Berufsmaturitätsarbeit:

bearbeitet 8. Apr 2021 in Ausbildung
Hallo zusammen

Wir absolvieren momentan die Berufsmatur, haben zuvor die Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit absolviert. Nun sind wir an unserer Maturarbeit, diese schreiben wir als dreier Gruppe.

Hier kurz eine Beschreibung unserer Arbeit:

«Unser Ziel ist es der Gesellschaft aufzuzeigen, dass Arbeitnehmer, wie auch Arbeitgeber von der Einstellung der beeinträchtigten Menschen profitieren. Somit haben wir die These gestellt:» Beeinträchtigte Menschen geben den Unternehmen einen Mehrwert.» Damit wir diese These untersuchen und überprüfen können, werden wir verschieden Interviews durchführen. Ergänzend werden einen Einblickstag in einem Behindertenheim absolvieren, unsere Erlebnisse und Erfahrungen werden wir in der Arbeit miteinbinden und schriftlich festhalten.

Leider konnten noch nicht alle offenen Fragen beantworten werden, somit sind wir auf diese Plattform gestossen.
Wir möchten folgende Fragen gerne an Sie stellen.

1. Welcher Mehrwert gibt ein beeinträchtigter Mensch dem Unternehmen?

2. Welche Herausforderungen gab es bei der Stellensuche?

3. Kennen Sie Unternehmen / Institutionen welche keine beeinträchtigte Menschen einstellen?

4. Was wäre Ihr Wunsch an die Politik in Bezug auf die Integration von Beeinträchtigten in den Arbeitsmarkt?

5. Gibt es Ihrer Meinung nach, genug Eingliederungsmöglichkeiten für beeinträchtigte Menschen in der Arbeitswelt?

Vielen herzlichen Dank schon im Voraus für Ihre Unterstützung.

Freundliche Grüsse
Sabrina Schär, Yasemin Müller, Judith Schenkel

Antworten

  • Liebe Sabrina, Yasemin und Judith

    Ein interessantes und wichtiges Thema habt ihr euch für eure Matura-Arbeit ausgesucht. Gerne beantworte ich euch eure Fragen aus meiner Sicht:

    Welcher Mehrwert gibt ein beeinträchtigter Mensch dem Unternehmen?
    Welcher Mehrwert gibt ein Mensch dem Unternehmen ohne Handicap? In erster Linie ist es wichtig, dass wir aufhören die Menschen mit und ohne Handicap zu differenzieren. Ich kann die gleiche Arbeit leisten wie jeder andere. Persönlich habe ich das Gefühl, dass ich sehr bemüht bin "bessere" Arbeit zu leisten, da ich das Gefühl habe mich beweisen zu müssen. Das ist gut, weil ich immer 120 Prozent während der Arbeitszeit gebe.

    Welche Herausforderungen gab es bei der Stellensuche?


    Nach meiner Ausbildung war dies eine never-ending-story. Ich habe im ganzen 240 Bewerbungen geschrieben und nie eine Chance bekommen mich persönlich Vorzustellen. An meinen Noten lag es nicht, ich habe damals als eine der Klassenbesten abgeschlossen. Interessant war auch, dass meine Schulfreundin mit dem genau gleichen Notenschnitt zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wurde und bei mir es für die gleiche Stelle hiess "zu wenig Berufserfahrung" Erfahrung hatten wir aber beide die gleiche...javascript:emoticon('😉')

    Kennen Sie Unternehmen / Institutionen welche keine beeinträchtigte Menschen einstellen?
    Entweder durch Vitamin B oder Institutionen, welche sich mit dem Thema Handicap" auseinandersetzen. Bei den "normalen" Unternehmen hatte ich keine Chance.

    Was wäre Ihr Wunsch an die Politik in Bezug auf die Integration von Beeinträchtigten in den Arbeitsmarkt?
    Wünschen würde ich mir, dass Unternehmen mit einer gewissen Anzahl Mitarbeitenden verpflichtet sind Menschen mit Handicap einzustellen (Behindertenquote). Diese Idee wird in einigen Ländern bereits in die Praxis umgesetzt. Zum Beispiel arbeiten in England 48% der Menschen mit Handicap im ersten Arbeitsmarkt...

