Seelenvögel

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Hi ihr, beim Filmfest in München wird der Film "Seelenvögel" gezeigt. Ich würd ihn gern sehn, aber ich schaff es zeitlich nicht. Weiß wer, kommt der auch regulär ins Kino?
Danke, Lichterkette

Antworten

  • Hallo Lichterkette,
    der Film "Seelenvögel" soll in der Tat wert sein, mit ihm abzuheben.
    Hier ist der Link dazu: http://www.filmpunkt.com/start.html
    "...der wichtigeste Moment ist immer der Augenblick..."
    Finde ich sehr schön!
    Ich konnte allerdings bisher nicht in Erfahrung bringen, wann der Film ins Programmkino kommt, werde versuchen, das aber noch nachzufragen.
    Das Thema "Leukämie" ist durchaus ein sehr schweres, aber ich denke, dass es dem Regisseur gut gelungen ist, dass der Film trotz aller Traurigkeit viel Positives ausstrahlt.
    Alles Liebe
    Michaela

  • Hallo,

    hier die Antwort der Produktionsfirma auf die Frage, wann der Film wie und wo veröffentlicht wird:
    "(...) der Film wird im Herbst 2009 (Okt/Nov, genauer Start steht noch nicht fest) von Piffl Medien in die Kinos gebracht werden.
    Mit einer Fernseh-Ausstrahlung im WDR oder in der ARD ist frühestens ab Herbst 2010 oder in 2011 zu rechnen."

  • MyHandicap User
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    Hallo Lichterkette und alle anderen,
    der Film ist SUPER!!! Den müsst ihr euch anschau, wenn er ins Kino kommt!
    Ich hoffe, dass viele Leute reingehn, denn "Seelenvögel" hats absolut verdient gesehen zu werden. Bitte, wenns Herbst wird, überseht dieses kleine Juwel am deutschen Filmlandschaftshimmel nicht!
    Und bis dahin, seht den Vögeln am blauen Himmel zu!
    Schön, dass es endlich Sommer ist
    Michaela
  • MyHandicap User
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    Bin gerade zufällig in dieses Forum hineingerutscht und kann immerhin mit einer Information weiterhelfen:

    Seelenvögel kommt am 5. November 09 deutschlandweit in die Kinos (nicht in die großen Blockbusterhäuser, sondern eher in die kleinen feinen Arthaus-Kinos).
    Ins Fernsehen kommt er allerfrühestens in einem Jahr, regulär erst in zweien.
    Der Film ist in der Tat wunderschön geworden; zu erleben, wie ruhig und selbstbewusst diese Kinder dem Tod begegnen, nimmt einem die Angst davor. Das ist wirklich so. Wir Erwachsenen könnten von Kindern soviel lernen. Und von Menschen mit einer Behinderung erst recht. Lenni, der Junge mit Down-Syndrom, der kurz vor seinem 7. Geburtstag, sechs Wochen nach der Geburt seines kleinen Bruders sterben musste, war mein Sohn.
  • MyHandicap User
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    Hallo miteinander,

    zunächst einmal freut es mich sehr winni, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Ich hoffe, es geht Eurer Familie gut!

    Der Film ist heute in Deutschland in den Kinos angelaufen. Wenn das Interesse bei uns groß genug ist, schafft er es vielleicht auch in die Schweiz.

    Im Info-Bereich findet Ihr SEELENVÖGEL als aktuellen Filmtipp:
    www.myhandicap.de/kino_tipps_behinderung.html
  • MyHandicap User
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    Herzlichen Dank für den Filmtipp für diesen wunderschönen Film, ich werde ihn anschauen, sobald er im Kino meines Wohnortes kommt.

    Winni, schön das Du nun unter uns bist.

    Auch ich hoffe sehr, dass es Dir und Deine Familie gut geht.

    Sorry ich bin sehr betroffen.


    Alles Liebe und immer ein Licht in dieser dunklen Jahreszeit.

    * Kerstin *.
  • MyHandicap User
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    Hallo Winni!


    Es ist sehr traurig einen Menschen zu verlieren,der dem Herzen nahe war.Als wir unser Pflegekind nach 6 Jahren verloren haben,war das ein Gefühl des Isoliert sein.

    Damals hat man uns gesagt der Schmerz vergeht.
    Nein er ist nicht vergangen,er hat sich gewandelt.

    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen und auch Deiner Familie,das sich Dein Schmerz ins positive Wandelt.

    Liebe Grüße und viel Kraft wünscht Dir
    SENDRINE
  • MyHandicap User
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    Lieber Winni

    Das tut mir soo leid, dass Dein kleiner Lenni sterben musste. Ich hatte heute Kontakt mit Eva (Mama von Felix, der auch auf dieser Station war wie Lenni und auch ein Engel geworden ist). Mein eigener Bruder hatte das Down Syndrom. Auch er ist seit 29 Jahren schon ein Engel. Ich vermisse ihn noch heute, diesen besonderen Sonnenstrahl.

