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Sorgen um meinen Sohn(8Jahre)

Hallo ihr Lieben;

ich hoffe, ihr habt vielleicht eine Idee bzw. könnt mir einen Rat geben. Ich mache mir Sorgen um meinen Sohn (8Jahre).
Er ist sehr verhaltensauffällig-er hat ADHS, Farbschwäche, Sehschwäche, Filterschwäche...)das ist das, was bislang diagnostiziert wurde. Diverse Ärzte und Psychiater wollten ihn Ritalin verabreichen. Nun stoß ich an meine Genzen, weil ich echt nicht mehr kann. Er geht kaputt in der Stadt (umziehen dürfen wir nicht von der Arge aus).Nun kneift er vermehrt die Augen zu und wirft seinen Kopf ständig nach oben. Als würde er sich überdehnen müssen. Von anderen wird er gehänselt. Es tut mir in der Seele weh, aber ich versuche schon alles erdenkliche(Inline-Skaten,2x die Woche schwimmen, Hapkido(Kampfkunst), Musiktherapie. Er wird immer "unerträglicher"(es hört sich schlimm an! Er beleidigt andere, benutzt übelste"sexualisierte Wörter", Oftmals Gestikulierung, was recht abstoßend ist.
Es wird immer schlimmer. Er provuziert und tyrannisiert seine Schwester, schlägt oft und es scheint, als könne er nicht wirklich etwas mit Gefühlen anfangen. Vom Logischen ist er teilweise recht weit....aber er verwendet z.b. Tropfen aus dem Auge(anstatt Tränen).Ich habe ihn schon echt auf den Kopf stellen lassen. Seine Lehrer können nicht einmal sagen, wie intelligent er ist (und er ist 2.Klasse)!
Ich mache mir Sorgen....Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungswerte!

LG

Karmamo

Antworten

  • Liebe Karmamo,

    ich kann Deine Sorgen und Ängste sehr gut verstehen. Ich persönlich rate immer, die Diagnose ADHS mit großer Vorsicht zu genießen. Ich sehe große Überforderung bei Dir und Deinem Sohn. ADHS ist eine angeborene Stoffwechselstörung des Gehirns. Nicht alle Kinder bei denen ADHS diagnostiziert wird haben auch ADHS. Wenn Kinder überfordert sind, verhalten sie sich oft ähnlich wie ADHS Kinder, ohne das diese Störung wirklich vor liegt. Deshalb sollte man sich immer eine zweite Meinung einholen, bevor man zum Ritalin greift.

    Es gibt viele alternative Möglichkeiten, die zum Teil zwar widersprüchlich bewertet werden, aber meiner Meinung nach durchaus versucht werden sollten. Wenn Du nicht sofort umziehen kannst, wäre vieleicht ein Schulwechsel hilfreich. Möglicher Weise überfordert Deinen Sohn nicht nur, wie die anderen Kinder mit seiner Behinderung umgehen, sondern auch die Schule selbst. Kinder die viel Aufmerksamkeit brauchen, finden sich in Schulen mit großen Klassen manchmal nicht zurecht. Ein Schulwechsel kann da schon mal sehr viel helfen. Aber auch Du als Mutter kannst einiges tun. Versuche Deinem Kind mehr Zeit zu geben. Mach ganz regelmäßig mal was mit ihm alleine.

    Große Mengen Zucker wirken sich bei ADHS Kindern negativ aus. Wenn sie Süßigkeiten oder andere Lebensmittel mit einem hohen Zuckergehalt essen, können ADHS Kinder kurze Zeit später zappelig und agressiv werden. Die Ernährung scheint überhaupt eine große Rolle zu spielen. Lebensmittel die Du nicht selber hergestellt hast, enthalten immer irgendwelche Zusatzstoffe. Auch dann, wenn auf der Verpackung "Frei von Lebensmittelzusatzstoffen" steht. Lebensmittelzusatzstoffe können Kinder negativ beeinflussen. Die einen bekommen Allergien, die anderen Durchfall oder Kopfschmerzen und wieder andere bekommen von der Chemie in unserer Nahrung ADHS.

