keine Ausbildung mit 25 und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben - abgelehnt!

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Hallo zusammen,
ich bin neu hier, hoffe mein Thema ist hier richtig und ich brauche Hilfe / Ratschläge / Tipps / Anregungen…
was auch immer euch dazu einfällt, bin für alles dankbar.

Mal kurz meine Geschichte:
Suche seit 2002 einen Ausbildungsplatz im kaufmännischen Bereich, jährlich ca. 100 Bewerbungen geschrieben und diese wieder per Absage bekommen.
Psychische Belastungen seit dem 11ten Lebensjahr durch diverse private Ereignisse.
Seit 2006 beschäftigt als Montagearbeiterin (monoton, Akkordarbeit, Schichtarbeit, Mobbing am Arbeitsplatz)Arbeitgeber sehr unkooperativ. Mein Wunsch auf Ausbildung, Arbeitsortswechsel und auch Arbeitsplatzwechsel wurden abgelehnt.
Seit 2009 bin ich in psychologischer Behandlung, wodurch ich dann auch 2010 für 9 Wochen in einer psychosomatischen Klinik war – hat leider nicht geholfen.
Seit Mai 2010 wurde eine psychische Schwerbehinderung mit GdB 50 festgestellt.

Nun habe ich nach dem Klinikaufenthalt einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) bei der Agentur für Arbeit gestellt, dieser wurde abgelehnt.
Mit Begründung, dass ich für meine bisherige Arbeit, sowie auch für andere Arbeit oder Ausbildung und vor allem für andere ungelernte Tätigkeiten keine Hilfe benötige. Und, dass der MDK (anscheinend) im Gutachten geschrieben hätte, dass erst eine medizinische Reha vorausgehen muss, bevor man LTA prüfen kann.
Außerdem war auch noch eine Begründung für die Ablehnung, ich zitiere: „Sie verfügt über keine verwertbare berufliche Qualifikation und somit über keinen Status, dessen Erhaltung durch eine Behinderung gefährdet oder gar unmöglich wäre.“ Aber genau das ist ja mein Problem, dass ich keine Qualifikation habe und keine Ausbildung und somit auch keine berufliche Perspektive. 😢

Von der Krankenkasse aus musste ich beim Rentenversicherungsträger einen Antrag auf med. Reha stellen, also habe ich dort auch gleich den Antrag auf LTA gestellt… beides abgelehnt:
1. Med. Reha – zu wenig Wartezeit, also noch keine 15 Jahre eingezahlt
2. LTA – sei Arbeitsamt zuständig

Nun habe ich überall Widerspruch eingelegt, welche (wie solls auch anders sein) immer wieder abgelehnt werden. Auch die Klage gegen Arbeitsamt wurde abgelehnt, weil die Voraussetzungen für LTA anscheinend nicht vorliegen.

Was kann ich denn noch machen??? Da ich bisher keinen Ausbildungsplatz bekommen habe, leide ich sehr unter Zukunftsängsten und mich begleitet eine stetige Perspektivlosigkeit.
Laut Arbeitsamt bin ich nun auch, weil ich über 25 Jahre bin, erwachsen, und müsste ja schon längst ne Ausbildung haben.
Ach ja, ich war nun von Mai 2010 bis Nov. 2011 Arbeitsunfähig Krankgeschrieben und wurde nun im November 2011 ausgesteuert. Und mittlerweile fühle ich mich gar nicht mehr im Stande, eine ganz normale Ausbildung durchzuziehen.

Ich hoffe das war jetzt einigermassen verständlich. Bitte helft mir.

Liebe Grüsse
Di
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Antworten

  • Hallo Di,

    zunächst einmal herzlich willkommen in der Community! Schön, dass Du MyHandicap gefunden hast 😀

    Ich habe Dein Anliegen an einen unserer Fachexperten weitergeleitet. Bitte hab ein klein wenig Geduld bis zur Antwort.

    Lass in den Kopf nicht hängen! Es findet sich bestimmt ein Weg, Dein Leben in eine positive Richtung zu verändern 😉
  • Vielen Dank Justin. 😀

    Ich hoffe auch, dass sich irgendwann einmal ein Türchen öffnet. Nur wird die Hoffnung immer weniger und die Selbstzweifel immer grösser. Und ich denke auch, wenn ich erst einmal ins HARTZ 4 abgerutscht bin, werd ich da kaum noch raus kommen

    Hoffentlich weiss der Experte einen Rat.
  • Hallo und einen schönen Abend,

    die Ämter weigern sich immer am Anfang eine Weiterbildung oder eine Ausbildung zu bezahlen.