    Gibt es Ihrer Meinung nach, genug Eingliederungsmöglichkeiten für beeinträchtigte Menschen in der Arbeitswelt?
    Es gibt Lösungen (Sonderschulen, Arbeitsmöglichkeiten im sekundären Arbeitsmarkt). Die genannten Lösungen sind für ein paar Menschen mit Handicap gut. Aber es ist nicht das Ziel alle Menschen mit Handicap dort "abzustellen". Ich war in diesen Institutionen und muss leider Sagen, dass rund 50% der Menschen dort eindeutig nicht hingehören. Für mich ein klares Zeichen das Inklusion in der Schweiz nicht klappt.

    Ich hoffe, meine Antworten helfen euch. Wünsche euch viel Glück mit der Arbeit.

    Liebe Grüsse javascript:emoticon('😀')

    Melina
  • Ich finde sehr hilfreich was Melina schreibt.
    Es ist wirklich ein Thema mit dem sich Arbeitgeber mehr auseinandersetzen müssten . Ein paar wenige haben es schon verwirklicht.
    Die MIGROS mindestens in Horgen hat einige Angestellte ( ich könnte euch Kontakt zum Verantwortlichen vermitteln)
    Und DOW CEMICAL als Sponsor dieser Seiten.
    Werdet ihr die Arbeit irgendwo veröffentlichten?
  • Vielen herzlichen Dank liebe Melina für diese ausführliche Rückmeldung.
    Sehr eindrücklich Deine Antworten, ich bewundere Dein Willen.

    Wir werden unsere Arbeit der Lehrperson abgeben, zugleich wird es eine Veranstaltung geben an diesem werden wir unsere Arbeit präsentierten.

    Vielleicht werden wir aber die Arbeit auch noch in einer anderen Form veröffentlichen, dass ist aber alles noch unklar.

    Somit habe ich noch eine weiter Frage an Sie, unser grösster Wunsch ist, Einblick in den Arbeitsalltag dieser erwachsenen Menschen zu erhalten. Die Idee dahinter war, einen Schnuppertag in einem Atelier zu absolvieren, leider ist dies momentan in keiner Institution möglich aufgrund Corona.

    Somit gelange ich mit der Anfrage an Sie, ob es die Möglichkeit gibt, bei jemanden von Ihnen einen Tag / halber Tag zu schnuppern an Ihrer Arbeitsstelle.
    Damit wir dies ebenfalls in unsere Arbeit einbinden können.

    Vielen herzlichen Dank für Ihre Rückmeldungen.






  • sabrina.schaer.bbw hat geschrieben:
    Vielen herzlichen Dank liebe Melina für diese ausführliche Rückmeldung.
    Sehr eindrücklich Deine Antworten, ich bewundere Dein Willen.

    Wir werden unsere Arbeit der Lehrperson abgeben, zugleich wird es eine Veranstaltung geben an diesem werden wir unsere Arbeit präsentierten.

    Vielleicht werden wir aber die Arbeit auch noch in einer anderen Form veröffentlichen, dass ist aber alles noch unklar.

    Somit habe ich noch eine weiter Frage an Sie, unser grösster Wunsch ist, Einblick in den Arbeitsalltag dieser erwachsenen Menschen zu erhalten. Die Idee dahinter war, einen Schnuppertag in einem Atelier zu absolvieren, leider ist dies momentan in keiner Institution möglich aufgrund Corona.

    Somit gelange ich mit der Anfrage an Sie, ob es die Möglichkeit gibt, bei jemanden von Ihnen einen Tag / halber Tag zu schnuppern an Ihrer Arbeitsstelle.
    Damit wir dies ebenfalls in unsere Arbeit einbinden können.

    Vielen herzlichen Dank für Ihre Rückmeldungen.









    Leider ist dies bei mir aus Datenschutz-technischen Gründen und aufgrund der momentanen Sicherheitsmaßnahmen nicht möglich. Ich weiss nicht, ob ihr leroy madeit (https://www.instagram.com/leroymadeit/?hl=de) kennt. Er ist ein Deutscher Influencer (also Selbstständig). Er ist sehr offen für solche Arbeiten und würde sich bestimmt die Zeit nehmen, eure Fragen zu beantworten. Schreiben könnt ihr ihm direkt auf Instagram. Denke, es ist noch interessant, jemanden mit ins Boot zu nehmen, der solch einen Erfolg hat und sein eigener Arbeitgeber ist. 😉

    Wenn es hilft, kann ich euch anbieten ein Video-Interview zu geben. Weiss aber nicht, ob ich interessant genug bin 😃 😉

    Liebe Grüsse

    Melina
  • MelinaM hat geschrieben:
    sabrina.schaer.bbw hat geschrieben:
    Vielen herzlichen Dank liebe Melina für diese ausführliche Rückmeldung.
    Sehr eindrücklich Deine Antworten, ich bewundere Dein Willen.

