Prothesenversorgung bei sehr kurzem Oberschenkel-Stumpf moeglich?

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Wie sieht es bei einer kurzen Stumpflaenge - nur 15 cm vom grosen Trochanter - mit der Prothesenversorgung aus? Kann so ein kurzer Stumpf mit einer Oberschenkelprothese versorgt werden? Ist ein C-Leg grundsaetzlich moeglich? Theoretisch kann heutzutage jeder mit einer Prothese versorgt werden, heisst es (auch von aerztlicher Seite.)
Natuerlich ist jeder Fall anders, aber was ist realistisch, worauf sollte sich der Patient einstellen?
Ich bedanke mich herzlich - Femi

Antworten

  • Hallo

    ja ich würde sagen eine Versorgung ist möglich.
    Es gibt ja auch mehrere Möglichkeiten eine „Verbindung“ vom Stumpf zum Schaft herzustellen.

    Gegen ein C-Leg spricht in der regle auch, doch da sollte zusammen mit dem OT überlegt werden ob das das richtige Kniegelenk ist oder ob es gleichwertige alternativen gibt – oder es auch höherwertige Kniegelenke auf dem Markt gibt.

    viel Erfolg
  • einbein
    Optionen
    Die Stumpflänge (Knochenlänge) alleine ist noch keine ausreichende Aussage.
    Ob jemand mit einer Prothese versorgt werden kann, hängt mehr von den kogniviven Fähigkeiten und der Willenskraft des Patienten als von der Stumpflänge ab. Insbesondere müssen "Anti-Kriterien" beseitigt werden können.

    Bei sehr ungünstigen Stumpfverhältnissen sollte man immer auch eine Endo-Exo-Lösung ins Auge fassen.

    Ein C-Leg muss nicht immer das Maß der Dinge sein. Am Ende hat man mit einer ultraleichten, aber "einfachen" Prothese einen besseren Nutzungsgrad.

    Eins muss einem bewusst sein: bevor man sagt, das was nicht geht, sollte man es ausprobiert haben.
  • Hallo Femi,

    zunächst einmal herzlich willkommen in der Community! Schön, dass Du MyHandicap gefunden hast 😀
    Eine Übersicht, wie das bei uns funktioniert, bietet dieses kurze Video (selbstverständlich auch mit Untertiteln): http://www.myhandicap.de/guided-tour.html

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  • Hallo und danke an Alle, die mir geantwortet haben!
    Habe ja nicht viel erzaehlt und moechte daher noch ergaenzen: Bin selber nicht betroffen, sondern mein Lebensgefaehrte; die Amputation erfolgte nach einer langen medizinischen Vorgeschichte mit dem Bein - entsprechend ist nun die Frustgrenze ueberschritten........ Er sieht nun keinen Sinn in einem Reha-aufenthalt. Ich dagegen meine, er muss unbedingt zur Reha, Prothese hin oder her, ich denke, teilweise wird er in den Rollstuhl muessen (kann er nicht akzeptieren) und auch dazu ist die Reha da, um Umgang mit Rolli zu lernen.
    Er ist im Rentenalter, aber sehr fit (nicht nur meine Meinung, sondern wiederholt von Aerzten bestaetig). Er hat in der Vergangenheit viel mit Kruecken gehen muessen und kann es gut, aber die Belastung fuer das verbliebene Bein und Huefte sind natuerlich gross.
    Habe eigentlich Hohenurach zur Reha ausgewaehlt, aber wie gesagt nun liegt alles auf Eis und ich weiss mir keinen Rat. Es kommt erschwerend dazu, dass wir zur Zeit nicht in Dtl leben, (aber versicherungstechnisch in Dtl abgedeckt sind).
    Was Prothese angeht, geht es ihm/uns nicht um Kosmetik, sondern er moechte was machen koennen - nicht extrem, aber ins Freie und z.B. wieder Rad fahren.
    Sehe ich das nun falsch, was Reha angeht? Habe momentan irgendwie Brett vor dem Kopf und weiss nicht wie ich weiterkommen kann/ ihn motivieren koennte.
    Nochmal danke, viele Gruesse - Femi
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