    Weisst Du, ob der Seelenvögel-Film noch in die Schweiz kommt? Das wäre sehr schön.

    Mir ist die Thematik bekannt. Mein Patenkind starb an einem bösartigen Hirntumor und ich war mit ihm lange auf der Kinderkrebsstation. Ich habe nach seinem Tod ein Gedicht geschrieben, in dem ich alle Eindrücke der Kinderkrebsstation und der Kinder dort zusammentrug. Es ist allen krebskranken Kindern gewidmet, jenen, die den Krebs besiegen konnten, aber vor allem auch jenen, die trotz all ihrem Mut keine Chance hatten so wie Lenni, Lukas und Felx.

    Ich schreibe es hier rein und drücke Dir mein vollstes Mitgefühl aus. Liebe Grüsse
    Bea

    KINDERKREBSSTATION
    °°°°°°°°°°°°°°°°°°
    Nirgends sonst
    habe ich soviel Kummer, Schmerz und Ohnmacht
    mitgetragen und durchlebt
    wie auf der Kinderkrebsstation.
    Nirgends sonst
    verspürte ich Hass - und Ungerechtigkeitsgefühle intensiver in mir
    als auf der Kinderkrebsstation.
    Nirgends sonst
    haben Kinderaugen eine deutlichere Sprache gesprochen
    als auf der Kinderkrebsstation.
    Nirgends sonst
    war mir ein vollkommen reglos im Bett liegendes Kind unheimlicher
    als auf der Kinderkrebsstation.
    Nirgends sonst
    gingen mir die Schreie von Kindern so sehr durch Mark und Bein
    wie auf der Kinderkrebsstation.
    Nirgends sonst
    sah ich mehr spuckende Kinder, mehr kahle Köpfe und blaue Flecken, mehr piepende IVAC's und bandagierte Hände
    als auf der Kinderkrebsstation.

    DOCH nirgends sonst
    habe ich großartigere Menschen kennen gelernt
    als auf der Kinderkrebsstation.

    Nirgends sonst
    war der Umgang zwischen Personal und Betroffenen so offen
    wie auf der Kinderkrebsstation.

    Nirgends sonst
    herrschte eine größere Lebenslust und Zuversicht
    als auf der Kinderkrebsstation.

    Nirgends sonst
    kam das Lachen so tief aus der Seele
    wie auf der Kinderkrebsstation.

    Nirgends sonst
    war die Hoffnung so greifbar
    wie auf der Kinderkrebsstation.

    Nirgends sonst
    gab es so einen starken Zusammenhalt
    zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft
    wie auf der Kinderkrebsstation.

    Nirgends sonst
    wurden so viele Regenbögen gemalt
    wie auf der Kinderkrebsstation.

    Nirgends sonst
    habe ich das "TROTZDEM" so intensiv erlebt
    wie auf der Kinderkrebsstation.

    Nirgends sonst
    konnte ich schlaflose Nächte besser nutzen
    als auf der Kinderkrebsstation.

    Nirgends sonst
    gingen Kinder behutsamer und toleranter miteinander um
    als auf der Kinderkrebsstation.

    Nirgends sonst
    habe ich weisere Kinder getroffen
    und das Ausmaß wahrer Tapferkeit besser verstanden
    als auf der Kinderkrebsstation.

    Nirgends sonst
    wurden so tiefe Freundschaften geschlossen
    wie auf der Kinderkrebsstation.

    Nirgends sonst
    habe ich mich auch "fremden" Kindern und Eltern so verbunden gefühlt
    wie auf der Kinderkrebsstation.

    Nirgends sonst
    als auf der Kinderkrebsstation
    habe ich mein Leben wieder lieben gelernt.

    Copyright by Beatrice Pfister (1994)

  • Hallo liebe, Bico,

    vielen vielen Dank für diese tollen Gedanken. Ich fühle mich daruch sehr persönlich angesprochen. Dein Gedicht gefällt mir gut. Du spirchst mir aus dem Herzen. Ich habe 22 Jahre als Kinderkrankenschwester gearbeitet. Davon die meiste Zeit auf der Kinderkrebsstation. Krebs ist eine ganz besondere Krankheit und die Menschen die sie trifft werden zu ganz besonderen Menschen. In Kinder schlummert eine Kraft, die sie, wenn sie groß geworden sind, verloren haben. Auch für das Personal ist die Arbeit mit diesen kleinen schwer kranken Patienten etwas ganz besonderes. Nicht nur wegen der schwere ihrer Erkrankung, sondern vor allem auch wegen der besonderen Gabe der Kinder damit um zu gehen und auch die Art und Weise, wie sie gegen den Tod ankämpfen, ihn besiegen und manchmal auch verlieren. Es gab viele schöne Momente in diesem Beruf, aber auch viele nicht so schöne Momente. Glücklicherweise überwiegten die schönen Momente und die meisten Kinder gingen gesund nach hause. Aber eines kann ich nicht vergessen. Die Augen de kleinen Patienten sind anders, sie sagen so viel. Das kann ich nicht vergessen.

    Lieben Gruß Karin
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