Haushaltshilfe/Familienhilfe/Schreibhilfe bei Depressionen bei PKV

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Hallo erstmal,

der Titel verrät ja schon viel zu meinem Anliegen, jedoch will ich mal versuchen es genauer zu schildern.
Ich, 21 und weiblich, studiere und habe einen Nebenjob. Beidem gehe ich so gut ich kann nach, leider entstehen dennoch krankheitsbedingt viele Fehlzeiten🙁
Da ich privat krankenversichert bin,fällt dabei viel Schriftverkehr an, alle Rezepte und Arztrechnugen müssen eingereicht werden etc. Dabei tue ich mich sehr schwer,ebenso wie mit meinen sonstigen Schriftverkehr/Rechnugen, weil ich nach der Arbeit/Uni zu Nichts mehr fähig bin und nur noch im Bett rumliege. Zudem befinde ich mich immer wieder imrechtsstreit mit meinen Eltern, so dass ich 1.von denen noch nie Hilfe erhalten habe und auch nicht zu erwarten habe und 2. dabei auch viele Dinge anfallen, die erledigt werden müssen, wie sie immer wieder darauf hinweisen, dass sie Kindergeld und Unterhalt zu zahlen haben....🙁Meine Mitbewohner (Wohngemeinschaft) kümmern sich immer ganz lieb darum,dass ich Lebensmittel im Kühlschrank habe und Freunde schleppen mich auch zum Arzt,wenn ich mal wieder nicht fähig dazu bin. Aber eben der Schriftverkehr und die Rechnungen bleiben immer liegen. Daher meine Frage,ob es da vielleicht eine Möglichkeit gibt. Früher bekam ich vom Jugendamt eine Familienhilfe,doch diese ist aufgrund meines Alters nun nicht mehr zuständig für mich.

Also besteht für mich irgendwie die Möglichkeit irgendwo Hilfe beantragen zu können?

Zu meiner Vorgeschichte: ich leide seit meinem 16.Lebensjahr immer wieder an schweren depressiven Episoden und einer Angststörung, habe mich schon stationär behandeln lassen, aber für eine ambulante Psychotherapie bin ich nicht mitversichert und kann mir diese auch nicht selbst leisten als Studentin. Antidepressiva habe ich verschrieben bekommen, diese machen aber sehr müde, so dass ich oftmals auf der Arbeit oder so einschlafe. Andere Antidepressiva haben keine Wirkung gezeigt,oder dazu beigetragen, dass mein Glaukom verstärkt wurde. Ich habe wirklich über 2Jahre lang die verschiedensten Antidepressiva ausprobiert, doch keines hat eine solche Wirkung gezeigt wie Amitriptelin.
Nach der Schule habe ich nicht sofort begonnen mit Studium und Arbeit,sondern versucht mein Leben auf die Reihe zu bekommen, sprich dem nachzugehen, was der Großteil der Leute neben der Arbeit schafft Haushalt etc., doch in dieser Zeit war ich depressiver als jemals sonst. Ich brauche es irgendwie gefordert zu werden. Deshalb habe ich mir damals auf Anraten meines Arztes etwas gesucht,was mich interessiert und fordert. Deshalb würde ich mein Studium nicht gern aufgeben,es tut mir ganz gut.

Ich bin für jeden Tip dankbar.

Antworten

  • StefanNRW
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    Es gibt doch an den Uni auch Stellen an die man sich wenden kann bei Erkrankung.

    Ich kann dich mit allem sehr gut verstehen und auch daß die Wirkung eines Studiums
    für das Wohlbefinden sicher sehr gut ist.

    Nur etwas grotesk ist es schon, daß du dich nicht mal Standartschreibkramm kümmern kannst
    aber eine Akademische Ausbildung machst?
    Ich meine es gibt doch auch VHS-Kurse z.B., gut die müsstest du dann bezahlen und hättest nicht den Schmucken Status einer Studentin.

    Komisch ist, daß du schreibst, du brauchst eine Herausfoderung, nur der Schreibkramm ist dann zu viel für dich? Ich meine irgendwann willst du doch mal eine Bachelor und Masterarbeit schreiben, da musst du noch sehr viel mehr schreiben...

    Ist nicht böse gemeint alles hier, nur ich muss es einfach mal tippen,
    und gibt doch bestimmt auch an Unis so Kurse: Briefe verfassen und richtig verschicken, Adressieren und frankieren schnell und einfach gelernt.

    😡
  • Das Problem dabei ist,dass es sich nicht um "normalen Schreibkram" handelt. Es sind alles irgendwelche Streitigkeiten. Beispiel: Die Krankenkasse erstattet irgendwelche Leistungen/Medikamente nicht,obwohl sie es sollte, da muss man erstmal wieder mit den diskutieren... Oder meine Eltern kaufen sich ein neues Auto und beschließen dann plötzlich das Kindergeld,das mir zusteht, einzubehalten. Und mit den eigenen Eltern über Geld diskutieren zu müssen,dass ist nicht leicht.

    Sprich es sind alles irgendwelche Angelegenheit die mich viele Nerven kosten und dann oftmals zu Panikattacken führen.

    Und es ist mir ja selbst nicht so ganz verständlich,weshalb ich es schaffe zur Uni zu gehen, danach aber ins Bett falle. Meine einzige Erklärung ist, dass ich zur Uni nicht alleine gehe. Ich habe ein furchtbares Problem mit allein sein/sich einsam fühlen ... Zur Uni schleppen mich immer meine Freunde mit, aber sie machen schon so viel für mich,dass ich sie nicht um noch mehr bitten kann.
  • Hallo!

    Kann man evtl. mit der Kindergeldkasse sprechen, damit dein Kindergeld auf dein Konto überwiesen wird, damit du Zugriff darauf hast?


    Gruß, Katrin
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