    Wir werden unsere Arbeit der Lehrperson abgeben, zugleich wird es eine Veranstaltung geben an diesem werden wir unsere Arbeit präsentierten.

    Vielleicht werden wir aber die Arbeit auch noch in einer anderen Form veröffentlichen, dass ist aber alles noch unklar.

    Somit habe ich noch eine weiter Frage an Sie, unser grösster Wunsch ist, Einblick in den Arbeitsalltag dieser erwachsenen Menschen zu erhalten. Die Idee dahinter war, einen Schnuppertag in einem Atelier zu absolvieren, leider ist dies momentan in keiner Institution möglich aufgrund Corona.

    Somit gelange ich mit der Anfrage an Sie, ob es die Möglichkeit gibt, bei jemanden von Ihnen einen Tag / halber Tag zu schnuppern an Ihrer Arbeitsstelle.
    Damit wir dies ebenfalls in unsere Arbeit einbinden können.

    Vielen herzlichen Dank für Ihre Rückmeldungen.









    Leider ist dies bei mir aus Datenschutz-technischen Gründen und aufgrund der momentanen Sicherheitsmaßnahmen nicht möglich. Ich weiss nicht, ob ihr leroy madeit (https://www.instagram.com/leroymadeit/?hl=de) kennt. Er ist ein Deutscher Influencer (also Selbstständig). Er ist sehr offen für solche Arbeiten und würde sich bestimmt die Zeit nehmen, eure Fragen zu beantworten. Schreiben könnt ihr ihm direkt auf Instagram. Denke, es ist noch interessant, jemanden mit ins Boot zu nehmen, der solch einen Erfolg hat und sein eigener Arbeitgeber ist. 😉

    Wenn es hilft, kann ich euch anbieten ein Video-Interview zu geben. Weiss aber nicht, ob ich interessant genug bin 😃 😉

    Liebe Grüsse

    Melina



    Liebe Melina

    Vielen herzlichen Dank für Deine Rückmeldung.
    Sehr spannend, ich werde Ihn direkt mal anschreiben per Instagram.

    Wäre sehr spannend, ein Video- Interview zu erhalten von Dir.
    Du darfst Dich sehr gerne bei mir melden.
    Ich würde mich sehr darüber freuen.


    Liebe Grüsse
    Sabrina
  • sabrina.schaer.bbw hat geschrieben:
    Hallo zusammen

    Wir absolvieren momentan die Berufsmatur, haben zuvor die Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit absolviert. Nun sind wir an unserer Maturarbeit, diese schreiben wir als dreier Gruppe.

    Hier kurz eine Beschreibung unserer Arbeit:

    «Unser Ziel ist es der Gesellschaft aufzuzeigen, dass Arbeitnehmer, wie auch Arbeitgeber von der Einstellung der beeinträchtigten Menschen profitieren. Somit haben wir die These gestellt:» Beeinträchtigte Menschen geben den Unternehmen einen Mehrwert.» Damit wir diese These untersuchen und überprüfen können, werden wir verschieden Interviews durchführen. Ergänzend werden einen Einblickstag in einem Behindertenheim absolvieren, unsere Erlebnisse und Erfahrungen werden wir in der Arbeit miteinbinden und schriftlich festhalten.

    Leider konnten noch nicht alle offenen Fragen beantworten werden, somit sind wir auf diese Plattform gestossen.
    Wir möchten folgende Fragen gerne an Sie stellen.

    1. Welcher Mehrwert gibt ein beeinträchtigter Mensch dem Unternehmen?

    2. Welche Herausforderungen gab es bei der Stellensuche?

    3. Kennen Sie Unternehmen / Institutionen welche keine beeinträchtigte Menschen einstellen?

    4. Was wäre Ihr Wunsch an die Politik in Bezug auf die Integration von Beeinträchtigten in den Arbeitsmarkt?

    5. Gibt es Ihrer Meinung nach, genug Eingliederungsmöglichkeiten für beeinträchtigte Menschen in der Arbeitswelt?

    Vielen herzlichen Dank schon im Voraus für Ihre Unterstützung.

