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GDB-Bescheid mit 20% erhalten , was tun ??

Hallo ,
habe soeben meinen Bescheid für den "Grad der Behinderung" erhalten .
Es wurden mir 20% zugestanden . 20 % auf psychische Störung , 20 % auf Schlaf-Apnoe-Syndrom und 10 % auf Bluthochdruck . Bin sehr niedergeschlagen .javascript:emoticon('😡')
Seit längerem habe ich schon keine Kraft mehr zum Kämpfen .
Da ich schon seit Jahren nicht mehr erholsam Schlafen kann , ist mein Körper kaum mehr Leistungsfähig .
Ich habe zu meiner Arbeit eine tägl. Fahrtzeit von insgesamt 5 Stunden und bin daher ständig ausgelaugt .
Die wenig Zeit , die mir zuhause über bleibt , brauche ich zum ausruhen und kann nur das nötigste verrichten .
Vieles bleibt einfach liegen .
Aufgrund meiner Depression war ich bis vor kurzem bereits das 2. mal in einer REHA gewesen .
Mir kommt es aber vor , als wäre alles wie zuvor .

Was soll ich nun tun und habe ich Aussicht auf Erfolg ??

Antworten

  • Hallo,

    ich kenne das gut ich mit
    Depression, Agoraphobie mit Panikattaken, BWS und Tinnitus
    mir hat das Versorgungsamt einen GdB von 30 gegeben.
    Bespreche das ganze mit deinem Arzt und lege gegen den bescheid Widerspruch ein wenn er der gleichen Meinung ist wie du das es zu wenig ist
    hol dir als Unterstützung den VDK
  • Hallo albert12,

    zunächst einmal herzlich willkommen in der Community! Schön, dass Du MyHandicap gefunden hast 😀
    Eine Übersicht, wie das bei uns funktioniert, bietet dieses kurze Video (selbstverständlich auch mit Untertiteln): http://www.myhandicap.de/guided-tour.html

    Du hast aus der Community schon einige gute Hinweise erhalten (vielen Dank dafür, eddy070 😀 ).

    Da ein Widerspruch binnen vier Wochen eingelegt werden muss, kannst Du diesen auch zunächst formlos einlegen und eine Begründung nachreichen, wenn Du mit Deinem Arzt gesprochen hast. Ggf. kannst Du ihn dann auch zurückziehen.

    Noch eine andere Sache: Wenn Du so einen langen Anfahrtsweg hast, hast Du schon mal überlegt umzuziehen? Nur so ein Gedanke..

    Bei weiteren Fragen wende Dich gern jederzeit wieder an mich oder meine Kollegen oder die Community. Wir alle hier freuen uns, wenn wir helfen dürfen 😀

    Wünsche Dir erstmal ein erholsames Wochenende.
  • Vielen Dank für Eure Antworten .
    Komme gerade zurück von meinem Therapeuten , dieser meinte das es dafür nicht mehr Prozente gebe . Jedoch würde Er beim nächsten Gutachten fürs Amt die
    " doppelte Depression " diagnostizieren ( ist ja auch vorhanden ) und damit sollten es 30% geben . Dann könnte man einen Gleichstellungsantrag auf 50% bei der Agentur für Arbeit stellen. Damit wäre ich wenigstens unkündbar .
    Des weiteren untersucht Er nun eine Zwanghafte Persönlichkeitsstörung bei mir .

    Ich soll auf jeden Fall Wiederspruch einlegen .

    Auch denkt Er über einen stationären Aufenthalt von 8 Wochen in psychosomatischen Fachklinik nach.
    Auch über eine Rente und dann zusätzliches Arbeiten soll ich mal nachdenken.

    zu Justin : Umziehen kommt für mich nicht in Frage aus folgenden Punkten :
    - ich bin sehr Heimatverbunden und bekomme gleich Heimweh
    - ich würde dann vor die Hunde gehen , nichts Essen usw.
    - ich habe mit meiner Frau zusammen ein Haus gebaut ,
    das muß auch noch abgezahlt werden
    - betreibe noch 4 ha Weideland und halte 2 Pferde als Hobby
    (ohne die Pferde wäre ich nicht mehr da )
    - ich arbeite bei einem großen Konzern der nun Teilprivatisiert ist ,
    habe bisher immer Wohnort nah gearbeitet .
    Nun möchte der Konzern Personal abbauen und versetzt
    die Mitarbeiter willkürlich mal weit entfernt vom bisherigen
    Arbeitsplatz . Würde ich nun umziehen , so müsste ich dies mein
    rest des Lebens tun .
    - Kündigen scheidet auch aus , mit 44 bekommt man nur noch Arbeit im
    Niedriglohn-Sektor . Das wäre der soziale Abstieg .
    Bezweifele das es mir damit besser gehen würde.
    Mein jetziger Einsatz an diesem Ort ist befristet bis zum 25.11.2013 ,
    mal sehen was der Arbeitgeber sich danach einfallen lässt .
    Also versuche ich solang als möglich durchzuhalten.

    Wünsche Euch Allen ein erholsames Wochenende.


  • Hallo,
    mit einem Schwerbehindertenausweis ist man nicht unkündbar, sondern eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses muss vom Arbeitgeber sehr gut begründet werden. Der einfache Rausschmiss ist schwieriger.
    Bei einem Anfahrtsweg von so vielen Stunden lohnt sich ein zweiter Wohnsitz am Arbeitsplatz. Du gibst diesen Weg als Grund für Erschöpfung an, die dich krankmacht. Die Fahrten aufrechtzuerhalten, heißt damit auch sich selbst schlecht zu behandeln.
    Man kann mit einem Therapeuten auch über Heimweh sprechen und nach Lösungen dafür suchen.Und wenn man nur 2 mal in der Woche am Arbeitsplatz nächtigt. Auch das kann gehen,.
  • Hallo albert12,

    vielen Dank für Deine Ergänzungen.

    Nun, wenn Dein Therapeut Dir beim nächsten Mal eine andere Situation bescheinigt, wäre es vielleicht sinnvoller in einiger Zeit mit Unterstützung des Therapeuten einen Verschlimmerungsantrag zu stellen.

    Du hast aus der Community auch noch einige gute Hinweise erhalten (vielen Dank dafür, xxxx 😀 ).

    Wenn wir Dich noch in irgendeiner Form unterstützen können, wende Dich gern jederzeit wieder an mich oder meine Kollegen oder die Community. Wir alle hier freuen uns, wenn wir helfen dürfen 😀

    Wenn Dein Anliegen geklärt ist, sei bitte so lieb und setze die Bewertung oberhalb des Threads auf 100%. 😀
    So hilfst Du uns, eine bessere Übersicht zu behalten, wo noch Unterstützung benötigt wird.
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