    Lieben Gruß
    Karin
  • Liebe Karin;
    ich selbst habe ADHS(aber auch anderes wie Borderline, atypischer Autismus).Ich war bei sehr vielen Therapeuten(Werner-Otto-Institut, Flehmig-Institut,kinder und jugendpsychiatrischen Dienst(gesundheitsamt...wo eine Hochbegabung nicht ausgeschlossen war),Eriehungsberatung, verschiedene Kinder und Jugendpdychiater. Alle wollten ihm Ritalin verabreichen, worauf ich gesagt habe, dass ich erst abgeklärt haben möchte, was mit ihm ist. Ich habe seine Struktur verändert. Ich gehe 30 Stunden die Woche arbeiten, hole ihn ab und bringe ihn zu seinen Terminen.
    Fernsehen gibt es wirklcih in Maßen und ich achte darauf, was er zu sich nimmt.
    Gerade bin ich dabei, sein Zimmer umzustellen( keine Reizüberflutung, beruhigende Farben, Ein Schaukelsessel(er liebt es sich runterzuschaukeln).
    Meine Tochter hat ADS, aber auch hier wird auf Ernährung u.s.w. geachtet.
    Aber leider sind meine Ressourcen bald ausgeschöpft.

    Ich stimme Dir zu. Es wird zu schnell ADHS diagnostiziert, obwohl es vieles gibt, was ähnliche Begleiterscheinungen hat.
    Sei es Glutamat, Zucker(ernährungstechnisch!
    (aber auch Hochbegabung(unterforderung), Autismus u.v.a...

    Vielen Dank für deinen Beitrag

    Liebe Grüße

    Karmamo

  • Liebe Karamomo,

    schön das Du Dich so gut aus kennst und auch schon so sehr viel tust. Kinder mit ADHS oder ADHS Symptomen ohne Ritalin auf ihrem Lebensweg zu begleiten ist eine schwere Aufgabe, die viel Geduld und Ausdauer erfordert. Aber es ist möglich. Selbst bei Kindern, bei denen die Diagnose ADHS stimmt, kann auf Ritalin verzichtet werden. Ganz wichtig ist hierbei, daß man damit nicht alleine ist und Kontakt zu anderen Eltern mit ADHS Kindern sucht, die ihre Kinder ohne Ritalin, sondern lieber alternativ therapieren wollen. I

    Ich habe mal von einer therapeutischen Jugendfreizeit gehört, wo Kinder in den Alpen, weitab von störenden Reizen, lernen sich selbst ohne Ritalin zu kontrollieren. Dafür ist Dein Sohn leider noch zu klein. Aber bestimmt gibt es etwas ähnliches als Mutter und Kind Kur. So eine kleine Auszeit könnte euch allen ziemlich gut tun.

    Gruß Karin
  • Hallo Karmamo73, 😛

    ich möchte dich erst einmal herzlich willkommen heißen........ 😃

    Grundsätzlich empfehle ich dir, ich war mal Heilerziehungspfl ....zwinker, einen festen Tagesrythmus einzuhalten.
    Wenn irgendwelche Störungen im Verhalten auftreten, wo eine genetische Disposition zugrunde liegt, ist es wichtig erst mal sich selber und den Tagesablauf zu überprüfen.

    Die Ernährung ist ganz klar sehr wichtig, und das hast du schon geschafft.

    Welche Diagnose irgendwann sicher gestellt wird, liegt im Ermessen der Ärzte. Ich schätze einmal die Ärzte wissen nicht genau welche Differetialdiagnose zugrunde liegt, oder ob mehrere Krankheiten in Frage kommen.

    Als ich deinen ersten Eintrag hier las, musste ich automatisch an das Asperger-Syndrom denken. Das ist eine Form von Autismus.