    Freundliche Grüsse
    Sabrina Schär, Yasemin Müller, Judith Schenkel


    Hallo Sabrina

    Mit etwas Verspätung, komme ich ebenfalls noch dazu auf Ihren Beitrag zu antworten.

    Ich bin selbst seit meiner Geburt auf einen Rollstuhl angewiesen...
    Und kenne daher die Situation bezüglich der Stellensuche etc...

    Wenn es noch nicht zu spät ist und Sie gerne ebenfalls noch meine Antworten möchten, kann ich Ihnen diese gerne noch zukommen lassen. Zudem könnte ich Ihnen zu 99% anbieten, dass Sie einen halben Tag , meinen Arbeitsplatz besuchen könnten...

    Um das Ganze zu Beschleunigen, kann ich Sie gerne auch telefonisch kontaktieren sobald ich Ihr OK habe.

    Gerne freue ich mich auf Ihre Antwort

    Lg
  • Vielen herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung.
    Wow, dass wäre super toll, würde mich so freuen, wenn dies klappen würde.

    Sehr gerne entweder telefonisch oder einfach eine Nachricht schreiben, wie es Ihnen am besten passt.

    Bis bald.

    Freundliche Grüsse
    Sabrina Schär



    justlouit hat geschrieben:
    sabrina.schaer.bbw hat geschrieben:
    Hallo zusammen

    Wir absolvieren momentan die Berufsmatur, haben zuvor die Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit absolviert. Nun sind wir an unserer Maturarbeit, diese schreiben wir als dreier Gruppe.

    Hier kurz eine Beschreibung unserer Arbeit:

    «Unser Ziel ist es der Gesellschaft aufzuzeigen, dass Arbeitnehmer, wie auch Arbeitgeber von der Einstellung der beeinträchtigten Menschen profitieren. Somit haben wir die These gestellt:» Beeinträchtigte Menschen geben den Unternehmen einen Mehrwert.» Damit wir diese These untersuchen und überprüfen können, werden wir verschieden Interviews durchführen. Ergänzend werden einen Einblickstag in einem Behindertenheim absolvieren, unsere Erlebnisse und Erfahrungen werden wir in der Arbeit miteinbinden und schriftlich festhalten.

    Leider konnten noch nicht alle offenen Fragen beantworten werden, somit sind wir auf diese Plattform gestossen.
    Wir möchten folgende Fragen gerne an Sie stellen.

    1. Welcher Mehrwert gibt ein beeinträchtigter Mensch dem Unternehmen?

    2. Welche Herausforderungen gab es bei der Stellensuche?

    3. Kennen Sie Unternehmen / Institutionen welche keine beeinträchtigte Menschen einstellen?

    4. Was wäre Ihr Wunsch an die Politik in Bezug auf die Integration von Beeinträchtigten in den Arbeitsmarkt?

    5. Gibt es Ihrer Meinung nach, genug Eingliederungsmöglichkeiten für beeinträchtigte Menschen in der Arbeitswelt?

    Vielen herzlichen Dank schon im Voraus für Ihre Unterstützung.

    Freundliche Grüsse
    Sabrina Schär, Yasemin Müller, Judith Schenkel


    Hallo Sabrina

    Mit etwas Verspätung, komme ich ebenfalls noch dazu auf Ihren Beitrag zu antworten.

    Ich bin selbst seit meiner Geburt auf einen Rollstuhl angewiesen...
    Und kenne daher die Situation bezüglich der Stellensuche etc...

    Wenn es noch nicht zu spät ist und Sie gerne ebenfalls noch meine Antworten möchten, kann ich Ihnen diese gerne noch zukommen lassen. Zudem könnte ich Ihnen zu 99% anbieten, dass Sie einen halben Tag , meinen Arbeitsplatz besuchen könnten...

    Um das Ganze zu Beschleunigen, kann ich Sie gerne auch telefonisch kontaktieren sobald ich Ihr OK habe.

    Gerne freue ich mich auf Ihre Antwort

    Lg

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