was kann ich tun im Job mit Engpasssyndrom?

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Hallo.
Ich habe mich hier gemeldet, weil ich keinen Rat mehr weiß.
Evtl. wird mir hier (weiter)geholfen.
Ich bin (normalproportioniert) kleinwüchsig mit 1,40m und arbeite im Einzelhandel seit 5 Jahren. Aber fast alles sind (für mich) Überkopfarbeiten, auch mit Stufenhocker.
Seit 2 Jahren leider ich unter Dauerschmerzen in der linken Schulter.
Bin daher letztes Jahr wegen eines Impingementsyndrom an der Schulter operiert worden. Es war ein schwieriger arthroskopischer Eingriff, da fast alles drinnen kaputt war.
Nach einem 1/2 Jahr Krankheit (incl. 5 Wochen Reha) gehe ich nun wieder voll arbeiten.
Nach fast einen 3/4 Jahr sind nun auch die Sehnen im Schulterblatt und Schulter am reißen.
Ich habe 50 GdB, aufgrund Gehörschwächen und schweren Hörsturzes(Änderungsantrag erfolgreich).
Nun habe ich einen Änderungsantrag wegen der Sache mit dem Kleinwuchs und der Schulterproblematik gestellt.
Denn ich sehe es so:
durch meine Größe habe ich einen Job in einer Einrichtung für und mit Behinderten erhalten, aber Aufgrund dessen habe ich nach 3 Jahren Überkopfarbeit diese Schulterproblematik bekommen.
Nun meine Frage:
-Hätte man mit diesen Job überhaupt vermitteln dürfen?
-Steht das im Zusammenhang und was kann ich tun?
-Kann ich sowas der BGU melden, dass es bei mir als Berufskrankheit gilt?
Oder was kann ich anderweitig tun?
Denn es wird schlimmer, statt besser.
Danke euch im voraus.


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  • MyHandicap User
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    Hallo,

    herzlich willkommen im Forum.

    Meine Rückfrage an Dich, bevor wir uns weiter Gedanken machen, wäre: Was willst Du denn erreichen? Geht es Dir darum, dass eine eventuelle (Teil)erwerbungsfähigkeit anerkannt wird und Du eine entsprechende Rente gezahlt wird? Bist Du auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz? Willst Du eine Versetzung innerhalb des Betriebs erreichen?

    Zu Deiner Fragen nach der Vermittlung: Die Agentur für Arbeit ist nicht dafür zuständig, zu überprüfen, ob ein potentieller Arbeitsgeber seine Angestellten richtig behandelt, Arbeitsschutznormen einhält etc. Sie hat bei der Vermittlung allgemein Neigung, Eignung und Leistungsfähigkeit der Arbeitsuchenden sowie die Anforderungen der angebotenen Stellen zu berücksichtigen.
    Das heißt, wenn die Dich auf den Arbeitsplatz hingewiesen haben, Du Dich da beworben hast und genommen worden bist, hat die Agentur für Arbeit da zumindest rechtlich gesehen vermutlich nicht viel falsch gemacht, denn so konkret wird sie die örtlichen Gegebenheiten bei Deinem Arbeitgeber bzw. die Art und Weise, wie Du da konkret eingesetzt wirst, nicht kennen und braucht sie auch nicht kennen.

    Für mich wäre eher die Frage, warum Du das 5 Jahre lang so gemacht hast... hattest Du denn Deinem Arbeitgeber schon mal gesagt, dass das für Dich so problematisch ist und mit ihm gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten gesucht? Jedenfalls wäre er da zunächst die richtige Adresse.

    Zur Frage "-Steht das im Zusammenhang und was kann ich tun? " - bitte lass uns wissen, was Du erreichen willst, dann können wir über mögliche Schritte nachdenken.

    Herzlichen Gruß, ananim

  • MyHandicap User
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    Hallo ananim.
    Warum ich 5 Jahre dort bin?
    Weil ich nichts anderes bekommen habe.
    Ich habe vorher (sehr glücklich)6 Jahre im Büro gearbeitet, aber leider konnten sie mich nicht fest übernehmen. Sie haben alles dran gesetzt mich fest einzustellen, aber es ging einfach nicht.
    Nach dieser Beschäftigung war ich knapp 1 Jahr arbeitslos.
    Es war schon schwer einen Job zu bekommen. Durch den IfD habe ich dann diese Stelle vermittelt bekommen.
    Ich möchte keine Rente haben, ich möchte nur wissen, ob ich ausser Hilfsmitteln, andere Möglichkeiten habe?
    Ja ich suche dringend einen neuen Job, weil ich Angst habe, dass meine jetzige Situation fortschreitet und davor habe ich richtig Angst wieder operiert werden zu müssen.

