Mehrfach-Behinderung GDS zu niedrig angesetzt?

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Hallöken,

zu meiner Person:
Ich bin 53 Jahre alt und habe mehrere Behinderungen und wollte einfach mal nach euren Erfahrungen fragen.
2 künstliche Hüften und ein künstliches Kniegelenk. Mit den Hüften habe ich gar keine Probleme. Bei meinem Knie sieht das schon anders aus. Totale Schwierigkeiten bei Belastung, Bakterien und eine Schublade. Das Knie ist überdies total instabil. Nehme seit fast drei Jahren Tilidin und habe schon öfter mal versucht den Tag ohne Medikamente zu überstehen. Geht aber vor lauter Schmerzen nicht. Habe dann einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt und 50% mit Merkmal G zugesprochen bekommen.
Zu meinen Gelenken kommt jetzt noch COPD (Gold Stadium II) hinzu.
Habe einen Verschlimmerungsantrag gestellt. Das VA bleibt bei dieser Einschätzung. Soll ich jetzt einen Widerspruch einlegen? Oder bin ich mit den 50% gut weggekommen? ...und wie werden die zwei unterschiedlichen Erkrankungen bewertet?
Ich weiß sind viele Fragen, aber ich sage schon mal ganz herzlich DANKE
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Antworten

  • StefanNRW
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    Ja vielleicht hast du Recht.

    Nur es ist auch so, daß Alterserscheinungen nicht direkt als Schwerbehinderung gewertet werden können. Mir geht es verhältnissmässig gut was Bewegung angeht, aber auch nur weil ich noch 30 Jahre alt bin.
    Mit 50 Jahren werde ich enstsprechend schlecht dahstehen was Mobilität angeht.

    Aber wünsche dir trotzdem gutes Durchsetzen mit deinen Ansprüchen.
  • Hmmmm.... Alterserscheinungen? Mit 53 schon drei künstliche Gelenke? Also sind die Behinderungen altersentsprechend?

  • Guten Tag RickyE
    in wie weit behindert dich copd? Wann hast du Luftnot nach welcher Wegstrecke? Welche Medis nimmst du, brauchst du eine Sauerstoffdauertherapie?
    Schönen Tag
    Holger
  • Hallo Holger,
    ja ab und an mal Luftnot. Beim Lingenfunktionstest hat der Arzt festgestellt, dass ich nur noch die Hälfte meines Lungenvolumens habe.
    Viel Husten und vor nem halben Jahr ne Lungenentzündung. Der Husten war so heftig, dass ich mir einen Rippenbruch zugezogen habe.
    Bin auch im DMP- Programm eingeschrieben. Muss zweimal täglich FORMOTEROL inhalieren.
    Hilft diese Antwort weiter?
  • Guten Taq RickyE
    Danke für deine Rückmeldung.
    Das erscheint mir zu wenig um eine höhere Einstufung des GDB zu erwirken.
    Trotzdem einen schönen Tag
    Holger

    Liegen denn Blutgaswerte(Sauerstoffanteile im Blut) vor?

    Sei doch bitte so nett und lösche die 3 weiteren gleichen Threads von dir.
  • Vielen Dank.
    Dann werden nur die 50% für die künstlichen Gelenke anerkannt und die COPD ist dann dort mit eingeschlossen.
    Danke für die Antworten.

    ...und Sorry, hatte wohl dicke Finger (gleich 4x den gleichen Beitrag).
  • Hallo Ricky
    ja so wird es sein.
    Nein, dicke Finger hattest du nicht, das System spinnt manchmal etwas. 😃
    Schönen Abend
    Holger
  • MyHandicap User
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    Hallo RickyE,

    zunächst einmal noch herzlich willkommen in der Community! Schön, dass Du MyHandicap gefunden hast 😀
    Eine Übersicht, wie das bei uns funktioniert, bietet dieses kurze Video (selbstverständlich auch mit Untertiteln): http://www.myhandicap.de/guided-tour.html

    Du hast aus der Community schon einige gute Hinweise erhalten (vielen Dank dafür, Leute 😀 ).

    Wenn Dein Anliegen geklärt ist, sei bitte so lieb und setze die Bewertung oberhalb des Threads auf 100%. 😀
    So hilfst Du uns, eine bessere Übersicht zu behalten, wo noch Unterstützung benötigt wird.

    Grundsätzlich gilt übrigens:
    Für die Bewertung des GdB werden nicht die Einschränkungen der einzelnen Krankheitsbilder zusammengezählt. Sondern es wird die höchste Einschränkung zur Festlegung des GdB herangezogen.

