wahrscheinlich auch.

Das ist das stärkste Mittel der Opiate die es gibt. Problem ist Tramal und Tilidin sind die leichtesten Opiate haben aber auch viele Nebenwirkungen. Sie brauchen kein Btm Rezept! Es gäbe auch noch andere Medikamente die für solche Erkrankungen funktionieren.

Als Tipp deine Ernährung macht soviel aus! Das ist bei chronischen Erkrankungen das A&O

Entspannung wie Yoga Meditation Hypnose helfen gut. Und auch wenn es schwer ist geh jeden Tag spazieren das ist am Anfang schwer doch es hilft gegen viele Symptome.

Stress ist ein riesen Thema und ja Einsamkeit verstehe ich dich zu 100%

Es gibt inzwischen Studien dazu wie sehr Einsamkeit Krankheiten begünstigen!

Vielleicht schaust du das du ehrenamtlich eine Aufgabe übernimmst.

Ich hatte vor vielen Jahren eine sehr schwere Depression aufgrund von einem Trauma und habe mit 2x2h arbeiten angefangen. Als Alltagsbegleiter besuchst du ältere Menschen und spielst und redest mit Menschen die auch Probleme haben musst halt sagen putzen geht nicht.

Ich weiß das die überall suchen oder als Oma Ersatz wenn du Kinder lieber magst es gibt so viel

*Aufgrund von Mediakemnten Empfehlung bearbeitet*

Liebe Grüße

Hallo Johanna,

ich bin 23 und habe auch ähnliche Diagnosen wie du. Ich fühle mich auch ziemlich alleine und dein Kommentar ist zwar schon älter, aber vielleicht siehst du ihn ja trotzdem und wir können mal schreiben oder so

LG Annabelle

Hallo @Annabelle ,

auch wenn ich mich vielleicht wiederhole, möchte ich erneut meine Erfahrungen im Leben mit chronischen Schmerzen teilen. Nach mittlerweile 38 Jahren lebe ich mit einer hochgradigen Querschnittslähmung und blicke ich auf eine Vielzahl von Operationen zurück, die aufgrund von Dekubitus notwendig wurden. Ich möchte keinem Arzt Vorwürfe machen, doch muss ich feststellen, dass die Operationsmethoden in der DDR vor der Wende bei weitem nicht den Stand der Technik erreichten, wie er in der Bundesrepublik üblich war.
Die Folgen dieser Eingriffe waren häufig breite und verhärtete Narben, insbesondere im Bereich des Sitzbeins, das einer ständigen Belastung ausgesetzt ist. Diese Narben verursachen chronische Schmerzen. Zu Beginn wurde versucht, diese Schmerzen mit Morphium-Tabletten und später mit Tilidin-Tropfen zu lindern. Doch die Sorge um eine mögliche Abhängigkeit ließ mich keine Ruhe finden. Daher suchte ich die Unterstützung eines Schmerztherapeuten, der mir schließlich den Übergang zu einer Fentanyl-Pflaster-Therapie ermöglichte.
Fentanyl ist ein äußerst starkes Schmerzmittel, dessen Besonderheit in der gezielten Aufnahme über die Haut liegt, anstatt durch den Magen-Darm-Trakt. Dadurch wird das Risiko einer Über- oder Unterdosierung deutlich minimiert, da die benötigte Wirkstoffmenge präzise vom Körper aufgenommen wird.
Im Rahmen einer stationären Behandlung wurde die Dosierung dieses Medikaments exakt an meine individuellen Schmerzempfindungen angepasst. Das war vor etwa 35 Jahren, und seither erlebe ich ein nahezu schmerzfreies Leben. „Nahezu“ deshalb, weil ich die Schmerzen und damit einhergehende Warnsignale meines Körpers bewusst nicht vollständig ausschalten wollte. Diese bewusste Entscheidung ermöglicht es mir, bei möglichen anderen Symptomen frühzeitig reagieren zu können.

Ein weiteres Indiz für beginnende Schmerzen ist bei mir die Spastik. Aus diesem Grund wurden auch die Medikamente, die spastische Erscheinungen dämpfen, mit Bedacht dosiert, sodass eine vollständige Unterdrückung der Spastik vermieden wird. Doch das ist ein anderes Thema.

Ich hoffe, dass ich dir einen kleinen Einblick verschaffen konnte, wie ich mit den chronischen Schmerzen umgegangen bin.