Ungerechte Verteilung

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Warum bekommen Blinde eigentlich Blindengeld und die Sehbehinderten nicht? Mir ist wohl bekannt, das es das Sehbehinderten Geld giebt, aber selbst das bekomme ich nicht, obwohl ich die selben kosten habe.

Genauso mit mit den Hörgeschädigten, die bekommen auch nix.

Also muss man doch hier von einer ungerechten Verteilung sprechen, oder?

Antworten

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    Das Blindengeld in Deutschland ist eine monatliche finanzielle Unterstützung für Menschen, die aufgrund einer Krankheit oder durch einen Unfall erblindet sind. Aktuell empfangen rund 125.000 Menschen in Deutschland das Blindengeld; diese begleichen damit Mehrausgaben, die ihnen wegen ihrer Behinderung entstehen. Dazu zählen Kosten für Haushaltshilfen, Vorlesen, oder auch Mehrausgaben für Hilfsmittel wie Punktschrift-Notizblöcke.
    Gesetzlich geregelt ist der Anspruch auf Blindengeld nach Landesrecht in den jeweiligen Blindengesetzen der Bundesländer. Nach den Landesblindengeldgesetzen wird das Blindengeld ohne Rücksicht auf Einkommen und Vermögen des Blinden gewährt.
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    Nach dem Auszug bin ich der Meinung es trifft bei dir nicht zu. Es geht hier um eine Teilweise Kostenübernahme von Hilfen die man in Anspruch nehmen muss und nicht um eine form von staatlichen Schmerzensgeld für Leute die ein schweres leben haben.

  • Quantum schrieb:Genauso mit mit den Hörgeschädigten, die bekommen auch nix.

    Guten Morgen, Quantum!

    Doch, in einigen Bundesländern schon. In Nordrhein-Westfalen, Berlin und Sachsen-Anhalt gibt es das so genannte Gehörlosengeld. Das gibt dann je nach Land 44 bis fast 120 Euro monatlich, unabhängig vom Einkommen. In anderen Bundesländern existiert ein derartiger Zuschuss gar nicht.

    Meiner Meinung nach schon ein wenig absurd und ich halte das pauschal ausgezahlte Gehörlosengeld für einen Fehler, denn es werden keinerlei Nachweise für die hierfür verwendeten Zwecke verlangt. Wofür viele gehörlose Berliner das Geld ausgeben, brauche ich nicht zu erwähnen (Arbeitslosenquote unter ihnen soll sehr hoch sein, weil manche der Meinung sind, dass es auch so reicht). Und uns werden die Gebärdensprachdolmetscher, Hilfsmittel, usw. eh auch zusätzlich von den entsprechenden Kostenträgern bezahlt.

    Das Gehörlosengeld wird damit argumentiert, dass Mehraufwendungen wie z.B. für höhere Stromkosten (für Lichtklingelanlagen) oder Hörgerätebatterien (diese werden ab dem 18. Lebensjahr nicht mehr von der Kasse übernommen) ausgeglichen werden sollen. Aber das überzeugt mich nicht wirklich - die tatsächlichen Kosten dürften weitaus niedriger ausfallen und wer garantiert, dass das Geld auch hierfür ausgegeben wird.

    Insofern wäre es schon eine ungerechte Verteilung unter gehörlosen Menschen.

    Lieben Gruß,

    Tom
    MyHandicap
  • Ich kenne aber genug Leute, die das Blindengeld einfach nur für normal Sachen ausgeben(Luxusgüter). Und das ein Missbrauch in erhöhten Maße stattfindet, das steht mal fest. Es giebt sehr viele, die es bekommen ohne dass es ihnen eigentlich zustehen dürfte.

    Die Krankenkassen geben gerade mal 400 Euro für ein Hörgerät aus und genauso wertig ist es dann auch. Benötig würden aber mindesten 2500 Euro um etwas gescheites zu bekommen.

    Also eine ungerechtigkeit ist auf jeden Fall gegeben.

  • Hallo Tom!

    Von solch einer ungleich Behandlung war uns auch nichts bekannt.

    Wir leben in Bayern und bei uns gehen die Uhren zwar anders,aber etwas gleichklang in den einzelnen Bundesländern währe ganz angenehm.

