Welche Erfahrungen habt Ihr mit Rehaeinrichtungen gemacht ?

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Aufgrund eigener überwiegend negativer Erfahrungen während
einer Rehamaßnahme in einer großen Reha-Klinik lnsbesondere
im pflegerischen und auch menschlichem Bereich, frage ich
mich, ob es ein Einzelfall ist oder Andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
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Antworten

  • Hallo Detlev,

    es tut mir leid das Du so schlechte Erfahrungen gemacht hast. Ich fahre seit den Achtzigern gegelmäßig und sehr oft zur Kur. Bisher konnte ich mich nicht beklagen. Vieleicht beruhte Deine schlechte Erfahrung auf eine lange Kette von Mißverständnissen auf beiden Seiten. Normal ist eine Reha-Kur etwas schönes.

    Gruß Karin




  • Hallo!

    Ich habe vor einem Jahr eine negative Erfahrung gemacht.Aber vor ca 12 Jahren in einer Ganzheitsklinik eine äußerst Positive Erfahrung.
    Ansonsten schließe ich mich Karin an.

    Habe in beiden Einrichtungen gegenteilige Meinungen vernommen.Es spielen immer mehrere Faktoren zusammen.So ist nun mal das Leben und was mich immer wieder besonders trägt ist die Hoffnung.

    Viel Glück allen die sich zu einer Reha Maßnahme entschließen,eine für sie hilfreiche positive Erfahrung machen zu dürfen.
    Gruß
    SENDRINE 😀
  • Hallo Detlef,

    ich war in diesem Jahr in einer Rehamaßnahme und habe mega schlechte Erfahrungen gemacht, die mir noch im nachhinein große Schwierigkeiten eingebracht haben.

    Während des Aufenthaltes habe ich mich eigentlich gut aufgehoben gefühlt. Als ich mir dann, den ausführlichen Bericht von meiner Ärztin geholt habe ist mir fast die Luft weggeblieben. War sprachlos, was dort über mich geschrieben stand.

    Habe mich dann mit der Klinik in Verbindung gesetzt und dort hat man mir recht frech gesagt, sie könnten schreiben was sie wollen, dagegen könnte ich nichts unternehmen.
    Man würde dort beobachten und zwischen den Zeilen lesen. Lächerlich!!!!

    Habe trotzdem etwas dagegen unternommen und siehe da, plötzlich ist man dort sehr kleinlaut und möchte sich für meine dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen.

    Kann ich aber drauf verzichten!!!!!!!!


    Trotzdem würde ich wieder eine Rehamaßnahme machen. Allerdings würde ich nicht mehr so offen sein, würde meinen Plan abarbeiten und mehr nicht.

    Lieben Gruß Andrea


  • Hallo Detlev und Andrea,

    ja leider kann man bei Reha auch negative Erfahrungen machen.

    Das tut mir sehr leid.

    Ich hoffe und wünsche für Euch, das soetwas nicht wieder vorkommt.


    Andrea, Klasse...Du hast Dich gewehrt.


    Einen schönen Abend.


    LG Kerstin

  • Erfahrungen mit Reha, nun ja meine ist ne weile her, das war 1998 in Heidelberg, da war ich 17.

    An die reha habe ich gute erinnerungen, Terapie war gut und bei friesch verletzten wie ich es zu der zeit war auch sehr ausgeprägt. Obwohl ich 17 war wurde ich nie übergangen und hatte immer die wahl, an den angeboten Terapien nutze ich was möglich war und wenn man bedenkt das ich aus einem inkompletten C5-C6 dann noch ein guter Th6er raus holen konnte, müsste auch jeder verstehen wieso ich kein schlechtes wort über die verlieren kann.