    ES ist oft ein langer Kampf hilfe zu bekommen.

    Gib die Hoffung nicht auf und suche mal einen Sozialverband (VDK,.....,.... ) auf, die können dich beraten.

    Sei stark und denke an deine Zukunft!

    Wünsche dir ein schönes Wochenende und viel Kraft dein Ziel zu erreichen.

    http://www.cosgan.de/images/smilie/xmas/d058.gif

    Gruß

    Gastone


  • surfer
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    Hallo Di,

    Gastone hat recht, es wird immer versucht wegen der Kosten alles abzulehnen.
    Der Tip mit dem VDK ist nicht schlecht nur machen die das meiste für Mitglieder.
    Aber beispielsweise hat auch die Caritas kostenlose Beratungsdienste für Behinderte und auch bei eher linksgerichteten Parteien wie der SPD gibt es Dienste die für Bürger nach Anmeldung kostenlos sind. Auch der Beratungsdienst der Stiftung -Pfennigparade für Körperbehinderte, die mit dieser Seite kooperiert ist kostenlos.
    Vielleicht gibt es auch in Projekten für Benachteiligte die Möglichkeit eine Ausbildung nachzuholen und die haben meistens Dienste, die Dir weiterhelfen.


    LG

    Surfer
  • Hallo Gastone, Hallo Surfer,

    vielen Dank erstmal, für eure Beiträge 😀

    Ja, das mit der VDK ist wirklich eine gute Idee, werde dort gleich Montag mal anrufen und mich erkundigen. Allerdings hab ich da wenig Hoffnung.

    War auch schon beim Integrationsfachdienst, dieser sagte mir, dass er einen Kostenträger braucht, sonst kann er gar nichts machen.
    Und ich war auch bei uns in der Diakonie, denn ich habe gelesen, dass die eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung haben. Naja, er meinte, ich soll mir einen Betrieb suchen, der in meiner Lage mit macht 😃 aber ganz ehrlich... wenn ich schon keinen "normalen" Ausbildungsplatz bekomme, wie soll ich dann einem Personaler noch erklären, dass ich momentan nur wenig belastbar und psychisch krank bin...

    Hab auch schon tagelang im Internet gesucht, ob es eine Möglichkeit gibt, evtl. eine Teilzeit-Ausbildung zu machen. Das fänd ich gut für mich, damit ich auch noch was vom Leben habe, aber hab immer nur gelesen, dass es für junge Mütter ist.

    Es muss doch irgendetwas geben, für Menschen mit Behinderung, dich noch keine Ausbildung haben, diese aber gerne nachholen möchten.
    Das bringt mich fast jeden Tag zur Verzweiflung 😢

    Güssle
    Di
  • Hallo Di,
    habe hier was gelesen:
    http://www.arbeitsagentur.de/nn_26178/Navigation/zentral/Buerger/Behinderungen/Aus-Weiterbildung/Aus-Weiterbildung-Nav.html
    da wird von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gesprochen und das bist du ja auf jeden Fall.
    Keine Ahnung, ob du das schon kennst, ob das was ist...
    try it.
    LG
    Mona
  • Hallo monalisa72,

    ja, das kannte ich schon, aber trotzdem danke 😀

    Das Problem daran ist, dass ich dafür ja erst einen Ausbildungs-/ Umschulungsplatz brauche, was mir ja leider seit 9 Jahren noch nicht gelungen ist.

    Und A-Amt hat die ganzen Jahre nicht wirklich was für mich getan 🙁

    Und wenn man sich beschwert, dann wird man noch als Lügner hingestellt. Oder aber so, dass man etwas in Richtung Ausbildung oder Umschulung ja gar nicht durchziehen könnte, weil man ja gar nicht belastbar ist. Aber für jedermann ist verständlich, dass das Maß nach 9 Jahren einfach recht schnell voll ist und auch überläuft, nur für die A-Amt-Leute nicht.