    Meine Frage "Steht das im Zusammen...." ist:
    Ist durch meinen Kleinwuchs und der schweren körperlichen Überkopfarbeit ein Zusammenhang für das Engpasssyndrom zu sehen?
    Danke.
  • MyHandicap User
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    Hallo katermax,

    zunächst einmal herzlich willkommen in der Community! Schön, dass Du MyHandicap gefunden hast 😀
    Eine Übersicht, wie das bei uns funktioniert, bietet dieses kurze Video (selbstverständlich auch mit Untertiteln): http://www.myhandicap.de/guided-tour.html

    Ich verstehe es also richtig, dass Du einfach an der jetzigen Situation etwas ändern und außerdem wissen möchtest, ob Deine momentanen körperlichen Beschwerden im Zusammenhang mit der Arbeitsbelastung stehen?

    Letzteres solltest Du mit Deinem behandelnden Arzt erörtern.

    Was die Arbeitsbedingungen betrifft, solltest Du das Gespräch mit Deinem Arbeitgeber suchen. Vielleicht kann der Arbeitsplatz angepasst werden oder man findet einen anderen Einsatzort für Dich.
  • MyHandicap User
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    danke für die Antwort.
    Leider habe ich wenig Hoffnung mich mit dem AG zu unterhalten. Zumal ich ja die Eingliederungszeit mit ach und krach auf 2 Wochen zu bekommen, zu erhalten.
    Der AG wollte 6 Wochen draus machen, obwohl ich nach der Reha (bestätigt von Reha-Arzt) wieder einsatzfähig war.

    Und ich sollte 120% Arbeitsleistung, (statt 100%) bringen, um zu sehen, dass ich wieder arbeitsfähig bin.
    Wie soll ich mich da mit ihnen unterhalten können?
    Wirklich- ich brauche wirklich Rat und Hilfe.

  • MyHandicap User
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    Hallo,

    so ganz klar ist mir ehrlich gesagt immer noch nicht, was Du Dir hier erhoffst, aber ich versuche es mal:

    - Zu medizinischen Fragen (Zusammenhng zwischen Kleinwuchs und der schweren körperlichen Überkopfarbeit und Engpasssyndrom) können Dir Deine ÄrztInnen sehr viel fundierter Auskunft geben als medizinische Laien, die hier im Forum hauptsächlich unterwegs sind und Dich nicht persönlich kennen. Da würde ich also empfehlen, mit denen zu sprechen.

    - Was Du Dir von der Berufsgenossenschaft erhoffst, ist mir nicht ganz klar geworden. Willst Du von denen irgendwelche Entschädigungszahlungen oder Rehamaßnahmen oder ....? Zuständig für durch Berufskrankenheiten versursachte Schäden sind die an sich schon. Wenn Du nähere Auskünfte zu Voraussetzungen etc. brauchst- spricht etwas dagegen, einfach mal dort anzurufen?

    - Wenn Du denkst, Du kannst mit Deinem Arbeitgeber nicht reden, dann sehe ich entweder die Möglichkeit, dass Du Dir Unterstützung von außen holst, Dich informierst, was Du ggf. für Rechte hast (z. B. indem Du Gewerkschaftsmitglied wirst und die dortige Rechtsberatung in Anspruch nimmst) und dann doch mit ihm redest. Habt Ihr z. B. einen Betriebsrat oder Schwerbehindertenbeauftragten? - wenn ja, auch mit denen reden. Oder Du versuchst eben weiter, einen anderen Job zu finden (oder nimmst in Kauf, arbeitslos zu sein).

    - Hattest Du schon mit dem Integrationsamt Kontakt? Die sind ja zuständig für Maßnahmen im Zusammenhang mit der Förderung der Berufstätigkeit von Menschen mit Behinderungen. Vielleicht können Sie Dir ein paar Tipps geben, welche Fördermöglichkeiten es z. B. bei eine neuem Arbeitgeber gäbe o.ä. oder Dich zu möglichen Fortbidlungsmöglichkeiten etc. beraten.

    Warum wolltest Du Deine Eingliederungszeit von 6 auf 2 Wochen verkürzen?

    Alles Gute und viel Energie, ananim



  • MyHandicap User
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    Ich möchte nur wissen, ob das Engpasssyndrom (auch genannt Imping.-Syndrom) als Berufskrankheit zählt, wenn man als Verkäuferin arbeitet.
    Denn immerhin bin ich dadurch ja erst krank geworden.

    Ich will keine Rente etc.
    Das habe ich doch schon geschrieben.