    Zu dem gabs sportstunden und auch eine bürokaufmann ausbildungseinrichtung wo ich auch ne menge zeit verbrachte. Vielleicht hört sich das viel an, 4 stunden reha, eine sport und dann noch 6 schule aber ich fands einfach klasse. Die pflege da war der hammer obwohl ich die wohl ganz schön geschafft habe. Nunja wie gesagt ich war 17 und in der reha kams schon vor das frischverletzte sich davon gestohlen hatten die nicht mehr leben wollten, die waren zu dem zeitpunkt für mich verantwortlich und als ich dann um 12uhr nachts nicht auf der station war, waren sie schon etwas nervös, ca. 2uhr, als sie kurz davor waren die polizei einzuschalten und der nachtdinst schon panik hatte, kam ich dann total betrunken und mit einer geplatzen augenbraue von einer sauftour zurück. Das war aber auch die einzige erinnerung von mir wos mal nicht so friedlich war.

    Deshalb schäm ich mich auch nicht zu sagen das ich da sehr gute erfahrungen gemacht habe und für jeden der sich fragt wo das denn war...

    http://www.orthopaedie.uni-heidelberg.de/
  • Da fällt mir ja ein Stein vom Herzen.

    Ich dachte ich sei der einzige mit guten Erfahrungen. Zugegeben, ich habe nur einmal eine orthopädische Reha gemacht, in Ülzen, sonst war ich immer in Davos (Schweiz)wegen meines Asthma zur Kur. Narun die Orthopädie in Heidelberg kenne ich auch sehr gut. War mal ein paar Monate neben an in der Orthopädischen Akutklinik (mit 20). Dort hatte es mir auch sehr gut gefallen. War in der Abteilung in der Du warscheinlich warst öfter zum Billiard spielen. Ich kann mir gut vorstellen das Du Dich dort wohl gefühlt hast.

    Gruß Karin
  • Tomtom
    Optionen
    Ich war erst einmal zur Reha und zwar vor genau einem Jahr in Bad Windsheim, also über Weihnachten und Neujahr. Das war dann aber auch schon das Einzige, was nicht so toll war. Das war echt eine schöne Zeit, an die ich oft zurück denke. Allerdings fehlt mir auch der Vergleich zu anderen Einrichtungen, aber ich war absolut zufrieden. Sowohl das medizinische als auch das therapeutische Personal war klasse. Ich würde da nochmal hingehen.
  • Vielen Dank erstmal für die Antworten. Ich will noch etwas präzisieren- meine
    sog. negativen Erfahrungen= Körperverletzung - habe heute davon noch Schmerzen)
    seelische Demütigungen= Machtmissbrauch durch insbesondere eine Pflegerin,
    sexueller Missbrauch iniziiert durch selbige Pflegerin. Über Einzelheiten möchte
    ich hier so offen nicht berichten. Ich befinde mich seit ca. 3 Monten in psych-
    therapeutischer Behandlung,um zu lernen mit dem Trauma meines Schlaganfalles und den
    Verletzungen in der Reha fertig zu werden. Natürlich habe ich mich gewerhrt. Die Chefärztin meinte dazu : man hätte so schlechtes Personal und wäre auch total unterbesetzt.Ausbaden der verfehlten Personalpolitik muss es der Patient. in dieser Klinik bekam ich auch noch eine MRSA = bakterielle Infektion mit antibiotika-resistenten
    Keimen. - führt zur Isolation und ist Folge mangelnder Hygiene.Die ganze Geschichte ist jetzt 2 Jahre her- am 21. Dez. 07 wurde ich nach 2-wöchiger Intensivstation in die
    Reha-Klinik verlegt. Zur Erinnerung, ich hatte einen Kleinhirninfart mit Beteiligung des Stammhirnes und des Thalamus mit Anfallsleiden. (vermutlich epileptische Anfälle), an die ich mich aber nicht erinnern kann. Steht so im Ärztlichen Abschlußbericht.
    Bin seitdem links halbsetig gelähmt Mit Gesichtsfeldausfall links und temporärer
    Inkontinenz.Muss Jetzt aufhören-weihnachtliche Verpfichtungen-
    Liebe Grüße Fortzetzung Folgt-

  • Meine Reha-Erfahrungen sind völlig in Ordnung.
    Ich war 2008 das erste Mal in Reha. 2009 dann wieder in der gleichen Klinik.
    Hoher Meissner, Bad Sooden-Allendorf.
    Dort kennt man sich mit neuromuskulären Erkrankungen und Erkrankungen des ZNS sehr gut aus. Ich konnte beide Male viel Kraft tanken und das therapeutische Programm ist dort supi auf den jeweiligen Patienten abgestimmt. Man macht nur soviel, wie guttut und wird zu nix gezwungen (wäre ja auch ein Unding). Essen lecker und Team ganz hervorragend, kompetent und menschlich.