    Grüssle Di
  • Hey, wo wohnst du denn? Hast du jemanden beim VDK erreicht?
    Schreib mal
    LG
    Monalisa
  • Zumindest bei der DRV ist scheinbar eine medizinische Reha VOR der LTA notwendig, um herauszufinden, in wie weit da überhaupt noch was zu machen ist. Von Seiten der Krankenkassen scheint das ähnlich zu sein. Man will einfach wissen, in wie weit das Sinn macht und was überhaupt in Frage kommt.

    Wer bestimmte Vorraussetzungen (noch) nicht erfüllt, wird schwer eine LTA bekommen, da ja jeder "Normalo" quasi fast auf eigene Kosten sich um Arbeit und/oder Ausbildung kümmern muss. Eine LTA ist nach meinem Wissensstand eher eine Hilfe für die, die schon einiges hinter sich haben und generell benachteiligt sind und anhand anderer Faktoren entscheidet sich auch der Kostenträger, wie schon richtig erkannt wurde.

    Ich denke, in dieser Situation voranzukommen, hilft es immer nur wieder, alle Probleme ärztlich bescheinigen zu lassen und damit auf die Ämter zuzugehen. Wenn Du z.B. einen GdB von 50 hast, hol Dir einen Ausweis. Der besorgt Dir zwar keinen Job aber bewahrt Dich z.B. vor Jobs, die Du ohne SBA vielleicht machen müsstest, um Leistungen der Agentur oder Arge weiter zu bekommen. Man kann dann auch etwas gezielter helfen und andere Organisationen könnten helfen.

    Das das mit der DRV nicht klappt, liegt leider wirklich am Alter und an den Beitragsjahren. Hier wäre wirklich die Agentur für Arbeit die 1. Stelle, die sich kümmern muss, solange die Arge noch nicht in der Pflicht ist und man Anspruch auf ALG1 hat.

    Ich habe den Prozess mit den LTA hinter mir und auch genehmigt bekommen, da ich meinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann. Zudem bin ich in einem Alter, wo ich eben die Mindestvoraussetzungen für die RV als Kostenträger erfüllt habe.

    Aber ganz so viel wie erhofft, hat das auch noch nix gebracht, denn leider gelten die LTA bei der DRV nur für 2jährige Umschulungsmaßnahmen aber wer "richtig" umschulen will, muss entweder sehr viele Kompromisse eingehen oder eben auf eine 3jährige Umschulung setzen, die nicht mehr zur LTA gehört.

  • Hallo ihr Lieben,

    ich... habe noch nicht bei der VDK angerufen 🙁 hab ich ganz vergessen, sicher auch, weil ich immer so fertig bin. Und seit Sonntag begleitet mich mal wieder ein stetiges, sehr tiefes Tief 🙁 und ich wohne in Baden-Württemberg.

    Im Moment muss/darf ich auch vom Arbeitsamt aus an einer Maßnahme teilnehmen, wo auch ein 4-wöchiges Praktikum dazu gehört, an dem bin ich gerade dran und es ist sehr anstrengend.

    Weißt du Ich_Bins_Nur, sicher, findet jeder seine eigenen Probleme als die größten überhaupt und ich gehöre da leider auch dazu. Und ich weiß du meinst das nicht böse, aber heute, (wenn ich mich so fühle wie jetzt), dann kommt das ganz vorwurfsvoll rüber... weil ich wohl auch nicht weiss, wie ich alles verarbeiten soll und weil einfach nichts voran geht. Und weil ich schon so vieles erfolglos versucht hab.

    Ich habe einen Schwerbehinderten Ausweis, ich habe auch die Bescheinigung von meinem Therapeuten, dass ich keine Schichtarbeit mehr ausüben kann. Es gibt sämtliche Gutachen (außer das vom ärztlichen Dienst vom A-Amt) welche sagen, dass ich eine Ausbildung brauche, weil ich keine Perspektive habe und ich große Angst habe vor der Zukunft. Das ohne LTA keine Aussicht auf besserung der Erwerbsfähigkeit besteht, dass es sich eher verschlechtern wird, bis zum total Ausfall.
    Weil ich ja auch leider, ohne Ausbildung, nicht mal normale Stellenanzeigen wahrnehmen kann, weil die Ausbildung vorausgesetzt wird. Also könnte ich nur das arbeiten, was mich letztendlich krank gemacht hat.

