Brauche tips bei Ausbildungsplatz suche

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Bin 23 Jahre alt sitze im Rollstuhl bin Spastiker seit 5 Jahren mitder Schule fertig habe keine Ausbildung da mich das Arbeitsamt zum Sozial mt abgeschoben hat. Meine Eltern wollen mich in die behinderten Werkstadt abschieben. Meine Fragen was habe ich sonst noch für alternativenoder wieviel Geld würde ich in der Werkstatt verdienen sollte zum Leben reichen eigene wohnung und so?

Antworten

  • Hallo Tadus,

    herzlich Willkommen hier im Forum. Warum hat Dich das Arbeitsamt zum Sozialamt abgeschoben? Es gibt doch für junge Leute die Berufsbildungswerke (BBW), wo Schwerbehinderte eine Ausbildung machen können. Das wird allerdings soviel ich weiß vom Arbeitsamt finanziert, evtl. gibts noch andere Träger. Meine Ausbildung im Berufsbildungswerk ist schon ewig her, ich war 1983 fertig, bin gelernte Bürokauffrau und arbeite jetzt in einer Behörde. Ich war damals in Hannover, das gehört zum Annastift dem Krankenhaus dazu. Hier ist ein Link, da kannst Du Dich dann weiter informieren.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Berufsbildungswerk

    In eine Behindertenwerkstatt kannst Du immer noch gehen, wenn gar nix mehr geht, aber ich würde erst mal mit dem Arbeitsamt sprechen, ob es eine Ausbildung für Dich in einem BBW finanzieren würde. Du bist dann internatsmäßig untergebracht, also hast ein Zimmer, es gibt 3 Mahlzeiten am Tag und nach der Ausbildung diverse Freizeitmöglichkeiten, je nachdem wo Du dann hinkommst. Es gab früher auch die Möglichkeit einer Arbeitserprobung (4 Wochen) oder einer Berufsfindung (1/4 jahr), da konntest Du dann in die verschiedenen Ausbildungsberufe reinschnuppern.

    So, wenn Du noch Fragen hast, stelle sie mir ruhig, oder schreib mir ruhig eine PN, dann antworte ich so schnell wie möglich.

    Ich wünsch Dir noch ein schönes Wochenende
  • Damals war es so das ich in dem Test den ich im Arbeitsamt machen musste in Mahte koplett versagt habe worauf das Arbeitsamt darauf geschlossen hat das ich mich nicht konzentrieren kann und nur 3 Stunden arbeitzfähig wäre.
  • Kannst Du den Test nicht noch mal machen und dich vorbereiten, gerade in Bezug auf Mathe? Ist nur eine Idee von mir. Hast Du irgendwelche Kenntnisse die man verwenden könnte, egal jetzt ob Ausbildung oder Job?
  • Hey Tadus,

    diese BBWs von denen delphisanne schreibt, gibts übrigens in ganz Deutschland, soweit ich weiß in allen Bundesländern. Sie bieten die unterschiedlichsten Ausbildungsgänge an.
    Mal anders herum gefragt: Was würde dich denn interessieren? In welche Richtung würdest du gerne gehen?
    Ich selbst bin eine zeitlang in einem Rehazentrum zur Schule gegangen, in dem auch ein BBW integriert war. Hier ist ne Liste, was man dort alles lernen kann:
    http://www.srh.de/de/bbw-neckargemuend/1225.html

    LG
    Cat
  • surfer
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    Hallo Tadus,

    Bei den BBW kann ich mich nur dem Rat der anderen anschließen.
    Ergänzend muß man hinzufügen, daß ein Recht auch auf erweiterte Sonderpädagogische Förderung besteht, wenn dadurch der Erfolg der Ausbildung gewährleistet werden kann.

    Was die WfB betrifft so gibt es auch da Alternativen, nämlich die Integrationsfirmen, wo behinderte auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet werden, indem sie in Kleinprojekten auch mit Nichtbehinderten zusammenarbeiten, aber der Schwerpunkt auf den Behinderten liegt.

    LG

    Surfer
  • Hallo Tadeus,

    wie leiten deine Anfrage an unseren Fachexperten Michael Grau weiter. Sicherlich hat er ein paar gute Tipps für dich.

    Viele Grüße, Iris
    Redaktion
  • hallo tadus,

    ich bin auch körperbehindert und werde (höchstwahrscheinlich) meine ausbildung im virtuellen berufsbildungswerk machen.
    das ist eine ausbildung zum bürokaufmann/frau, die über das internet von zuhause aus statt findet.

    hier ist ein link, mit dem du dich genauer informieren kannst:
    http://www.vbbw-hannover.de/cfscripts/main.cfm?CFID=1724252&CFTOKEN=34313488

    hier ist noch eine broschüre mit genaueren infos:
    http://www.annastift.de/upload/Annastift_Broschuere_2007.pdf

    bei fragen kannst du mir eine PM schicken.

    ich hoffe, ich konnte dir weiter helfen.

    LG viki1211
  • Hallo Tadus,

    schön das Du dieses Forum gefunden hast. Das Du Dich nicht in die Sozialhilfe oder eine Behindertenwerkstatt abschieben läßt, finde ich gut. Eine Möglichkeit eine Berufsausbildung trotz Behinderung zu machen, ist ein Berufsbildungswerk. Aber auch auf dem ersten Arbeitsmarkt ist das durchaus möglich. Ziemlich oft bieten Stadtverwaltungen und andere Arbeitgeber im öffentlichen Dienst Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung an. Aber egal für welchen Ausbildungsplatz Du Dich entscheidest, es macht immer einen guten Eindruck wenn man sich selber auch für ein Praktikum vorschlägt. Übrigens, auch in Berufsbildungswerken kann man Praktika machen um heraus zu finden was einem gefällt oder um dem zukünftigen Arbeitgeber zu beweisen, daß man der richtige für diesen Ausbildungsplatz ist.

    Gruß Karin
  • surfer
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    Hallo Tadus,

    Was mir noch einfällt ist welchen Schulabschluß hast Du?

    Weiter fällt mir ein wegen der Schwäche in Mathe, falls Du so wie ich Spasti ohne Sprachbehinderung bist, also vor allen Dingen, dich deutlich und flüssig sprachlich verständigen kannst, wäre dann nicht z.B. Telefonist eine Alternative, weil Mathe da keine Rolle spielt?

    LG

    Surfer
  • Ich habe sen Hauptschulabschluss Und ja Telefonist käme in Frage.
  • Hallo Tadus,

    Ich finde es gut, dass du bei deiner Suche nicht aufgeben willst. Das ist eine sehr wichtige Voraussetzung, um überhaupt eine Lösung zu finden.

    Seit geraumer Zeit gibt es die sogenannte Unterstützte Beschäftigung, die bewußt für Menschen geschaffen worden ist, die mit eigener Suche und vorliegenden deutlichen gesundheitlichen Einschränkungen keinen Einstieg in den Allgemeinen Arbeitsmarkt schaffen.

    Bevor dir also die Werkstatt für behinderte Menschen als einziges Angebot vorgeschlagen wird, solltest du dich auf diesem Weg unterstützen lassen, um in "reguläre" Arbeit oder Ausbildung zu gehen. Da die Unterstützte Beschäftigung bis zu 24 Monate gehen kann, können dabei sowohl vorliegende Wissenslücken geschlossen werden, als auch positive Erfahrungen im Allgemeinen Arbeitsmaarkt gemacht werden. Auch können verschiedene Berufsfelder erprobt werden, um deinen Eigungen und Neigungen besser entsprechen zu können.

    Viele Grüße

    Michael
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