Fragen einer Designstudentin zu eurer Mundpflegepraxis

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Liebe Forenmitglieder,

ich habe mich neu in diesem Forum angemeldet und möchte mich und mein Anliegen euch hier vorstellen.
Ich studiere Produkt-Design in Kassel und beschäftige mich im Rahmen meiner Diplomarbeit mit einem Thema, zu dem ich mir wünsche, direkte Erfahrungsberichte durch Betroffene und/oder Angehörige zu lesen.

Als Produktdesigner gestaltet man Produkte, das kann so ziemlich alles sein, was euch im Moment umgibt. „Gestalten“ bedeutet in diesem Zusammenhang aber nicht bloß das äußere „Hübschmachen“ - sondern oftmals komplette Neuentwicklungen von Produkten, die es bis dahin noch nicht gab. Dabei sollte stets der Nutzer im Vordergrund stehen, denn nur so stellt man einen echten Mehrwert für die uns umgebende Welt her und arbeitet nicht für die Tonne.

Ich möchte nach dem Studium in das Medical/Healthcare-Design, wo ich entweder medizinische Produkte (Diabetes-Messgerät, Dialysegerät etc) oder aber Körperpflegeprodukte (Rasierer, Föns etc) gestalten würde.
Aus diesem Grund beschäftige ich mich jetzt mit einem Thema im Schnittpunkt dieser Bereiche: der Zahnpflege.

Heute stellt ja die elektrische Zahnbürste in allen ihren Ausformungen (ob drehend, schwingend oder Schallaktiv) eine große Erleichterung für viele Nutzer dar, indem sie ihm die feinmotorischen Bewegungen abnimmt. Nur noch Halten ist nötig.
Meine Vermutung ist, dass es dennoch Menschen gibt, die auch mit einer elektrischen Zahnbürste ihre Mundpflege nicht so optimal ausführen können, wie sie es gerne hätten. Sei es, weil die Kraft im Arm fehlt, die Zahnbürste längere Zeit zu halten – eine elektrische Zahnbürste kann ja schon ein gutes Gewicht auf die Waage bringen – oder sei es, dass man aus anderen Gründen nicht (mehr) gut etwas in der Hand halten kann.
Ich vermute auch, dass es gerade da Schwierigkeiten geben könnte, wenn einer Person durch Unfall oder Krankheit der dominante oder gar beide Arme oder Teile davon nicht mehr ganz funktionstüchtig sind oder fehlen.

Ich möchte hier mit einer Neuentwicklung Abhilfe schaffen, benötige dabei aber Unterstützung durch Menschen, die mit dem bisherigen Angebot auf dem Markt ihre Herausforderungen erleben.

Worum ich euch bitten würde, ist, mir etwas über euch zu erzählen.
Zum Beispiel:
euren Zustand bezogen auf die Arme.
Ob dieser Zustand angeboren oder erworben ist.
Ob der dominante Arm betroffen ist.
kurz: In welcher Weise euch dieser Zustand im täglichen Leben beeinträchtigt/beeinflusst. Auch ob und in welchen Dingen ihr Hilfe durch andere Menschen erhaltet.
Gerne länger: Auf welche Herausforderungen ihr im Bereich der Körperpflege und im Speziellen in der Mundpflege stoßt.
Hier ist von besonderem Interesse, welche Art Zahnbürste ihr benutzt und wie ihr deren Leistung einschätzt. Ob ihr schon verschiedene Zahnbürsten ausprobiert habt und zu welchen Ergebnissen ihr da kamt.


Ich freue mich auf eure Antworten, gerne in Form von Anekdoten und längeren Beschreibungen!! Und bedanke mich ganz herzlich bereits im Vorfeld!
Solltet ihr in weiteren Foren auf mich stoßen, so antwortet mir doch bitte jeweils nur einmal 😀

Die Antworten könnt ihr gerne hier posten, oder per Mail an meine Uni-Email-Adresse senden:
(…)

Mit vielen Grüßen,
Olga S.

Anmerkung der Redaktion: Bitte gebt im öffentlichen Forum keine persönlichen Daten, wie z.B. Realnamen, Anschrift, Telefonnummer, von Euch heraus! Wenn Ihr solche Daten austauschen wollt, könnt Ihr hierfür gern die PN-Funktion nutzen. Dies dient Eurem Schutz. Vielen Dank für Euer Verständnis!

Antworten

  • Hallo Olga,

    herzlich willkommen im Forum.

    Du beschreibst mögliche Probleme sehr präzise, daher die Gegenfrage an dich:

    Hast du eigene Erfahrungen mit Menschen mit Handicap, hast du selber ein Handicap, hast du es dir sinnvoll "zusammengedacht" oder angelesen?

