Schlaflos

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Guten morgen, zunächst einmal ich werde wenn es nicht besser wird zum Hausarzt gehen. Ich bin seit einer Woche Schlaflos. Mehr oder weniger. So 2-3 Stunden sind es vielleicht noch. Ich fühle Unruhe in mir. Irgendwie auch Angst vor dem schlaf. Von Mittwoch auf Donnerstag schlief ich sogar beim meinem Vater was mir mit 25 natürlich unglaublich peinlich ist. Aber wach lag ich auch da. Ich will hier kein Mitleid oder so... ich weiß vielen geht es um einiges schlechter. Auslöser sind aus meiner Sicht: Einsamkeit, (Ich habe mich selber immer mehr zurückgezogen) Antriebslosigkeit, hinzu kommen Verdauungsstörungen die ich aber eher als Begleiterscheinung Sehe. Unruhe, und angst! Wer kennt das? Was habt ihr gemacht? Schönen Sonntag!

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  • MyHandicap User
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    Erstmal:
    Ich finde das absolut nicht peinlich, wenn du bei deinem Vater nächtigst; weder mit 25 noch mit 50 Jahren.
    Im Gegenteil; es ist doch gut, wenn du versuchst herauszufinden, was deine Schlaflosigkeit verbessern könnte!
    So, wie du deine Situation beschreibst, kommt es auch bei mir- wie bei jenner- als Depression rüber (Rückzug, Einsamkeit, Ängste, Unruhe, Schlaflosigkeit wären typisch dafür).
    Eben gerade deshalb rate ich auch zu einem Arztbesuch, bevor du mit Baldrian, Hopfen oder Johanniskraut an den Symptomen in Eigenregie herumdoktorst.

    Was du vielleicht heute mal versuchen könntest, bevor du morgen zum Arzt gehst:
    Versuch' mal, den Körper auszupowern (Joggen, Fitnesstudio oder so).
    Danach schön lange warm duschen; körperlich entspannen.
    Danach versuch, beim Einschlafen an ganz ruhige, schöne, langweilige (nicht abwertend gemeint) Situationen zu denken; ich hab da spezielle "Bilder" in meinem Kopf, die ich abrufen kann, wenn die Gedanken zu sehr kreisen.
    Manchen hilft auch Yoga oder das Wiederholen immer des selben Wortes/Satzes.

    Aber ansonsten: Ab zum Arzt- ganz ohne Peinlichkeit!
  • @Jenner Ich habe gemeint, du nimmst Medikamente - ausser Baldrian und Tee. Ein bisschen widersprüchlich das Ganze

    Lieber Dirk
    Du hast wenigstens die Einsicht zum Arzt zu gehen und dich aufzubauen.
    Übrigens, dieser klagt auch immer über Schlaflosigkeit.
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  • Hallo Dirk,

    ein Arztbesuch ist natürlich sinnvoll, um auch physische Ursachen ausschließen zu können.

    Aber was beschäftigt Dich denn, wenn Du nicht einschlafen kannst? Wovor hast Du Angst?
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  • Hallo dirk

    Zunächst einmal Ich bin auch 25,peinlich muss dir das nicht sein,war bei mir am Anfang aber auch so,und red dir nicht ein andere gehts so viel schlechter als,dir gehts nicht gut und nur darum gehts.
    Deine Symptome sind mir mehr als bekannt.
    Bei mir kam noch hinzu das Ich,wies mir immer schlechter ging oft Tage lang nichts essen konnte,und wie auch bei dir konnte ich gar nicht oder nur wenig schlafen.
    Ich war dann auch bei nem Therapeuten,und der hat mir dann auch bestätgit das es sich um eine depression handelt.
    Bei mir liegen die Gründe in jahrelanger einsamkeit,Isolation und zurückweisung seitens der Familie.
    Wie ich herauslesen kann und da hast du wirlich Glück ,hast du deine familie auf deiner Seite,was sehr viel wert ist.

    Mich würde interresieren warum du dich zurückgezogen hast?

    Grüße javier



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  • jenner hat geschrieben:
    Javier hat geschrieben:(....) Mich würde interresieren warum du dich zurückgezogen hast?

    Viele Menschen, die an Depressionen leiden (was bei Dirk allerdings ja nicht so sein muss), ziehen sich zurück.

    LG Jenner



    Die Frage Warum ist meiner Ansicht nach die wichtigste überhaupt 😉
  • Hallo Dirk (ob Du lieb bist, weiß ich nicht 😆 ) liebe Jenner,
    ich schreibe einfach mal meine Gedanken hier hin. Vielleicht sind die ja hilfreich.