    Mein Tip, ich würde mir Hilfe vom Jugendamt ganz getrost holen, weil du musst auch an deine Tochter denken, denn die wird u.a. sehr leiden genauso wie du.
    Hat dein Sohn einen Schwerbehindertenausweis? Einen Schulwechsel würde ich auch empfehlen, denn er braucht dann gezielte Förderung, die auf seine Symptomatik anspricht, wo er persönliche Freiräume für sich hat.
    In einer ganz normalen Regelschule, wird er mit der Situation überfordert sein.

    Du kannst dir immer Hilfe holen, nur muss man auch dann den Mut haben ruhig hinzugehen, denn so kann es ja nicht weitergehen.
    Tu etwas für dich und deine Familie.

    Ich wünsche dir alles Glück für die Zukunft.

    Liebe Grüsse von Marianne




  • Liebe Karmamo73,

    ich habe unseren Fachexperten gebeten, sich um Dein Anliegen zu kümmern. Bitte habe noch ein wenig Geduld für seine Beantwortung.

    Lieben Gruß,

    Tom
    MyHandicap
  • Hallo Karmamo,

    Ich bin Soz.Päd. und habe zusätzlich ein nicht ganz beendetes Studium Sonderpäd. M.A.
    Ich würde dringend raten einen Spezialisten für Sonderpädagogik und Verhaltenauffälligkeiten einzuschalten. Je eher das behandelt wird, je größer die Chance, daß Dein Sohn an der Regelschule bleiben kann und sich unauffällig entwickelt. Und wenn die Behandlung sehr früh einsetzt lassen sich auch Medikamente eher noch vermeiden, weil dann die ADHS noch nicht fest im Gehirn programmmiert ist und sich das Fehlverhalten noch nicht manifestiert hat.
    Wenn es in Deiner Nähe ein Sonderpädagogisches Institut gibt können die weiterhelfen und auch im Therapeutenverzeichnis im Internet kann man was finden.
    Laß Dich aber mit niemand ein, der in Richtung Klinik will, denn es ist immer besser das Problem kann im gesamten vertrauten System mit der Familie zusammen behandelt werden.

    LG

    Surfer
  • Wenn nach einer gründlichen Abklärung die Diagnose ADHS steht, dann ist Ritalin wirklich eine sehr gute Option. Ritalin ist ja sehr vorurteilsbehaftet. Zu Unrecht, wie ich finde.
  • surfer hat geschrieben:
    Hallo Karmamo,

    Ich bin Soz.Päd. und habe zusätzlich ein nicht ganz beendetes Studium Sonderpäd. M.A.
    Ich würde dringend raten einen Spezialisten für Sonderpädagogik und Verhaltenauffälligkeiten einzuschalten. Je eher das behandelt wird, je größer die Chance, daß Dein Sohn an der Regelschule bleiben kann und sich unauffällig entwickelt. Und wenn die Behandlung sehr früh einsetzt lassen sich auch Medikamente eher noch vermeiden, weil dann die ADHS noch nicht fest im Gehirn programmmiert ist und sich das Fehlverhalten noch nicht manifestiert hat. Wenn es in Deiner Nähe ein Sonderpädagogisches Institut gibt können die weiterhelfen und auch im Therapeutenverzeichnis im Internet kann man was finden.
    Laß Dich aber mit niemand ein, der in Richtung Klinik will, denn es ist immer besser das Problem kann im gesamten vertrauten System mit der Familie zusammen behandelt werden.

    LG

    Surfer


    Hallo Surver,

    auch ich halte die Betreuung durch einen Sonderpädagogen für den richtigen Weg. Ich habe mehrere Jahre in einer Förderschule gearbeitet und Karmamo via PN den gleichen Rat gegeben. Es wäre schön wenn es klappt, daß dieses Kind von einem Sonderpädagogen Unterstützung bekommt.