    Ich frage, weil es wichtig wäre, dass du mögliche Antworten nachvollziehen kannst, wenn man z.B. die eigene Behinderung als Diagnose einstellt, um zu erklären, wo das eigene Problem liegt. Ich meine z.B. den Fachbegriff für "Halbseitenlähmung", könntest du was anfangen mit "Hemiparese"?


    Gruß, Katrin
  • MyHandicap User
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    Hallo Katrin!

    Ich danke dir sehr für diese erste Nachricht und diese wichtigen Gegenfragen!

    Nein, ich habe selbst kein Handicap, in meinem Umfeld habe ich auch nur eine Bekannte mit einer Art Dysmelie, und eine weitere mit anfänglichem Rheuma.

    Allerdings beschäftige ich mich schon einige Zeit mit den Themen und habe sehr sehr viel gelesen, sowie Pflegeheime (u.a. für Menschen mit Hirnschädigungen) besucht. Viele Begriffe sagen mir schon was, und im Zweifelsfall frage ich gerne nach oder google halt 😀

    Viele Grüße,
    Olga
  • swisswuff1
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    schön dass "uns" "die dentalhygiene entdeckt" ; ) spass beiseite... als ich vor 6 jahren anfangen musste mit der nicht dominanten linken hand zähne zu putzen, wurde mir sofort klar, dass es so nicht einfach so geht. ich bin zwei wochen nachher, also erster termin nach anruf, und seither engmaschig, spezifisch und kompetent dentalhygienisch und zahnärztlich gewartet, beraten, ausgestattet und betreut. in anderen worten, die frage hatte für mich sofort hohe priorität. hat sie immer noch. bin bald 50 und bisher super zähne, dass darf noch ein bisschen so bleiben.

    ich verwende einschlägige geräte, also ultraschallbesen, dann diese stiftbürsten statt zahnseide, sicher die gute technik, oft zahnstein usw. wegmachen lassen, und so spülzeugs. ich kanns auch nachschauen und genauer sagen? für mich tut es das was es im handel gibt, braucht da nix extra. wer beim zahnpasta auf die bürste danebendrückt soll einfach nächstes mal besser aufpassen!!!!

    was ist, wo du schon da bist, denn die aktuelle meinung zu novamin versus fluorid? was wenn man zeug mit weit über 3000 ppm fluorid also zb elmex gelee verwendet. kannst du uns da sagen was sache ist, da fehlt mir noch die neueste info. danke!!!


  • MyHandicap User
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    Hallo Swiffwuff!

    Ich danke dir für deine Antwort!
    Mich würde in der Tat interessieren, welches Gerät genau du verwendest! Sicherlich gewöhnt man sich mit der Zeit auch daran, Aufgaben mit der nicht-dominanten Hand zu erledigen, oder fällt es nach wie vor schwerer, wenn es um Feinmotorisches geht?

    Leider muss ich zugeben, dass ich noch eher am Anfang meiner Recherche bin und mich auch im Rahmen meiner Diplomarbeit mehr auf Zahnpflege-Hilfsmittel und -geräte konzentriere (da also eher auf die Ergonomie etc). Mir fehlen daher für eine qualifizierte Antwort auf deine Frage doch die Chemie-Kenntnisse, und Halbwahrheiten möchte ich nicht verbreiten 😀

    Viele Grüße,
    Olga
  • swisswuff1
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    ich habe ultraschall zahnbürsten von philips und trisa, eine steht daheim, eine im büro, etc.

    ich habe in der dusche ein wandhalter mit normaler zahnbürste dort wird morgens vpr dem kaffee lang geputzt, aber das hat mit dem handicap nichts zu tun, das machte ich schon früher so.

    es ist weniger dass ich links so ungeschickt bin, als faul! ich rasiere ja auch nass und kaum ein schnitt. es macht mit modernen spielsachen einfach auch mehr spass. und manchmal tut mir die hand weh und ist müde, da rutscht man in eine verständliche aber gefährliche bequemlichkeit.
  • Ich habe eben gemerkt, dass meine Email-Adresse entfernt wurde...
    Ich hatte mir zwar durchaus Gedanken gemacht und sie schließlich bewusst veröffentlicht - zumal es meine Uni-Adresse und nicht die private war. Aber wenn es die Forenregeln so sagen...

    Wer mir also gerne im Privaten auf meine Anfrage antworten möchte, ist herzlich eingeladen, dies per PN zu tun.
    Ansonsten einfach weiter hier im Thread! 😀

    Ich bin noch am Sammeln und freue mich auf weitere Teilnahme!
    Viele Grüße,
    Olga
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