Schulter Op´s u. SC-G Arthrose, Schmerzen u. Bewegunseinschr.

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Nach zw. SchulterOp´s li. u. einer re. u.SC-G Arthrose habe ich starke Bewegungseinschränkungen in den Armen u. Schmerzen. Das komische daran ist, am Morgen bin ich relativ gut beweglich. Was aber nach 3-4 Std. zu einer fast völligen Bewegungseinschränkung beider Schultergelenke (li. mehr) führt. Bei normaler körperlicher Belastung. Am Abend geht dann gar nichts mehr, weder Haare kämmen, waschen noch föhnen was doch keine großen Aktionen sind. Wer weiß einen Rat oder gar Hilfe für mich?

Antworten

  • MyHandicap User
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    Hallo Raketenmaus,

    von außen Ferndiagnosen zustellen ist weder reel möglich noch ratsam.

    Du kannst Dir bei Orthopäden eine Diagnose und Tipps holen, ansonsten kann ich Dir nur den Gang zu einem guten Krankengymnasten empfehlen.

    Mir wurde vor 8 Jahren nach Arthrose, mein rechtes Schultergelenk ausgefräst.

    Dank einer guten aber auch wochenlangen KG, bin ich seitdem schmerzfrei und kann das Schultergelenk gut belasten und komplett normal bewegen.

    Theoretisch könnte ja auch ein Neurologischer Befund da sein...? oder oder oder.

    Schreib Dir alles auf, was dir wann und wo Probleme bereitet und gehe zu Ärtzen und Krankengymnasten.

    Viel Glück und das Du bald schmerzfei bewegungsfrei bist😀

    lg Yeggdrasil
  • Guten Tag!

    Man muss unterscheiden zwischen den Schultern und den SC-Gelenken. Die Sterno-Clavicular-Gelenke liegen an der Verbindung vom Schlüsselbein zum Brustbein, also oben mitten über dem Brustkorb oder unterhalb der Gurgel. Wenn da keine Schmerzen sind, kannst Du die SCG Arthrosen vergessen.

    Mit den Schultern ist alles viel komplizierter. Die Schmerzen signalisieren eine Entzündung im Gelenk, die unter Belastung jeweils schlechter wird. Wenn Du an beiden Schultern operiert worden bist, gehe ich davon aus, dass Du Verletzungen oder chronische Veränderungen wie Arthrosen oder Verkalkungen der Rotatorenmanschette (also der Sehnen, die den Oberarm bewegen) in den Gelenken gehabt hast. Chronisch degenerative Schulterveränderungen sind extrem unangenehm, weil eine Schmerzfreiheit – wie bei jeder fortgeschrittenen Arthrose – in der Regel unter Belastung unabhängig jeder Therapie nicht erreicht wird und die Prothese bis heute – im Gegensatz zu Knie und Hüften zum Beispiel – eigentlich noch keine gute Alternative ist. Weil danach in der Regel die Mobilität entscheidend eingeschränkt bleibt.

    Massnahmen:

    a) Konservativ = OHNE Operation: Kräftigung der Schultermuskulatur, damit der Kopf in der Pfanne gut zentriert ist und das Gelenk damit sauber läuft. Dazu braucht es professionelle Anleitung durch Physio oder guten Instruktor. Zudem Entzündungshemmer empfohlen, sogenannte NSAR, dazu gehören Ponstan (Mephenaminsäure), Voltaren (Diclofenac) oder Brufen (Ibuprofen) unter anderem.
    b) Semi-invasiv, eigentlich immer in Kombination mit a): Man spritzt Kortison ins Schultergelenk damit die (chronische) Entzündung gehemmt und damit der Teufelskreis Schmerz-Verspannung-Entzündung unterbrochen werden kann. Diese Massnahme kommt wenn a) allein nichts (mehr) nützt, sollte aber nicht zu häufig wiederholt werden.

    c) Invasiv = MIT Operation: Die Schulterprothese ist die letzte Option. Wenn die Schmerzen effektiv invalidisierend bleiben trotz a) und b), dann muss c) in Erwägung gezogen werden. Dafür braucht es aber den besten Schulterspezialisten, den es in Deiner Gegend gibt. Da lohnt es sich herumzufragen wer das ist. Für die Schweiz könnte ich auf jeden Fall zwei Spezialisten nennen. Melde Dich, wenn Interesse besteht.

    Freundliche Grüsse,

    Christian Wenk
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