Mein Sohn bekommt Sozialhilfe, arbeitet in einer WfB. Er möchte einfach nicht mehr hingehen. Was kan

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Mein Sohn bekommt Sozialhilfe...Arbeitet in einer Werkstatt für Behinderte...Er will dort einfach nicht mehr hin gehen...Welche Nachteile und was kann ihm passieren???

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  • MyHandicap User
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    Hallo Redcat,

    dein Sohn wird seinen Platz in der Werkstatt verlieren. Dies scheint im ersten Moment nicht schlimm, da er ihn ja auch nicht mehr will.
    Am Besten ist, du suchst das Gespräch mit den Leitern bzw dem Träger und natürlich mit deinem Sohn.
    Wie kann es weitergehn? Was stört ihn an dieser Werkstatt? Was wäre eine Option für ihn?
    Kann er vielleicht in einem anderen Bereich schnuppern?
    Welche Perspektiven gibt es für deinen Sohn?
    Finde heraus, warum er nicht mehr hingehen möchte.
    Gibt es einen neuen Betreuer, der ihm nicht geheuer ist, oder einen Kollegen mit dem er nicht klarkommt?

    Passieren kann deinem Sohn meines Wissens nichts. Nur dass er seine Tagesstruktur verliert. Dass er vielleicht schwer wieder einen Platz findet.
    Wichtig ist, such das Gespräch und wenn dein Sohn definitiv ausscheiden möchte, lass es die Betreuer bzw den Träger so schnell wie möglich wissen, dass sie den Platz nachbesetzen können.

    Ich wünsch dir, dass dein Sohn bald einen Arbeitsplatz findet, an dem er sich wieder wohl fühlt.

    Viele Grüße von
    Michaela




  • MyHandicap User
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    Liebe Michaela,
    erst einmal vielen Dank für Deine Antwort.
    Das geht schon eine ganze Weile so. Der Sozialarbeiter und die Psychologin sind auch komisch zu ihm.
    Mein Sohn hat ADHS mit Intelligenzminderung. Er ist 20 Jahre und benimmt sich wie ein 15.Jähriger.
    Wenn er nicht mehr dort hin geht, dann sind das doch Fehlschichten und ob er weiter Sozialhilfe bekommt???
    Ich weis nicht mehr weiter.
    Eine Prüfung vom Arbeitsamt dauert auch....
    LG Helga
  • MyHandicap User
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    hallo redcat,

    hast ja gelesen was die redaktion dir geschrieben hat.
    das gleiche wollt ich dir auch mitteilen.
    wichtig ist jetzt das ihr das gespräch mit den betreuern und der einrichtung habt.
    vieleicht hat dein sohn auch nur eine falsche stelle die er nicht mag und es kann ihm nach seinen interessen auch ein anderer platz angeboten werden.
    auch sollte geklärt werden warum er gehen will, denn es kann sonst echt schwer werden wieder einen neunen platz zu finden für ihn.

    eigentlich kann er keinen nachteil daraus bekommen soweit es sich um gute gründe handelt, jedoch wenn er nur keine lust mehr zum arbeiten hat kann das sozialamt sich querstellen und glaub mir da sind die schnell drin. du weisst der staat ist immer bemüht gelder einzusparen.

    lg ralle
  • MyHandicap User
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    Lieber Ralle,
    ihm gefällt es dort nicht mehr...Ich höre ständig von ihm"Ich will nicht mehr zu den Behinderten"
    Nur für den öffentlichen Arbeitsmarkt hat er es auch schwer...
    Er will mein Reden einfach nicht verstehen...Ich platze manchmal vor Wut...
    Wo sehe ich, dass die Redaktion mir geschrieben hat???
    Hab mich doch erst angemeldet 😉
    LG Redcat
  • MyHandicap User
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    Redcat hat geschrieben:
    Lieber Ralle,
    ihm gefällt es dort nicht mehr...Ich höre ständig von ihm"Ich will nicht mehr zu den Behinderten"
    Nur für den öffentlichen Arbeitsmarkt hat er es auch schwer...
    Er will mein Reden einfach nicht verstehen...Ich platze manchmal vor Wut...
    Wo sehe ich, dass die Redaktion mir geschrieben hat???
    Hab mich doch erst angemeldet 😉
    LG Redcat


    michaela-myhandicap ist von der redaktion.

    ja kann dich verstehen habe mal selber ein 3 monatiges praktikum als betreuer in einer wfb gemacht und gesehn wie die gruppen zusammengesetzt werden. eigenlich ist der hintergrund das weniger gehandicapte den anderen helfen und so wird es auch bei deinem sohn sein.

    auch wenn niemad etwas hören möchte davon, sprich einmal mit deinem doc über eine medikamentöse behandlung für adhs, dieses wird auch bei kindern im schulalter angewandt damit sie ruhiger werden und damit dann auch die aufnahme des unterrichtsstoffes erleichtert. das kind meiner ex hatte adhs und wir waren auch erst dagegen gewesen aber es hat ihm geholfen und seine zensuren worden auch besser sowie der soziale umgang mit anderen kindern.

    könnte auch bei deinem jungen helfen. wie gesagt ist nur ein ratschlag, muss sowieso dein doc entscheiden.

