Wechsel von privater Krankenkasse/Beihilfe in die gesetzliche

Optionen
Hallo,

unsere Tochter geht seit Anfang Oktober in die Werkstatt für Menschen mit Behinderung und soll nun gesetzlich krankenversichert werden.

Momentan ist sie noch über mich beihilfeberechtigt und auch bei der Debeka über das Restrisiko von 20 % privsat versichert. Das kann zeitlebens so bleiben.

Wir müssen uns jetzt aber binnen 3 Monaten entscheiden, ob wir die Tochter von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen wollen. Die Entscheidung ist nicht mehr umkehrbar.

Wir sind jetzt unsicher, welche Vor-/Nachteile der Wechsel in die gesetzliche Krankenkasse mit sich bringt. Wie sieht es zukünftig dann mit Hilfsmitteln und Therapien aus? Kommt dann vielleicht der Arzt und sagt sein Budget ist erschöpft.

Wer hat Erfahrung mit dem Thema?

Vielen Dank

Rainer Käding

Antworten

  • Hallo Rainer!

    Herzlich Willkommen im Forum.

    Du sagst, die Versicherung über privat kann zeitlebens so bleiben - gilt das auch, wenn ihr als Eltern nicht mehr da seit, irgendwann im Alter von ca. 85? Wer zahlt dann die privaten Beiträge?

    Ich denke, in einer gesetzlichen Kasse (die TK soll gut sein) werden die Beiträge für deine Tochter übernommen, privat evtl. nicht. Erkundige dich, ob das der Grund der gesetzlichen Versicherung ist.

    Ich war bis zu meinem Ausbildungsbeginn 1994 auch über meinen Vater privat versichert, was dann nicht mehr ging. Ich bin mit der AOK nicht immer glücklich, aber bisher habe ich für meine Tochter und mich alles bekommen, was nötig war, auch Physiotherapie ohne Zwangspausen (ausserhalb des Regelfalles).


    Gruß, Katrin
  • Guten Abend RainerKäding
    Nur kurz soviel, das Budget des Arztes wird durch Hilfsmittel nicht belastet.
    Schönen Abend
  • rainerkaeding hat geschrieben:
    Wir sind jetzt unsicher, welche Vor-/Nachteile der Wechsel in die gesetzliche Krankenkasse mit sich bringt. Wie sieht es zukünftig dann mit Hilfsmitteln und Therapien aus? Kommt dann vielleicht der Arzt und sagt sein Budget ist erschöpft.

    hallo rainer

    nach meiner erfahrung sind die PKV hinsichtlich der bewilligung von hilfsmitteln nicht anders als die GKV.
    man muss leider auch um vieles kämpfen.

    therapien werden vielleicht gegenwärtig eher bewilligt, doch wer weiß, wie es in der zukunft aussehen mag.

    die entscheidung müsst ihr notgedrungen alleine treffen.

    du hast schon einige ratschläge und meinungen bekommen, vielleicht melden sich ja noch andere user zu deiner frage.

    liebe grüße und noch einen schönen abend
    rosi



  • einbein
    Optionen
    Die GKV zahlt eigentlich alles, was notwendig und sinnvoll ist.
    Viele meiner Leidenskollegen werden von der PKV mit den einfachsten Prothesen versorgt und müssen für jeden Furz prozessieren (Beim Amtsgericht, kostenpflichtig) wärend die GKV-Versicherten die neueste Technik bekommen, sofern sie sie nuten können und einen Vorteil davon haben. Im Zweifelsfall kann man beim Sozialgericht (kostenlos) klagen.

    Die praxis zeigt mir auch, dass Behandlungen bei Krankheiten bei PKV-Patienten länger dauern. Nicht weil sie besser behandelt werden, sondern weil man mehr abrechnen kann. Da wird da noch mal geröntgt, dort noch ein CT gemacht... Nicht weil es mehr Erkenntnisse bringt, die sowieso nichts nützen, sondern weil man es abrechnen kann, könnte man meinen. Ich will ja nichts böses unterstellen, aber wenn die Leasingrate vom Porsche drückt...
  • einbein hat geschrieben:Die GKV zahlt eigentlich alles, was notwendig und sinnvoll ist.

    hallo einbein

    im prinzip hast du damit recht.

    dies hat zwar mit dem ursprünglichen thema "hilfsmittel und therapien" nichts zu tun,
    aber gesetzlich versicherte müssen viel selbst bezahlen von den notwendigen leistungen
    (ich denke da z.b. an mammographien und anderen, m.e. wichtigen vorsorgeuntersuchungen).

    derartige leistungen werden von den pkv hingegen übernommen.

    ob manche, der s.g."igel-leistungen" sinnvoll sind, zu denen die ärzte den gesetzlich versicherten raten, wage ich zu bezweifeln.

    aber es stimmt, bei den privat versicherten wird oft der gesamte geräte-apparat angeschmissen, was ich auch für sehr fragwürdig halte. 🥺

    lg rosi


  • MyHandicap User
    Optionen
    Hallo,

    allen, die mir auf meine Frage geantwortet haben, herzlichen Dank.

    Meine Tochter wird nun wohl auch in die GKV wechseln.

    Gruß

    Rainerkaeding
Diese Diskussion wurde geschlossen.