    Und ja, das Arbeitsamt wäre zuständig, aber leider rühren die schon seit 9 Jahren keinen Finger für mich! - oh, doch, ja, sie schicken mir Stellenangebote zu, die ich aber schon Tage vorher selbst gefunden hatte. 👿 Das alles macht mich fertig und wütend und das sehen die nicht.
    Die wollen es nicht sehen, dass ich hilfe brauche.

    Wenn es so einfach wäre, einfach einen Ausbildungsplatz zu finden, dann wäre ich heute nicht hier.

    Das soll nicht gegen dich gehen Ich_Bins_Nur 😢 tut mir leid, es ist nur grade wieder sehr viel in letzter Zeit.

    Und jetzt muss ich mir auch noch überlegen, die Klage gegen A-Amt fallen zu lassen, weil die sich mit allem was sie haben dagegen wehren, nur einen Cent für mich zu zahlen.

    Am liebsten würde ich einfach alles stehen und liegen lassen und weglaufen.

    Gruss Di
  • Liebe Di,
    ich kann dich gut verstehen.
    Wie oft hört man den gutgemeinten Satz: "Anderen geht es noch schlechter"... anscheinend soll es einem besser gehen, wenn man sieht, dass es anderen noch schlechter geht... ABER - ab wann darf man für sich das Gefühl haben: "Schlimmer gehts nicht und da hilft auch kein Vergleich?"

    Tja, nun müsste man offensive an die Sache herangehen, was natürlich schwer fällt, wenn man gerade "irgendwo da unten" sich befindet.

    Ich, für mich... würde drei Wege in Betracht ziehen:

    1. gegen das AA rechtlich vorgehen (hilfreich, weil günstiger, ist die Mitgliedschaft im VDK oder Sozialverband <-da arbeiten Anwälte... denn die übernehmen dann auch den Schriftverkehr, ansonsten gab es hier im Forum schon andere Tipps, bzw. Wege, wie man zu einem Anwalt kommt, ohne Geld, wenn man die Unterstützung von einem solchem haben möchte)
    und
    2. Die Zeitungen interessieren sich gerade zur Weihnachtszeit auch für Schicksale. Motto: Inkusion von Behinderten JA, aber nur wenn es nichts kostet...
    ...das Arbeitsamt verweigert ihre Unterstützung...

    und / oder
    3. Fernsehen: Sat1: Akte 2011: http://www.sat1.de/ratgeber_magazine/akte/kontakt/42781/

    Den Weg über Zeitung und Fernsehen bin ich 1999 gegangen, als meine Krankenkasse nach einem Jahr meine Schmerzbehandlung mit der TCM nicht mehr bezahlen wollte, weil ich die Schulmedizin noch nicht bis zum Ende ausprobiert hatte (Konkret hatte ich mich geweigert Morphium zu nehmen). Zwar hat die Krankenkasse durch meinen Medienauftritt ihre Meinung nicht geändert, aber Leser der verschiedenen Zeitungen haben gespendet, so dass ich ein komplettes Jahr (bis ich die Krankenkasse wechseln durfte) die Behandlung bezahlen konnte.

    Möglich wäre also, wenn Chefs den Artikel oder den Fernsehauftritt sehen, dass die einen Ausbildungsplatz anbieten... möglich ist es...

    Maybe ein Weg ...
    Meld dich wieder und bis dahin wünsche ich schneefreie Tage
    LG
    Mona
  • Liebe Mona 😀

    vielen Dank. Ich habe bereits einen Anwalt über die IGM, vom DGB - Rechtsschutz.

    Naja, die Klage gegen's Arbeitsamt werd ich wohl jetzt dann fallen lassen müssen, die stellen sich einfach so quer und langsam habe ich da auch keine Lust mehr drauf 🙁
    Ständig wird einem das Wort im Mund umgedreht, das finde ich sehr ungerecht.

    Eine positive Nachricht gibt es nun: Eventuell und / aber nur vielleicht, darf ich nächstes Jahr eine Ausbildung anfangen, in dem Betrieb, in dem ich grade das Praktikum mache. Aber das steht leider alles noch in den Sternen. Jetzt heissts halt wieder hoffen.