  • MyHandicap User
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    Hallo katermax,

    Arbeitgeber haben gegenüber ihren Mitarbeitenden auch eine Fürsorgepflicht. Du solltest daher in jedem Fall das Gespräch suchen. Und vielleicht verläuft es ja auch ganz anders, als Du erwartest 😉

    Hattest Du das Thema denn auch auf der Reha schon mal angesprochen?

    In Deinem Fall solltest Du mal die BG kontaktieren. Denn wahrscheinlich (sicher können das aber nur Deine behandelnden Ärzte sagen) besteht ja nur ein Zusammenhang zwischen Deiner Tätigkeit und der Erkrankung aufgrund Deiner körperlichen Grundvoraussetzungen. Du wärest also ein Sonderfall, so dass grundsätzliche Informationen nicht wirklich weiterhelfen.
  • MyHandicap User
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    Hallo,

    hier: http://symptomat.de/Impingementsyndrom_%28Engpasssyndrom%29 steht etwas davon, dass das Syndrom wegen Zusammenhang mit Überkopftätigkeiten als Berufskrankheit anerkannt wird.

    Die Liste mit den derzeit gesetzlich anerkannten Berufskrankheiten findet sich in dieser Veordnung (die Liste ist aber nicht abschließend):

    http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bkv/gesamt.pdf

    Herzlichen Gruß, ananim


  • Hallo.
    Leider ist mir bisher noch nicht weiter geholfen worden.
    Da steht nix von Berufskrankheitsanerkennung und was ich dafür tun könnte.
  • Hallo,


    Zitat aus dem Text unter dem zitierten Link ( http://symptomat.de/Impingementsyndrom_%28Engpasssyndrom%29 )

    "Das Impingementsyndrom ist inzwischen auch als Berufskrankheit anerkannt, tritt es doch bei Menschen, die einen Beruf mit Überkopfarbeiten ausüben (Maler, Schweißer, usw.), wesentlich häufiger auf." Steht unter der Überschrift Ursachen.

    Zum Verfahren findest Du mit googlen "antrag auf anerkennung berufskrankheit" oder ähnlich viele Links, durch die Du dich dann halt mal lesen müsstest.

    Ich hoffe, damit ist Dir dann geholfen - jedenfalls von mir aus der letzte Kommentar zu der Sache.

    ananim
  • Helmut60
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    Hallo katermax,

    einfach gesagt hat recht was mit richtig zu tun. Du erwartest, das man das richrtige mit dir tut.... dafür muß man zu aller erst "das richtige" für dich selbst tun. Gelenke u. Sehnen gehen in der Regel nicht "schwups" von jetzt auf gleich ohne vorher Beschwerden zu machen kaputt. Ich kann da selbst ein Lied von singen. Mit 22 bekam ich Schmerzen im Hüftgelenk, ging zum Arzt wurde 6 Monate man krank geschrieben. Dann waren die Schmerzen weg. Nach 2 Monaten arbeiten waren sie wieder da. Dann hab ich gekündigt und eine Umschulung beantragt. Der Arzt vom Arbeitsamt meinte damals : Mit den Problemen hätte ich mich schon 2 Jahre früher melden sollen.

    Übetrage ich nun dein Verhalten auf mich, hätte ich weiter arbeiten müssen bis die Hüftgelenke beide kaputt sind, und mich dann beim Arbeitsamt beschweren, warum man mich da haben arbeiten laassen... die wußten von Anfang an, das ich damit Probleme bekommen kann.

    Ne Ne.... so läuft das im Leben nicht. Wenn man Schmerzen hat und weiter arbeitert, tut man das zu aller erst auf "eigene Rechnung ". Sprech mit dem Sozialdienst der WfB, bzw. einem Integrationsdienst, und las dir eine Arbeit vermitteln die besser zu dir paßt... und hör auf damit wenn du davon wieder Schmerzen bekommst.

    😀 Helmut


  • Hallo katermax,

    Du hast aus der Community schon einige gute Hinweise erhalten (vielen Dank dafür, Leute 😀 ).

    Was hast Du denn inzwischen konkret unternommen? Mit wem hast Du gesprochen? Arzt, Arbeitgeber, BG?

    Freue mich darauf, wieder von Dir zu lesen 😀
  • warum so kritisch mit mir?
    ( ich sehe desöfteren, wie hier mit manchen umgegangen wird. Ist das nicht auch ein Forum zur Hilfe /Selbsthilfe?)

    Ich habe schon etliches unternommen, Stellengesuche geschaltet, Bewerbungen geschrieben, Bewerbungsabsagen erhalten (viele).
    Und nun habe ich wieder (auf mein Anfragen)einen erneuten Termin mit dem AAmt.