    Gruß Karin
  • Hallo Karmamo
    Das mit Zimmer umgestalten ist schon ein guter Ansatz . Es wäre noch zu überlegen ob man es nicht umstreichen sollte . Seit ein paar Jahren macht die Farbe
    COOL DOWN PINK Schlagzeilen . Für Normalsterbliche sieht die ziemlich äzend aus , aber hat therapeutisch phänomenale Wirkung .
  • colores, ich dachte zunächst Du machst einen Scherz, fand aber u.a. folgendes:

    http://www.colormotion.ch/download/Cool%20Down%20Pink_wissenschaftlicher%20Kurzbericht.pdf
  • Die Frage ist, ob jemand mit einer Farbschwäche auf das Cool Down Pink reagieren kann. Jemand mit einer Rot - Grünschwäche wird das als Grau oder als eine Art helles Braun sehen. Dann könnte auch ein Versuch mit verschiedenen helleren Blautönen angebracht sein.
  • Hallo Karmamo

    Du hast schon viele Antworten bekommen und Ich möchte nur wenig beitragen.

    1. Die Ursache von ADHS ist nicht bekannt. Wir versuchen seit ewiger Zeit uns wenig verständliche psychiatrische Probleme auf Störungen im Bereich des Hirnstoffwechsels zu reduzieren. Diese Phase hatten wir schon vor 40 Jahren, sie wurde gefolgt von der reinen Psychotherapie und im Moment sind wieder die Medikation am Zuge.

    2. Wir sollten lernen nicht immer in unserem beschränkten entweder-oder zu denken sondern im sowohl-als-auch.

    3. Die Wirkungen und Nebenwirkungen von Ritalin sind bekannt und die Nebenwirkungen sind nicht schrecklich.

    4. Wir können Ritalin bestens einsetzen um die Situation zu beruhigen und gleichzeitig die vorgeschlagenen Therapien beginnen. Dann wird sich weisen ob die Ritalin Dosis verringert werden kann oder vielleicht sogar ganz weg gelassen werden kann.

    Ok?

    Beste Grüsse

    H. Süsstrunk
  • Cool Down Pink
    war echt kein Scherz ,Ich könnte mir sogar vorstellen dass es bei Menschen mit Sehschwäche funktionirt . Wärend meiner Ausbildung hatte ich einen Mitschüler mit starker Sehbehinderung , der war im farbenmischen besser als ich weil er gewisse Helligkeits unterschiede die ich nicht mehr sehen konnte noch wahrnehmen konnte .
    Die Frau in Samstagern und die Firma Dold in Wallisellen können dass sicher beantworten
  • Hallo zusammen, hallo liebe Karmamo,

    sehr gute Empfehlungen wurden - wie ich finde- gegeben... und insgesamt scheinen Sich bereits hervorragende Gedanken, Lösungsmöglichkeiten und konkrete-hilfreiche Handlungen zu entwickeln, abzuzeichnen und umzusetzen; Gute Zeichen um sich keine Sorgen mehr zu machen;

    Was ich überdies noch für sinnvoll halte ist:

    Thema Schulwechsel:
    Man könnte (muss natürlich nicht) hier auch eine Waldorfschule, eine Montessorischule oder Ähnliches in Betracht ziehen (bei diesen Einrichtungsformen wird betont Wert auf Kreativität, natürliche Entfaltung, Bewegung, Stressfreiheit gelegt; Ich hätte "lose" Kontakte in diesen Bereich... Wenn Sie Interesse haben, können Sie mir eine Privatmail senden, dann könnte ich Sie vielleicht bei einer Schulfindung unterstützen, müsste dann natürlich die Region wissen, aus der Sie kommen....);