    Und wegen deinen Wegen, die du gegangen bist: Ich, .... ich glaub ich möchte nicht ins Fernsehen. Ich möchte nicht, dass die ganze Welt weiss, was mit mir los ist und da meine Krankheit auch nicht nur mich betrifft, sonder dann auch die ganze Familie, möchte ich das schon 2 mal nicht. Denn meine Probleme fingen an, mit der Trennung meiner Eltern und dann würde ich alle noch mehr mit rein ziehen und es geht sowieso allen schlecht deswegen, weil das ganze mich eben so belastet und ja auch irgendwie mein Leben kaputt gemacht hat.


    Weißt du denn, ab wann ich eine Verlängerung/Neuausstellung des Schwerbehinderten-Ausweises beantragen sollte? Meine gilt nur bis Nov. 2012.

    Grüssle Di
  • Liebe Di,
    verständlich, wenn da ein "Rattenschwanz" mit dran hängt. Ich konnte damals ganz autark handeln, da nichts mein Umfeld betraf.

    Die Sache mit dem Ausweis: Das Amt wird dich anschreiben, bevor der Ausweis abläuft. Und da gibt es zwei mir bekannte Möglichkeiten:
    Entweder schreiben sie dich an, um dir mitzuteilen, dass der Ausweis automatisch verlängert wird und du wirst gebeten, die Verlängerung eintragen zu lassen, oder es muss geprüft werden (da weiß ich allerdings nicht, ob dies durch deinen Arzt bestätigt werden muss oder im Amt durch einen Arzt erfolgt...?).
    Liebe Grüße
    Mona
  • Hallo Di,

    deine Meldung im Forum ist ein ersten wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Unterstützung. Dich scheinen ja alle mehr oder weniger zu vertrösten und mit teilweise komischen Begründungen abzuspeisen.

    Und bei allen Antworten, die du uns zur Verfügung stellst , ist auch etwas dran.

    An deiner Stelle würde ich einen kompetenten Berater suchen, der nicht nur die Interessen eines Kostenträgers vertritt.

    Einen Vorschlag von mir hast du schon ausprobiert, den Integrationsfachdienst (ifd), der dich allerdings erst beraten will, wenn du eine Kostenzusage mitbringst. Lass dir das schriftlich geben und gehe damit zur entsprechenden verantwortlichen Behörde, das ist je nach Bundesland und Region entweder das Versorgungsamt oder das Integrationsamt. Der ifd ist sozusagen nur ausführendes Organ. Zumindest die Behörde sollte - unabhängig von der Kostenübernahme - dich umfassend beraten.

    Des weiteren gibt es oftmals auch Beratungsstellen im Rahmen der Offenen Behindertenarbeit (OBA) die auch - je nach Ausstattung und Besetzung - gute Beratung machen.

    Einen weiteren Schritt - Kontakt mit dem vdk - hast du bereits schon unternommen.

    Als nächstes gehe auf die sogenannten Servicestellen zu (Findest du im regionalen Tel-Buch) die laut Gesetz unabhängig von der Kostenübernahme beraten sollen.

    Wie sieht es bei dir mit Behindertenberäten aus. Gibt es sowas. Bei uns hat dieser Beirat sogar einen Fachausschuss zum Thema Ausbildung und Beruf. Meistens sitzen auch dort gute Netzwerker, die dir viellciht weiter helfen können.

    Hoffentlich kannst du mti diesen Tipps etwas anfangen. Ich meine, dass du mit einem konkreten Unterstützer in deiner Region weiterkommen kannst.

    Viele Grüße

    Michael
  • Hallo ihr Lieben,

    tut mir leid, dass ich nicht geschrieben hab, bin die letzten Tage (mal wieder) krank im Bett gelgen.

    Ich weiss nicht wie ich anfangen soll!!! 👿 😡 ich könnt noch durchdrehen...
    Der Betrieb, bei dem ich grade das Praktikum vom Amt aus mache, hat mir angeboten, eventuell eine Ausbildung nächstes Jahr zu machen...
    Das ist alles noch nicht sicher und ich solle jetzt mal mit dem Amt klären, welche Möglichkeiten es gäbe, hinsichtlich einer betreuten Ausbildung. Denn die sind auch der Meinung, dass das eben für mich, in meiner Lage sinnvoll wäre.