    Gruß
    SENDRINE 🙁
  • Um Landesblindengeld zu erhalten muss Mann/Frau eine Gutachteruntersuchung über sich
    Ergehen lassen. Ich habe eine solche gerade diese Woche hinter mich gebracht. Die ganze Untersuchung hat über 3 Std. gedauert. So einfach wie früher ist es heute glaube ich nicht mehr das ein Patient dem Augenarzt etwas vor machen kann. Natürlich werd es immer wieder Leute geben die versuchen auf diese Weise an Geld zu kommen. Die Menschen die eine solche Unterstützung Wirklich brauchen haben es deshalb immer schwerer ihr Recht zu bekommen.
    Gruß Oldman


  • Warst war eben noch bei Blind aber nun gut, ein teilweiser oder sogar vollständiger Verlust von Hörkraft kann man durch aus ausgleichen im Gegensatz zur Sehkraft, da ist es nur bedingt möglich. Es entstehen viel mehr laufende kosten bei einem Sehverlust, somit finde ich es gerechtfertigt das dem entgegen gewirkt wird.

    Quantum schrieb:
    Die Krankenkassen geben gerade mal 400 Euro für ein Hörgerät aus und genauso wertig ist es dann auch. Benötig würden aber mindesten 2500 Euro um etwas gescheites zu bekommen.


    Was dein Hörgerät angeht, ich bin nicht der Ansicht das die Krankenkasse da zu sparsam ist, viel mehr glaube ich das hier nach bedarf gehandelt wird. Du wirst es nicht glaube aber ich habe die schicken Carbonräder nicht von der Krankenkasse bekommen, ich musste sie mir eben verdienen. Zudem habe ich das beste Sanitätshaus der Welt www.rehability.de, damit will ich keine Werbung machen sondern danke sagen und auch weiter Endfehlen.
  • Narun schrieb:
    Was dein Hörgerät angeht, ich bin nicht der Ansicht das die Krankenkasse da zu sparsam ist, viel mehr glaube ich das hier nach bedarf gehandelt wird.

    Lieber Narun,

    da wäre ich mir nicht so sicher. Ein paar tausend Euro für gute Digitalhörgeräte sind heutzutage schon der Normalpreis. Für viele gehörlose und schwerhörige Menschen sind die billigeren Hörgeräte (ich trage selber keine) so unbrauchbar wie für Dich - mal überspitzt gesagt - ein Rollstuhl mit quadratischen Reifen 😀

    Konkret heißt das: Man hört damit schon einiges, aber deutlich zur Verbesserung der Lebensqualität, insbesondere des Sprachverständnisses trägt das nur wenig bei.

    Lieben Gruß,

    Tom
    MyHandicap


  • Hallo!

    Ich bin zwar in vielen Dingen der gleichen Meinung wie Tom,aber nicht alles was Günstig ist ( 400 E ? ) ist auch schlecht.

    Der Mensch,der ein Hilfsmittel braucht sollte damit gut und sicher zurechtkommen.

    Da kann ein 400E Hörgerät sehr hilfreich sein.Da Quantum gar keines trägt und vielleicht auch noch keines ausprobieren konnte,ist im der Vorteil nicht bekannt ein solches Gerät zu haben.Ein falsch verstandenes Wort oder ein Satz kann eine Geschichte total verändern und nicht immer zum Guten.

    Gruß
    SENDRINE 😀
  • Es ist ganz klar, das die teureren Geräte besser sind und auch besser aussehen. Bloß weil man Hörgeschädigt ist, so muss man ja nicht mit den letzten Dingern rummlaufen.

    Mir würde es schon wesentlich leichterfallen, wenn ich wüsste das ich vernümftige Geräte bekommen würde.


  • Hallo!
    Ja das stimmt,man muß nicht mit den letzten Dingern rumlaufen.Aber es gibt Menschen und da gehören wir auch dazu,die können sich solcherlei Eitelkeiten nicht leisten.

    Vorallem ziehen wir es vor,ein Gespräch gut verstehen zu können und da ist man mit einem bei uns 500E Hörgerät mehr wie dankbar.Tut auch der Schönheit keinen Abbruch.Den Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters. 😉

    Gruß
    SENDRINE 😀
  • Hallo Quantum,

    ich habe dir vor einiger Zeit schon mal geraten, dich hier zu informieren oder Rat zu holen:

    http://www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/home.asp

    Es gibt nämlich ein neues Urteil zur Kostenübernahme von digiatalen Hörgeräten:

    http://www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/stellung.asp?inhalt=2009/2009-03

    Und auch hier im Pinboard des Schwerhörigennetzes posten viele Leute mit Erfahrung zum Thema Hörgeräte, Hörgeräteanpassung, Krankenversicherung:

    http://www.schwerhoerigen-netz.de/PINBOARD/

    Der erste Schritt nach dem Besuch beim HNO sollte aber erstmal eine Beratung beim Hörgeräteakustiker sein.

    Viel Glück.



  • Hallo Saphira

    Das werde ich auch bald machen, da ich immer mehr merke, das mir einiges entgeht.

    LG
    Quantum
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