    Thema Natur/Kur/Klinik/Sonderpädagoge:
    Ausflüge, Spaziergänge, Aufenthalte, Bewegung in der Natur (vielleicht auch im Zuge einer Kur sind sehr empfehlenswert); Allein einigermassen regelmässige Spaziergänge in der Natur haben, empirischen Studien zu Folge eine positive Wirkung bei ADHS- Diagnosen bewirkt;
    Vielleicht auch die Inntalklinik in Simbach für einen Zeitraum erwägen; (Klinik für Psychosomatik und ganzheitliche Medizin... bietet auch die Möglichkeit Mütter und Kinder zeitweilig aufzunehmen, man müsste mit dem Fachpersonal dort abklären, ob ihr Fall hierfür in Frage käme...ansonsten könnte man Ihnen dort vielleicht etwas anderes Geeignetes empfehlen...);
    Für Ausflüge gibt es auch schon vereinzelt familienentlastende Angebote (Mentorenprogramme: hier könnte der thematisierte Sonderpädagoge vielleicht helfen); Oder z.B. den familienunterstützenden Dienst der Lebenshilfe e.V. Das würde bedeuten, das hin und wieder jemand mit dem Kind einen Ausflug unternehmen könnte und Sie in dieser Zeit entlastet wären;

    Thema Musik: Insbesondere zum Einschlafen vielleicht eine leise Hintergrundmusik, vielleicht etwas Klassisches in Anlehnung an die Forschungsergebnisse von Masaru Emoto; Oder Johan Sebastin Bach hat eine gute Wirkung; Ausprobieren, ob es als förderlich erscheint; Vielleicht können Geschichten/CDs von der Kindertherapeutin Frau Else Müller eine entspannende, beruhigende Wirkung haben;

    Thema Ritalin:
    Per se abzulehnen ist Ritalin sicherlich nicht; und gerade zur Einleitung einer "neuen Massnahme" ist es erwägbar und kann dann wieder abgesetzt werden; Insbesondere wenn "Alles andere Bemühen" zunächst "scheitert"; Aber man könnte auch erst eine homöopathische Behandlung erwägen;

    Thema Spielzeug, Literatur:
    Unterstützend kann ebenfalls sein: Ein warmes Bad/eine kleine Massage vor dem Einschlafen und positive Kinderliteratur vorlesen; Für Spielzeug, Literatur ist allgemein empfehlenswert: Das Geschäft "Kunst und Spiel" (ich weiss nicht in wie vielen Regionen es dieses deutschlandweit gibt, aber es wäre sicher auch möglich von dort zu bestellen);(bei Interesse könnte ich hier auch konkretere Tipps geben);

    Thema Pädagogik:
    Dem Kind (vielleicht vor dem Einschlafen) Kraft der mütterlichen Worte zärtlich-liebevoll-klar einen eindrucksstarken Satz sagen: Z.B. "Du bist geliebt, immer, das weisst Du". Denn: Wenn das Kind sich sicher ist/sich sicher sein kann "geliebt zu sein", wird es möglicherweise mit dem aggressiven Verhalten aufhören;

    Das Schwesterthema klar ansprechen, ohne den Jungen als Gesamtperson/als Gesamtwesen zu kritisieren (Trennung von Person und Verhaltensaspekt der Person), z.B. So: "Mein Lieber du bist in Ordnung, du bist geliebt; aber: dein Verhalten, das Du deiner Schwester zeigst (schlagen etc.) ist eindeutig schlecht, schwach".

    Sexalisierte Worte: Hier zu sagen, das das "schlecht" ist oder aufgebracht darüber zu sein, macht es manchmal erst recht intreressant für das Kind damit fortzufahren (Nach dem Motto: Diese Schimpfworte haben eine grosse Macht, so gross sogar um diese grossen Erwachsenenwesen zu beeindrucken); hier könnte eine hilfreiche Alternative sein mal zu sagen: Hey Junge, sag doch einfachmal alle Schimpfworte die du drauf hast...wenn er es tut einfach ganz neutral oder sogar gelangweilt reagieren und zu sagen:"Weisst du so etwas ist doch langweilig, solche Worte sagen eher kleinere, schwächere Kinder;