    Ich erwarte einwenig Hilfe /Rat und eure Erfahrungen in einem Forum, dass doch dafür da sein sollte und nicht nur Links hier und da. Oder?
    Links finde ich ja wohl genug im Internet.

    Daher habe ich mich an euch gewandt. Ja genau.
  • katermax hat geschrieben:
    warum so kritisch mit mir?
    ( ich sehe desöfteren, wie hier mit manchen umgegangen wird. Ist das nicht auch ein Forum zur Hilfe /Selbsthilfe?)

    Ich habe schon etliches unternommen, Stellengesuche geschaltet, Bewerbungen geschrieben, Bewerbungsabsagen erhalten (viele).
    Und nun habe ich wieder (auf mein Anfragen)einen erneuten Termin mit dem AAmt.

    Ich erwarte einwenig Hilfe /Rat und eure Erfahrungen in einem Forum, dass doch dafür da sein sollte und nicht nur Links hier und da. Oder?
    Links finde ich ja wohl genug im Internet.

    Daher habe ich mich an euch gewandt. Ja genau.


    hi, katermax,
    warum "so kritisch mit" dir?
    Vielleicht weil du ERWARTUNGEN formulierst statt in Informationsaustausch zu gehen.
    Immerhin hast du bemerkt, dass du nicht in Watte gepackt wirst. Du kriegst Rede und Anwort wie jeder andere Zeitgenosse auch, der Fragen hat. Und das Forum versucht dir ja auch zu helfen soweit deine Rede das bisher erlaubt. Primär über Vorschläge zur Selbsthilfe, oder suchst du ein Kindermädchen? Wohl eher nicht.

    Was möchtest du denn nun genau?

    Den "Überkopfjob" ändern. -> mit dem Chef reden.

    den "Überkopfjob" verlassen. -> Ersatz über Institut oder AAgentur suchen

    nen Schuldigen suchen, der dir den "Überkopfjob" verpasst hat und dich gezwungen hat, das viele Jahre trotz Schmerzen durchzuhalten. -> vermutlich eigene Nase packen, was besseres suchen.

    von zuständiger Stelle gegebenenfalls Geld bekommen, das erst noch beantragt werden will?

    Bring doch bitte System rein in dein Anliegen und berichte so, dass man auch deinen Fortschritt einschätzen und Hinweise ergänzen kann.

    lg
    ppiet
    (mitlesender user

  • ppiet hat geschrieben:

    hi, katermax,
    warum "so kritisch mit" dir?
    Vielleicht weil du ERWARTUNGEN formulierst statt in Informationsaustausch zu gehen.
    Immerhin hast du bemerkt, dass du nicht in Watte gepackt wirst. Du kriegst Rede und Anwort wie jeder andere Zeitgenosse auch, der Fragen hat. Und das Forum versucht dir ja auch zu helfen soweit deine Rede das bisher erlaubt. Primär über Vorschläge zur Selbsthilfe, oder suchst du ein Kindermädchen? Wohl eher nicht.

    Was möchtest du denn nun genau?
    ich möchte gerne Erfahrungen austauschen, was ich sonst noch tun kann, um weitere Schädigungen zu vermeiden,
    ich möchte Leute finden, den es evtl. genauso ergangen ist mit meinen Beschwerden.

    Den "Überkopfjob" ändern. -> mit dem Chef reden.
    Hab ich- kann ja mir nen anderen Job suchen= war die Antwort.

    den "Überkopfjob" verlassen. -> Ersatz über Institut oder AAgentur suchen
    Bin ich voll mittendrin seit (!) 5 Jahren.

    nen Schuldigen suchen, der dir den "Überkopfjob" verpasst hat und dich gezwungen hat, das viele Jahre trotz Schmerzen durchzuhalten. -> vermutlich eigene Nase packen, was besseres suchen.
    Tja das war der IfD, der mir den Job vermittelt hat= Antwort vom IfD - sind nun nicht mehr für mich zuständig. Autsch.

    von zuständiger Stelle gegebenenfalls Geld bekommen, das erst noch beantragt werden will?
    Dafür bin ich zu jung, vorallem von welcher Stelle sprichst du?

    Bring doch bitte System rein in dein Anliegen und berichte so, dass man auch deinen Fortschritt einschätzen und Hinweise ergänzen kann.

    lg
    ppiet
    (mitlesender user


    Im übrigen möchte ich die Überschrift geändert haben, habe mich wohl damals falsch ausgdrückt mit "Recht für mich". Danke.
    Möchte es gerne in was kann ich tun im Job mit Engpasssyndrom? ändern
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