    lg ralle

  • MyHandicap User
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    Lieber Ralle,
    das haben wir alles schon durch. Er brauch auch keine Medis mehr, nur noch zum schlafen.
    Nur garnicht mehr in die WfB geht doch auch nicht....
    Besteht die Möglichkeit, das sie ihn kündigen ??? Aber hat doch Kündigungsschutz???
    Und wenn er kündigt, dann bekommt er keine Sozialhilfe mehr oder doch???
    Ach...bin so hilflos ;(;(
    LG Redcat
  • MyHandicap User
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    Hallo Redcat,

    erstmals die einfache Antwort:
    Dass die Redaktion antwortet siehst du an dem türkisen Banner beim Namen in dem "Redaktion" drin steht - ganz oben bei der Antwort.
    So, nun zu eurem Problem.
    Dein Sohn will also nicht mehr "zu den Behinderten".
    Ich habe lange mit Menschen mit Behinderung gearbeitet. Die meisten mit "Intelligenzminderung", wie du es formulierst.
    Ich kenne dieses "Problem".
    Nun...
    Ich weiß allerdings auch, dass es Lösungen geben kann. Natürlich nicht immer gibt.
    Gibt es andere Gruppen? Eventuell Gruppen in denen die Beschäftigten "weniger" beeinträchtigt sind?
    Gibt es vielleicht Projekte für die "Besseren" an denen dein Sohn teilnehmen könnte?
    Falls ja, vielleicht könnte ihn die Teilnahme an so einem Projekt motivieren wieder in die Werkstatt zu gehen.
    Auch wenn du es schon öfter probiert hast, bitte such nochmal das Gespräch.
    Lass dich beraten, was es sonst noch für Möglichkeiten für deinen Sohn gibt.
    Versuch mit den Betreuern zu sprechen, dass sie was Tolles für deinen Sohn machen. Das ihn überrascht. Dass er vielleicht seine Lieblingsmusik mitnehmen darf oder so etwas in der Art. Es muss einen Anreiz für ihn haben, dort hin zu gehen.
    Wenn es für ihn jeden Tag immer nur frustrierender wird, dann nimmt die Abneigung immer mehr zu.
    Du kennst deinen Sohn am besten. Steck den Betreuern (am besten denen, zu denen dein Sohn das positivste Verhältnis hat) ein paar Tipps, wie sie an ihn rankommen können.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass es immer Lösungen geben kann. Und wenn nicht, dann kann man über neue Wege sprechen.

    Ich wünsch dir viel Kraft und hoffe, dass dir meine kleine Tipps helfen, bzw dass du noch einige Hilfestellungen bekommst.

    Liebe Grüße von
    Michaela

  • MyHandicap User
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    Liebe Michaela,
    er will einfach nicht mehr dort hin.
    An der Tatsache kann ich leider nichts mehr ändern.
    Meine Sorge ist...Ob sie ihn kündigen oder das Verhältnis er kündigt...
    Denn der Hausarzt kann ihn nur für eine kurze Zeit krank schreiben.
    Aber ob er dann noch Sozialhilfe bekommt...
    LG Redcat
  • surfer
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    Hallo Redcat,

    Dein Sohn kann die Sozialhilfe auf jeden Fall behalten, wenn er eine gute fachärztliche und/oder psychologische Begründung hat, nicht mehr in die WfB gehen zu können.
    Auch den Versuch am Regelarbeitsmarkt unterkommen zu wollen kann man Deinem Sohn nicht grundsätzlich verweigern, das zeigt ja, daß er im Grunde arbeiten will. So gesehen ist es mit dem Streichen der Hilfe nicht so einfach. Vielleicht gibt es den Weg über Integrationsbetriebe, wobei Behis und Nichtbehinderte in Kleinbetrieben zusammenarbeiten und die Hälfte mindestens behindert sein muß und der Hilfeschwerpunkt auf den Behis liegt.
    Ich kenne allerdings auch Fälle, durchaus mit leichterer Behinderung, die die volle Hilfe behalten durften oder kriegten, aber nie in der WfB gearbeitet haben. Es ist auch so, daß das was Dein Sohn verdient ohnehin mit der SH verrechnet wird, d.h. das was er verdient, wird vom Gesamtanspruch abgezogen.
    Das mit dem Verlust der Tagesstruktur stimmt auf jeden Fall. Ich selbst bin seit fast 5 Jahren arbeitssuchende, behinderte Dipl.Soz.Päd.(FH)

    Gruß

    Surfer

  • MyHandicap User
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    Hallo Redcat,

    ich bin kein Experte, aber ich halte nicht so viel von solchen Werkstätten. Mein Freund arbeitet auch in so einer Einrichtung, bei ihm in der Gruppe sind es überwiegend psychisch Kranke. Ist meiner Meinung nach nur Ausbeutung, ich kann verstehen dass dein Sohn das nicht mehr machen will. Kann schon sein, dass er sich als Behinderter abgestempelt fühlt.

    Wenn er wirklich kündigen will, kannst du ihn wohl nicht dran hindern, er ist ja trotz seiner "Intelligenzminderung" ein erwachsener Mensch. Mein Freund meinte, wenn er in der Werkstatt kündigen würde, würde er auch weiter EU-Rente bekommen. Weiß nicht, wie es mit Sozialhilfe ist, aber man kann ja niemanden zu so einer Arbeit zwingen.Ist halt die Frage, was es dann für Möglichkeiten gibt, damit er sich sinnvoll beschäftigt.

    Vielleicht kann er eine Ausbildung im Berufsbildungswerk machen oder sowas, die gehen ja auch besonders auf Jugendliche mit Lernbehinderung ein, in einem handwerklichen Beruf vielleicht. Damit er auch mal die Chance hat, selbstständig zu leben, ich denke mit dem Einkommen aus einer WfB geht das nicht. Das musst du besser wissen, ob du ihm so etwas zutrauen würdest, ich weiß jetzt nicht, wie schlimm seine Einschränkungen sind.

    liebe Grüße,
    L.
  • MyHandicap User
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    Danke für Deine Auskunft, werde mit seinem Psychiater noch einmal reden.
    Wünsche Dir einen angenehmen Abend.
    LG Redcat
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