    Bei weiteren Fragen wende Dich gern jederzeit wieder an mich oder meine Kollegen oder die Community. Wir alle hier freuen uns, wenn wir helfen dürfen 😀
  • Hallo Justin,
    erst mal recht herzlichen Dank.
    Mittlerweile habe ich die schriftliche Ablehnung zu meinem Verschlimmerungsantrag.
    Das VA teilt mir mit, dass eine Verschlimmerung an meinen unteren Extrimitäten eingetreten ist,
    aber dies würde nicht zu einer Höherstufung reichen,
    Mit keinem Wort etwas über die COPD, so als hätte man dieses nicht überprüft. Mein Hausarzt sagte mir,
    das die Lungenkrankheit eine eigenständige Krankheit sei, aber meine anderen Beschwerden verstärken
    würden. Ich habe keine Ahnung davon, werde aber den Rat von meinem Doc befolgen, Widerspruch einlegen
    und die gutachterliche Stellungnahme anfordern. Schadet ja nicht und ist darüber hinaus kostenfrei.
    Aber hat hier jemand im Forum Kenntnis über so einen Widerspruch.
    Wie gesagt in dem Schreiben vom VA geht es nur um meine "untere Hälfte". Lunge(in einem früheren Bescheid wurden mir dafür 10% anerkannt) Rhizarthrose (auch hier10%),
    Krampfadern, großflächige Narben (ist von einem Unfall) und eine Engesyndrom in beiden Schultern (10%) wurden nicht berücksichtigt.
    Lohnt es sich dafür zu kämpfen? Möchte mal eure Meinung dazu.
    Ich bedanke mich ganz lieb und wünsche noch einen schönen Sonntag. DANKE
  • MyHandicap User
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    Hallo RickyE,

    Dein Anliegen habe ich gern noch an unseren entsprechenden Fachexperten weitergeleitet. Bitte hab ein wenig Geduld bis zur Antwort 😉

    Auch ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.
  • Danke 😃
  • Guten Tag,

    also wenn einer Erkrankung in einem Bescheid nicht anerkannt worden ist, obwohl sie medizinisch nachweisbar vorliegt. So ist der Bescheid in diesem Punkt fehlerhaft und kann im Rahmen eines Widerspruchs bzw. der Klage korriegiert werden. Was jeweils der nächste Schritt ist (Widerspruch oder Klage) steht in der sog. Rechtsbehelfsbelehrung im Bescheid. Ich würde auf Grund der Sachlage auf jeden Fall empfehlen, den Bescheid im Punkt der COPD korriegieren zu lassen, im Rahmen des nächsten Verfahrensschritts.
  • habe heute den Widerspruch gegen den Bescheid geschrieben.
    Habe das Fehlen von der COPD bemängelt und die Sachbearbeiterin nochmals darauf hingewiesen, dass ich beim Verschlechterungsantrag den Befund beigelegt habe. Diesen Befund habe ich nochmals beigefügt.
    Ich bin echt dankbar, dass ich hier so viele Ratschläge bekomme.

    DANKE 😃
  • Hallo,

    ist es nicht etwas niedrig 50 % für 2 Hüften und ein Knie mit über 50 Jahren aber unter 60 Jahren.

    Ich habe 30 % GDB für eine Hüfte und Gelenksprobleme und bin 46 Jahre alt.

    Gut das du Widerspruch eingelegt hast.

    wünsche Dir einen schönen Tag

    Gastone
  • Hallo,
    ob sich etwas lohnt, hängt auch davon ab, inwieweit Du die Auseinandersetzung mit dem Amt als Belastung empfinden würdest.
    Ob es einen Unterschied macht, wenn der GdB von 50 auf 60 erhöht wird, kann ich nicht beurteilen. Mir fällt spontan kein Nachteilsausgleich ein, der zwischen 50 und 60 unterscheidet.
    Wichtig ist, daran zu denken, dass es einen GdB nicht für Diagnosen gibt, sondern für die Funktionsbeeinträchtigung im Alltag im Vergleich zu Gesunden in der entsprechenden Alterskategorie.
    Ich sehe Deine Beschwerden als NICHT altersgerecht, also als zu berücksichtigene Einschränkung bei der feststellung des GdB.(Der ist übrigens nicht in %).

    Deine Beeinträchtigungen werden nach der Auswirkung beurteilt (nicht nach Diagnose).
    Die Auswirkungen der einzelnen Funktionsbeeinträchtigungen können ganz verschiedene Bereiche im Ablauf Deines täglichen Lebens betreffen.Das ist bei der Festsetzung des GdB meines Wissens zu berücksichtigen.Zur Aufklärung des Sacverhalts sollen die behandelnden Ärzte angeschreiben worden sein, um zu den von Dir angegebenen Krankheiten/Gesundheitsstörungen befragt zu werden.
    Auch Schmerzen sind bei der Feststellung des GdB zu berücksichtigen.

    Dein Arzt ist der Meinung, dass sich die Auswirkungen deiner Krankheiten/Störungen gegenseitig verstärken. Hat er dies bei der Befunderhebung des Versorgungsamtes angegeben? (Sollte er).
    Ich würde das Amt auffordern dazulegen, dass alle genannten Funktionsbeeinträchtigungen sachgerecht und umfassend bei der feststellung berücksichtigt wurden. Da es Beschwerden aus unterschiedlichen Fachgereichen sind, würde ich mir Name und Facharztbezeichnung des amtlichen gutachters nennen lassen.