ich brauche dringend hilfe für eine recherche,könnt ihr mir helfen?

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ich bin studentin,fast 2. semester oziale arbeit mit behinderten menschne, mein thema bei meiner hausarbeit ist, "behinderte menschen in szenen und subkulturen-inklusion oder nicht" was fällt euch zu diesem thema ein?
fühlt ihr euch in die gesellschaft bzw in "szenen"inkludiert?was kann eurer meinung nach getan werden dafür?solltet ihr übrigens nicht wollen dass ich euch zitiere, dann schreibt das zu eurem post dazu!
ich hoffe auf antwort, danke für eure hilfe

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  • surfer
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    Hallo dieeine,

    Ich bin selbst von Geburt auf körperbehindert, derzeit betätigungslose Soz.Päd. und kann nur sagen, ich fühle mich nicht integriert.
    Aber die Behinderung, die ich akzeptiert habe ist Teil meiner Persönlichkeit.
    Am besten wäre meiner Meinung nach ein offenes, durchlässiges Modell zwischen klassischen Einrichtungen, Behindertenszenen, Integrativen und Inklusiven Angeboten.
    Behinderte und deren Angehörige hätten mit dem offenen Angebot mehr Wahlmöglichkeiten.

    Tip: Mach einfach einen kleinen anonymen Fragebogen und stell ihn hier ins Netz.

    LG

    Surfer
  • Hallo für mich müsste das ganze auch schon einwenig strukturirt sein . In unserem Elternrat versuchen wir immer wider ;ausserordentliche Menschen; in gewöhnliche Schulklassen zu integriren . Grundsätzlich bin ich der Ansicht dass man viel mehr tun könnte ,weiss aber auch das man immer den einzeln Menschen und die spezielle Situation anschauen muss . Wenn iemand literatur oder referenten/in zu diesem Thema kennt wir suchen noch einen referenten/in Für herbst 2011 oder Frühling 2012
  • Hallo dieeine,
    Ich, weiblich, Deutsche, bin seit 28 Jahren querschnittgelähmt - nach einem Motorradunfall als ich 16 war.
    Deine Frage ist nicht so ganz einfach zu beantworten........
    Ob ich mich in die (deutsche) Gesellschaft eingeschlossen fühle ?

    Als Anonymus in der Fussgängerzone oder im Strassencafe: Nein
    Beispiel:
    Ein sonniger Aprilfrühlingstag, ich hatte einen Termin und warte nun auf eine Verabredung... weil gleich in der Nähe ein Strassencafe ist, warte ich dort und bestelle mir einen Capuccino. Ich freu mich über die Sonne, über meinen Tag und auf meinen Capuccino... was sich in meinem Gesicht widerspiegelt.
    Am Nebentisch sitzen fünf Herren mittleren Alters, aus der Unterhaltung schließe ich, sie sind alle Lehrer an der gleichen Hauptschule.
    Einer der Herren sieht mich an und kommentiert wie toll er es findet, dass ich trotz meiner Situation so glücklich aussehe. Der Nächste weiß, er kennt jemanden, der hatte einen Unfall und er kommt überhaupt nicht mit seiner Situation klar. Er macht gar nichts mehr und gibt sich selbst völlig auf.... Es geht noch ein wenig weiter mit dem Thema "Vergleich zwischen mir und denjeigem, den er kennt"...da kommt meine Verabredung in ich verabschiede mich höflich.
    Es mag nennt gemeint sein, es belastet mich nicht, aber ! ich bin nicht normaler Teil der Gesellschaft.

    Als Claudia in einer Szene/Gruppe: Ja
    Ich will Tauchen lernen, zuerst die Theorie und Hallenbadübungen in Deutschland und dann das Open Water in Ägypten. Also melde ich mich an einer Tauchschule an, einer "ganz normalen", in meiner Nähe gibt es keine speziell für Behinderte. Glücklicherweise hat einer der Tauchlehrer die erforderliche Qualifikation für die Ausbildung von behinderten Tauchern. w<ir sind eine Gruppe von etwa 20 Tauchschülern, 17 Männer, 3 Frauen. Ich bin die Einzige mit Rollstuhl. Zunächst treffen wir uns für die erste Theoriestunde... Upppps, was macht die denn hier ?!?! Ich war relativ schnell vergessen, schließlich geht es ja um die Tauchtheorie.
    Nach der Theoristunde fahren wir alle im eigenen Auto zum Hallenbad und treffen uns vorm Eingang. Im städtischen Schwimmbad führen 20 Stufen zum Pool...
    Wer hilft mit die Tauchausrüstung hochzuschleppen und wer kümmert sich um Claudia?
    Sofort war an jeder Ecke des Rollstuhls ein Kerl und ein paar Minuten später waren wir alle -stolz auf uns- oben am Rand des Pools. Schnell in die Umkleidekabine und...
    "meine Kerle" warteten schon, mich ins Wasser zu hieven. Das Ganze dann in umgekehrter Reihenfolge... raus aus dem Wasser, rein in die Kabine und runter die Treppe.
    Wohlgemerkt, keiner "meiner Kerle" hatte jemals näheren Kontakt mit einem Rollstuhl, außer vielleicht eine alte Oma mit Schlaganfall.
    Tauchen dehydriert! Was für ein Argument um hinterher in der nächsten Kneipe den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. "Meine 4 Kerle" und ich verbringen Stunden mit Gelächter und zukünftigen Tauchträumen. Ich brauche nun nicht mehr zu erwähnen, dass die anderen 15 aus dem Tauchkurs als "Fremde" jeder für sich nach Hause fuhren?
    Ja, mein Rollstuhl und der notwendige Körperkontakt hat uns 5 ganz schnell bekannt gemacht und ich fühlte mich nicht nur "inkludiert", ich war der Anlaß unserer kleinen Gruppe. Wir wiederholten dies nach jedem Kursabend und ich bin sicher, die Kerle haben es genossen !

    Das waren nur zwei Beispiele aus langen Jahren, vielleicht geben sie dir eine Idee.

    Übrigens lebe ich jetzt in Frankreich, in die französischen "Anonymgesellschaft" fühle ich mich vollkommen eingeschlossen. Gesellschaft besteht aus unzähligen Einzelpersonen und die haben, im Gegensatz zu vielen Deutschen eine andere Einstellung zu Behinderung im Allgemeinen.

    Nun entlasse ich dich des Lesens,
    viele Grüße
    Claudia

  • danke,ihr habt mir wirklich sehr geholfen...ich hoffe ihr habt nichts dagegen wenn ich euren wortlaut natürlich als zitat gekennzeichnet verwende in meiner hausarbeit...also natürlich nicht wortwörtlich...aber ähnlich...
    habt mir sehr geholfen
    danke
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