    In der Wortwahl bezüglich zu kritisirender Verhaltensaspekte empfiehlt sich "klein" oder "schwach", weil "schwaches" oder "kleines" Verhalten möchten Kinder eigentlich nicht zeigen; Wesentlich könnte sein diese "Kritik" ohne eigene Aggression in der Stimme vorzutragen, wie geschildert eher neutral oder unbeeindruckt-gelangweilt;

    Thema Fernsehen: es gibt wenig wirklich gute Filme, Tv-Bilderfolgen, die eine positive Wirkung auf den kindlichen, auch auf den Erwachsenengeist haben -eine echte Marktlücke - und eine kommende Herausforderung für pädagogisch-therapeutisch, humane Filmemacher... meist zählt nur das "Aufregende", illusorisch-Kommerzielle und wenig das Besinnliche, Zarte, Schöne, Gute, Wahre, Kooperative, Inspirierende, Herzliche und Konstruktive...denn: Fernsehbilder haben eine energetisch-suggestive Frequenzwirkung, im Negativen, wie auch im potentiell Positivem;

    Thema Ernährung: Mir sind die Nahrungsergänzungsmittel: Zink und Vitamin B6 hier als unterstützend bekannt; Auch viel Obst/Gemüse, Obst- und Gemüsesäfte; Sesam (in kleineren Dosen) soll sich - meinen Informationen zu Folge - möglicherweise positiv zur Unterstützung der Sehfähigkeit auswirken können;

    Thema Sport: Hier ist eher Schwimmen(tun Sie ja bereits mit ihm) oder vor allem Klettern (wird oft bei der Diagnose ADHs eingesetzt) empfehlenswert...natürlich je nachdem, wie das Kind "anspringt"; Vielleicht auch eine Pfadfindergruppe (wenn so etwas in dieser Altersklasse angeboten wird); Oder: Kinder Yoga, oder Mutter-Kind-Yoga;

    Thema Natur/Stille/Farben:
    Empfehlenwert könnte - als Hilfe - sein: Dem Kind ein grosses Naturbild, vielleicht mit einem stillen See übers Bett hängen... als allgemeine Farben wirken meines Erachtens beruhigend: blau, weiss, orange und lila...
    Ebenfalls empfehlenswert: Von Zeiten Orte der Stille aufsuchen, z.B. eine nicht touristische Kirche oder einen anderen ruhigen, stillen Ort...Die von Zeiten aufgesuchte stille Atmosphäre kann Ansteckungskraft haben (auf die Stille im Innern) und dann sich auch positiv auf den "hektischeren" Alltag (allmählich wie ein roter Faden) auswirken; Natürlich könnte das Kind hier zunächst nervös reagien, weil Stille ungewohnt ist (muss aber nicht, vielleicht geniesst es die Stille/Ruhe sofort ); falls es nervös reagiert könnte sich ein wenig Beharlichkeit auszahlen;

    Thema Therapie: Empfehlenswert, wenn man sich zu einer Psychotherapie entschliessen sollte, könnte eine Therapie basierend auf Pesso sein, dh. "Pessofamilientherapie" oder "Feeling Seen" (eine Art Ergänzung, Weiterentwicklung); Hierbei kann die Emotionalität ausbalanciert werden;

    Ich hoffe vielleicht ein paar hilfreiche Anregungen gegeben zu haben...

    Alles Liebe und Gute, viele Grüsse,

  • Vielleich wäre auch ein Intelligenztest
    hilfreich,es kommt auch vor, dass
    bei hochbegabten Kindern
    fälschlicherweise ADHS diagnostiziert wird.

    Kann sein, dass er an der Regelschule
    unterfordert ist, möglicherweise aber auch
    überfordert.
    Oder auch, dass er einfach sehr viel
    gemobbt wird, vielleicht solltest Du
    diesbezüglich ein Gespräch mit dem Lehrer
    und auch den anderen Kinderen anstreben
    um so, die Probleme dieser Art beheben
    zu können.


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