Flugreisen

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Sohn seit 2011 querschnittsgelähmt, muss aller 4 h aus med. Gründen kathetert werden, Rollstuhl mit maßgefertigter Sitzschale ist 98 cm hoch und 27 kg schwer, sitzen nur in erster Reihe im Flugzeug möglich.
Problem: kathetern nicht möglich bei reiner Flugzeit von 4,5h (ohne ein und auschecken -Behinderte sind die ersten und die letzten, welche das Flugzeug verlassen also gut 2 h dazu)
Was können wir tun?

Antworten

  • einbein
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    Je nach Fluggerät gibt es behindertengerechte Toiletten. Dort könnte man das also während des Fluges machen, sofern keine Turbulenzen den Toilettengang verhindern. Auch bei einem regulären Kurzflug kann es zu erheblichen Verzögerungen kommen. Du darfst dich nie drauf verlassen, nach 4 h aus dem Flieger raus zu sein. Wenn du Pech hast, wartest du nach dem Pusch-back noch 2 h auf dem Vorfeld, wenn es am Zielflughafen zu Engpässen kommt. Flieger in der Luft haben Priorität.
    Kann man den Katheter nicht während des gesamten Fluges liegen lassen?


    Hier die Daten der üblichen On-Board-Rollstühle: http://www.innovint.de/uploads/airline-interior/IAI_OBW-2218_Rev.1.pdf
  • Da hilft ein Verweilkatheter für die Dauer des Fluges, den man danach wieder zieht. Ansonsten ein Urinalkondom kleben (falls Spontanurin möglich ist).
    LG Thomas
  • Vielen Dank für die schnellen Antworten.
    Da unser Sohn nicht nur querschnittsgelähmt ist, sondern durch eine Versteifung der Wirbelsäule sehr eingeschränkt ist, freies sitzen auf der Toilette nicht möglich ist, werden wir eine andere Lösung suchen müssen. Unsere Probleme sind das Kathetern, die Höhe des Rollstuhl( mit 98cm zu hoch) und ein Sitzplatz in der ersten Reihe machen mir noch Sorgen.
    Werde mich mit unserem Urologen in Verbindung setzen, wegen einem Verweilkatheter für die Zeit des Fluges.
    Also nochmals vielen Dank für die schnellen Hinweise.
    LG
  • MyHandicap User
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    Hallo mobidick2009,

    zunächst einmal herzlich willkommen in der Community! Schön, dass Du MyHandicap gefunden hast 😀
    Eine Übersicht, wie das bei uns funktioniert, bietet dieses kurze Video (selbstverständlich auch mit Untertiteln): http://www.myhandicap.de/guided-tour.html

    Du hast aus der Community schon einige gute Hinweise erhalten (vielen Dank dafür, Leute 😀 ).

    Den eigenen Rollstuhl kann man leider definitiv nicht mit in die Kabine des Flugzeugs nehmen.
    Auch ein Sitzplatz in der ersten Reihe für einen Passagier mit Handicap bedarf sehr viel Überzeugungsarbeit bei den Airlines. Die Damen der Special Needs Abteilung von AIDA geben sich da aber sehr viel Mühe.

    Eine (leider sehr kostspielige) Möglichkeit für die Flugreise ist ein sog. "Stretcher". Dabei würde Euer Sohn im Liegen reisen. Diese Variante lassen sich Airlines aber sehr teuer bezahlen.

    Überprüft auch, ob der Rollstuhl bei diesen Maßen überhaupt in den Laderaum des Flugzeugen passt bzw. ob der Stuhl noch verkleinert werden kann.

    Falls es mit der Fliegerei überhaupt nicht klappt (dies wird der Dialog mit der Airline bzw. Special Needs Abteilung zeigen), ist es vielleicht eine Alternative, eine andere AIDA-Route (z.B. im Mittelmeerraum) zu wählen, bei der Ihr mit dem Auto oder der Bahn anreisen könnt?

    Bei weiteren Fragen wende Dich gern jederzeit wieder an mich oder meine Kollegen oder die Community. Wir alle hier freuen uns, wenn wir helfen dürfen 😀
  • MyHandicap User
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    Hallo Justin,
    vielen Dank für Deine Antwort.
    Ins Flugzeug hat mein Mann unseren Sohn immer getragen. Wöhrend dessen regelte ich das Rollstuhlhandling. Klappte bisher immer super. Nun kann ich mit nicht vorstellen, dass die Ladeluken so klein sind, dass nicht mal ein Rollstuhl durchgeht. Bisher sind immer größere Airlines geflogen, da meist im Flugzeug 2 Drittel AIDA Reisende waren. Naja und mit dem Auto bzw. Zug ist uns einfach zu langer Anfahrweg.
    LG mobidick

  • MyHandicap User
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    Hallo mobidick,

    das mit der Rollstuhl- bzw. Ladelukengröße solltet Ihr unbedingt klären. Denn wenn der Rollstuhl zu groß ist, ist er zu groß und der gesamte Urlaub fällt ins Wasser.

    Doch, wie gesagt, bei den Damen der Special Needs-Abteilung seid Ihr in guten Händen.

    Wenn wir Euch noch irgendwie unterstützen können, zögert bitte nicht, uns anzusprechen.
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