    Schlaflosigkeit kann viele Ursachen haben, körperliche wie auch psychische.

    Bei mir war die Ursache (steht im Profil) nicht körperlich und sie bestand bereits das ganze Leben lang, nur war sie bis zum Alter von 40 Jahren unerkannt.

    Ich hatte im Leben notgedrungen gelernt, mich immer und überall extrem anzustrengen, um den ganz normalen Alltagsanforderungen gerecht werden zu können. Das war für mich normal, ich kannte nichts anderes. Ich ahnte nicht mal, dass anderen Menschen das ganz normale Leben viel leichter fiel als mir.

    Ursprünglich war also Überlastung am Tag die Ursache für Phasenweise immer wieder Schlaflosigkeit (bereits in der Kindheit). Auch das war also irgendwie "ganz normal" für mich.

    Vor einigen Jahren kam es so weit, dass ich über lange Zeit gar nicht mehr schlafen konnte.
    Diese Schlaflosigkeit bewirkte dann meine (Erschöpfungs-) Depression und die Depression bewirkte den so sehr notwendigen Rückzug, den ich mir da jedoch leider noch nicht erlauben konnte (aus Scham) - ein Innenkonflikt also. Damit umzugehen lernte ich erst nachdem die eigentliche Ursache gefunden war.

    Viele Grüße
    Daniya
  • Hallo Leute, 5 Tage seit meinem Eintrag hier vergangen. Erst mal das wichtigste mir geht es wieder gut. Und ich danke euch herzlich für eure Anteilnahme. Beim Arzt war ich allerdings nicht. Hatte mir noch mal grundsätzlich Gedanken über meine Situation gemacht. Ich habe mich aus Enttäuschung über alles mögliche zurückgezogen. Nicht Erwirterde liebe, kein „Erfolg“ im Schach und auch sonst waren die Tage gefühlt nur Widerholungen. Zumindest gefühlt. Montag war ich das erste mal seit Monaten in der Stadt. Eine Carrywurst essen. Spontan kaufte ich Karten fürs Kabarett. Auch habe ich meiner Schwester ihr Weihnachtsgeld besorgt. Sie geht im Dezember nach Neusseland. Ich tauschte deshalb 100 Euro in Doller. Was zur folge hatte das ich am Mittwoch so oder so noch mal in die Stadt musste. Auch war ich im Kino. (Die Mannschaft) war echt okay. Und auch sonst versuche ich halt Rhythmus in den Tag zu bekommen. Will sagen ganz normal halt. Aufstehen, essen, zähnenutzen, anziehen, Schach spielen und raus gehen.... hatte halt auch irgendwie Interesse an nix mehr gehabt. Ist ja eigentlich klar das man irgendwann nicht mehr kann.... es ist sicher nicht so das jetzt alles perfekt ist nein aber es ist okay... auch und grade weil ich so viel Glück habe was die Familie angeht. Mit meiner arbeit bin ich eigentlich zufrieden. Ist nen Halbtagsjob. Allerdings in einem heim für geistigbehinderte... oft können mich die Leute nicht so recht einschätzen.. ist ja auch völlig normal aber es ist halt auch nicht immer einfach... glaub es gab halt mehrere Faktoren... aber der größte war ICH natürlich selbst! das Schach macht auch wieder sehr bock... ich glaube allgm. sollte ich nicht immer soviel erwarten sondern mich drauf konzentriren was ansteht. nicht mehr und nicht weniger. Machts gut vielen dank! 😃
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  • Hi,

    ich bin wohl spät dran mit meinem Kommentar, aber ich glaube es wäre auch nützlich für Leute, die momentan an Schlafstörungen leiden:

    ich selber nehme ab und zu Globuli Passiflora comp. (von WALA) Die haben auf Anhieb geholfen.

    Wenn ich unter Schlafstörungen leide, dann ist es leider dass ich zuviele Gedanken im Kopf habe und nicht abschalten kann oder zuwenig Ausarbeitung etc...

    LG

    Keana
  • Hallo,

    ich würde nicht einfach irgendwelche Globuli nehmen. Auch wenn die pflanzlichen Mittel oft helfen, sind diese ja immer ganz indivisuell auf den Patienten angepasst. Man bekämpft bei der NHK ja nicht das Sympthom (schlafstöhrung) sondern die eigentliche Ursache und das ist dann schon komplexer.

    LG
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