    Ich versuche auch weiterhin, in jährlichen Abständen eine Bewilligung zu bekommen. Das nächste Mal ist bei mir erst für August/Sept. geplant – damit ich besser über den Winter komme. Bei dem nasskalten Wetter könnte ich meine Beine regelmäßig an die Decke pfeffern.

    Vergleiche mit anderen Kliniken habe ich nicht.
    http://www.reha-klinik.de/
    freundliche Grüße
  • Ich war nach meinem zweitem Schlaganfall 2006 in den Segeberger Kliniken und nach meinem dritten Schlaganfall 2008 in der Neurologischen Frühreha in Damp.

    Beide Male war ich sehr zufrieden.

    Allen eine schöne Zeit.

    LG Kerstin
  • Detlev schrieb:
    Vielen Dank erstmal für die Antworten. Ich will noch etwas präzisieren- meine
    sog. negativen Erfahrungen= Körperverletzung - habe heute davon noch Schmerzen)
    seelische Demütigungen= Machtmissbrauch durch insbesondere eine Pflegerin,
    sexueller Missbrauch iniziiert durch selbige Pflegerin. Über Einzelheiten möchte
    ich hier so offen nicht berichten. Ich befinde mich seit ca. 3 Monten in psych-
    therapeutischer Behandlung,um zu lernen mit dem Trauma meines Schlaganfalles und den
    Verletzungen in der Reha fertig zu werden. Natürlich habe ich mich gewerhrt. Die Chefärztin meinte dazu : man hätte so schlechtes Personal und wäre auch total unterbesetzt.Ausbaden der verfehlten Personalpolitik muss es der Patient. in dieser Klinik bekam ich auch noch eine MRSA = bakterielle Infektion mit antibiotika-resistenten
    Keimen. - führt zur Isolation und ist Folge mangelnder Hygiene.Die ganze Geschichte ist jetzt 2 Jahre her- am 21. Dez. 07 wurde ich nach 2-wöchiger Intensivstation in die
    Reha-Klinik verlegt. Zur Erinnerung, ich hatte einen Kleinhirninfart mit Beteiligung des Stammhirnes und des Thalamus mit Anfallsleiden. (vermutlich epileptische Anfälle), an die ich mich aber nicht erinnern kann. Steht so im Ärztlichen Abschlußbericht.
    Bin seitdem links halbsetig gelähmt Mit Gesichtsfeldausfall links und temporärer
    Inkontinenz.Muss Jetzt aufhören-weihnachtliche Verpfichtungen-
    Liebe Grüße Fortzetzung Folgt-
    Fortsetzung: Ständig irgendwelche neuropsychologischen Untersuchungen- aber keine
    Frage nach meinem psych. Zustand Hat die Schulmedizin noch nicht gehört wie wichtig
    die seelische Gesundheit ist. Jeder, der durch einen Unfall, einen Schlaganfall oder ein anderes traumatisches Ereigniss aus sinem gewohntem Leben gerissen wird, brauch
    nicht nur körperliche Behandlung. Aber was erzähl ich Euch das, das wißt Ihr ja selbst am besten. Meines Erachtens krankt das ganze System, falsche Konzepte weil an-geblich zuwenig Geld, schlechtes Pflegepersonal weil angeblich zuwenig Geld.Wer die vergangene u. aktuelle Gesundheitspolitik verfolgt,weiß von was ich rede. muß ich mir dass alles gefallen lassen? Fortzetzung