    Am Freitag morgen, bat ich beim Amt um Rückruf meines Vermittlers... nunja, heute habe ich dann nochmal angerufen und mich beschwert, dass er mich immer noch nicht zurückgerufen hat. Dann hat er heute nachmittag endlich angerufen und mich gleich mal blöde angemacht, dass ich ja nicht die einzige wäre, um die er sich "kümmern" muss. Das Wort schon... sich "kümmern"... von denen hat sich bisher noch keiner einen Dre.. um mich geschert... 👿 sorry, für die Ausdrücke, aber ich bin echt geladen.. immernoch 🙁

    Ich hab ihm das eben erzählt, dass ich dort vielleicht eine Ausbildung machen könnte, und dass ich mich erkundigen soll bei ihm / mit ihm, welche Möglichkeiten es gibt.
    Er sagte mir nur, ja, das kann er mir so nicht sagen.. denn er ist ja nur der Reha-Vermittler, das müsse der Reha-Berater klären und der meinte zu ihm... solange das mit der Klage, wegen Teilhabe am Arbeitsleben, nicht geklärt ist, macht er in meinem Fall gar nichts mehr...!!!!!
    Da könnt man echt zum Amokläufer werden. Denn er meinte dann auch noch, dass er dann ja sowieso erstmal ganz sicher wissen müsste, ob mich der Betrieb auch wirklich nimmt und wenn ja, ob ganz normal in die Ausbildung (ohne Förderung) oder als Umschüler (mit Förderung)
    Und wenn sie mich als Umschüler nehmen würden, dann müsste man ja auch erstmal prüfen, ob mir denn eine solche Förderung zusteht. Dafür braucht man dann ein neues Gutachten vom ärztlichen Dienst und noch eins vom Psychologischen Dienst und auch einen Einstufungstest (odoerso) um zu prüfen, ob ich das überhaupt durchstehen und durchziehen würde und ob das meinen Fähigkeiten entspricht... denn eigentlich, kann er mich im kaufmännischen Bereich ja nicht fördern, weil das nicht das Ziel vom A-Amt ist. Weil der Arbeitsmarkt anscheinend schlecht aussicht, im kaufmännischen Bereich... nur komisch, dass ich ständig Stellen sehe in der Zeitung und auch im Internet im kaufm. Bereich 🙁

    Meine Anwältin hat mir nun auch noch eine Rücknahmeerklärung geschickt, die ich unterschreiben soll und ihr zurückschicken, damit die Klage zurückgezogen wird...
    Ich weiss nicht mehr weiter und ich hab keine Kraft mehr...

    Lieber Michael, ich weiss nicht, ob es bei mir in der Region einen Beirat für Behinderte gibt. Ich kann mich bei sowas auch kaum noch konzentrieren... wenn ich mich an PC setze um irgendwas für meine Zukunft in Erfahrung zu bringen, dann ist das so wie ein blackout 🙁
    Manchmal sitz ich dann 4 Std da und merke dann, dass ich überhaupt rein gar nichts gemacht hab, ausser mal wieder übers Leben nachzudenken.
    Aber vielen Dank für deine Tips, vielleicht schaffe ich es ja irgendwann demnächst mal, mich da zu erkundigen. Ich hoffe es.

    Ach ja, und mein Vermittler will, dass ich bei dem Betrieb nachfrage, ob sie mich in Teilzeit einstellen können, damit ich weg bin vom Arbeitslosengeld, weil ich ja Verhältnismässig viel bekomme, da mein letzter Verdienst überdurchschnittlich gut war. Also, ich bekomm über 1000 Eus ALG... und er betonte auch, dass es mindestens 15 Wochenstunden sein müssten, denn sonst würd ich ja weiterhin ALG bekommen...!!!!! Der Hammer oder???
    Ich hab soo keine Lust und Kraft mehr mich durchzukämpfen 😢 immerhin kämpfe ich schon, seit ich zu Hause ausgezogen bin und das ist schon ein Weilchen her...

    Oh man, jetzt hab ich schon wieder nen halben Roman geschrieben 🙁 tut mir leid, ich hoffe es ist einigermassen verständlich, was ich euch da jetzt alles geschrieben hab.

    Danke für eure Unterstützung

    Liebe Grüsse
    Diana
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