Wie gross ist das Risiko einer Hüft-OP nach schlaganfall bei einer 75Jährigen?

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Meine Mutter, 75 Jahre alt, hatte vor 1/2 Jahr einen Schlaganfall. Beeinträchtigt war das Sprachzentrum und die rechte Hand, soweit hat sich alles wieder recht gut normalsiert. Ursache war laut Ärzten erhöhter Bluthochdruck und Herzvorhofflimmern.
Aufgrund sehr fortgeschrittener Arthrose erwägt Sie ein Hüft-OP.
Ist eine Vollnarkose nach Schlaganfall in diesem Alter zu empfehlen oder hat sie ein erhöhtes Risiko?

Antworten

  • MyHandicap User
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    Hallo Netmail

    Jede OP ist mit Risiken verbunden. Auch das Alter und der allgemeine Gesundheitszustand spielt eine Rolle. Letzendlich können nur die behandelden Ärzte abwägen, wie hoch das Risiko einer OP ist. Deine Mutter sollte sich an ihren Arzt wenden und ihn um Rat fragen.

    LG Nobby
  • MyHandicap User
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    Hallo,

    ich schließe mich Nobby an. Eine Hüft OP ist sehr anstrengend, und kostet sehr viel Kraft. Schon ohne vorerkrankungen hat man seinen kampf auf die Beine zu kommen.
    Das weiß ich aus eigener Erfahrung, meine wird im August 2 jahre alt, ich war nur 43 Jahre alt.

    Bin sehr froh wieder fast nomal laufen zu können, übe aber täglich um Muskeln aufzubauen und zu stärken.

    Meine Mutter hat eine Hüfte mit 75 Jahren bekommen, aber sie läuft sehr viel schlechter als ich . Wenn ich zu ihr sage Mama wir gehen mal spazieren dann wiegt sie ab.

    Wieso die andere Seite tut weh. Jede Bewegung tut ihr weh, aber gar nicht zu laufen ist Gift für Gelenke. Wenn meine Mutter mich heute fragen würde ob sie sich das rechte Bein operieren würde ich "nein" sagen, weil erst das 1 Bein gesund sein muß.

    Am besten Ihr sprecht mit mehreren Ärtzten und wiegt alle risiken ab.

    Einen schönen Feiertag

    Gruß

    Gastone 😃
  • MyHandicap User
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    Sehr geehrter netmail!

    Dies ist eine ärztliche Frage, die ich hier nicht beantworten kann. Ich denke, auch ein Mediziner wird Sie an Ihren behandelnden Kollegen verweisen, da dieser das Risiko genau abwägen muss und Sie kennt.

    Es sind die jetzt bestehenden Schmerzen und geringere Lebensqualität mit dem Risiko einer Operation abzuwägen. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Hüft–OP´s werden auch im Alter von weit über 80 Jahren noch gemacht.

    Die OP Vorbereitung dauert oft länger, da z.B. Marcumar (blutverdünnendes Medikament) abgesetzt werden muss.

    Zu bedenken ist, dass oft nach OP ein sogenanntes Durchgangssyndrom eintreten kann, und die Patienten/Innen über mehrere Tage verwirrt sind. In der Regel gibt sich dieser Zustand aber sehr schnell wieder.

    Auch die Frage der Vollnarkose kann nur mit den behandelnden Ärzten geklärt werden.

    Also ich kann Sie nur ermutigen, sobald wie möglich Gesprächstermine mit den behandelnden Ärzten zu vereinbaren.

    Mit freundlichen Grüßen

    Petra Thea Knispel
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