  • Hallo Detlef,

    das was Du erlebt hast ist so ziemlich das schlimmste was man als Patient erlebt hat. Ich bin selber in der Krankenpflege tätig gewesen. Ich bin sicher, die Kollegen dieser Pflegekraft werden diese Taten ihrer Kollegin nicht tolerieren. Die Entschuldigung des Chefarztes, der Missbrauch käme von zu wenig Personal ist unglaublich. Akutkliniken haben wegen Personalmangel oft Probleme jedem einzelnen Patienten gerecht zu werden. Manchmal wird auch um Geld zu sparen schlecht geschultes Personal eingestellt. Das macht schon mal Unzufriedenheit untereinander und der professionelle Umgang mit Patienten leidet. In Kurkliniken ist das eigentlich nicht so extrem. Dort ist die Atmosphäre weniger hektisch und entspannter. Man ist dort um sich zu erholen, nicht als Notfall. Trotzdem, Missbrauch darf es nirgendwo geben. Ich hoffe Du hast diese Person die Dich Missbraucht hat angezeigt.

    Ich wünsche Dir das Du darüber hin weg kommst und in Zukunft gute Erfahrungen in Krankenhäusern und Rehakliniken machen kannst.

    Lieben Gruß
    Karin
  • Hallo Karin.ic kann gut verstehen, dass Du Dich betroffen fühlst, Es gibt ja immer Solche und Solche, in jedem Beruf. Das Dilemma war folgendes, den Wenigen, denen ich
    davon berichtete, war verdammt peinlich darüber zu reden,die glaubten mir nicht.
    Jetzt hat er einen schweren Schlaganfall gehabt, ist desorientiert- das war ich ja auch teitweise-, bildet sich irgend etwas ein- vielleicht Wunschgedanken.Das war eigentlich noch schlimmer als der Mißbrauch und die anderen Vorkommnisse.Ich fühlte
    mich sehr verlassen. WAS ES NICHT GEBEN DARF;das gibt es eben nicht
    Wie hätte ich einen Beweis führen können-unmöglich.
    Wenn ich mich bald dazu in der Lage fühle, werde ich alles chronologisch aufschreiben.
    Warum gibt es in solchen Einrichtungen keinen neutralen Ansprechpartner an den mann sich wenden könnte, wenn nötig.
    Was mich nicht umbringt,macht mich stark.
    Gruß Detlev

  • Hallo Detlev,

    Dein Spruch gefällt mir 😉 "Was mich nicht umbringt mach mich stark" . Du ich glaube nicht das es an Deinem Schlaganfall lag das diese Menschen, die Dir zuhören sollten, Deine Geschichte nicht glaubten. Über so eine Beobachtung oder so ein Erlebnis zu reden ist immer schwer. Nicht nur für den Betroffenen, auch für den Zuhörer. Um sich so einem Gespräch nicht stellen zu müssen ist es für viele Menschen leichter die Geschichte als übertrieben oder unglaubwürdig dar zu stellen. Das ist hart, aber nicht selten. Vor allem Dir als Mann gesteht man so ein Erlebnis seltener zu als einer Frau. Diese Beobachtung solltest Du nicht persönlich nehmen. Deine Erlebnisse auf zu schreiben finde ich deshalb eine sehr gute Idee. Du solltest meiner Meinung nach auch über eine Anzeige nach denken. Nicht sofort, bereite sie gut vor, rede vorher mit jemanden darüber dem Du vertrauen kannst. Aber lass die Menschen die Dir so etwas furchtbares angetan haben nicht davon kommen. Es ist nicht nur unethisch einen Patienten zu missbrauchen, es ist auch eine Straftat. Wenn Deine Erlebnisse wirklich stimmen, warst Du vieleicht nicht der erste und es wird evtl. auch weiter Opfer geben. Das kannst Du verhindern in dem Du öffentlich darüber sprichst und eine Anzeige machst. Übrigens viele KLliniken haben einen Patientenobmann mit dem man über solche Probleme reden kann. Ein Patientenobmann ist eine neutrale Person, die nicht zum Personal gehört. Er arbeitet ehrenamtlich um für die Probleme von Patienten mit der Klinik oder mit dem Personal da zu sein.

    Gruß Karin
  • Hallo Detlev,

    bei Bedarf können wir gerne auch Kontakt zu Anwälten vermitteln.
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